Bild des Tages – Archiv

20.06.2024

Hebräische Buchwoche: Das gedruckte Wort hat einen hohen Stellenwert

20.06.2024 (TM) – Die Juden gelten als das “Volk des Buches”. Lesen hat in Israel einen hohen Stellenwert. Das gilt nicht nur für die Thora, die von  Kindern und Senioren gleichermaßen intensiv studiert wird. Alle Formen schriftlicher Literatur stehen im Heiligen Land hoch im Kurs. Die Hebräische Buchwoche ist eine jährliche Veranstaltung zur Feier des gedruckten Worts, die jeweils im Juni stattfindet. Während dieser Woche werden in den größeren Städten Israels  ganztägige Buchmessen im Freien veranstaltet, auf denen Verlage ihre Produkte bewerben und verkaufen. Neben Preisnachlässen bieten auch die Buchhandlungen in dieser Zeit Ausverkäufe an. Darüber hinaus finden verschiedene literarische Veranstaltungen wie öffentliche Lesungen und persönliche Treffen mit Autoren statt. Im Bild: Das Interesse an Büchern  ist groß im Tel Aviver Stadttteil Sarona.

19.06.2024

Basketball: Maccabi Tel Aviv feiert seine 57. Meisterschaft

19.06.2024 (TM) – Die Basketballer von Maccabi Tel Aviv haben sich mit einem 82:74-Sieg gegen Hapoel Tel Aviv ihren 57. israelischen Meistertitel geholt. Sie gewannen die spannende Finalserie gegen den örtlichen Konkurrenten mit 2:1. Der Anpfiff von Spiel 3 verzögerte sich um 30 Minuten, da sich die Fans von Hapoel Tel Aviv außerhalb des Stadions Auseinandersetzungen mit der Polizei lieferten. Während der zweiten Halbzeit wurde das Spiel mehrfach unterbrochen. Hapoel-Fans entzündeten mehr als ein Dutzend Fackeln und warfen einige auf die darunter sitzenden Maccabi-Fans. Meistertrainer Oded Katash sprach von einer schwierigen Saison: “Dies war ein sehr schwieriges Jahr für das ganze Land, und wir alle waren davon betroffen. Aber der Sport ist wirklich nichts im Vergleich zu dem, was die Nation und die Geiseln durchmachen.” Basketball ist die beliebteste Sportart in Israel.

18.06.2024

Drohnenangriff im Südlibanon: Raketenspezialist getötet

18.06.2024 (TM) – Die israelischen Streitkräfte haben bei einem Drohnenangriff im Südlibanon ein hochrangiges Mitglied der Hisbollah-Raketeneinheit getötet. Sowohl die Armee als auch die Hisbollah identifizierten Muhammad Ayoub als die Person, die bei dem Angriff auf das Dorf Salaa im Bezirk Tyrus ums Leben kam. Ayoub diente in der Raketeneinheit der Nasr-Regionaldivision der Hisbollah. Nach Angaben der Armee war er für mehrere Raketenangriffe auf Israel verantwortlich und plante weitere Attacken. Der Angriff erfolgte inmitten einer seltenen Flaute bei den Angriffen der Hisbollah auf Israel, die am Dienstagmorgen drei Tage andauerte. Kampfflugzeuge der israelischen Luftwaffe griffen dennoch  die terroristische Infrastruktur der Hisbollah im Südlibanon an. Im Bild eine israelische Drohne des Typs “Heron”.

17.06.2024

Das ganze Land trauert um elf in Gaza gefallene Soldaten

17.06.2024 (TM) – Familie, Freunde und Kameraden des israelischen Soldaten Wassem Mahmoud (23) nehmen an der Trauerfeier im drusischen Dorf Beit Jann teil. Drusenführer Scheich Muakfak Tarif hat Mahmoud bei der Beerdigung als engagierten Soldaten gewürdigt, der seit dem Kriegsausbruch durch das Massaker der Hamas am 7. Oktober im Süden Israels für sein Land gekämpft habe. Er wurde am 7. Oktober verwundet, kehrte aber auf das Schlachtfeld zurück, ohne seiner Familie mitzuteilen, dass er ins Krankenhaus eingeliefert worden war. Stattdessen entschied er sich, “an der Front zu bleiben, aus vollem Glauben und aus Identifikation mit den Zielen des Krieges.” Am Sonntag fanden in ganz Israel elf Beerdigungen für Soldaten statt, die am Wochenende bei drei verschiedenen Zwischenfällen im Gazastreifen ums Leben gekommen waren.

