Bild des Tages – Archiv

29.09.2020

Jerusalem, die stillgelegte Hauptstadt

29.09.2020 (TM) – Wo sich normalerweise Autos, Busse und Lastwagen Stoßstange an Stoßstange drängen, herrscht völlige Ruhe. Nur ein Radfahrer ist auf der mehrspurigen Autobahn 1 von Jerusalem nach Tel Aviv unterwegs. Jedes Jahr kommt das öffentliche Leben an Yom Kippur, dem höchsten jüdischen Feiertag, für 25 Stunden zum Stillstand. Es wird gebetet und gefastet. Doch in diesem Jahr ist das Leben nach dem Ende des Feiertages nicht zurück gekehrt: Israel befindet sich mitten in einem strengen Lockdown, um das Coronavirus einzudämmen. Jerusalem bleibt vorerst die stillste Hauptstadt der Welt.

Foto: Yonatan Sindel/Flash90
Archiv
28.09.2020

Gmar Chatima Tova!

28.09.2020 (TM) – Israel feiert heute Yom Kippur, den heiligsten Tag des Jahres, unter strengen Corona-Einschränkungen. Die Mitarbeiter von Fokus Jerusalem wünschen allen Leserinnen und Lesern einen besinnlichen, gesegneten Tag. Bitte beten Sie in dieser schwierigen Zeit, in der die Corona-Infektionszahlen geradezu explodieren und viele Menschen auf den Intensivstationen um ihr Leben kämpfen müssen, für das Volk Israel!
Gmar chatima tova, auf deutsch: Möge deine Einschreibung (in das Buch des Lebens) gut abgeschlossen werden!

Foto: Anat Hermony/Flash90
Archiv
27.09.2020

Gebete in der Nacht vor Yom Kippur

27.09.2020 (TM) -Religiöse und politische Würdenträger beten in der Nacht vor Yom Kippur an der Kotel in Jerusalem. In den vergangenen Jahren kamen zu den traditionellen Vergebungsgebeten Hunderttausende. In diesem Jahr waren es wegen der Corona-Pandemie nur rund 200. Die prominenten Vertreter waren durch Glasscheiben von einander getrennt. Teilnehmer waren die beiden israelischen Oberrabbiner Yitzhak Yosef und David Lau, der Rabbiner der Klagemauer Shmuel Rabinowitz, Jerusalems Bürgermeister Moshe Lion und Innenminister Arye Deri. Yom Kippur, der höchste jüdische Feiertag, beginnt heute Abend mit Einbruch der Dunkelheit.

Foto: Eitan Elhadez-Barak / TPS
Archiv
26.09.2020

Ein Land im Lockdown

26.09.2020 (TM) – Ein Mann passiert eine Polizeikontrolle am abgesperrten Bereich vor dem Damaskustor zur Jerusalemer Altstadt. Der Einkauf von Lebensmitteln und Medikamenten ist auch während des Lockdowns erlaubt, der am Freitag begonnen hat. Drei Wochen lang wird das Leben in Israel auf das Nötigste reduziert, die Menschen sollen möglichst zu Hause bleiben und persönliche Kontakte außerhalb der Kernfamilie vermeiden. Das Gesundheitsministerium hat gestern 8178 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet, so viele wie niemals zuvor an einem einzigen Tag.

Foto: Olivier Fitoussi/Flash90
Archiv
25.09.2020

Masken zu tragen ist Pflicht!

25.09.2020 (TM) – Ein riesiges Plakat erinnert Passanten in Tel Aviv daran, dass sie während der Corona-Pandemie in der Öffentlichkeit Masken tragen müssen. Die Zahl der Neuinfektionen in Israel ist in den vergangenen Wochen geradezu explodiert. Deshalb hat die Regierung angeordnet, das öffentliche Leben während der bevor stehenden hohen jüdischen Feiertage fast komplett herunter zu fahren. Der Lockdown beginnt heute um 14 Uhr und soll mindestens drei Wochen dauern.

