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Frauen in High-Tech-Jobs machen anderen Mut

von Elisabeth Lahusen

JERUSALEM, 10.01.2018 – Shoshi Jambar, eine 31-jährige äthiopisch-israelische alleinerziehende Mutter, arbeitete sich innerhalb von drei Jahren von einem Job als Reinigungskraft in Büros zur Managerin in der israelischen Unternehmensberatungsplattform WalkMe hoch.

„Ich war in einer sehr schwierigen finanziellen Situation zu Hause“, erinnert sich Jambar. „Ich beschloss, diesen Reinigungsjob zu übernehmen, bis ich etwas Dauerhaftes gefunden hatte. Aber ich bin nie beschämt herumgelaufen, weil ich die Putzfrau war. Ich konnte Englisch sprechen und war freundlich mit allen im Büro.“ Beeindruckt von Jambars Zuversicht und Freundlichkeit ermutigte ein WalkMe-Verkaufsleiter sie, sich für eine offene Position in der Qualitätssicherung zu bewerben. Ein Jahr später wurde sie zu einem Management-Job befördert und beaufsichtigt nun fünf Angestellte.

Jambars Geschichte ist eine von etwa 50, die auf der Facebook-Seite  „Women of Startup Nation“ vorgestellt wurden, um das Bewusstsein für die Errungenschaften von Hightech-Frauen in Israel zu stärken. Die Seite hat mehr als 13.200 Anhänger gesammelt und bekommt Reaktionen aus der ganzen Welt, von Kenia bis Japan.

Barr Yaron

Die Facebook-Seite „Women of Startup Nation“ erstellte Barr Yaron, geboren in Philadelphia als Kind israelischer Eltern. Sie studierte Mathematik in Harvard. Nach dem Studium zog Yaron von San Francisco nach Tel Aviv, um dort als Datenwissenschaftlerin bei Facebook zu arbeiten. „Bevor ich San Francisco verließ, wollten meine Freunde wissen, ob ein Umzug nach Israel meine Karriere in der Technik beeinträchtigen würde. Sie waren neugierig auf die Rolle der Frauen in dem Land.“

Nur wenige Monate nach dem Umzug startete Yaron die Facebook-Seite mit Artikeln über israelische Frauen, die Einfluss auf die Technologie haben. Sie hatte ähnliche Facebook-Seiten im Silicon Valley gesehen und will mehr Frauen ermutigen, selbstständig zu werden und sich für die MINT-Fächer Wissenschaft, Technologie, Technik und Mathematik zu begeistern.

Ein Beispiel geben

„Shoshis Geschichte ist wirklich erstaunlich. Ich denke, die wichtige Lektion ist, alle Möglichkeiten, die Sie interessieren, zu ergreifen und Selbstvertrauen zu zeigen, sowie harte Arbeit, um diese Möglichkeiten zu nutzen“, erklärt Yaron. „So viele Menschen mit unglaublichem Potenzial kommen aus nicht-traditionellen Hintergründen.“

Obwohl sie keine Abschluss- oder Praxiserfahrung hatte, wurde Shoshi Jambar aufgrund eines persönlichen Interviews und technischer Tests für die Managementposition ausgewählt. „Frauen, die völlig fremd sind, haben mir erzählt, wie meine Geschichte sie dazu inspiriert hat, ihr eigenes Leben zu verändern“, beschreibt Jambar ihre Erfahrungen und fügt hinzu: „Wenn du nicht an dich selbst glaubst, wird es niemand anders tun.“

„Women of Startup Nation“ funktioniert wie ein Netzwerk

Die neueste Geschichte erzählt Michal Hubschmann, CEO and Co-Founder von VDroom: „Als ich kein Geld mehr hatte, ging ich in ein Hotel in England und sagte Ihnen: ‚Ich habe kein Geld, ich habe keinen Platz zum Schlafen. Ich werde alles tun, jeden Job, für einen Ort zum Schlafen.‘“ So fing alles an. „Während der Arbeit an der Rezeption fühlte ich mich inspiriert vom DOT-com Boom, um mehr zu tun, und kaufte die Domain Easytobook.com für drei Dollar. Von dort habe ich meine erste Firma aus nichts dem Nichts geschaffen. Meine Erfahrung in der Gastfreundschaft hat mich dazu geführt, heute ein neues Virtual Reality Hospitality Startup zu erfinden.“

Yaron will auch weiter jede Woche eine Geschichte präsentieren. „Ich werde ständig so vielen beeindruckenden Frauen vorgestellt“, schwärmt sie. „Ich suche auch immer noch aktiv nach Frauen aus allen Teilen Israels – Frauen mit unterschiedlichen Hintergründen und Erfahrungen.“

Weitere Informationen zu diesem Thema gibt es hier:

 

https://www.facebook.com/womenofstartupnation/

 

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Foto: Michal Hubschamm von „Women of Startup Nation“ auf einer Konferenz

Quelle: Facebook

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