16.06.2024

Demonstranten: Ein vollständiger Sieg über die Hamas ist unmöglich

16.06.2024 (TM) – Zehntausende haben in der Nacht zum Sonntag  in Tel Aviv demonstriert. Im ganzen Land gab es Proteste, bei denen Redner erklärten, dass ein vollständiger Sieg über die Hamas unmöglich sei und der Krieg beendet werden müsse, um die Freilassung der Geiseln zu erreichen. Die wöchentlichen Proteste fanden vor dem Hintergrund festgefahrener Verhandlungen über ein Geisel-Friedensabkommen statt, und inmitten der Bemühungen der Regierung, einen Gesetzentwurf zu verabschieden, der die weitgehende Befreiung ultraorthodoxer Männer vom Wehrdienst aufrechterhalten soll. Einige Demonstranten verbrannten  Zelte, um auf die Untätigkeit der Regierung angesichts der ständigen Angriffe der Hisbollah auf Nordisrael aufmerksam zu machen. Es kam zu Zusammenstößen mit der Polizei.

15.06.2024

Weiter Debatten um Nahrungsmittel für die Menschen im Gazastreifen

15.06.2024 (TM) – Palästinenser erhalten in Deir al-Balah im zentralen Gazastreifen eine von Freiwilligen zubereitete warme Mahlzeit. Berichten aus dem Küstenstreifen zufolge werden dort zahlreiche Schafe und Rinder für das muslimische Opferfest Eid al Adscha angeboten, das heute beginnt. Das passt nicht zu westlichen Medienberichten über eine angebliche Hungersnot. Die USA haben bekannt gegeben, dass sie ihr vor der Gazaküste errichtetes Notpier zeitweise stillegen, um erneute Schäden durch hohen Wellengang zu vermeiden. Das Projekt hat sich bislang als teuer, aber wenig effektiv erwiesen. Die USA haben zudem angekündigt, israelische Aktivisten zu sanktionieren, die Hilfstransporte in den Gazastreifen blockieren oder beschädigen. Die Gruppe “Tzav 9” hatte beklagt, die Hamas bekomme von Israel “Geschenke” in Form von Essen und Medikamenten.

14.06.2024

Hitzewelle: Heißester Juni seit Beginn der Aufzeichnungen

14.06.2024 (TPS) – Die Israelis schwitzen  aufgrund einer Hitzewelle. Es wird erwartet, dass das heiße und trockene Wetter noch mehrere Tage anhält und die Temperaturen Rekordwerte erreichen. Der israelische Wetterdienst teilte mit, dass die Durchschnittstemperaturen in Jerusalem, am Jordan, in Beit Shean und in den nördlichen Tälern bereits zur Monatsmitte den heißesten Juni seit Beginn der Aufzeichnungen bedeuten. Im Norden Israels, wo 41°C gemessen wurden, kämpft die Feuerwehr gegen Brände, die der Raketenbeschuss der Hisbollah ausgelöst hat. Das Gesundheitsministerium rief die Bevölkerung – insbesondere ältere Menschen, Kinder, Schwangere und chronisch Kranke – auf, sich nicht der Sonne auszusetzen und unnötige körperliche Anstrengungen zu vermeiden. Allen, die sich im Freien aufhalten, wird empfohlen, leichte  Kleidung zu tragen und viel Wasser zu trinken.

13.06.2024

Hisbollah will die Angriffe auf Nordisrael verstärken

13.06.2024 (TM) – Ein Löschflugzeug bekämpft einen Großbrand, nachdem Raketen aus dem Libanon in der Nähe von Kadita in der Region Galiläa auf freiem Feld eingeschlagen sind. Die Hisbollah hat am Mittwoch rund 215 Raketen auf den Norden Israels abgefeuert, außerdem explodierten dort Kampdrohnen. Es war der bislang größte Angriff der Hisbollah während der aktuellen Kämpfe an der libanesischen Grenze. Die Terrorgruppe hat angekündigt, ihre Angriffe  zu verstärken. Es handele sich um Vergeltung für die Tötung ihres Oberkommandierenden Taleb Abdullah. Bei einem Trauerzug in Beirut versicherte der hochrangige Hisbollah-Funktionär Hashem Safieddine, die Gruppe werde ihre Operationen gegen Israel verstärken und ausweiten. Seit dem Angriff der Hamas am 7. Oktober haben Hisbollah-geführte Truppen fast täglich israelische Gemeinden und Militärposten entlang der Grenze angegriffen.

