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„Operation Lächeln“ in Ghana

JERUSALEM, 08.09.2017 (DL) – Die einzelne Operation dauert nur eine Stunde, aber Hunderte Kinder werden der Zukunft mit einem Lächeln begegnen können. Das ist der Beitrag von zwei plastischen Chirurgen aus Haifa, die vor kurzem aus Afrika zurückkehrten, wo sie Gesichtsdeformitäten bei Kindern korrigierten.

Omri Emodi, ein kraniofazialer Chirurg und Zach Sharony, ein plastischer Chirurg, beide Ärzte am Rambam Medical Center, arbeiteten in Ghana auf einer Mission, die von der „Operation Smile“, einer US-amerikanischen Nichtregierungsorganisation (NGO), zusammen mit einem Team von Chirurgen und medizinischen Mitarbeitern aus 12 Ländern organisiert wurde. Ihre Patienten kamen aus ganz Ghana, einige bis zu 500 Meilen entfernt. Die meisten Operationen betrafen Lippen und Gaumen, während sich andere mit komplexeren Operationen von Gesichtsdeformitäten befassten.

„Wenn ein Kind eine Gesichtsdeformität hat, kann sich das auf Essen, Trinken, Sprechen und auch auf sein eigenes Selbstbild auswirken“, betont Emodi. „Du bist ein Gezeichneter, besonders in Afrika. Du könntest leicht ein Ausgestoßener werden.“

Die Ärzte arbeiteten nonstop in sieben behelfsmäßigen Chirurgieräumen in der Stadt Ho und haben zusammen mit einem internationalen Team von Chirurgen, Technikern, Pflegepersonal und Anästhesisten 155 Operationen in acht Tagen abgeschlossen.

Operationen, die ein Leben verändern

„Du arbeitest mit einem Team, das du nicht kennst und das aus einer anderen Kultur kommt. Aber sobald man in den Rhythmus kommt, wird jeder ein Teil des Teams, motiviert durch den Wunsch, diesen Menschen zu helfen. Es dauert weniger als eine Stunde, um die Operation durchzuführen, kann aber das Leben eines Kindes verändern“, erklärt Emodi. In Ghana – mit einer Bevölkerung von 20 Millionen Menschen – gibt es nur 20 qualifizierte Chirurgen, die diese Operationen durchführen können. „Die Mission ist so befriedigend“, fügt er hinzu und lächelt. „Es ist wie ein Geschenk von Gott.“

Die Verfahren werden von der NGO finanziert und ohne Kosten für die Kinder oder ihre Familien durchgeführt. Emodi und Sharony arbeiten seit Jahren in Vietnam, Äthiopien, den Philippinen und anderen Ländern und behandeln Dutzende Patienten, wo immer sie hingehen. Im Rambam-Krankenhaus in Haifa behandeln sie auch eine breite Palette von Patienten, darunter Palästinenser, solche aus dem kriegszerrissenen Syrien und anderen angrenzenden arabischen Ländern.

 

Foto: Privat (Dr. Emodi mit einem kleinen Patienten und seiner Mutter)

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