Bild des Tages – Archiv

17.05.2021

Synagogen-Tribüne stürzt ein: Zwei Tote und viele Verletzte

17.05.2021 (TM) – Ein Trümmerfeld aus Holz und Stahl: Diese Tribüne in einer Synagoge in Givat Zeev bei Jerusalem war voll besetzt mit ultraorthodoxen Gläubigen, als sie am Sonntagabend zusammenbrach. Ein Mann (40) und ein Jugendlicher (12) starben, mehr als 160 Menschen wurden verletzt, fünf davon sehr schwer. Die Synagoge war zum Auftakt des Shawuot-Festes noch nicht komplett fertiggestellt. Die Tribüne war von den Behörden nicht genehmigt, hieß es. 16 Tage nach der Meron-Katastrophe ist dies das zweite verheerende Unglück, das die ultraorthodoxe Gemeinschaft in Israel trifft.l

Foto: Noam Revkin Fenton/Flash90
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16.05.2021

Israelische Armee: Diese Terror-Anführer haben wir ausgeschaltet

16.05.2021 (TM) – Die israelische Armee hat die Namen und Fotos von rund 30 Anführern der Terrorgruppen Hamas und Islamischer Dschihad veröffentlicht, die bei den aktuellen Kämpfen getötet wurden. Gleichzeitig hieß es, außerdem seien Dutzende Kämpfer mit niedrigeren Rängen ums Leben gekommen. Das israelische Militär hat die Luftangriffe auf den Gazastreifen in der Nacht zum Sonntag fortgesetzt. Dabei wurden das Büro und das Wohnhaus von Hamas-Führer Yahya Sinwar bombardiert. Am Samstag waren erneut 300 Raketen auf Israel abgefeuert wurden.

Foto: IDF Spokesperson
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15.05.2021

Raketenhagel aus dem Gazastreifen hält an

15.05.2021 (TM) – Hamas-Terroristen haben den Beschuss Israels in der Nacht zum Samstag fortgesetzt. Besonders betroffen waren die Grenzgemeinden zum Gazastreifen sowie die Städte Ashkelon, Ashdod und Beersheba. Es gab keine Toten und Schwerverletzten, aber erhebliche Schäden an Gebäuden. Die israelische Armee setzte ihre Luftangriffe auf Raketenabschuss-Basen und militärische Einrichtungen fort. Dabei seien sieben Menschen ums Leben gekommen, berichtete die Hamas. Aus diplomatischen Kreisen hieß es, am Wochenende werde möglicherweise ein Waffenstillstand vereinbart.

Foto: Edi Israel/Flash90
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14.05.2021

Familien in Ashkelon leben seit Tagen im Schutzraum

14.05.2021 (TM) – Zwei Familien können seit Tagen diesen Schutzraum in Ashkelon kaum noch verlassen, denn die südisraelische Küstenstadt wird rund um die Uhr mit Raketen beschossen. Millionen von israelischen Eltern bemühen sich in diesen Tagen, ihren Kindern zu erklären, warum immer wieder die Sirenen heulen und Explosionen zu hören sind. Kinderpsychologen raten ihnen, selbst ruhig zu bleiben und die Kinder nicht zu belügen. In den Schutzräumen sollten Bücher, Spiele und Computer bereit stehen. Verängstigte, weinende Kinder benötigten Nähe und Zuwendung. Ältere Geschwister könnten ihnen helfen, mit der Situation besser fertig zu werden.

Foto: Avi Rokach/Flash90
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13.05.2021

Israel zeigt Stärke: Rauch und Feuer über Gaza-Stadt

13.05.2021 (TM) – Die israelische Luftwaffe hat dieses Hochhaus in Gaza-Stadt zerstört. Die Bewohner waren zuvor gewarnt und aufgefordert worden, das Gebäude zu verlassen. Bei einer Reihe von Luftangriffen in den Morgenstunden des Donnerstag wurden die Zentralbank der Hamas-Terrorgruppe, ihr Hauptquartier für innere Sicherheit sowie das Wohnhaus eines Kommandeurs verwüstet. Das israelische Sicherheitskabinett hatte die Ausweitung der Luftangriffe genehmigt, nachdem der Raketenhagel auf israelische Städte und Gemeinden durch die Islamisten unvermindert anhielt.