Foto: Miriam Alster/Flash90
Archiv
24.09.2020

Vorbereitungen für das Sukkot-Fest

24.09.2020 (TM) – Ultraorthodoxe Männer untersuchen im Jerusalemer Stadtteil Mea Shearim Zweige einer Dattelpalme. Sie sind Bestandteil des Feststraußes zum Laubhüttenfest (Sukkot). Dafür müssen sie makellos sein. Der Feststrauß wird gebildet aus den „vier Arten“: Etrog (Zitronenfrucht), Lulav (Palmzweig), Hassadim (Myrtenzweige) und Arawot (Bachweidenzweige). Sukkot beginnt dieses Jahr am Abend des 2. Oktober. Wegen der Vorschriften zur Eindämmung der Corona-Pandemie wird das Fest in diesem Jahr in Israel nur sehr eingeschränkt gefeiert werden können.

Foto: Yonatan Sindel/Flash90
Archiv
23.09.2020

Coronavirus prägt das Leben in Israel

23.09.2020 (TM) – Medizinisches Personal entnimmt einem Mann Proben für einen Coronatest. Wie hier in Modi’in Illit prägt das Virus derzeit das Leben in ganz Israel. Immer mehr Krankenhäuser sind überfüllt. Am Dienstag diskutierte ein Regierungsausschuss acht Stunden lang über eine Verschärfung der Vorschriften, ohne zu einem Beschluss zu kommen. Im Gespräch sind die Schließung von Synagogen und das Verbot von Demonstrationen. Pro Kopf der Bevölkerung gerechnet, hat Israel eine der höchsten Infektionsraten der Welt. Rund elf Prozent der Coronatests sind positiv.

Foto: Yossi Aloni/Flash90
Archiv
22.09.2020

Lange Staus durch Kontrollen zum Lockdown

22.09.2020 (TM) – Ein Polizist stoppt Fahrzeuge an einer mobilen Kontrollstelle in Jerusalem. Jeder Fahrer wird gefragt, warum und wohin er unterwegs ist. Wegen des Lockdowns dürfen sich Israelis nur dann weiter als einen Kilometer von ihrer Wohnung entfernen, wenn sie dafür einen wichtigen Grund haben. Dazu zählen Fahrten zum Arzt, zur Apotheke oder zum nächstgelegenen Supermarkt. Auch Fahrten zur Arbeit sind erlaubt, allerdings haben die meisten Firmen geschlossen oder arbeiten nur mit einem Teil der Belegschaft. Wegen der umfangreichen Kontrollen kommt es im ganzen Land zu langen Staus.

Foto: Olivier Fitoussi/Flash90
Archiv
21.09.2020

Trotz Ausgangsbeschränkungen wird in Jerusalem gegen Netanjahu demonstriert

21.09.2020 (TM) – Mehrere Tausend Israelis haben in der Nacht zum Montag vor der Residenz von Ministerpräsident Netanjahu demonstriert und seinen Rücktritt gefordert. Demonstrationen sind trotz der Ausgangsbeschränkungen in Israel erlaubt. Die Polizei achtete darauf, dass die Teilnehmer Mundschutz trugen. Der geforderte Abstand zueinander wurde nicht eingehalten. Elf Personen wurden wegen Störung der öffentlichen Ordnung festgenommen. Die Polizei kündigte neue Richtlinien für Demonstrationen während des Lockdowns an. Die sind aber noch nicht in Kraft getreten.

Foto: Olivier Fitoussi/Flash90
Archiv
20.09.2020

Fahrverbot-Kontrolle: Polizei stoppt Autofahrer

20.09.2020 (TM) – Polizisten haben außerhalb der Jerusalemer Altstadt eine Kontrollstelle eingerichtet. Drei Wochen lang darf nur noch Auto fahren, wer dafür einen wichtigen Grund hat. Israel hat als erstes Land der Welt einen zweiten Lockdown beschlossen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzuschränken. Um die Maßnahmen durchzusetzen, sind 6000 Polizisten und 1000 Soldaten im Einsatz. Nach ersten Meldungen werden die Vorschriften bisher weitgehend eingehalten.

