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Rekord: Über 1.600 Juden während Pessach auf dem Tempelberg

JERUSALEM, 18.04.2017 (FJ) – Nach einer Woche geht das Pessach-Fest zu Ende. Eine Rekordzahl von Juden hat den Tempelberg im Laufe der Feiertage besucht. Etwa 1.600 Juden kamen zur heiligen Stätte, im vergangenen Jahr waren es laut der Organisation Yirah 1.015. Dabei wurde auch der Rekord gebrochen für die meisten jüdischen Besucher an einem einzelnen Tag: 495 Juden sind am Sonntag auf den Tempelberg gekommen (der vorige Rekord lag bei 448 Menschen).

Drei Juden wurden am Sonntag auf dem Tempelberg verhaftet, weil sie „offen gebetet“ hatten. Die Polizei ließ sie kurze Zeit später allerdings wieder frei. Premierminister Benjamin Netanjahu hat sich dazu verpflichtet, den Status Quo aufrecht zu erhalten, nach dem jüdische Gebete auf dem Berg verboten sind. Es besteht die Angst, dass nicht-muslimische Gebete zu Unruhen und Gewalt führen könnten. Der Zugang für Juden zum Tempelberg wird streng kontrolliert.

Israel beendet Pessach mit Mimouna-Feier

Zum Ende der Pessach-Feiertage haben Israelis im ganzen Land am Montagabend Mimouna gefeiert. Die Mimouna-Feier ist ein nordafrikanischer jüdischer Brauch, der außerhalb von Israel nicht besonders bekannt ist: eine Art orientalische Party, die traditionell nach Pessach stattfindet.

Zum Ende der Woche, in der man nach jüdischem Glauben keine Getreide- und Hefeprodukte essen darf, tischen viele Familien algerischer und marokkanischer Herkunft Gebäck und Süßigkeiten auf. Mittlerweile sind die Feierlichkeiten nicht nur bei Familien nordafrikanischer Herkunft beliebt. Die Mimouna-Feier hat sich zu einem nationalen Feiertag entwickelt, der auch in der Öffentlichkeit begangen wird.

Auch Politiker wie Premierminister Benjamin Netanjahu feierten Mimouna mit den traditionellen mit Honig bestrichenen Pfannkuchen und anderen Süßigkeiten. Bei einer Veranstaltung in der Stadt Hadera betonte Netanjahu, Mimouna sei „ein Tag für alle ethnischen Gruppen geworden“. „Es symbolisiert die Liebe zu Israel.“ Auch Kulturministerin Miri Regev und Finanzminister Moshe Kahlon veröffentlichten im Internet Fotos von ihrer Mimouna-Feier.

2017-04-18_Netanjahu Mimouna Pessach

 

 

Foto: Flash90/Nati Shohat (Titelbild), Facebok/Benjamin Netanjahu

 

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