Foto: Atia Mohammed/Flash90
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12.05.2021

„Kristallnacht in Lod“: Synagogen und Autos in Flammen

12.05.2021 (TM) – In der zentralisraelischen Stadt Lod ist es in der Nacht zum Mittwoch zu heftigen Unruhen gekommen. Von den arabischen Bewohnern wurden drei Synagogen und zahlreiche jüdische Geschäfte in Brand gesteckt sowie Dutzende Autos angezündet. Die israelische Regierung erklärte den Ausnahmezustand in der jüdisch-arabischen Stadt. Bewohner berichteten, dass die Stromversorgung in ihren Häusern unterbrochen und Benzinbomben durch ihre Fenster geworfen wurden. Bürgermeister Yair Revivo erklärte, das Rathaus und ein örtliches Museum seien ebenfalls angegriffen worden. Er verglich die Situation mit dem Kristallnacht-Pogrom der Nazis von 1938. Ein „Bürgerkrieg“ sei ausgebrochen und habe Jahrzehnte der Koexistenzbemühungen hinweg gefegt.

Foto: Yossi Aloni/Flash90
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11.05.2021

Feuer auf dem Tempelberg – Kotel evakuiert

11.05.2021 (TM) – Meterhohe Flammen oberhalb der Kotel (Klagemauer) in Jerusalem: Nach den Raketenalarmen am Abend sind etliche Israelis an die Kotel zurückgekehrt, um den Jerusalemtag zu feiern. Wegen des Feuers mussten sie den heiligsten Ort des Judentums aber wieder verlassen. Nach Angaben der Sicherheitsbehörden hatten Araber mit Feuerwerkskörpern einen Baum in der Nähe der Al Aqsa-Moschee in Brand gesetzt. Das Feuer war schnell gelöscht. Israelische Experten warnten, die Bilder der Flammen könnten aus dem Zusammenhang gerissen werden, um einen israelischen Angriff auf die Moschee zu belegen.

Foto: Mendy Hechtman/Flash90
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10.05.2021

Jüdische Veteranen der Roten Armee geehrt

10.05.2021 (TM) – Jüdische Veteranen der sowjetischen Armee haben zusammen mit ihren Kindern und Enkelkindern in Jerusalem den Sieg über Nazideutschland im Zweiten Weltkrieg gefeiert. Verteidigungsminister Benny Gantz, Integrationsministerin Pnina Tamano-Shata sowie der Bürgermeister von Jerusalem, Moshe Lion, waren anwesend, um die ehemaligen Kämpfer zu ehren. In Israel leben mehr als 3000 frühere Kämpfer der Roten Armee. Sie sind alle 85 oder älter. Der Vorsitzende der Veteranenvereinigung, Avraham Grinzaid, beklagte, dass der Antisemitismus weltweit wachse und viele Staatsführer dazu schwiegen, weil sie aus der Geschichte nichts gelernt hätten.

Foto: Yonatan Sindel/Flash90
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09.05.2021

Zweite Hilfslieferung aus Israel in Indien eingetroffen

09.05.2021 (TM) – Mehrere Tonnen medizinisches Material und Geräte, die Israel gespendet hat, sind in Indien angekommen. Dort bricht das Gesundheitssystem unter einer Welle von Coronavirus-Infektionen zusammen. Ein Flugzeug der indischen Luftwaffe, das vom Flughafen Ben Gurion startete, übernahm den Transport. Weitere Hilfslieferungen, unter anderem Sauerstoff-Generatoren und Beatmungsgeräte, sollen in den kommenden Tagen nach Neu Delhi geschickt werden. Zu Beginn der Coronakrise vor über einem Jahr hatte Indien Hilfsgüter nach Israel gesandt.