Foto: Yonatan Sindel/Flash90
Archiv
19.09.2020

Herzlich willkommen, Neues Jahr!

19.09.2020 (TM) – Eine jüdische Familie feiert in Tzur Hadassah den Jahreswechsel: Zum Neujahrsfest Rosh Hashana gibt es traditionell Apfelscheiben mit Honig, verbunden mit dem Wunsch, dass es ein süßes Jahr werden möge. Die Granatäpfel mit ihren 613 Samenkernen erinnern an die 613 Gebote der Thora. Laut jüdischem Kalender beginnt nun das Jahr 5781, gerechnet wird ab Erschaffung der Welt. Wegen der Corona-Pandemie dürfen die Neujahrsfeiern dieses Jahr nur im engsten Familienkreis stattfinden.

Foto: Nati Shohat/Flash90
Archiv
18.09.2020

Abschied von Strand und Meer

18.09.2020 (TM) – Einen Tag vor Beginn des landesweiten Lockdowns sind die Israelis noch einmal massenhaft an die Mittelmeer-Küste geströmt. Wir hier am Palmachim-Strand südlich von Tel Aviv herrschte bei schönstem Badewetter Hochbetrieb. Nun heißt es Abschied nehmen: Vom jüdischen Jahr 5780, das heute Abend mit dem Neujahrsfest Rosh Hashana zu Ende gehrt, und auch vom Meer und von den Stränden. Während des dreiwöchigen Lockdowns sind in Israel alle Strände gesperrt. Die umstrittene Maßnahme soll die rasche Ausbreitung von Coronavirus-Infektionen eindämmen.

Foto: Yossi Aloni/Flash90
Archiv
17.09.2020

Restaurantbesitzer stehen vor Scherbenhaufen

17.09.2020 (TM) – Israelische Restaurantbesitzer werfen Teller auf den Boden. Mit dem Scherbenhaufen wollen sie auf die verheerenden Folgen des bevorstehenden Lockdowns aufmerksam machen. Sie hatten auf ein gutes Geschäft während der jüdischen Feiertage gehofft, Personal eingestellt und Vorräte angelegt. Am Sonntag beschloss die Regierung, dass am Freitag ein dreiwöchiger Lockdown beginnt. Restaurants und Hotels müssen wieder schließen. Etliche Selbständige haben erklärt, dass sie den zweiten Lockdown dieses Jahres wirtschaftlich nicht überstehen werden. Manche wollen sich deshalb den Corona-Anordnungen der Regierung widersetzen und ihren Betrieb trotzdem öffnen.

Foto: Avshalom Sassoni/Flash90
Archiv
16.09.2020

Palästinenser reagieren auf Friedensabkommen mit massivem Raketenbeschuss

16.09.2020 (TM) – Angehörige von Feuerwehr und Rettungsdienst untersuchen ein Auto, das in der Nacht zum Mittwoch in der israelischen Mittelmeer-Stadt Ashdod von Raketen schwer beschädigt wurde. Als Reaktion auf das historische Friedensabkommen zwischen Israel, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain feuerten palästinensische Terroristen aus dem Gazastreifen 13 Raketen auf die israelische Zivilbevölkerung ab – nach internationalem Recht ein Kriegsverbrechen. Mindestens zwei Israelis wurden verletzt.

15.09.2020

Kinder freuen sich auf ein süßes neues Jahr

15.09.2020 (TM) – Im Kindergarten des Moshaw Yashresh in Zentralisrael geht es um die Gebräuche zum jüdischen Neujahrsfest Rosh Hashana. Den Kindern macht das großen Spaß, sie dürfen Apfelschnitze in Honig tauchen. Damit verbunden ist der Wunsch, dass das kommende Jahr 5781 ein gutes, süßes Jahr werden möge. Das Neujahrsfest beginnt am Abend des kommenden Freitag.

