Bild des Tages – Archiv

23.10.2021

Vor 2000 Jahren verlorener Amethyst zeigt den geheimnisvollen Balsambaum

23.10.2021 (TM) – Dieser Amethyst war Teil eines Rings, den ein reicher Jude vor rund 2000 Jahren verloren hat. Er war vermutlich auf dem Weg vom Teich Siloah zum Tempel, als sein Ring in einen Abwasserkanal fiel und zerbrach. Nun fanden Forscher den wertvollen Stein. Neben einen Vogel ist auf ihm eine seltene Pflanze eingraviert: der Balsambaum. Er wird in der Bibel mehrfach erwähnt. Balsam wurde zur Herstellung von Parfüm und Medikamenten verwendet. Lange haben Forscher gerätselt, aus welcher Pflanze er gewonnen wurde. Der Amethyst hat dieses Rätsel nun gelöst.

Foto: Eliyahu Yanai / City of David
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22.10.2021

Israel öffnet am 1. November seine Grenzen für geimpfte Touristen

22.10.2021 (TM) – Der Ben-Gurion-Flughafen bei Tel Aviv kann vom 1. November an wieder mit deutlich mehr Passagieren rechnen. Die israelische Regierung hat beschlossen, die Grenzen für vollständig geimpfte und genesene Touristen zu öffnen. Die Geimpften müssen zuletzt vor weniger als sechs Monaten einen von der Weltgesundheitsorganisation anerkannten Impfstoff erhalten haben. Vor dem Flug und nach der Landung müssen die Einreisenden einen PCR-Test machen. Erst wenn das negative Ergebnis des zweiten Tests vorliegt, dürfen sie die Quarantäne verlassen. Nicht einreisen dürfen Besucher aus Ländern, die als „rote“ Hochrisikogebiete eingestuft sind.

Foto: Nati Shohat/Flash90
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21.10.2021

Samariter feiern Sukkot und beten auf dem Berg Garizim

21.10.2021 (TM) – Samariter beten bei Sonnenaufgang auf dem Berg Garizim in der Nähe der Stadt Nablus. Die schon in der Bibel erwähnte Religionsgemeinschaft hat einige Hundert Mitglieder. Sie erkennen nur die fünf Bücher Mose als Heilige Schrift an, feiern Feste (wie jetzt Sukkot) nach ihrem eigenen Kalender und praktizieren Tieropfer. Die Samariter haben einen Hohepriester, der auf dem Berg Garizim residiert. Dieser Berg ersetzt in ihrer Religion den Jerusalemer Tempel.

Foto: Nasser Ishtayeh/Flash90
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20.10.2021

Jugendliche ziehen mit Trommeln und Fahnen durch die Altstadt

20.10.2021 (DK) – Muslimische Pfadfinder ziehen mit Trommeln und Fahnen um den Tempelberg im Herzen der Jerusalemer Altstadt. Bei der Feier wird dem Tag der Geburt des Propheten Mohammad gedacht. Gleichzeitig brachen am Damskus-Tor Unruhen aus. Bei den gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen palästinensischen Demonstranten und der israelischen Polizei wurden siebzehn Menschen verletzt und elf verhaftet. Nach wochenlangen Spannungen war es zum Gewaltausbruch gekommen.

Foto: Jamal Awad/Flash90
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19.10.2021

Israel gedenkt der Ermordung Yitzhak Rabins vor 26 Jahren

19.10.2021 (TM) – 15.000 Kerzen leuchten in Tel Aviv in Erinnerung an Yitzhak Rabin. Einige entzündete seine Tochter Dalia. Der israelische Regierungschef wurde vor 26 Jahren von einem rechtsextremen Juden erschossen. Ministerpräsident Bennett erklärte bei der staatlichen Gedenkfeier, der Mord sei eine Mahnung, dass sich das jüdische Volk niemals auseinander reißen lassen dürfe. In der Knesset gab es eine heftige Auseinandersetzung: Außenminister Lapid warf rechten Oppositionsabgeordneten vor, sie seien die geistigen Erben der Ideologie des Mörders. Oppositionsführer Netanjahu entgegnete, die Linke missbrauche alljährlich die Erinnerung an Rabins Tod für ihre Propaganda.