Foto: Außenministerium Israel
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08.05.2021

Reaktion auf Terroranschlag: Bau einer neuen Siedlung

08.05.2021 (TM) – Auch die Kinder helfen mit: In der Nähe der Tapuah-Kreuzung bei Nablus ist mit dem Bau der neuen jüdischen Siedlung „Evyatar“ begonnen worden. Dort hatte es vor wenigen Tagen einen Terroranschlag gegeben. Ein Palästinenser hatte auf jüdische Bibelschüler geschossen, ein 19-Jähriger starb. Die „biblischen Zionisten“ haben darauf reagiert, indem sie auf einem nahe gelegenen Hügel Zelte und Container aufstellten und mit dem Bau von Häusern begannen. Ob „Evyatar“ eine Zukunft hat, ist fraglich: In der Vergangenheit hat die israelische Armee die meisten „illegalen Außenposten“ in den umstrittenen Gebieten auf Anordnung der Regierung abgerissen.

07.05.2021

Neue Krawalle in Jerusalem: Auto angezündet, 15 Festnahmen

07.05.2021 (TM) – Feuerwehrleute löschen das Auto einer jüdischen Familie, das in der Nacht zum Freitag bei Auseinandersetzungen zwischen Arabern und Juden im Jerusalemer Stadtteil Sheik Jarrah in Brand gesteckt wurde. Nach Polizeiangaben hatten sich die beiden Gruppen mit Steinen und Stühlen beworfen. Als das Auto in Flammen aufging, schoss ein Israeli in die Luft. Die Polizei trennte die beiden Gruppen und nahm 15 Araber fest. Sheik Jarrah, unmittelbar nördlich der Altstadt gelegen, wird mehrheitlich von Arabern bewohnt. Sie wehren sich dagegen, dass Juden versuchen, dort Land zu erwerben.

Foto: Olivier Fitoussi/Flash90
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06.05.2021

Terror in Samaria: Opfer gestorben, Täter verhaftet

06.05.2021 (TM) – Die israelische Armee hat nach einer aufwändigen Suchaktion einen 44-jährigen Palästinenser verhaftet. Bei ihm handelt es sich nach Behördenangaben um den Terroristen, der an der Tapuach-Kreuzung in Samaria auf drei jüdische Bibelschüler geschossen hatte. Alle drei sind dabei am Sonntag verletzt worden. Der 19 Jahre alte Yehuda Quetta aus Jerusalem erlag im Hospital seinen schweren Verletzungen. Während der Fahndung nach dem Täter sind die israelischen Truppen angegriffen und mit Brandsätzen beworfen worden. Bei den Auseinandersetzungen wurde ein 16-jähriger Palästinenser von den Soldaten erschossen.

05.05.2021

Vorbereitungen für das Zuckerfest nach dem Ramadan

05.05.2021 (TM) – Eine Palästinenserin in Rafah im südlichen Gazastreifen backt süße Leckereien. Sie sind für Eid al-Fitr gedacht, das Fest des Fastenbrechens am Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan. In Europa ist das Fest besser bekannt als das „Zuckerfest“. Dieses Jahr beginnt es am 12. Mai. Wie der Ramadan richtet sich auch der Beginn des Festes nach dem Mondkalender. In den palästinensischen Gemeinden ruht während des Fastenbrechen-Festes das öffentliche Leben.

Foto: Abed Rahim Khatib/Flash90
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04.05.2021

Tränen und Gebete am Ort der Katastrophe

04.05.2021 (TM) – Ultraorthodoxe Juden weinen und beten am Berg Meron, wo in der Nacht zum Samstag 45 Menschen starben und rund 150 verletzt wurden. Die größte zivile Katastrophe der jüngeren israelischen Geschichte wird das Land noch lange beschäftigen. Nachdem die Opfer beerdigt sind, beginnt nun die Suche nach den Schuldigen. Ministerpräsident Netanjahu versprach, die Tragödie werde aus jedem Blickwinkel untersucht. Laut hebräischen Medienberichten fürchtet er aber die politischen Auswirkungen einer solchen Untersuchung. In der Kritik stehen vor allem seine Koalitionspartner, die ultraorthodoxen Parteien, die sich für einen unbeschränkten Zugang zu den Lag BaOmer-Feierlichkeiten stark gemacht hatten.