Foto: Yossi Aloni/Flash90
Archiv
14.09.2020

Das Schofar-Horn weist auf die kommenden Feiertage hin

14.09.2020 (TM) – Ein jüdischer Mann bläst vor der Kotel (Klagemauer) in Jerusalem in ein Schofar-Horn. Das Instrument besteht meist aus dem Horn eines Widders und wird vor allem zu jüdischen Feiertagen gespielt. Am Freitagabend beginnt das jüdische Neujahrsfest Rosh Haschana. In den Tagen davor finden im ganzen Land Slichot-Gebete statt, in denen es um Buße und Vergebung geht. Das Schofar-Horn solle die Gläubigen aus ihrer Lethargie reißen, erklärte der berühmte mittelalterliche jüdische Gelehrte Maimonides.

Foto: Yonatan Sindel/Flash90
Archiv
13.09.2020

Polizei beendet Straßenblockade

13.09.2020 (TM) – Polizisten tragen eine Demonstrantin weg, die in der Nacht zum Sonntag eine Straße vor der Residenz von Israels Premierminister Netanjahu in Jerusalem blockiert hatte. Seit drei Monaten gibt es jeden Samstag nach dem Ende des Schabbats Massendemonstrationen gegen die Regierung. Mittlerweile wird Netanjahu nicht nur wegen seiner Korruptionsanklage kritisiert, zunehmend gerät auch seine Corona-Politik in die Schusslinie. Etliche Demonstranten wehrten sich lautstark gegen den erneuten Lockdown, der am nächsten Freitag beginnen soll.

Foto: Olivier Fitoussi/Flash90
Archiv
12.09.2020

Freiheit und Ordnung

12.09.2020 (TM) – Ein Polizist diskutiert auf dem Dizengoff-Platz in Tel Aviv mit einer Künstlerin, die die Freiheitsstatue darstellt. Freiheit und Beschränkungen – das sind gerade die großen Themen in Israel. Wegen der steil ansteigenden Coronavirus-Zahlen plant die Regierung nächste Woche einen neuen Lockdown. Für viele Künstler, aber auch für die Betreiber von Hotels, Restaurants und Cafés sind Schließungen während der jüdischen Feiertage existenzbedrohend. Viele kündigten an, sie würden deshalb die neuen Anordnungen der Regierung missachten.

Foto: Tomer Neuberg / Flash 90
Archiv
11.09.2020

Hamas-Kämpfer verteilt Masken im Gazastreifen

11.09.2020 (TM) – Ein maskierter Kämpfer der Hamas verteilt im Gazastreifen Atemmasken an die Bevölkerung. Die Hamas ist eine palästinensische Terrororganisation, die sich die Vernichtung Israels zum Ziel gesetzt hat und einen islamischen Staat errichten will. Seit 2006 stellt die Hamas die Regierung im Gazastreifen. Kritiker und Oppositionelle werden nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen systematisch gefoltert und umgebracht. Nachdem es im weitgehend isolierten Gazastreifen lange fast keine Coronavirus-Infektionen gab, breitet sich die Krankheit nun auch dort aus. Da die Hamas vor allem in Waffen und Militär investierte, steht das marode Gesundheitswesen vor großen Problemen.

10.09.2020

Perfekter Etrog für das Fest gesucht

10.09.2020 (TM) – Ein ultraorthodoxer Jude nimmt in Jerusalem einen Etrog unter die Lupe. Das ist eine Zitronenfrucht (Zitronatzitrone, Citrus medica). Sie wird für den Feststrauß am Laubhüttenfest Sukkot benötigt, der im 3. Buch Mose 23, 40 beschrieben wird. Der Ertrog muss fehlerlos sein: Die Haut darf keine Flecken, Runzeln oder Risse aufweisen und muss am Ende einen Blütenansatz haben. Auch Größe und Form sind vorgeschrieben. Jeder Jude sollte während Sukkot einen solchen perfekten Etrog besitzen.

