Bild des Tages – Archiv

10.07.2026

Für die Bibas-Mordopfer: Ein Baum gegen das Vergessen

10.07.2026 (TM) – Der US-Botschafter in Israel, Mike Huckabee (rechts), und die ehemalige Geisel Yarden Bibas haben am Donnerstag in dem nordisraelischen Moshaw HaYogev gemeinsam einen Olivenbaum den ermordeten Geiseln Shiri, Ariel und Kfir Bibas gewidmet. Botschafter Huckabee sprach Yarden sein tiefstes Beileid für die Tragödie aus, die seine Frau und KInder getroffen hatte. Er fügte hinzu, dass die Gräueltaten der Hamas am 7. Oktober 2023 niemals in Vergessenheit geraten dürften. Yarden Bibas und seine Frau Shiri wurden zusammen mit ihren Söhnen, dem vierjährigen Ariel und dem neun Monate alten Kfir, während der Angriffe als Geiseln genommen. Nur Yarden kehrte lebend zurück. Die Widmung fand im Rahmen der Initiative „My Tree in Israel“ statt, durch die Huckabee, US-Präsident Donald Trump und viele andere Bäume in ihrem Namen pflanzen ließen.

09.07.2026

Erdogan drängt auf Verkauf von F-35-Kampfjets an die Türkei

09.07.2026 (TM) – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat Einwände Israels und Griechenlands gegen den möglichen Verkauf von F-35-Kampfflugzeugen durch die USA an die Türkei zurückgewiesen. Bei der abschließenden Pressekonferenz des NATO-Gipfeltreffens in Ankara erklärte der türkische Präsident, die von dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und dem griechischen Ministerpräsidenten Kyriakos Mitsotakis vorgebrachten Einwände hätten „in meiner Welt keinen Platz“. Trump deutete an, dass er sich hinsichtlich der F-35 noch keine endgültige Meinung gebildet habe, während Erdogan erklärte, dass der US-Präsident dem Verkauf der Kampfflugzeuge positiv gegenüberstehe. Netanjahu hatte die Vereinigten Staaten am Montag öffentlich aufgefordert, die hochmodernen Kampfjets nicht an den NATO-Verbündeten Türkei zu verkaufen, da dies das Machtgleichgewicht in der Region stören würde. Die F-35 gilt als eines der leistungsfähigsten Kampfflugzeuge der Welt.

08.07.2026

Nach iranischen Angriffen in der Straße von Hormus: Das US-Militär schlägt zurück

08.07.2026 (TM) – Das US-Militär hat am Dienstag eine neue Angriffswelle gegen den Iran gestartet und eine Lizenz widerrufen, die es dem Land ermöglichte, Öl zu verkaufen. Anlass für die Eskalation war, dass drei Tankschiffe in der Straße von Hormus von Geschossen getroffen worden waren. „Die vom Iran gezeigte Aggression war ungerechtfertigt, gefährlich und ein klarer Verstoß gegen den Waffenstillstand“, so das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando Centcom. Es gab bekannt, dass es eine Reihe „heftiger“ Angriffe gestartet habe, die darauf abzielten, „den Angreifern der Handelsschifffahrt hohe Kosten aufzuerlegen“. Bei Luftangriffen wurden den Angaben zufolge über 80 iranische Ziele getroffen, darunter Luftabwehranlagen, Führungs- und Leitanlagen, Radarstationen entlang der Küste, Schiffsabwehrraketen und über 60 kleine Boote der Islamischen Revolutionsgarden. Iranische Medien berichteten am frühen Mittwoch (Ortszeit) von Explosionen in der Hafenstadt Sirik, auf der Insel Qeschm sowie in Bandar Abbas. Das oberste gemeinsame Militärkommando des Iran, das Zentralkommando „Khatam al-Anbiya“, erklärte unterdessen, die iranischen Streitkräfte würden auf den von ihnen als „offensichtlichen Akt der Aggression“ bezeichneten Vorfall seitens der USA mit einer „vernichtenden Reaktion“ antworten. Es warnte, Teheran werde keine amerikanische Einmischung in die Kontrolle der Straße von Hormus zulassen. Kurz darauf meldeten Kuwait und Bahrain, ihre Luftabwehr habe anfliegende Flugkörper abgefangen.