Foto: David Cohen/Flash90
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03.05.2021

Samariter feiern das Ende ihres Passahfestes

03.05.2021 (TM) – Mitglieder der Samariter-Gemeinschaft beten bei Sonnenaufgang auf dem Berg Garizim oberhalb der Stadt Nablus, dem biblischen Sichem. Die Samariter feiern das Ende ihres Passahfestes. Nach der Überlieferung sind sie Nachkommen der Juden, die nicht deportiert wurden, als die Assyrer im Jahr 722 vor der Zeitenwende Israel eroberten. Ihre kleine Gemeinde besteht aus rund 800 Menschen, von denen die Hälfte in einem Dorf am Berg Garizim lebt und der Rest in Holon bei Tel Aviv.

Foto: Nasser Ishtayeh / Flash90
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02.05.2021

Kerzen an den Altstadtmauern von Jerusalem

02.05.2021 (TM) – Israel trauert um die 45 Toten der Katastrophe vom Berg Meron, darunter mehr als ein Dutzend Kinder und Jugendliche. Auf die Altstadtmauer von Jerusalem wurden Kerzen projiziert. Der Sonntag ist in Israel zum nationalen Trauertag erklärt worden. Gedenkzeremonien werden in der Knesset und in den Militärbasen abgehalten. Eine für heute geplante Kabinettssitzung ist abgesagt worden. Konzerte und Sportveranstaltungen wurden verschoben. In den Jerusalemer Schulen wird der Unterricht heute der Tragödie gewidmet.

Foto: Yonatan Sindel/Flash90
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01.05.2021

Trauer um die Opfer der Meron-Katastrophe

01.05.2021 (TM) – Auf einer Sitzbank vor dem gerichtsmedizinischen Institut in Tel Aviv liegen Blumen. Israel trauert um die Opfer der Katastrophe vom Berg Meron. Von den 45 Toten konnten bislang nur 32 identifiziert werden. Mit den übrigen beschäftigen sich nun die Gerichtsmediziner. Das Institut stoppte den Identifizierungsprozess jedoch am Freitagabend, nachdem der Oberrabbiner entschieden hatte, dass er am Schabbat nicht fortgesetzt werden könne.

Foto: Tomer Neuberg/Flash90
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30.04.2021

Es begann mit fröhlich feiernden Massen…

30.04.2021 (TM) – Zehntausende Ultraorthodoxe versammeln sich in Nordisrael, um den fröhlichen Feiertag Lag BaOmer zu feiern. Sie sind ausgelassen, tanzen und singen, doch das Gedränge ist groß. Als dieses Bild entsteht, ist noch nicht absehbar, dass es kurz darauf zu einer der größten zivilen Katastrophen in der Geschichte des Staates Israels kommen wird (siehe Bericht unten).

Foto: David Cohen/Flash90
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29.04.2021

Gebete am Grab von Rabbi Shimon

29.04.2021 (TM) – Diese beiden jüdischen Jungen lesen Gebetsbücher an der Grabstätte von Rabbi Shimon ben Jochei am Berg Meron in Nordisrael. Der Rabbi lebte im zweiten Jahrhundert. Der Überlieferung nach trat er gegen die Römer auf und hielt sich mit seinem Sohn Rabbi Eleasar 13 Jahre in einer Höhle versteckt, wo sie unablässig die Tora studierten. Nach Kaiser Hadrians Tod ging er nach Rom und heilte dort die kaiserliche Prinzessin von einer schweren Krankheit. Dadurch erwirkte er die Aufhebung der Judengesetze. Zum Lag BaOmer-Feiertag werden rund 200.000 ultraorthodoxe Pilger am Berg Meron erwartet.

Foto: David Cohen/Flash90
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28.04.2021

Weizenernte mit der Handsichel

28.04.2021 (TM) – Ultraorthodoxe Juden folgen einem alten biblischen Befehl und ernten auf einem Feld in der Nähe der Stadt Modi’in Weizen mit einer Handsichel. Sie werden den Weizen nun fast ein Jahr lang lagern. Dann wird er gemahlen. Das Mehl wird dazu verwendet, um ungesäuertes Brot für das einwöchige Passahfest zu backen.

