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Zehntausende Pilger feiern Ostern in Jerusalem

JERUSALEM, 16.04.2017 (TM) – Christliche Pilger aus aller Welt feiern Ostern in Jerusalem. Dicht gedrängt zogen Gläubige am Karfreitag durch die Gassen der Altstadt. Sie folgten der Via Dolorosa, der Überlieferung nach der Weg, den Jesus zu seiner Kreuzigung ging. Viele der Pilger trugen Holzkreuze mit sich, um an das Leiden ihres Messias zu erinnern.

Heiliges Feuer“ in der Grabeskirche

Orthodoxe Christen haben am Samstag in der Grabeskirche das „Heilige Feuer“ gefeiert. Sie glauben, dass sich ein Licht in der Grabkapelle selbständig entzündet hat. Der griechisch-orthodoxe Patriarch Theophilos III. entzündete daran Kerzen. In kurzer Zeit erhellte daraufhin ein Meer von Kerzen die Kirche und den Platz davor.

In diesem Jahr sind besonders viele Pilger nach Jerusalem gekommen. Das Osterfest der westlichen und orthodoxen Kirchen fällt zusammen, auch das jüdische Pessachfest wird in den Ostertagen begangen. Die Polizei zeigt Präsenz und ist mit starken Kräften vertreten. Überschattet werden die Feierlichkeiten vom brutalen Mord an einer britischen Studentin, die in der Straßenbahn von einem Palästinenser erstochen wurde (FJ berichtete).

Renovierung abgeschlossen

Pünktlich vor Ostern sind die Restaurierungen in der Grabeskirche beendet worden. Griechische Spezialisten hatten in monatelanger Arbeit die Ädikula instand gesetzt – eine kleine Kapelle innerhalb der Kirche, die über dem Grab Jesu errichtet worden sein soll. Bei den Arbeiten kooperierten die Griechisch-Orthodoxe, die Katholische und die Armenische Kirche. Nun konnten die Besucher das uralte Zentrum des Kirchengebäudes in neuem Glanz bewundern. Laut christlicher Überlieferung wurde die Grabeskirche über jenem Ort gebaut, an dem Jesus gekreuzigt, beerdigt und von den Toten auferweckt wurde.

Bild: Äthiopisch-orthodoxe Christen feiern die Osternacht im Kerzenlicht außerhalb der Grabeskirche. Foto: Yaniv Nadav (Flash 90)

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