12.06.2024

Fröhliches Erntedankfest: Israelis feiern Schawuot

12.06.2024 (TM) – Israelis feiern den jüdischen Feiertag Schawuot im Kibbuz Ein Ziwan auf den Golanhöhen. Das fröhliche Erntedankfest wird jedes Jahr 50 Tage nach dem Pessachfest begangen. Es erinnert auch an den Empfang der Zehn Gebote durch Moses am Berg Sinai. An Schawuot wird gerne Süßes gegessen, ein besonderes Augenmerk gilt Milchspeisen. Traditionell wird auf den gerade abgeernteten Weizenfeldern fröhlich gefeiert, wobei man weiße Kleidung trägt. Kinder und Erwachsene schmücken sich mit Blumenkränzen. Aus der Verbindung zur Ernte rührt der Brauch, die Synagogen mit frischem Grün und Blumen zu schmücken. Viele religiöse Juden bleiben die ganze Nacht auf, um die Thora zu studieren. Schawuot, auch Wochenfest genannt, ist neben Pessach und Sukkot eines der drei großen Pilgerfeste, die in der Bibel beschrieben sind.

11.06.2024

“Wir sind gekommen, um Euch zu retten. Bleibt ruhig!”

11.06.2024 (TM) – Die Polizei hat dramatische Bilder veröffentlicht, die zeigen, wie die Geiseln Almog Meir Jan, Andrey Kozlov und Shlomi Ziv von der Antiterror-Einheit und Shin Bet-Agenten aus Nuseirat im Zentrum des Gazastreifens gerettet werden. Die Beamten erreichen einen Raum im Haus, in dem die drei Israelis inmitten von schwerem Artilleriefeuer und Explosionen kaueren. “Es ist alles in Ordnung. Wir sind gekommen, um Euch zu retten, bleibt ruhig”, sagt der Offizier, bevor er Meir Jan abklatscht. Das Video zeigt dann, wie die drei Geiseln von Yamam-Beamten und Shin Bet-Agenten unter schwerem Beschuss aus dem Raum geführt werden. Bei den Kämpfen wurde der Yamam-Offizier Arnon Zmora getötet. Ihm zu Ehren wurde die Rettungsaktion später „Operation Arnon“ genannt.

10.06.2024

Früherer Armeechef Gantz verlässt Notstandsregierung

10.06.2024 (TM) – Minister Benny Gantz ist aus der Notstandsregierung zurückgetreten. „Netanjahu hindert uns daran, einen echten Sieg zu erringen“, sagte Gantz auf einer Pressekonferenz. „Schicksalhafte strategische Entscheidungen werden aus politischen Gründen verzögert.” Er rief dazu auf, im Herbst Wahlen abzuhalten und forderte Netanjahu auf, einen Termin dafür festzulegen. Zusammen mit Gantz verlässt auch Gadi Eisenkot die Regierung. Beide sind frühere Armeechefs. Netanjahus Regierungskoalition verfügt aber weiterhin über die Mehrheit in der Knesset. Gantz rief alle anderen Mitglieder der Knesset, „die verstehen, wohin wir gehen“, dazu auf, sich ihm anzuschließen, insbesondere Verteidigungsminister Yoav Gallant. Ministerpräsident Netanjahu erklärte: “Meine Tür bleibt für jede zionistische Partei offen, die bereit ist, die Last zu teilen und dabei zu helfen, unsere Feinde zu besiegen und die Sicherheit unserer Bürger zu gewährleisten.”