07.07.2026

128 Einwanderer aus Frankreich angekommen

07.07.2026 (TPS/TM) – 128 neue Einwanderer aus Frankreich sind an Bord eines Sonderflugs am Ben-Gurion-Flughafen angekommen. Sie läuteten damit den Beginn der Alija-Saison im Sommer 2026 ein. Alija ist der hebräische Begriff für die jüdische Einwanderung nach Israel. „Die Einwanderung nach Israel ist das schlagende Herz der jüdischen Geschichte“, sagte Generalmajor (a. D.) Doron Almog, Vorsitzender der Jewish Agency. „In einer Zeit, in der die israelische Gesellschaft vor großen Herausforderungen steht und eine schwere Last auf ihren Schultern trägt, gewinnt die Alija eine noch tiefere Bedeutung.“ Die Jewish Agency, die als zentrale Brücke zwischen dem Staat Israel und der jüdischen Diaspora agiert, organisierte die Reise in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Einwanderung und Integration. Die jüngsten Neuankömmlinge waren die drei Monate alten Zwillinge Kara und Avital, der älteste Teilnehmer war der 73-jährige Max.

06.07.2026

Regierung gegen Oberstes Gericht: Verfassungskrise droht

06.07.2026 (TM) – In einem beispiellosen Schritt hat die israelische Regierung am Sonntag einstimmig beschlossen, sich einem Urteil des Obersten Gerichtshofs nicht zu beugen. Im Mittelpunkt des Streits stehen Ernennungen für die Aufsichtsbehörde der kommerziellen Fernseh- und Radiosender. Das Gericht hatte entschieden, dass das Gremium seine Tätigkeit trotz fehlender Zweidrittel-Beschlussfähigkeit wieder aufnehmen könne. Es begründete dies mit dem Verdacht, Mitglieder seien absichtlich zurückgetreten, um die Arbeit des Gremiums zu behindern. Justizminister Yariv Levin und Kommunikationsminister Shlomo Karhi erklärten daraufhin, das Gericht halte sich nicht an den Wortlaut des Gesetzes; die Regierung werde die Entscheidung daher ignorieren. Dies löste scharfe Kritik von der Opposition, der Generalstaatsanwältin und Präsident Herzog aus; sie warnten vor einer Verfassungskrise.

05.07.2026

Trauerfeier für Khamenei: Tausende fordern Rache

05.07.2026 (TM) – Im Iran hat die sechstägige Trauerfeier für den Obersten Führer Ayatollah Ali Khamenei begonnen. Er war im Februar bei einem gemeinsamen US-israelischen Luftangriff getötet worden. Tausende Besucher in Teheran weinten, einige skandierten: „Wir sind eins! Rache! Rache!“ und „Wir werden ihn töten, wir werden den töten, der unseren Imam getötet hat.“ Etliche trugen Transparente und rote Fahnen, ein Symbol der Rache im schiitischen Islam. Vertreter der Hisbollah sowie der ebenfalls vom Iran unterstützten Terrororganisation Hamas nahmen an den Feierlichkeiten teil und trafen sich mit dem iranischen Außenminister Abbas Araghchi. Iranische Sicherheitsbeamte haben die Bitte des neuen Obersten Führers Mojtaba Khamenei, an der Beerdigung seines Vaters teilzunehmen, abgelehnt. Sie befürchten, Israel könnte ihn gezielt töten, berichtete die „New York Times“. Es wird erwartet, dass sich mehrere Millionen Iraner an den Trauerfeierlichkeiten beteiligen.

04.07.2026

Israelische Armee: Wir kämpfen an drei Fronten gegen Terror

04.07.2026 (TM) – Die israelische Armee kämpft nach eigenen Angaben an drei Fronten: Im Südlibanon habe die Luftwaffe vier Angriffe gegen Hisbollah-Kämpfer geflogen, die eine unmittelbare Bedrohung dargestellt hätten, und drei Kommandozentren zerstört. In Judäa und Samaria (Foto) hätten israelische Sicherheitskräfte mehr als 60 Terrorverdächtige festgenommen. Darunter seien laut Armee Palästinenser gewesen, die einen Terroranschlag geplant hätten, sowie Personen mit Verbindungen zur Terrororganisation Hamas. Im Gazastreifen hätten die israelischen Streitkräfte unterirdische Terrortunnel zerstört, die zusammen über einen Kilometer lang gewesen seien. Nach Schätzungen der Armee verfügen terroristische Organisationen im Gazastreifen derzeit über etwa 27.000 Waffen, darunter Tausende Raketen unterschiedlicher Reichweite sowie eine große Vielfalt an Sprengkörpern.

