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Belgien stoppt Zahlungen an palästinensische Schulen

BRUESSEL / RAMALLAH, 17.09.2018 (FJ) – Belgien wird nicht länger den Bau palästinensischer Schulen finanzieren. Grund dafür ist die Verehrung von Terroristen.
„Solange Schulnamen verwendet werden, um den Terrorismus zu verherrlichen, kann Belgien nicht länger mit dem palästinensischen Bildungsministerium zusammenarbeiten und wird keine Budgets für den Bau von Schulen ausgeben“, heißt es in einer Erklärung des belgischen Bildungsministeriums.

Schule nach Terroristin benannt
Bereits im vergangenen Jahr hatte Belgien mehr als 4,4 Millionen Dollar eingefroren, die für den Bau von zwei palästinensischen Schulen bestimmt waren. Zuvor war eine von Belgien finanzierte Schule im sogenannten Westjordanland nach einer Terroristin benannt worden, die jüdische Zivilisten getötet hatte. Zahlreiche Appelle der belgischen Regierung, die Namensänderung rückgängig zu machen, seien nicht beachtet worden, was zum Ende der Zusammenarbeit führte, wie es in der Erklärung heißt. Die Grundschule war 2013 mit belgischem Geld in Hebron gebaut und als „Beit Awwa Elementary School for Girls“ eröffnet worden. Kurze Zeit später wurde ihr Name geändert und nach der palästinensischen Terroristin Dalal Mughrabi benannt, die bei 1987 an einem Attentat beteiligt war, bei dem 38 israelische Zivilisten ihr Leben verloren. Darunter waren auch 13 Kinder.
Michael Freilich, Chefredakteur der jüdischen Zeitung „Joods Actueel“, der die Affäre genau verfolgte, gratulierte Bildungsminister Alexander De Croo zu seiner „mutigen Entscheidung“. Freilich sagte, er hoffe, dass andere europäische Regierungen dem Beispiel folgen werden, „damit weniger palästinensische Kinder zum Hass erzogen werden – zumindest nicht mit europäischem Geld.“

Hetze im palästinensischen Schulsystem
Belgien ist das erste Land in Europa, das in dieser Weise auf anti-israelische Hetze an palästinensischen Schulen reagiert. Die Europäische Kommission hat unlängst angekündigt, dass sie palästinensische Schulbücher überprüfen werde, die mit EU-Steuergeldern finanziert werden. Sowohl in Großbritannien als auch in Finnland war Unterrichtsmaterial mit hasserfüllten Inhalten an die Öffentlichkeit gelangt und hatte für Aufsehen gesorgt. In den Büchern sind unter anderem Landkarten abgedruckt, auf denen weder die Stadt Tel Aviv noch die heiligsten Stätte des Judentums existieren. Auch die sechs Millionen jüdischen Israelis sind auf den demografischen Karten, die palästinensische Schüler studieren, schlicht nicht vorhanden.

Foto: Unterricht an einer palästinensischen Schule. Symbolfoto. Quelle: Nasser Ishtayeh / Flash90.

Fokus Jerusalem berichtete mehrfach über die systematische Hetze gegen Israel an palästinensischen Schulen:

Palästinensische Schulbücher: Dämonisierung und Delegitimierung des jüdischen Staates Israel

Video über palästinensisches Unterrichtsmaterial:

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