Foto: Tomer Neuberg/Flash90
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18.10.2021

Deutsche und israelische Luftwaffe im Formationsflug unterwegs

18.10.2021 (TM) – Israelische und deutsche Kampfjets gemeinsam in der Luft: Sie flogen am Sonntag eine Ehrenformation, unter anderem über Jerusalem und Tel Aviv. Die gemeinsame Formation wurde vom israelischen Luftwaffenkommandanten, Generalmajor Amikam Norkin, und dem deutschen Luftwaffenkommandanten, Generalleutnant Ingo Gerhartz, angeführt. Zuvor hatten die beiden Offiziere die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem besucht und einen Kranz niedergelegt. Mehrere Kampfjet-Besatzungen der Bundeswehr sind zur Zeit in Israel. Sie nehmen an der internationalen Übung „Blaue Flagge“ teil.

Foto: Israeli Airforce
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17.10.2021

Großbrand zerstört mehrstöckiges Einkaufszentrum in Kalansuwa

17.10.2021 (TM) – Ein großes Einkaufszentrum in der zentralisraelischen Stadt Kalansuwa steht im Vollbrand: Die Flammen haben das mehrstöckige Gebäude am Samstag völlig zerstört. Der Brand war im zweiten Stock ausgebrochen, wo Wartungsarbeiten stattgefunden hatten. 25 Feuerwehreinheiten bekämpften das Feuer. Sie konnten aber nicht verhindern, dass das zweite Stockwerk einstürzte. Die Umgebung wurde evakuiert. Sieben Menschen, darunter ein Polizist, wurden leicht verletzt. Erst am Abend war der Brand unter Kontrolle, der Schaden geht in die Millionen.

Foto: Israel Fire and Rescue Services
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16.10.2021

Sonnenuntergang in Gilo: Jedes neue Haus beschäftigt die Welt

16.10.2021 (TM) – Es sieht so friedlich aus, wenn die untergehende Sonne die Häuser im Jerusalemer Stadtteil Gilo in warmes Licht taucht. Doch diese Häuser sind umstritten. Die Palästinenser behaupten, Gilo sei illegal auf Land errichtet worden, das zum Bethlehemer Vorort Beit Jala gehört. Israel bestreitet das: Das Land sei regulär von Juden erworben worden. Nun sollen in dieser Gegend weitere Häuser für jüdische Israelis entstehen, die Palästinenser haben Widerstand angekündigt. Aber damit nicht genug: Auch ultraorthodoxe Juden machen gegen Bauarbeiten mobil, weil dadurch angeblich alte Gräber zerstört werden. Jeder Stein, der in Gilo bewegt wird, beschäftigt die Weltöffentlichkeit.

Foto: Nadine Haim Gani / Fokus Jerusalem
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15.10.2021

Hillel Yaffe-Hospital durch Cyberangriff schwer getroffen

15.10.2021 (TM) – Das Hillel Yaffe-Krankenhaus in Hadera ist Opfer des größten Cyberangriffs auf eine medizinische Einrichtung in der Geschichte Israels geworden. Verwaltungsdirektor Dr. Amnon Ben Moshe erläuterte, dass die Mitarbeiter seit Mittwoch keinen Zugriff auf die wichtigsten Systeme haben. Die Computer zeigen unter anderem die Krankenakten nicht mehr an. Wer hinter dem Angriff steckt, ist unklar. Einem Fernsehbericht zufolge fordern die Angreifer zehn Millionen Dollar Lösegeld. Als staatliches Krankenhaus darf Hillel Yaffe aber kein Lösegeld bezahlen. Fachleute befürchten, es könne mehrere Monate dauern, bis das Problem mit Hilfe von Experten gelöst werden kann. Das Krankenhaus ist für rund 450.000 Einwohner im Nordwesten Israels zuständig.