Foto: Yossi Zeliger/Flash90
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27.04.2021

Militärische Ausbildung für Angehörige der Hamas-Terrororganisation

27.04.2021 (TM) – Militärisches Zeremoniell in Gaza-Stadt: Palästinensische Angehörige der Sicherheitskräfte der Hamas haben ihre militärische Ausbildung abgeschlossen. Für sie gibt es eine Feier an der „Ribat Law and Police Academy“. Die Ausbildungsstätte ist dem Innen- und Sicherheitsministerium in Gaza angeschlossen. Die Hamas versucht den Eindruck zu erwecken, sie stelle eine „normale“ Regierung des Gazastreifens. Tatsächlich werden die Islamisten international als Terrororganisation eingestuft, die sich die Vernichtung Israels zum Ziel gesetzt hat.

Foto: Atia Mohammed/Flash90
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26.04.2021

Samariter feiern ihr Opferfest am Berg Garizim

26.04.2021 (TM) – Mitglieder der Samariter-Gemeinschaft feiern ihr traditionelles Opferritual auf dem Berg Garizim in der Nähe der Stadt Nablus (Sichem). Die Samariter sind eine eigenständige Religionsgemeinschaft, die bereits in der Bibel erwähnt wird. Heute leben rund 800 Samariter in Israel. Sie sehen sich als die Vertreter des alten Israels und vertreten dessen Gottesbild. Die Samariter haben einen eigenen Hohepriester. Sie erkennen nur die fünf Bücher Mose als heilige Schrift an, nicht aber die Prophetenbücher, und erwarten einen Messias aus dem Stamm Josef.

Foto: Nasser Ishtayeh/Flash90
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25.04.2021

Erneut Unruhen in Jerusalem: Polizei nimmt mehrere Palästinenser fest

25.04.2021 (TM) – Ein Polizist zu Pferd im Einsatz am Damaskustor zur Jerusalemer Altstadt: Dort ist es in der Nacht zum Sonntag erneut zu Krawallen gekommen. Nach Angaben der Sicherheitsbehörden warfen Palästinenser Steine, Brandsätze und Feuerwerkskörper auf Polizisten. Ähnliche Szenen gab es am Kalandia-Kontrollpunkt zwischen Jerusalem und Ramallah. Mehrere Gewalttäter wurden verhaftet. Nach palästinensischen Angaben gab es unter den „Demonstranten“ zahlreiche Verletzte. Seit Beginn des muslimischen Fastenmonats Ramadan kommt es in Israel vermehrt zu Auseinandersetzungen zwischen Arabern und Juden.

Foto: Yonatan Sindel/Flash90
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24.04.2021

Gaza-Palästinenser feuern 20 Raketen auf Israel ab

24.04.2021 (TM) – Palästinenser aus dem Gazastreifen haben in der Nacht zum Samstag rund 20 Raketen auf Gemeinden im Süden Israels abgefeuert. Die ganze Nacht über heulten dort immer wieder die Sirenen, Tausende flüchteten in Schutzräume. Vier Projektile wurden von der israelischen Raketenabwehr zerstört, die anderen schlugen auf freiem Gelände ein. Die israelische Luftwaffe griff am Morgen Stellungen der Hamas im Gazastreifen an, darunter Raketen-Abschussvorrichtungen. Die Armee forderte die Bevölkerung im Grenzgebiet auf, in der Nähe von Schutzräumen zu bleiben und Menschenansammlungen zu vermeiden. Im Bild: Eine Explosion im Gazastreifen, verursacht durch die israelische Armee, nach einem Raketenangriff aus Gaza am 17. April.

Foto: Abed Rahim Khatib/Flash90
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23.04.2021

Dutzende Verletzte bei schweren Krawallen in Jerusalem

23.04.2021 (TM) – Am Damaskustor in der Jerusalemer Altstadt ist es in der Nacht zum Freitag zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Juden, Arabern und der Polizei gekommen. Nach Polizeiangaben waren rund 300 extremistische Juden aufmarschiert, die „Tod den Arabern“ sangen. Arabische Aktivisten bewarfen sie mit Steinen, griffen einen jüdischen Autofahrer an und zündeten seinen Wagen an. Die Polizei setzte Wasserwerfer, Tränengas und Blendgranaten ein, um die Krawalle zu beenden. Es gab Dutzende Verletzte, darunter auch ein Polizist, der von einem Stein im Gesicht getroffen wurde.