09.06.2024

Demonstranten: Lob für Geiselbefreiung, Kritik an der Regierung

09.06.2024 (TM) – Bei Kundgebungen in Tel Aviv und im ganzen Land haben Demonstranten am Samstagabend Neuwahlen und ein Abkommen für die im Gazastreifen festgehaltenen Geiseln gefordert. Der ehemalige Chef des israelischen Militärgeheimdienstes, Amos Malka, bezeichnete die gelungene Rettungsaktion für vier Geiseln als „unglaublichen operativen Erfolg in einem Meer strategischer Fehlschläge“. Er kritisierte Ministerpräsident Netanjahu dafür, dass er sich mit den befreiten Geiseln und ihren Familien  fotografieren ließ, aber den Kontakt mit den Familien der in Gefangenschaft getöteten Geiseln vermied. Mehrere Demonstranten mit Plakaten, auf denen die Regierung gelobt wurde, sind abgedrängt worden. In Tel Aviv wurden 33 Demonstranten festgenommen. Sie hatten laut Polzei versucht, trotz Straßensperren zur Ayalon-Autobahn zu marschieren.

08.06.2024

Kampfdrohe der Hisbollah fliegt bis nach Nazareth

08.06.2024 (TM) – Eine vom Libanon aus gestartete Drohne der Terrorgruppe Hisbollah ist auf einem offenen Feld im Jezreel-Tal nahe Nazareth im Norden Israels abgestürzt. Das teilte die israelische Armee mit. Man habe erfolglos versucht, sie abzufangen. Anwohner der Gegend berichteten, sie hätten den Start einer Iron-Dome-Rakete gesehen. Die Armee erklärte, sie untersuche, warum die Drohne nicht abgeschossen werden konnte und warum keine Sirenen ausgelöst wurden. Der Flugkörper ging etwa 40 Kilometer von der Grenze entfernt nieder. So tief war im Verlauf des aktuellen Krieges noch keine feindliche Drohne nach Israel eingedrungen. Im Bild ein Ausschnitt aus einem Hamas-Propagandavideo. Es zeigt angeblich eine bewaffnete Drohne  beim Angriff auf Israel.

07.06.2024

Tourismus-Flaute hält an: Nur wenige Besucher in Israel

07.06.2024 (TPS) – Die Zahl der internationalen Besucher, die in Israel ankommen, ist nach wie vor deutlich niedriger als im gleichen Zeitraum des Jahres 2023. Das ist auf den anhaltenden Krieg im Gazastreifen und die Streichung von Flügen nach Israel durch die meisten internationalen Fluggesellschaften zurückzuführen. Aus den vom israelischen Zentralbüro für Statistik veröffentlichten Daten geht hervor: Im Mai 2024 kamen 115.500 Besucher nach Israel, verglichen mit 411.000 im Mai 2023, was einem Rückgang von fast zwei Dritteln entspricht. Von Januar bis Mai 2024 wurden insgesamt 403.400 Ankünfte von Besuchern in Israel verzeichnet, verglichen mit 1,8 Millionen im gleichen Zeitraum 2023. Es ist anzumerken, dass die Zahl der Auslandsreisen nach Israel im April kurzzeitig anstieg, da Menschen aus der ganzen Welt kamen, um das Passahfest und das Osterfest zu feiern.

06.06.2024

Jerusalem-Tag: Juden bekräftigen den Anspruch auf ihre Hauptstadt

06.06.2024 (TM) – Jüdische Männer schwenken israelische Fahnen und tanzen am Damaskustor in der Altstadt von Jerusalem. Gestern war Jerusalem-Tag, die Israelis erinnerten an das Ende der Teilung ihrer Hauptstadt vor 57 Jahren. Junge Juden gerieten mit Aktivisten der linken Bewegung “Standing Together” aneinander und bewarfen nach Polizeiangaben Journalisten, die über den Flaggenmarsch berichten wollten, mit Gegenständen. Finanzminister Bezalel Smotrich tanzte mit den Teilnehmern und sorgte als Schlagzeuger einer Band für Stimmung. Jungen, die durch die Stadt zogen, provozierten Araber mit Sprechchören wie „Mohammed ist tot“, „Dein Dorf soll brennen“ und „Ich hasse alle Araber“. Mehr als 1.500 Juden besuchten den Tempelberg. Einige von ihnen trugen Gebetsriemen und schwenkten israelische Flaggen vor dem muslimischen Felsendom und der Al-Aksa-Moschee.