Foto: רפי קורן / Wikimedia
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14.10.2021

Neueinwanderer jubeln bei ihrer Ankunft in Israel

14.10.2021 (TM) – Jüdische Einwanderer aus Indien, Mitglieder der Bnei-Menashe-Gemeinschaft, feiern ihre Ankunft am Ben-Gurion-Flughafen bei Tel Aviv. Sie halten sich für einen der zehn ‚verlorenen Stämme‘ Israels, Nachkommen des Stammes Manasse. Sie pflegen in Indien Traditionen, die ihre Angehörigkeit zu den Israeliten nahelegen. Sie führen etwa Beschneidungen mit scharfen Steinen durch, praktizieren die Reinigung von Leprakranken mit Quellwasser, singen Lieder, in denen die heiligen Stätten Israels erwähnt werden und feiern ein Fest, das dem jüdischen Pessach ähnelt. Trotz der durch die COVID-19-Pandemie verursachten Reisebeschränkungen, einschließlich einer kurzen Schließung des Flughafens Ben-Gurion, sind 2021 über 20.000 Menschen in den jüdischen Staat umgesiedelt.

Foto: Tomer Neuberg/Flash90
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13.10.2021

Früherer Mossad-Chef: Iran nicht kurz vor Bau einer Atombombe

13.10.2021 (TM) – „Ich denke, dass der Iran bis heute noch nicht einmal nahe daran ist, eine Atomwaffe zu besitzen.“ Das erklärte der frühere Chef des israelischen Geheimdienstes Mossad, Yossi Cohen, bei einer Konferenz der Zeitung „Jerusalem Post“. Das Mullah-Regime in Teheran erhalte weniger Unterstützung als früher. Wenn der Iran eine Atomwaffe entwickle, müsse Israel aber in der Lage sein, ihn aus eigener Kraft zu stoppen, unterstrich Cohen. Der frühere Geheimdienst-Chef ist jetzt Leiter des Investmentgeschäfts von SoftBank Israel. Er erklärte, er wolle nicht Politiker werden, er bleibe Geschäftsmann.

Foto: Yonatan Sindel/Flash90
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12.10.2021

Drohnen liefern Sushi und Bier an Kunden im Raum Tel Aviv

12.10.2021 (TM) – Drohnen im Dauereinsatz: Im Rahmen eines Pilotversuchs liefern sie im Großraum Tel Aviv Bestellungen aus. Ob Sushi, Bier, Eiscreme oder Medikamente: die Kunden bekommen ihre Lieferung vollautomatisch auf dem Luftweg zugestellt. Dazu müssen sie sich in freiem Gelände aufhalten. Hinter dem Projekt steckt die Nationale Drohneninitiative der israelischen Regierung. Während des zehntägigen Tests absolvieren die Drohnen täglich rund 300 Flüge. Dabei werden die autonomen Systeme und das Flugverhalten getestet. Noch können die Drohnen nur 2,5 kg transportieren und haben einen Radius von 5 km. Später sollen sie schwerere Lasten bis zu 100 km weit befördern. Dafür werden spezielle Luftkorridore in 50 bis 120 Metern Höhe geschaffen. Zu den Interessenten gehört auch der Rettungsdienst, der beispielsweise eilige Bluttransporte mit Drohnen abwickeln will.

11.10.2021

Angriffe auf Israelis in Judäa und Samaria haben zugenommen

11.10.2021 (TM) – Palästinensische Jugendliche mit Gasmasken schleudern Brandsätze auf israelische Sicherheitskräfte. Szenen wie hier in der Nähe von Nablus haben zugenommen: Nach jetzt veröffentlichten Daten der Sicherheitsbehörden gab es im September in Judäa und Samaria 199 Angriffe auf Juden, deutlich mehr als in den Vormonaten. Die Statistik weist neun Attacken mit Schusswaffen aus, 17 Mal wurden Sprengsätze geworfen. Die israelischen Sicherheitskräfte mussten bei 187 Krawallen eingreifen, wobei sie mehrfach mit Brandsätzen beworfen wurden. Als Grund für den Anstieg der Vorfälle wird die Flucht von sechs palästinensischen Häftlingen genannt. Für viele Palästinenser waren sie Volkshelden, sie wehrten sich gegen die Großfahndung nach den Entflohenen.