Foto: Yonatan Sindel/Flash90
Archiv
09.09.2020

Israels Flagge weht über Silwan

09.09.2020 (TM) – Die israelische Flagge weht über Silwan, einen Stadtteil im Osten von Jerusalem, der hauptsächlich von Arabern bewohnt wird. In einigen Häusern leben jüdische Familien, zum Teil geschützt durch aufwändige Sicherheitseinrichtungen. In Silwan kommt es immer wieder zu Konflikten: Die arabischen Einwohner beklagten, Ausgrabungen der israelischen Altertumsbehörde gefährdeten ihre am Hang gebauten Häuser; die Ausgrabungen wurden deshalb gestoppt. Zudem weigern sich arabische Familien, Gebäude einzureissen, die laut Jerusalemer Stadtverwaltung illegal errichtet wurden. Die Spannungen in Silwan nehmen zu.

Foto: Olivier Fitoussi/Flash90
Archiv
08.09.2020

Dattelernte vor den Festtagen

08.09.2020 (TM) – Im Kibbutz Sde Eliyahu in Nordisrael werden Datteln geerntet. Datteln sind reich an Zucker und haben einen entsprechend hohen Kaloriengehalt. Das brachte ihnen den Namen „Brot der Wüste“ ein. Heute gehört Israel zu den wichtigsten Dattelexporteuren der Welt. Die Dattelpalme spielte schon zu biblischen Zeiten eine wichtige Rolle. Während ihrer Flucht aus Ägypten bauten sich die Israeliten Schutzhütten aus Palmwedeln. Daran erinnert das Laubhüttenfest Sukkot. Palmwedel sind auch Teil des Feststraußes. Dessen vier Arten – Etrog, Palme (Lulaw), Myrte (Hadasim) und Weiden (Arawoth) – betonen den landwirtschaftlichen Charakter von Sukkot.

Foto: Gershon Elinson/Flash90
Archiv
07.09.2020

Gemeinsame Gebete um Vergebung

07.09.2020 (TM) – Juden beten in der Dämmerung am Rande der Negev-Wüste gemeinsam um Vergebung. Die Slichot-Gebete werden traditionell in der Zeit vor dem jüdischen Neujahrsfest Rosh Hashanah gesprochen. In diesem Jahr hat der jüdische Nationalfonds Touren in die Natur organisiert, damit auch in der Coronazeit Gruppen eine Zeit der Begegnung mit dem Allmächtigen haben können. Gebetet wurde unter anderem in den Ruinen einer Synagoge.

Foto: Eitan Elhadez-Barak/TPS
Archiv
06.09.2020

Wieder Massenprotest gegen Netanjahu

06.09.2020 (TM) – Die Massenproteste gegen Israels Ministerpräsident Netanjahu halten an: In der Nacht zum Sonntag versammelten sich erneut Tausende vor seinem Amtssitz in Jerusalem. Die Demonstranten kritisierten die Corona-Politik der Regierung und forderten den Rücktritt Netanjahus wegen der Korruptionsvorwürfe gegen den Regierungschef. Es kam zu Auseinandersetzungen mit der Polizei, als einige Protestierer versuchten, über Absperrungen zu klettern. Zwei Ordnungshüter wurden leicht verletzt, zwölf Demonstrationsteilnehmer vorläufig festgenommen.

Foto: Yonatan Sindel/Flash90
Archiv
05.09.2020

Oh diese Hitze!

05.09.2020 (TM) – Eine Frau schützt sich mit einem Schirm an der Jaffastraße in Jerusalem vor der Sonne. Aber auch im Schatten war es gestern brütend heiß: In Jerusalem zeigte das Thermometer 42,8 Grad an – der höchste jemals in der Hauptstadt gemessene Wert seit Beginn der Aufzeichnungen vor 100 Jahren. Die derzeitige Hitzewelle ist beispiellos für Jerusalem, das aufgrund seiner Lage und der Höhe von rund 800 Metern über dem Meeresspiegel normalerweise etwas kühleres Wetter als der Rest des Landes hat. Laut Wetterdienst bleibt es in ganz Israel weiterhin ungewöhnlich heiß.

