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Messerangriff auf Grenzpolizisten: Palästinenser wird erschossen

JERUSALEM, 13.03.2017 (FJ) – In Ost-Jerusalem hat ein Palästinenser am heutigen Montagmorgen zwei israelische Grenzpolizisten mit einem Messer angegriffen und verletzt. Er wurde von Sicherheitskräften erschossen.

Wie eine Sprecherin der Polizei mitteilte, drang der Angreifer in einen Posten des Grenzschutzes nahe des Eingangs zur Altstadt von Jerusalem ein und stach mit dem Messer auf zwei Beamte ein. Einer der beiden 20-jährigen Polizisten wurde schwer, der zweite leicht verletzt. Sie erlitten Verletzungen am Oberkörper und werden derzeit im Hadassah-Krankenhaus behandelt.

Der 25-jährige Palästinenser Ibrahim M. stammte der Polizei zufolge aus dem Ostteil Jerusalems in Jabel Mukaber. Nachdem die Sicherheitskräfte zur Verteidigung auf ihn geschossen hatten, verstarb er kurze Zeit später im Krankenhaus. Nach seinem Angriff durchsuchte die Polizei am Montagmorgen das Haus des Attentäters.

Familienmitglieder des Angreifers werden verhaftet

Bei der Durchsuchung sind laut Polizei vier Familienmitglieder des Attentäters verhaftet worden. Um wen es sich genau handelt, wurde nicht bekannt gegeben.

Der Angriff ereignete sich kurz nachdem die israelische Armee angekündigt hatte, die Schließung der Grenze zum sogenannten Westjordanland um 24 Stunden zu verlängern. Als vorbeugende Sicherheitsmaßnahme hatte Israel am Freitag die Grenze über die Feiertage zu Purim geschlossen.

Die Altstadt Jerusalems ist immer wieder Schauplatz von gewaltsamen Angriffen. Seit Oktober 2015 sind dabei 255 Palästinenser, 36 Israelis und fünf Ausländer getötet worden. Bei der Mehrheit der getöteten Palästinenser handelte es sich um Attentäter, die Israelis mit Messern oder Autos angegriffen hatten. Die Terrororganisation Hamas hatte Messerattacken in der Vergangenheit als Teil der „Jerusalemer Intifada“ bezeichnet.

 

Foto: Israeli Police

 

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