10.10.2021

Bundeskanzlerin Angela Merkel in Israel eingetroffen

10.10.2021 (TM) – Bundeskanzlerin Angela Merkel ist in der Nacht zum Sonntag zu einem Staatsbesuch in Israel eingetroffen. Sie wurde am Ben-Gurion-Flughafen von hochrangigen Vertretern des Außenministeriums begrüßt. Die deutsche Regierungschefin hat ein umfangreiches Besuchsprogramm. Mit Ministerpräsident Naftali Bennett wird sie über regionale Entwicklungen und die Bedrohung durch den Iran sprechen. Sie trifft die Mitglieder der Regierung, wird die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem besuchen und sich von israelischen Hochtechnologie-Experten informieren lassen. Die Technion-Universiät in Haifa will Merkel die Ehrendoktorwürde verleihen. Ihre Israelreise war ursprünglich für Ende August geplant, sie ist wegen der Afghanistan-Krise verschoben worden.

Foto: Shlomi Amsalem/Foreign Ministry
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09.10.2021

Golda Meirs Verzweiflung: „Sie werden uns den Hunden vorwerfen“

09.10.2021 (TM) – Premierministerin Golda Meir war in den ersten Tagen des Jom-Kippur-Krieges 1973 verzweifelt. Gegenüber hohen Militärs warnte sie, Israel werde von der internationalen Gemeinschaft nicht unterstützt. Das geht aus Dokumenten hervor, die jetzt erstmals vom Staatsarchiv veröffentlicht wurden. „Sie werden uns den Hunden vorwerfen. Sie mögen keine Juden, geschweige denn schwache Juden“, erklärte die Regierungschefin. Am 6. Oktober 1973, dem jüdischen Feiertag Yom Kippur, hatten die Armeen Syriens und Ägyptens Militärstellungen auf den Golanhöhen und der Sinai-Halbinsel angegriffen. Israel konnte die zahlenmäßig weit überlegenen Feinde letztlich besiegen, erlitt aber hohe Verluste.

Foto: IDF Spokesperson's Unit/Defense Ministry Archive
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08.10.2021

Gericht erlaubt Juden stilles Gebet auf dem Tempelberg – Muslime sind empört

08.10.2021 (TM) – Das Jerusalemer Amtsgericht hat in einem wegweisenden Urteil festgestellt, dass es Juden erlaubt ist, auf dem Tempelberg still zu beten. Zuvor hatte schon der Oberste Gerichtshof Israels geurteilt, dass Juden dieses Recht haben. Dennoch hatte die Polizei jüdische Beter in der Vergangenheit immer wieder festgenommen und des Geländes verwiesen, das von der muslimischen Waqf-Stiftung verwaltet wird. Palästinensische Gruppen reagierten empört auf das jüngste Urteil. Sie sehen darin eine Verletzung internationalen Rechts. Die radikalislamische Hamas sprach von einer „Kriegserklärung“ und „brutaler Aggression gegen die Al Aksa-Moschee“.

Foto: Yossi Zamir/Flash90
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07.10.2021

Anklage: Blutiger Mord an der eigenen Ehefrau

07.10.2021 (TM) – Eliran Malul wird zum Bezirksgericht in Jerusalem gebracht. Die Anklage lautet auf Mord. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, dass er seine Ehefrau Michal Sela (32) in der gemeinsamen Wohnung in Ramat Motza brutal misshandelt und dann mit elf Messerstichen getötet hat. Die acht Monate alte Tochter blieb 17 Stunden neben dem Leichnam ihrer Mutter, bis der entdeckt wurde. Der Fall hat ganz Israel erschüttert. Er war Anlass zur Gründung des Michal-Sela-Forums, das misshandelte Frauen schützen will (Fokus Jerusalem berichtete).

