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Palästinensischer Beamter spendet für israelisches Kinderkrebs-Zentrum

HAIFA, 10.09.2017 (DL) – M. ist ein hochrangiger palästinensischer Beamter in den 40ern. Er wurde vor einigen Monaten im Rambam Medical Center in Nordisrael wegen eines Tumors behandelt. Nun spendete er Zehntausende Schekel für den Bau eines Erholungsraums in der Abteilung für krebskranke Kinder.

Während seines Aufenthaltes war er oft jungen palästinensischen Patienten begegnet. Er entwickelte Interesse an den besonderen Bedürfnissen der hospitalisierten Kinder. Als sich sein Zustand verbesserte, beschloss er, Rambam einen finanziellen Beitrag zukommen zu lassen. Damit sollen die Bedingungen für Kinder verbessert werden, die sich einer Strahlenbehandlung unterziehen müssen. Er kam vor kurzem in das Krankenhaus zurück, wo er sich mit Patienten und Mitarbeitern des neuen „Fishman Oncology Centers“ traf. In einer bescheidenen Zeremonie übergab M. eine Spende von Zehntausenden Schekeln für die Einrichtung eines eigenen Erholungsraums für das Zentrum.

Dessen Design wird an die Bedürfnisse der Kinder während der Bestrahlungstherapie angepasst, für eine entspannende und unterstützende Umgebung vor und nach der Behandlung. Jedes Jahr erhalten etwa 1200 palästinensische Kinder und Erwachsene, die im Westjordanland und im Gazastreifen leben, medizinische Versorgung im Rambam.

Medizin als Brücke

„Als ich ins Rambam kam, sah ich ein medizinisches Team, das sich um Patienten kümmerte, aber ich sah auch das Leiden der kranken Kinder“, erinnert sich M., „schwer kranke palästinensische, israelische, syrische und andere Kinder werden dort behandelt und brauchen alle Hilfe, die sie bekommen können. Sowohl israelische als auch palästinensische Gemeinden leiden unter dem Schaden der Gewalt. Ich möchte eine Welt, in der wir alle zu Frieden und Gesundheit beitragen können, auf Kinder aufpassen, Leben retten, Wissen teilen und sogar palästinensische Ärzte im Rambam ausbilden können. Medizin ist eine Brücke zwischen den Menschen, und ich hoffe, dass dank dieser Spende und denen, die kommen werden, wir alle eine bessere Zukunft haben werden“, unterstrich er.

Foto: Eine Krankenschwester im Rambam-Hospital, dem größten Krankenhaus in Nordisrael. Foto: Moshe Shai / Flash 90

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