Foto: Olivier Fitoussi / Flash 90
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22.04.2021

Bennett: Wenn Netanjahu scheitert, werde ich eine Regierung bilden

22.04.2021 (TM) – Der frühere Verteidigungsminister Naftali Bennett von der nationalreligiösen Yamina-Partei bei einer Pressekonferenz: Der 49-Jährige hat sich als Nachfolger von Regierungschef Benjamin Netanjahu ins Spiel gebracht. Yamina hatte bislang Netanjahu unterstützt, der aber nach den Wahlen keine Mehrheit hinter sich vereinigen konnte. Bennett warf Netanjahu vor, Israel in Geiselhaft zu halten und immer wieder Neuwahlen zu provozieren. Das müsse nun ein Ende haben. Er sei bereit, eine „Regierung der nationalen Einheit“ zu bilden, wahrscheinlich zusammen mit Oppositionsführer Yair Lapid und den linken Parteien in der Knesset.

Foto: Yonatan Sindel/Flash90
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21.04.2021

Netanjahu auf dem Weg in die Opposition?

21.04.2021 (TM) – Immer kleiner werden die Chancen für Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, eine neue Regierung zu bilden. Seine Likud-Partei hat bei den Knessetwahlen nur 30 von 120 Sitzen errungen. Nachdem er eine Zusammenarbeit mit der islamistischen Ra’am-Partei ausgeschlossen hat, scheint es für den 71-Jährigen keine Möglichkeit mehr zu geben, eine Mehrheit zustande zu bringen. Auch der Vorschlag, den Premierminister direkt vom Volk wählen zu lassen, würde Netanjahu keine zusätzlichen Mandate verschaffen. Ein führender Likud-Politiker erklärte nun, Netanjahu bereite sich auf eine neue Rolle als Oppositionsführer vor.

Foto: Yonatan Sindel/Flash90
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20.04.2021

Ramadan in Jerusalem: Aufstehen zur frühen Mahlzeit!

20.04.2021 (TM) – Zwei Araber ziehen früh am Morgen lautstark durch die Gassen des muslimischen Viertels in der Altstadt von Jerusalem. Sie wecken die Menschen auf, damit sie noch eine Mahlzeit einnehmen, bevor die Morgendämmerung anbricht. Während des Fastenmonats Ramadan ist es Muslimen nicht erlaubt, tagsüber zu essen, zu trinken oder zu rauchen. Der Ramadan endet in diesem Jahr am 13. Mai.

Foto: Jamal Awad/Flash90
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19.04.2021

Weg mit den Masken!

19.04.2021 (TM) – Hier fliegen die Atemmasken: Diese Jerusalemer feiern, dass das Gesundheitsministerium die Maskenpflicht im Freien aufgehoben hat. Atemmasken müssen in Israel nur noch in Innenräumen getragen werden, die öffentlich zugänglich sind. Die Neuinfektionen mit dem Coronavirus sinken weiter. Nachdem mehr als die Hälfte der Bevölkerung geimpft wurde, gehen Experten davon aus, dass Israel eine Herdenimmunität entwickelt hat. Sorgen bereiten allerdings Meldungen über neue Virusvarianten, gegen die das Impfen möglicherweise nur eingeschränkt wirkt.

Foto: Yonatan Sindel/Flash90
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18.04.2021

Zehntausende Muslime strömen zum Ramadan nach Jerusalem

18.04.2021 (TM) – Zum islamischen Fastenmonat Ramadan sind Muslime aus ganz Israel nach Jerusalem gekommen, um auf dem Tempelberg zu beten. Wegen der Hitze wurde Wasser versprüht, was hoch willkommen war. Die israelischen Behörden hatten 10.000 geimpften Palästinensern die Erlaubnis erteilt, zum Gebet nach Jerusalem einzureisen. Die Polizei war mit einem Großaufgebot in der Altstadt präsent, nachdem es mehrere Nächte in Folge Unruhen und Krawalle gegeben hatte.

Foto: Amal Awad/Flash90
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