Foto: Yonatan Sindel/Flash90
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06.10.2021

Die Kassam-Brigaden zeigen ihre Macht

06.10.2021 (TM) – Angehörige der Kassam-Brigaden nehmen in Gaza-Stadt an einer Gedenkfeier für Palästinenser teil, die von der israelischen Armee getötet wurden. Die Kassam-Brigaden sind eine militärische Unterorganisation der radikalislamischen Terrorgruppe Hamas, die den Gazastreifen beherrscht. Die Kassam-Brigaden kämpfen für die Vernichtung Israels. Sie sind für zahlreiche Attacken auf israelische Soldaten und Terrorangriffe auf Zivilisten verantwortlich und schrecken auch vor Selbstmordanschlägen nicht zurück. Die Truppe ist ein wesentlicher Stützpfeiler der Hamas, die einen islamischen Palästinenserstaat errichten will. Die Organisation ist der Meinung, es sei die Pflicht eines jeden Muslims, gegen das „zionistische Gebilde“ Israel zu kämpfen.

Foto: Atia Mohammed/Flash90
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05.10.2021

Oppositionsführer Netanjahu macht Bennett für 1392 Covid-Tote verantwortlich

05.09.2021 (TM) – Turbulenter Auftakt zur Winter-Sitzungsperiode in der Knesset, dem israelischen Parlament: Oppositionsführer Benjamin Netanjahu (links am Rednerpult) griff seinen Nachfolger im Amt des Regierungschefs, Naftali Bennett, scharf an. Weil Bennett gezögert habe, in Israel die dritte Impfung einzuführen, sei er für 1392 Covid-Tote verantwortlich. Netanjahu kritisierte auch Bennetts Rede vor den Vereinten Nationen, in denen er die Führung Irans nicht mit der nötigen Schärfe angegriffen habe. Mehrere Abgeordnete von Netanjahus Likud-Partei wurden des Saales verwiesen, weil sie eine Rede von Naftali Bennett mehrfach mit Zwischenrufen und Beschimpfungen unterbrachen.

Foto: Olivier Fitoussi/Flash90
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04.10.2021

Protest gegen Wohnungsnot und soziale Ungerechtigkeit

04.09.2021 (TM) – Demonstranten haben Zelte auf dem Rothschild-Boulevard in Tel Aviv aufgebaut. Ihre Aktion richtet sich gegen den Mangel an bezahlbarem Wohnraum und die soziale Ungerechtigkeit in Israel. Die Lebenshaltungskosten im jüdischen Staat gehören zu den höchsten der Welt, insbesondere Mieten und Immbobilienpreise haben astronomische Höhen erreicht. Bereits vor zehn Jahren hatten Demonstranten hier aus denselben Gründen eine Zeltstadt errichtet. Daraus entwickelten sich die größten Sozialproteste in der Geschichte des Landes, rund 450.000 Menschen gingen damals auf die Straße. Grundlegende Änderungen erreichten sie nicht.

Foto: Avshalom Sassoni/Flash90
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03.10.2021

Neue Regeln: Fast zwei Millionen Israelis verlieren „Grünen Pass“

03.10.2021 (TM) – In Israel treten heute neue Regeln für den „Grünen Pass“ in Kraft. Zwischen 1,7 und 1,9 Millionen Menschen verlieren das Dokument, weil sie keine dritte Impfung erhalten haben. Der „Grüne Pass“ gilt künftig nur noch sechs Monate, von der dritten Impfung an gerechnet. Genesene erhalten ihn nur dann, wenn sie nach ihrer Krankheit mindestens eine Impfdosis erhalten haben. Der „Grüne Pass“ ist die Voraussetzung, um öffentliche Veranstaltungen, Restaurants oder Museen besuchen zu können. Kostenpflichtige Covid 19-Tests können den Pass kurzfristig ersetzen. Die Polizei hat verstärkte Kontrollen angekündigt.

