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Israelische Schüler bauen Wanderweg und finden antike Schätze

JERUSALEM, 16.04.2018 (FJ) -Während des Baus eines neuen 70 Kilometer langen Wanderwegs, haben israelische Schüler aus Galiläa einen unglaublichen Fund gemacht: Sie stießen auf eine 1400 Jahre alte intakte Öllampe, in die eine Menora, ein achtarmiger Leuchter, eingraviert war. Außerdem entdeckten die Schüler eine äußerst seltene Goldmünze von Suleiman dem Prächtigen. Das eigentliche Projekt, an dem die Schüler gearbeitet haben, hatte jedoch keinen archäologischen Hintergrund: Zum 70. Geburtstag ihres Staates errichteten die Schüler als Geschenk an ihr Land einen Wanderweg – ganz ohne professionelle Hilfe. Am Bau des sogenannten „Sanhedrin-Trail“ haben tausende Schüler und Studenten mitgewirkt.

Wanderweg verbindet historisch wichtige Städte

Der Wanderweg entstand dort, wo das jüdische Leben vor 1900 Jahren nach der Zerstörung des Zweiten Tempels stattgefunden haben soll. Die fleißigen Bauarbeiter haben eine „intelligente Spur“ geschaffen, die die verschiedenen historischen Zentren, in denen sich das jüdische Leben tagtäglich abspielte, miteinander verbindet. Seinen Namen verdankt der Wanderweg der hebräischen Bezeichnung für den „hohen Rat“. Der „Sanhedrin“ war lange Zeit die oberste religiöse und politische Instanz im Judentum.

 

Junge Wanderer erkunden den durch sie erbauten "Sanherib-Trail"

Junge Wanderer erkunden den durch sie erbauten „Sanhedrin-Trail“ / Israelische Antikenbehörde

Der „Sanhedrin-Trail“ wird am 22. April eröffnet. Touristen sollen dann an „Hightech-Punkten“ Informationen und Aktivitäten über das jüdische Leben direkt auf ihr Smartphone übertragen bekommen und so die die historische Umgebung erkunden. „Es gibt keine andere Wanderroute in Israel, die eine solche Anwendung nutzt. In dieser Hinsicht schreiben wir, die Archäologen, hier Geschichte“, sagte der Archäologe Yair Amitzur von der Israelischen Antikenbehörde, der das Bauprojekt betreute.

Foto: Die 1400 Jahre alte Öllampe
Quelle: Israelische Antikenbehörde

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