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Wohnhäuser palästinensischer Terroristen abgerissen

JERUSALEM, 11.08.2017 (TM) – Die israelische Armee hat die Wohnhäuser von vier palästinensischen Terroristen abgerissen, die kürzlich eine Grenzpolizistin und einen Soldaten ermordet hatten. Die Bewohner der Häuser, Familienangehörige der Terroristen, waren bereits Mitte Juli gewarnt und aufgefordert worden, die Gebäude innerhalb von 72 Stunden zu verlassen. Zwei der betroffenen Familien hatten daraufhin den Obersten Gerichtshof Israels angerufen. Der gab dennoch grünes Licht für den Abriss, legte aber fest, dass die Mauern im Erdgeschoss stehen bleiben müssen.

Brutale Morde an Israelis

Am 16. Juni hatten drei Palästinenser, bewaffnet mit Messern und Feuerwaffen, einen koordinierten Anschlag in der Jerusalemer Altstadt verübt. Dabei erstachen sie die Grenzpolizistin Hadas Malka (23). Alle drei Attentäter wurden von Sicherheitskräften erschossen, bevor sie weiteres Unheil anrichten konnten.

Im April war Elhai Taharlev, ein Unteroffizier der israelischen Armee, in der Nähe der Ofra-Kreuzung umgebracht worden. Ein 21-jähriger aus Silwad hatte ihn absichtlich überfahren. Der Täter war wegen eines versuchten Terroranschlags vorbestraft. Bewohner von Silwad haben nach isaelischen Angaben in den vergangenen zwei Jahren neun Terroranschläge verübt. Auch die Familie dieses Terroristen hatte vor Gericht versucht, den Abriss zu verhindern, ihr Ansinnen war jedoch abgelehnt worden.

Die nächtliche Abriss-Aktion wurde von starken Armeekräften abgesichert. Rund 200 Palästinenser versuchten vergeblich, die israelischen Soldaten mit Steinen und brennenden Reifen aufzuhalten. Israel verspricht sich vom Abriss der Wohnhäuser eine abschreckende Wirkung. Zudem ist bekannt, dass die Familien der Terroristen von der Palästinensischen Autonomiebehörde hohe „Entschädigungen“ erhalten. Israel will mit den Häuserzerstörungen verhindern, dass der Terror zu einem finanziell lohnenden Geschäft wird.

Einseitiger Bericht der FAZ

Im Westen wird Israel für diese Praxis kritisiert. Dabei werden in den Medien oft wesentliche Informationen unterschlagen. So berichtet beispielsweise die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) über den Abriss: „Die Zerstörung der Häuser mutmaßlicher, verurteilter oder auch getöteter Terroristen ist völkerrechtlich umstritten. Menschenrechtsorganisationen lehnen die Strafmaßnahme als Kriegsverbrechen ab. Israel rechtfertigt sie hingegen als wichtige Abschreckung. In den Häusern leben in der Regel die Familien der Attentäter, die durch die Zerstörung häufig obdachlos werden. Nach Ansicht von Kritikern kommt die Maßnahme daher einer Kollektivbestrafung der Angehörigen gleich und könnte weitere Gewaltakte auslösen.“ Die hohen Summen, die an die Familien der Terroristen fließen, verschweigt die FAZ. Sie legt sogar noch nach: „Häuser von jüdischen Terroristen bleiben dagegen von einer Zerstörung verschont. Israelische Offizielle begründen dies üblicherweise mit der geringen Anzahl jüdischer Attentäter, die eine entsprechende Abschreckung überflüssig mache. Zuletzt lehnte Anfang Juli das Oberste Gericht Israels einen Antrag der Familie des im Juni 2014 entführten und grausam ermordeten palästinensischen Jugendlichen ab, die Häuser der jüdischen Täter abzureißen.“ Die FAZ will offenbar verbreiten, dass jüdische Attentate an der Tagesordnung seien – tatsächlich stehen diesem einen Mord durch Juden hunderte von Palästinensern gegenüber. Wer so berichtet, hat nach Einschätzung von Beobachtern kein Interesse an objektiver Berichterstattung, sondern verbreitet anti-israelische Propaganda unter dem Deckmantel eines „Qualitätsmediums“.

Bild: Eines der von der Armee zerstörrten Wohnhäuser in den palästinensischen Autonomiegebieten.

Foto: IDF Spokesperson Unit

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