03.07.2026

1000 Tage nach dem 7.Oktober: Erinnerung an das Massaker

03.07.2026 (TM) – Israel erinnerte am Donnerstag, 1.000 Tage nach dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023, an dessen Opfer. Tausende versammelten sich auf dem „Geiselplatz“ in Tel Aviv. Sie forderten eine staatliche Untersuchungskommission, die die Versäumnisse im Zusammenhang mit dem Angriff aufklären soll. Umfragen zufolge befürwortet eine Mehrheit der Israelis die Einrichtung einer solchen Kommission. Premierminister Netanjahu hat sich jedoch dagegen ausgesprochen: Deren Mitglieder würden von der Justiz ausgewählt, die seiner Meinung nach gegen ihn voreingenommen sei. Rom Braslavski, ein deutsch-israelischer Überlebender des Hamas-Massakers beim Nova-Musikfestival, der zwei Jahre lang als Geisel in Gaza festgehalten wurde, sagte auf der Bühne: „Wir gedenken nun 1.000 Tagen, aber für mich war es eine Ewigkeit.“ Er fügte hinzu: „Ich habe in diesen 1.000 Tagen 1.000 Leben durchlebt.“

02.07.2026

Vertrag unterzeichnet: USA bauen Botschaft in Jerusalem

02.07.2026 (TM) – US-Botschafter Mike Huckabee (links) und Israels Außenminister Gideon Sa’ar unterzeichneten eine Vereinbarung, mit der in Jerusalem ein Grundstück für den Bau einer neuen US-Botschaft bereitgestellt wird. Diese ist derzeit im ehemaligen Gebäude des US-Konsulats untergebracht. Sa’ar betonte, das Abkommen stelle einen weiteren Meilenstein in der „unerschütterlichen Allianz“ zwischen Israel und den Vereinigten Staaten dar. Huckabee erklärte: „Wir werden unsere amerikanische Flagge auf dem Boden Jerusalems hissen – für einen dauerhaften und brandneuen Botschaftskomplex. Ich würde sagen, Gott hat diese Entscheidung vor 3.800 Jahren getroffen, und wir haben nur endlich erkannt, was schon lange vor der Gründung der Vereinigten Staaten von Amerika beschlossen worden war.“ Die meisten ausländischen Vertretungen haben nach wie vor ihren Sitz in Tel Aviv, da die betreffenden Länder Jerusalem nicht als israelische Hauptstadt anerkennen.

01.07.2026

Ex-Armeechef Eisenkot tritt gegen Netanjahu an

01.07.2026 (TM) – Gadi Eisenkot, der Hauptkonkurrent von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bei den bevorstehenden Wahlen, hat am Dienstag offiziell seinen Wahlkampf gestartet. Der Vorsitzende der neuen Partei „Jaschar“ erklärte, er werde für das Amt des Ministerpräsidenten kandidieren. Er stellte weitreichende Pläne vor, unter anderem zur Einbindung der ultraorthodoxen und arabischen Bevölkerung in den Militär- und Zivildienst. Der ehemalige Generalstabschef ist erst vor vier Jahren in die Politik eingestiegen. Er war Mitglied in Netanjahus Kriegskabinett, trat 2024 zurück und warf Netanjahu vor, es fehle an einer Strategie für den Gazastreifen. Eisenkot, ein 66-jähriger Sohn jüdischer Einwanderer aus Marokko, steht in krassem Gegensatz zu Netanjahu, einem in den USA ausgebildeten Angehörigen der Elite: Er stammt aus einer Arbeiterfamilie, sein Englisch ist nicht besonders ausgefeilt. Der Verlust eines Sohnes im Krieg hat seine Bekanntheit gesteigert.

30.06.2026

Präsident Herzog in Rumänien: Frieden erfordert Dialog

30.06.2026 (TM) – Israels Präsident Isaac Herzog hat am Montag bei einem Staatsbesuch in Rumänien vor dem Parlament in Bukarest gesprochen. Zuvor hatte er seinen rumänischen Amtskollegen Nicușor Dan getroffen. In seiner Rede dankte Herzog der rumänischen Regierung und dem rumänischen Volk für die enge Freundschaft, Solidarität und Unterstützung Israels seit dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023. Herzog erinnerte zudem an die historischen Bindungen zwischen beiden Ländern: Der Dichter Naphtali Herz Imber habe in Iași den ersten Entwurf der späteren israelischen Nationalhymne „Hatikva“ („Die Hoffnung“) verfasst. Angesichts wachsender Kritik an Israel in Teilen Europas forderte Herzog „diejenigen, die zu Boykotten und Sanktionen gegen Israel aufrufen, sollten ihren Kurs ändern“. Drohungen brächten den Frieden nicht voran, so Herzog – der Dialog hingegen schon.