Foto: Yonatan Sindel/Flash90
Archiv
04.09.2020

Gaza-Fischer werfen wieder ihre Netze aus

04.09.2020 (TM) – Palästinensische Fischer bereiten ihre Netze vor. Dann fahren sie wieder weit hinaus auf das Mittelmeer vor der Küste von Rafah im südlichen Gazastreifen. Israel hat ihre Fischereizone auf 15 Seemeilen erweitert. Von der radikalislamischen Hamas hieß es zuvor, man habe einen völligen Stopp der Raketen- und Feuerballon-Attacken auf Israel angeordnet. Die Hamas stellt die Regierung im Gazastreifen, in dem rund zwei Millionen Menschen leben.

Foto: Abed Rahim Khatib/Flash90
Archiv
03.09.2020

Spurensuche am Tatort

03.09.2020 (TM) – Ermittler untersuchen den Tatort: An der Tapuah-Kreuzung, südlich von Nablus, hat gestern ein Araber ein Polizeiauto gerammt. Danach stieg er aus seinem Auto und schwang ein Messer. Die Behörden gehen von einem Terrorangriff aus. Ein israelischer Polizist und ein Soldat, 23 und 20 Jahre alt, wurden leicht verletzt. Der Täter wurde von den Ordnungshütern angeschossen und kam ins Krankenhaus. Die Untersuchungen nach den Motiven des Terroristen dauern an.

Foto: Sraya Diamant/Flash90
Archiv
02.09.2020

Ein Foto – Zwei Geschichten

02.09.2020 (TM) – Ein israelischer Soldat kniet auf dem Nacken eines Palästinensers, während er ihm Handschellen anlegt. Der Palästinenser, ein 65-jähriger bekannter Aktivist, hatte im Dorf Shufah gegen israelische Siedler protestiert. Dabei sei er zu Boden gestoßen worden. Das Foto erinnere an den Tod von George Floyd in den USA und zeige das kriminelle Vorgehen der Besatzer, hieß es dazu in arabischen Medien. Die israelische Armee erklärte dagegen, der 65-jährige habe die Soldaten mehrfach provoziert und einen Kommandeur gestoßen, bevor er verhaftet wurde. Der Mann habe keine Verletzungen erlitten.

Foto: Nasser Ishtayeh/Flash90
Archiv
01.09.2020

Mit Schwung ins kühle Nass

01.09.2020 (TM) – Bei dieser Hitze ist Abkühlung dringend nötig: Diese israelischen Jugendlichen finden sie in den Ein Lavan-Quellen am Stadtrand von Jerusalem. Der Naherholungspark liegt in der Nähe des Biblischen Zoos. Das Wasser ist überraschend kühl, trotz der heißen 36 Grad, die derzeit im Schatten gemessen werden. Und mit einem Salto macht das Eintauchen ins kühle Nass noch mehr Spaß…

Foto: Yonatan Sindel/Flash90
Archiv
31.08.2020

Wir wollen nach Uman!

31.08.2020 (TM) – Ultraorthodoxe Juden demonstrieren in der nordisraelischen Stadt Safed, weil sie zum jüdischen Neujahrsfest nicht in die Ukraine fliegen dürfen. Zehntausende pilgern alljährlich nach Uman, um am Grab von Rabbi Nachman zu feiern und zu beten. Virologen halten derartige Reisen in Pandemie-Zeiten für ein Unding. Die ukrainische Regierung erklärte, sie habe auf Bitten des Büros von Israels Ministerpräsident Netanjahu ihre Grenzen für die Pilger geschlossen. Netanjahu bestreitet das. Die Auseinandersetzung zieht immer weitere Kreise.

Foto: David Cohen/Flash90
Archiv