Foto: Olivier Fitoussi/Flash90
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02.10.2021

Union Berlin entschuldigt sich bei Maccabi Haifa für antisemitische Ausschreitungen

02.10.2021 (TM) – Die Anhänger von Maccabi Haifa, die auch im Berliner Olympiastadion ihre grün-weißen Fahnen schwangen, wurden bitter enttäuscht: Ihr Verein unterlag Gastgeber Union mit 0:3. Die Gästefans wurden bedroht und mit Bier übergossen, Deutsche hoben die Hand zum Hitlergruß, schreien „Sieg heil“ und Schlimmeres. Der Präsident von Union Berlin, Dirk Zingler, entschuldigte sich und nannte das Verhalten unakzeptabel. Maccabi Haifa war der erste israelische Verein, der in dem Stadion antrat, das Hitler für die Olympischen Spiele 1936 bauen ließ.

Foto: Yonatan Sindel/Flash90
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01.10.2021

Historisch: Außenminister Lapid eröffnet Botschaft in Bahrain

01.10.2021 (TM) – Außenminister Yair Lapid hat am Donnerstag offiziell die israelische Botschaft in Manama, der Hauptstadt Bahrains, eröffnet. Vor einem Jahr hatten die beiden Länder vereinbart, ihre Beziehungen zu normalisieren. „Mögen unsere Völker für immer in Frieden und Wohlstand leben“, sagte Lapid. Auf Hebräisch fügte er hinzu: „Israel hat heute einen wichtigen, historischen Schritt am Golf gemacht.“ Die Botschaft befindet sich im 29. Stock des „Bahrain World Trade Centers“. An der Zeremonie nahm auch der bahrainische Außenminister Abdullatif al Zayani teil. Zum Jahresende will das Königreich seine Botschaft in Israel eröffnen.

Foto: Shlomi Amsallem/GPO
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30.09.2021

Fünf Tote und fast 50 Verletzte bei Busunglück in Obergaliläa

30.09.2021 (TM) – Ein tragischer Verkehrsunfall erschüttert Israel: Ein Omnibus ist auf der Straße 89 in Obergaliläa mit mehreren Fahrzeugen kollidiert und hat sich überschlagen. Dabei starben der Busfahrer (76) sowie eine Mutter (35) mit ihren drei Kindern im Alter zwischen 5 und 15 Jahren. Sie waren in einem Taxi unterwegs gewesen, das völlig zertrümmert wurde. Rund 50 Menschen erlitten Verletzungen, einige wurden in Armeehubschraubern in Krankenhäuser geflogen. Die Ursache des Unglücks ist unklar.

Foto: David Cohen/Flash90
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29.09.2021

Rekordzahlen: Israelis zieht es in die Nationalparks

29.09.2021 (TM) – Eine Familie wandert durch die Golanhöhen: Viele Israelis waren während der Feiertage draußen unterwegs. Laut der israelischen Natur- und Parkbehörde (INPA) besuchten 1,23 Millionen Israelis über Sukkot die Nationalparks und Naturschutzgebiete – ein neuer Rekord. Die Zahl der Wanderer ist um satte 23 Prozent höher als im gleichen Zeitraum 2019. 2020 hatte ein Lockdown Ausflüge verhindert. Allein am Dienstag besuchten rund 150.000 Menschen die Parks und Naturschutzgebiete.

Foto: Michael Giladi/Flash90
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28.09.2021

Bennett vor Vereinten Nationen: Israel ist ein Leuchtturm der Freiheit

28.09.2021 (TM) – Israel ist ein Leuchtfeuer des Lichts und der Freiheit. Das erklärte Premierminister Naftali Bennett in seiner ersten Rede vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York. Das Land sei zu lange über Kriege definiert worden. Israelische Familien strebten aber keine Konflikte an, sondern sie wollten ihre Kinder in einer besseren Welt großziehen. Kritisch sei das Atomwaffen-Programm des Iran, der alle roten Linien überschritten habe. Der Iran reichere Uran auf 60 Prozent an, nur noch einen Schritt entfernt von waffenfähigem Material, und die Welt nehme das nicht zur Kenntnis. Teheran unterstütze Terrorgruppen wie die Hisbollah und den Islamischen Dschihad und sei eine Gefahr für die ganze Welt, warnte Bennett.