29.06.2026

Israel erkennt den Völkermord an den Armeniern an

29.06.2026 (TM) – Die israelische Regierung hat am Sonntag den Armenischen Völkermord offiziell anerkannt. Der Schritt dürfte die Türkei verärgern, die Israel eines Völkermords im Gazastreifen bezichtigt, zugleich aber vehement bestreitet, dass die massenhafte Ermordung der Armenier durch das Osmanische Reich im Ersten Weltkrieg ebenfalls als Völkermord zu werten sei. Israels Außenminister Gideon Sa’ar erklärte: „Dieser schreckliche Völkermord, der sich vor über 100 Jahren ereignete und dessen Fakten eigentlich nicht zur Debatte stehen, umfasste die Ermordung von 1,5 Millionen Menschen und die Zerstörung eines uralten und historischen Kulturerbes.“ Die Anerkennung sei eine moralische Verpflichtung des jüdischen Staates. „Es ist nie zu spät, das Richtige zu tun.“
Foto: Die Genozid-Gedenkstätte Zizernakaberd („Schwalbenfestung“) in der armenischen Hauptstadt Jerewan.

28.06.2026

Junge Windsurfer auf dem See Genezareth

28.06.2026 (AD) – Junge Israelis haben auf dem See Genezareth an einem Wassersportwettbewerb teilgenommen, der unweit des Kibbuz Ginosar im Norden Israels stattfand. Auf dem Wasser zeigten die Teilnehmer ihr Können auf modernen Foil-Boards, die bei ausreichender Geschwindigkeit über die Wasseroberfläche gleiten. Der See Genezareth ist nicht nur ein wichtiger Wasser- und Naturraum Israels, sondern auch ein beliebter Ort für Segel- und Wassersport. Gerade im Sommer zieht die Region viele Familien, Sportler und Besucher an. Die Regatta zeigt, welche Bedeutung der See auch für junge Athleten und den Wassersport im Norden des Landes hat. Zugleich steht die Region seit Monaten im Schatten der angespannten Sicherheitslage an der Grenze zum Libanon.

27.06.2026

Israel und Libanon unterzeichnen Rahmenabkommen

27.06.2026 (AD) – Israel und Libanon haben gestern in Washington ein Rahmenabkommen unterzeichnet, das den Weg für einen begrenzten israelischen Rückzug aus Teilen des Südlibanon ebnen soll. Die Vereinbarung wurde nach mehrtägigen Gesprächen unter Vermittlung der USA geschlossen. Nach Angaben von US-Außenminister Marco Rubio soll sie einen strukturierten Prozess schaffen, um die Souveränität des Libanon wiederherzustellen, die Terrororganisation Hisbollah zu entwaffnen und deren militärische Infrastruktur abzubauen. Israel machte zugleich deutlich, dass ein Rückzug nicht an einen festen Zeitplan gebunden sei, sondern an konkrete Fortschritte der libanesischen Armee. Ziel ist es, die Sicherheitslage an Israels Nordgrenze langfristig zu stabilisieren.

26.06.2026

Tel Aviv feiert die ganze Nacht

26.06.2026 (AD) – Tel Aviv wandelte sich in der Nacht zum heutigen Freitag in eine einzige Bühne. Bei der „White Night 2026“ fanden bis zum Sonnenaufgang Dutzende Kulturveranstaltungen, Konzerte, Ausstellungen, Filmvorführungen, Tanz- und Straßenevents in der ganzen Stadt statt. Im Zentrum stand die Hauptbühne im Charles-Clore-Park am Strand von Tel Aviv. Tausende Menschen waren bis tief in die Nacht unterwegs, viele Straßen, Plätze und Kulturorte wurden Teil des Programms. Von Musik und Kunst bis zu Theater, Tanz und nächtlichen Führungen zeigte sich die Stadt von ihrer lebendigen Seite. Die „Weiße Nacht“ wurde erstmals 2003 veranstaltet, nachdem die UNESCO die „Weiße Stadt“ Tel Avivs als Weltkulturerbe anerkannt hatte. Heute gilt sie als eine der wichtigsten Kulturtraditionen der Stadt und zeigt Tel Aviv als Ort für Kreativität, Vielfalt und urbanes Leben.