05.06.2024

Die Hisbollah-Terrormiliz setzt den Norden Israels in Brand

05.06.2024 (TM) – Ein Waldbrand in der Nähe der nordisraelischen Stadt Kiryat Shmona, der gestern durch aus dem Libanon abgefeuerte Raketen verursacht wurde: Die Situation im Norden Israels spitzt sich immer mehr zu. Durch den anhaltenden Beschuss der Hisbollah mit Raketen und Kampfdrohnen kommt es täglich zu Wald- und Buschfeuern, die die Feuerwehr nur mit Mühe unter Kontrolle bringen kann. Armeechef Herzi Halevi erklärte am Dienstag, Israel stehe kurz vor einer Entscheidung, wie man auf die Angriffe der vom Iran unterstützten Terrormiliz  reagieren werde. Die Regierung wird immer heftiger dafür kritisiert, dass sie es nach fast acht Monaten nicht geschafft hat, Sicherheit in die Region zu bringen. Hebräische Medien melden, die Armee rechne mit einem großen und umfassenden Krieg mit der Hisbollah. Die wird militärisch weitaus stärker eingeschätzt als die Hamas.

04.06.2024

Armee gibt den Tod von weiteren vier Geiseln bekannt

04.06.2024 (TM) – Vier Israelis haben ihre Entführung und Geiselhaft nicht überlebt.  Die Armee konnte die Umstände des Todes von Chaim Peri, 79, Amiram Cooper, 84, Yoram Metzger, 80, und Nadav Popplewell, 51, noch nicht klären. „Wir gehen davon aus, dass sie gemeinsam vor einigen Monaten in der Gegend von Khan Younis getötet wurden, während sie von Hamas-Terroristen festgehalten wurden und die israelischen Streitkräfte in Khan Younis operierten“, sagte Armeesprecher Hagari. Das Forum der Familien der Geiseln erklärte, die Todesnachricht  solle „jeden Bürger des Staates Israel aufrütteln und bei jedem führenden Politiker eine tiefe Gewissensprüfung auslösen”. Die vier Geiseln waren lebend in Propagandavideos zu sehen gewesen, die während ihrer Gefangenschaft gedreht und von der Hamas veröffentlicht worden waren.

03.06.2024

Waldbrand in Jerusalem: Israel-Museum evakuiert

03.06.2024 (TM) – Im Tal des Kreuzes in Jerusalem ist am Sonntag ein Großbrand ausgebrochen, der das Dach des nahe gelegenen Jugendflügels des Israel-Museums beschädigte und zur Evakuierung des Museums führte. 23 Löscheinheiten wurden zum Brandort gerufen und acht Löschflugzeuge waren im Einsatz, um das Feuer zu bekämpfen. Die Ursache des Brandes war zunächst unklar, doch wurden am Sonntag im ganzen Land ungewöhnlich hohe Temperaturen gemessen, wobei in der Region Jerusalem ein Höchstwert von 34 Grad erreicht wurde. Das Israel-Museum ist die größte Kultureinrichtung des Landes und wurde 2021 als das siebzehntgrößte Museum der Welt eingestuft. Es beherbergt rund 500.000 Werke von prähistorischer bis zeitgenössischer Kunst sowie eine umfangreiche Sammlung biblischer und archäologischer Werke aus dem Heiligen Land.

02.06.2024

Massendemonstration in Tel Aviv: Der Ton wird schärfer

02.06.2024 (TM) – Bei der bislang größten Demonstration seit dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober haben am Samstagabend in Tel Aviv rund 120.000 Menschen ein Geiselabkommen und Neuwahlen gefordert. Als sie auf der Straße Feuer anzündeten, kam es zu Zusammenstößen mit der Polizei. Medienberichten zufolge wurden 14 Polizisten verletzt und zwei Demonstranten festgenommen. Bei der Kundgebung dankten Redner US-Präsident Biden für seinen Vermittlungsvorschlag. Sie warfen der Regierung Netanjahu vor, nicht ernsthaft an einem Geiselabkommen und einem Waffenstillstand im Gazastreifen interessiert zu sein. Die Demonstranten kündigten eine Ausweitung der Proteste mit Massendemonstrationen und Streiks im ganzen Land an. Es wird vermutet, dass 121 Geiseln, die am 7. Oktober von der Hamas entführt wurden, noch im Gazastreifen festgehalten werden – nicht alle sind am Leben.