27.09.2021

Die Olivenernte hat begonnen

27.09.2021 (TM) – Palästinenser im Gazastreifen ernten Oliven. Traditionell ist das Gemeinschaftsarbeit, an der die ganze Großfamilie beteiligt ist. Schon vor 8000 Jahren wurde im Heiligen Land aus wilden Oliven Öl gewonnen. Olivenbäume sind anspruchslos: Sie kommen mit kargen Böden und wenig Wasser aus. In der regenarmen Nahost-Region stehen deshalb auf mehr als drei Viertel der landwirtschaftlichen Nutzfläche Olivenbäume. Wer sie pflanzt, muss Geduld haben: Am ertragreichsten ist ein Olivenbaum nach etwa 20 Jahren. Der größte Teil der geernteten Oliven wird gepresst, um daraus Olivenöl zu gewinnen, das als besonders gesund gilt. In der Bibel ist Olivenöl ein Symbol für Salbung und Segen.

Foto: Abed Rahim Khatib/Flash90
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26.09.2021

Medizinisches Personal demonstriert für bessere Arbeitsbedingungen

26.09.2021 (TM) – Beschäftigte des Gesundheitswesens demonstrieren vor dem Wohnhaus von Wirtschaftsministerin Orna Barbivay in Tel Aviv. Sie fordern mehr Personal, weniger Überstunden und eine bessere Ausstattung. Die meisten Krankenhäuser in Israel sind überfüllt. Ihre Coronavirus-Stationen kollabieren und die Ärzte, die versuchen, alle Patienten zu versorgen, sind überfordert. „Wir stehen auf den Coronavirus-Stationen sehr kurz davor, dass wir auswählen müssen, welche Patienten wir behandeln“, erklärte dieser Tage Dr. Masad Barhoum, der Direktor des Galilee Medical Center. Neben technischer Ausstattung fehle es vor allem an qualifizierten Medizinern und Pflegekräften.

Foto: Tomer Neuberg/Flash90
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25.09.2021

Der erste Regen des Herbstes in Jerusalem

25.09.2021 (TM) – Der Herbst ist in Jerusalem angekommen: Am Freitag gab es einige kräftige Regenschauer. Es waren die ersten Niederschläge in der Hauptstadt seit dem Frühjahr. Sie fielen mitten im Laubhüttenfest, in dem für die Ernte gedankt und um ausreichend Regen für das nächste Jahr gebetet wird. Die Jerusalemer können die nächsten Festtage wieder in trockenen Laubhütten verbringen: Der Wetterbericht verspricht Sonnenschein und Höchsttemperaturen von 28 Grad.

24.09.2021

Zahl der Schwerkranken steigt: Experten fordern strengere Corona-Regeln

24.09.2021 (TM) – Die Beschäftigten der Covid-Station des Shaare Zedek-Hospitals in Jerusalem haben viel zu tun. Mittlerweile müssen in Israel 202 Covid-Patienten künstlich beatmet werden, so viele wie noch nie seit Beginn der vierten Infektionswelle. 1053 Patienten liegen nach einer Covid-Infektion im Krankenhaus, 713 von ihnen sind laut offizieller Statistik in kritischem Zustand. Ein Expertengremium hat die Regierung aufgefordert, strengere Maßnahmen zu ergreifen und die Teilnehmerzahl von Veranstaltungen stärker zu beschränken. Obwohl 63,7 % der israelischen Bevölkerung vollständig geimpft sind, lag die 7-Tage-Inzidenz zuletzt bei über 500.

Foto: Yonatan Sindel/Flash90
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