25.06.2026

Ultraorthodoxe legen Verkehr in weiten Teilen Israels lahm

25.06.2026 (TM) – Ultraorthodoxe Demonstranten haben am Mittwochabend den Verkehr in weiten Teilen Israels zum Erliegen gebracht. Fahrzeugkonvois bewegten sich extrem langsam über die Autobahnen; die Veranstalter sprachen von 10.000 Teilnehmern. Es kam zu mehreren gewalttätigen Auseinandersetzungen mit betroffenen Autofahrern. Die Aktion richtete sich gegen die Verhaftung von Wehrdienstverweigerern aus ultraorthodoxen Kreisen. Die Konvois starteten von 19 Sammelplätzen in ultraorthodoxen Ballungszentren, darunter Jerusalem, Bnei Brak, Aschdod und Beit Shemesh. Dort erhielten die Teilnehmer – darunter mehrere Knesset-Abgeordnete – Informationsmaterial, Fahnen und Schilder zur Dekoration ihrer Fahrzeuge. Die Polizei sicherte das Ziel der Konvois ab: das Militärgefängnis Neve Tzedek in Kfar Yona blieb unbehelligt.

24.06.2026

„Ich bin der lebende Beweis für sexuelle Gewalt durch Hamas“

24.06.2026 (TM) – Die ehemalige Hamas-Geisel Ilana Gritzewsky sagte am Dienstag vor dem UN-Menschenrechtsrat in Genf aus. „Am 7. Oktober wurden jüdische Frauen in Gefangenschaft vergewaltigt, misshandelt und gedemütigt. Und Sie entscheiden sich für Schweigen und Leugnung“, sagte Gritzewsky und wandte sich direkt an die Sonderberichterstatterin der UN, Reem Alsalem. „Sie behaupten, es gäbe keine Beweise für sexuelle Gewalt am 7. Oktober. Ich stehe heute hier, nicht als Bericht, nicht als Statistik; ich bin eine Überlebende. Ich bin der lebende Beweis für sexuelle Gewalt durch die Hamas“, fuhr die Ex-Geisel fort. Sie berichtete, sie sei in Gefangenschaft missbraucht, geschlagen und verstümmelt worden. Alsalem hatte im November 2025  behauptet, es gäbe keine unabhängige Untersuchung, die Beweise für Vergewaltigungen während des Hamas-Angriffs gefunden habe.

23.06.2026

Shin-Bet-Chef warnt vor Angriff auf Eilat am Roten Meer

23.06.2026 (TM) – Der Leiter des israelischen Inlandsgeheimdienstes Shin Bet, David Zini, wies hochrangige Behördenmitarbeiter an, sich mit einem möglichen Angriffsszenario auf Eilat zu befassen. Laut einem Bericht der Zeitung Haaretz betrachtet Zini die südlichste Stadt Israels als potenzielle Sicherheitslücke – vor allem wegen ihrer geografischen Isolation. Demnach sei ein koordinierter Angriff von jordanischem Staatsgebiet aus und über das Rote Meer möglich. Eine Rolle könnten dabei auch die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen spielen. Sie operieren zwar mehr als 2.000 Kilometer von Israel entfernt, haben in der Vergangenheit aber bereits Raketen und Drohnen auf Eilat abgefeuert. Der Shin Bet erklärte in einer Stellungnahme, es gebe „derzeit keine konkreten Erkenntnisse oder spezifischen Warnungen“. Eilat ist eines der wichtigsten Tourismuszentren Israels.

22.06.2026

Zwei Verdachtsfälle: Ebola-Risiko in Israel bleibt niedrig

22.06.2026  (TM) – Eine zweite Person mit Ebola-Verdacht ist nach ihrer Rückkehr aus der Demokratischen Republik Kongo gestern in das Sheba Medical Center bei Tel Aviv (Foto) eingeliefert worden. Das gab das Gesundheitsministerium bekannt. Die Meldung kam zwei Tage, nachdem das Ministerium einen ersten Ebola-Verdachtsfall gemeldet hatte – einen Mann, der zur Untersuchung ins Rambam Medical Center in Haifa überwiesen worden war. Ob sie sich tatsächlich infiziert haben, ist weiter unklar. Es liefen umfangreiche Tests, hieß es. Das Risiko für die Öffentlichkeit sei weiterhin gering. Untersucht werden die Reiserouten der beiden Personen, die Orte, die sie seit ihrer Landung in Israel aufgesucht haben, sowie alle Kontaktpersonen. Der aktuelle Ebola-Ausbruch im Kongo und in Uganda hat innerhalb eines Monats mehr als 200 Menschenleben gefordert.

21.06.2026

Vier Soldaten bei Angriffen der Hisbollah im Libanon getötet

21.06.2026 (TM) – Die israelische Armee hat die Namen von vier Soldaten bekannt gegeben, die bei Kämpfen gegen die Hisbollah-Terrormiliz im Südlibanon gefallen sind: (von links) Nave Habshoosh (20), Yoav Klein (21), Liav Kababia (20) und Nir Ben Ari (21). Klein, Kababia und Habshoosh kamen zusammen mit Bataillonskommmandeur Dor Gedalia Ben Simhon (32)  und einem weiteren, namentlich noch nicht genannten Soldaten ums Leben. Ersten Erkenntnissen zufolge war, nachdem ihr Panzer von Panzerabwehrfeuer getroffen worden war, eine bewaffnete Drohne durch den hinteren Gang in das Fahrzeug eingedrungen und im Inneren des Panzers explodiert. Nir Ben Ari und seine Einheit gerieten unter Beschuss durch Raketen und Sprengdrohnen, 13 weitere Soldaten wurden bei dem Vorfall verwundet.

20.06.2026

Die Route 60 wird offiziell zu Israels „Straße der Bibel“

20.06.2026 (TM) -Die israelische Regierung hat der Route 60 offiziell den Namen „Bibelstraße“ verliehen. Die Straße erstreckt sich über 235 Kilometer und verbindet die Städte Beerscheba im Süden und Nazareth im Norden. Ein Großteil der Strecke führt durch Judäa und Samaria, also jene Gebiete, die die Palästinenser für einen eigenen Staat beanspruchen. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sprach bei der Zeremonie von einer Rückkehr „auf den Weg, den unsere Vorfahren beschritten haben“. Die Straße sei „nicht bloß mit Asphalt gepflastert – sondern mit Erinnerung, mit Glauben, mit Verheißung“. Deshalb verleihe ihr die israelische Regierung den Namen, den sie verdiene: Bibelstraße. Mit dem Satz „Das Volk Israel ist in seine Heimat zurückgekehrt – wir werden für immer hier bleiben“ unterstrich Netanjahu den Anspruch Israels auf das umstrittene Gebiet.

19.06.2026

Umfrage: 71Prozent der Israelis vertrauen Trump nicht mehr

19.06.2026 (TM) – Vor drei Monaten feierten Israelis US-Präsident Donald Trump noch mit großen Plakaten als Heilsbringer. Nun ist dieses Vertrauen tief erschüttert. 71 Prozent gaben an, sie vertrauten nicht darauf, dass Trump bei einem Abkommen mit dem Iran die israelischen Interessen wahrt. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Nachrichtensenders Channel 12. Auf die Frage nach dem Ausgang des Krieges meinten 43 Prozent, Israel habe verloren; 41 Prozent sahen ihn als unentschieden. Nur 11 Prozent glauben, Israel habe gewonnen. Die Zahlen zeigten eine deutliche Abkehr von der starken Unterstützung, die die Israelis Trump seit Jahren entgegengebracht haben. Eine Mehrheit ist zudem der Ansicht, dass Ministerpräsident Benjamin Netanjahus Verhalten den israelischen Interessen im Zusammenhang mit dem US-iranischen Abkommen geschadet habe.

18.06.2026

Männer und Frauen dürfen nicht im selben Panzer dienen

18.06.2026 (TM) – Männer und Frauen werden weder in der Ausbildung noch im Einsatz gemeinsam im selben Panzer dienen. Das hat Armeechef Eyal Zamir klargestellt, als Reaktion auf die Kritik orthodoxer Bildungseinrichtungen. Mehr als zwei Dutzend Tora-Schulen hatten gedroht, ihre Schüler nicht mehr in Panzereinheiten zu entsenden, nachdem der Oberste Gerichtshof ein Pilotprogramm zur Integration von Frauen in das Panzerkorps angeordnet hatte. Bereits heute können Soldatinnen in einer rein weiblichen Panzerkompanie dienen, im  gemischt-geschlechtlichen Infanteriebataillon „Caracal“, das entlang der ägyptischen Grenze stationiert ist. Bewährt haben sie sich dabei längst: Beim Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023 halfen weibliche Panzerbesatzungen bei der Abwehr der Angreifer, töteten Dutzende Bewaffnete und wurden für ihren Kampfeinsatz ausgezeichnet.

17.06.2026

Neue Siedlung bei Hebron: Israel stärkt Souveränität

17.06.2026 (TM) – Verteidigungsminister Israel Katz und Finanzminister Bezalel Smotrich haben gestern an der Grundsteinlegung für die neue Siedlung Doran in der Region Hebron teilgenommen. Doran ist eines von mehreren Siedlungsprojekten, die das israelische Sicherheitskabinett kürzlich genehmigte, um die israelische Präsenz in den umstrittenen Gebieten auszubauen. Bei der Zeremonie kündigte Smotrich an, Israel werde die Zuständigkeiten für Bau und Planung von der palästinensischen Stadtverwaltung Hebrons übernehmen. Die Palästinensische Autonomiebehörde verurteilte dies als Verstoß gegen unterzeichnete Vereinbarungen; das israelische Außenministerium stellte daraufhin klar, das ursprüngliche Hebron-Abkommen sei weiterhin gültig. Die Region Hebron zählt seit Jahrzehnten zu den Brennpunkten im israelisch-palästinensischen Konflikt.

16.06.2026

Netanjahu: Wir haben Israel vor der Vernichtung bewahrt

16.06.2026 (TM) – Premierminister Benjamin Netanjahu äußerte sich bei einer Pressekonferenz am Montagabend erstmals zu dem Abkommen zwischen den USA und dem Iran. „Der Iran wird keine Atomwaffen besitzen, weder heute noch morgen. Wir haben die Gefahr einer sofortigen Vernichtung beseitigt“, erklärte er. Die iranische Wirtschaft und Infrastruktur seien schwer beeinträchtigt, Marine und Luftwaffe zerstört. Der Ministerpräsident wies zudem die Behauptung zurück, Israel habe seine Autonomie bei strategischen Entscheidungen verloren: „In den USA sagt man, Präsident Trump tue alles, was ich verlange, und in Israel sagt man das Gegenteil, nämlich dass ich alles tue, was er verlangt“, antwortete er auf eine entsprechende Frage. „Beides stimmt nicht.“ Netanjahu lehnte es während der Pressekonferenz ab, sich dazu zu äußern, ob Israel künftig allein gegen den Iran oder gegen die Hisbollah im Libanon vorgehen werde. Israel werde „das Notwendige tun“, sagte er.

15.06.2026

Israel und Somaliland bekräftigen ihre Freundschaft

15.06.2026 (TM) – Israels Staatspräsident Isaac Herzog empfing den Präsidenten von Somaliland, Abdirahman Mohamed Abdullahi, in seiner Residenz in Jerusalem zu einem historischen Besuch. Im Dezember hatte Israel als erstes Land weltweit Somaliland anerkannt, das sich 1991 von Somalia abgespalten hatte. Der junge afrikanische Staat kündigte an, eine Botschaft in Jerusalem zu eröffnen. Israel werde in die diplomatische Geschichte des Landes eingehen, „und wir nehmen diese Geste nicht auf die leichte Schulter“, unterstrich Abdullahi. Herzog erklärte, die bilateralen Beziehungen müssten in eine Zusammenarbeit auf zwischenmenschlicher Ebene in einer Vielzahl von Bereichen übergehen. Die Regierung in Mogadischu verurteilte Israels Anerkennung als „vorsätzlichen Angriff“ auf ihre territoriale Integrität. 21 überwiegend muslimische Länder warnten vor schweren Folgen für den Frieden am Horn von Afrika und dem Roten Meer.

14.06.2026

Israelisches Passagierflugzeug löst NATO-Alarm über Ungarn aus: Kampfjets unterwegs

14.06.2026 (TM) – Ein Flugzeug der israelischen Fluggesellschaft Arkia, das auf dem Weg von Tel Aviv nach Prag war, hat vorübergehend den Kontakt zur Flugsicherung verloren. Daraufhin löste die NATO ihre höchste Alarmstufe für die Luftraumüberwachung aus. In Ungarn starteten zwei JAS-39-Gripen-Kampfflugzeuge, um den Vorfall zu untersuchen. Die Kampfjets orteten das israelische Flugzeug, näherten sich ihm und nahmen Sichtkontakt auf. Die Kommunikation mit der Flugbesatzung konnte daraufhin wiederhergestellt werden. Nach ersten Einschätzungen wurde der Vorfall wahrscheinlich durch eine technische Störung verursacht. Das israelische Passagierflugzeug setzte seine Reise ohne weitere Zwischenfälle bis zum Zielort fort. Arkia erklärte, der Vorfall werde derzeit intern untersucht. Zu keinem Zeitpunkt habe eine Gefahr für das Flugzeug, die Passagiere oder die Besatzung bestanden.

13.06.2026

100.000 Teilnehmer feiern bei der Pride-Parade in Tel Aviv

13.06.2026 (TM) – In Tel Aviv fand gestern die erste Pride-Parade seit zwei Jahren statt. Nach Angaben der Stadtverwaltung nahmen über 100.000 Menschen daran teil. Die Zahl lag deutlich unter früheren Ausgaben: 2019 kamen schätzungsweise 250.000, im Juni 2023 noch 150.000 Besucher. Rund 1000 Polizisten waren im Einsatz und sperrten einen 2,5 Kilometer langen Abschnitt der Strandpromenade ab. Ein 31-jähriger Mann, der in den sozialen Medien den Feiernden Gewalt angedroht hatte, wurde festgenommen. Als einzige Partei entsandte die linksgerichtete Demokratische Partei eine offizielle Delegation. Viele Teilnehmer machten deutlich, dass sie die derzeitige Regierung ablehnen, da diese LGBTQ-Menschen feindlich gegenüber stehe. Die Veranstaltung wird seit Jahren von konservativen jüdischen, muslimischen und christlichen Gruppen kritisiert, die ihr Werbung für Homosexualität vorwerfen.

12.06.2026

Ultraorthodoxe Blockade: Tausende stecken im Stau

12.06.2026 (TM) – Tausende ultraorthodoxe Männer haben am Donnerstagabend für rund zwei Stunden Autobahnen und Bahnstrecken in Zentralisrael blockiert. Anlass waren Festnahmen von Wehrdienstverweigerern. Zwei Demonstranten wurden von Fahrzeugen erfasst und verletzt, darunter ein 93-Jähriger. Die Demonstranten legten den Verkehr auf den Autobahnen 1, 4 und 6 – drei der wichtigsten Verkehrsadern des Landes – sowie auf dem Ayalon-Schnellweg in Tel Aviv lahm. Demonstranten stürmten zudem die Gleise und brachten den Zugverkehr in Tel Aviv zum Erliegen. Organisiert wurden die Proteste von der als extremistisch geltenden Jerusalem-Fraktion. Die etwa 60.000 Mitglieder zählende Gruppierung veranstaltet regelmäßig gewalttätige Demonstrationen gegen die Einberufung von Yeshiva-Studenten zum Militärdienst.

11.06.2026

Hebräische Buchwoche: Die Israelis wollen mehr lesen

11.06.2026 (TM) – Nach einer eintägigen Verschiebung wegen des iranischen Raketenbeschusses auf Israel ist die Hebräische Buchwoche am Mittwoch eröffnet worden. Sie feiert ihr hundertjähriges Bestehen. Die Veranstaltung läuft bis zum 18. Juni im Sarona-Park in Tel Aviv-Jaffa und bis zum 20. Juni auf dem Safra-Platz in Jerusalem. Wie in jedem Jahr werden viele der führenden Autoren Israels in beiden Städten präsent sein, um Leser zu treffen und Bücher zu signieren. Einer neuen Studie zufolge gaben 69,6 Prozent der Israelis an, sie würden gerne mehr lesen, als sie es derzeit tun. Nur 20,7 Prozent waren mit ihrem aktuellen Leseumfang zufrieden. „Untersuchungen zeigen, dass bereits sechs Minuten Lesen den Stresspegel um 68 Prozent senken können – mehr als Spaziergänge in der Natur, Musikhören oder eine Tasse Tee“, sagte Michal Chassela, Geschäftsführerin des Verlegerverbands.