01.06.2024

Israel und Griechenland üben das Tanken in der Luft

01.06.2024 (TM) – Die israelische und die griechische Luftwaffe haben eine gemeinsame Übung im griechischen Luftraum durchgeführt. An der Übung nahmen Tankflugzeuge des Typs Boeing 707 der 120. Staffel (Tankflugzeug-Geschwader der israelischen Luftwaffe) teil und betankten Dutzende von griechischen Kampfflugzeugen in der Luft. Die Übung fand im Rahmen eines geplanten Trainingsprogramms und als Teil der regionalen Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern statt. Die Hauptaufgabe der 120. Staffel ist die Durchführung von Langstreckenflügen, die es der israelischen Luftwaffe ermöglichen, der „lange Arm“ der Streitkräfte  zu sein. Die Luftbetankung ist eine wichtige Fähigkeit, die in Kampfverbänden benötigt wird, da die Treibstoffmenge der Kampfjets nur für relativ kurze Einsätze ausreicht.

31.05.2024

Soldatenmütter fordern Kriegsende: Verhandlungen stecken in Sackgasse

31.05.2024 (TM) – Mütter von israelischen Soldaten, die im Gazastreifen kämpfen, protestieren vor dem Hakirya-Stützpunkt in Tel Aviv gegen den Krieg und fordern dessen Ende. Die Hamas und andere palästinensische Gruppen lehnen es jedoch ab, unter Feuer weiter zu verhandeln. Sie haben den Vermittlern mitgeteilt, dass sie nur dann zu einem umfassenden Abkommen bereit sind, wenn Israel seine Militäroperationen in Gaza komplett einstellt. Israels nationaler Sicherheitsberater Tzachi Hanegbi unterstrich  am Donnerstag, die derzeitige Regierung sei nicht bereit, den Krieg gegen die Hamas im Austausch für die Freilassung aller verbliebenen Geiseln zu beenden. Diese Aussage wurde während eines hitzigen Treffens gemacht, bei dem Hanegbi angeblich die Angehörigen mehrerer Geiseln zurechtgewiesen und beleidigt haben soll.

30.05.2024

Zwei Soldaten sterben bei Terroranschlag nahe Nablus

30.05.2024 (TM) – Zwei Soldaten, die am Mittwochabend in der Nähe der Stadt Nablus absichtlich angefahren wurden, sind ihren Verletzungen erlegen. Es handelt sich um Eliya Hilel aus Tel Zion und Diego Shvisha Harsaj aus Tel Aviv. Beide waren 20 Jahre alt und Infanteristen der Kfir-Brigade. Nach dem Anschlag leitete die Armee eine Großfahndung ein, an der sich zahlreiche Kräfte beteiligten. Hebräischen Medienberichten zufolge stellte sich der Täter den Sicherheitskräften der Palästinensischen Autonomiebehörde. Der Angriff erfolgte wenige Stunden, nachdem Hamas-Terroristen das Feuer auf ein nahegelegenes israelisches Dorf eröffnet hatten. Seit dem Angriff der Hamas am 7. Oktober haben die Truppen in Judäa und Samaria rund 4.000 gesuchte Palästinenser festgenommen, darunter mehr als 1.700, die der Hamas nahestehen.

29.05.2024

Starker Wind: Hilfsgüter-Hafen der USA vorläufig außer Betrieb

29.05.2024 (TM) – Das US-Militär hat die Lieferung von Hilfsgütern auf dem Seeweg in den Gazastreifen ausgesetzt, nachdem die provisorische Anlegestelle durch schlechtes Wetter beschädigt worden war. Die Unterbrechung kommt weniger als zwei Wochen, nachdem die USA die 320 Millionen Dollar teure Anlegestelle in Betrieb genommen haben. Es werde weit über eine Woche dauern, bis der Pier wieder einsatzbereit sei, sagte Pentagon-Sprecherin Sabrina Singh in einem Briefing für Journalisten. Die US-Streitkräfte müssen zunächst einen Teil des Piers und vier dazugehörige Armeeschiffe bergen, die in den vergangenen Tagen bei starkem Wind vom Rest des Piers abgebrochen und an den Küsten des Gazastreifens und Israels gestrandet sind. Das Projekt ist wegen seiner hohen Kosten und seiner bisher begrenzten Erfolgsquote stark in die Kritik geraten.

28.05.2024

Tödlicher Luftangriff auf Rafah: Weltweite Kritik an Israel

28.05.2024 (TM) – Palästinenser begutachten die Schäden nach einem israelischen Luftangriff in der Region Al-Mawasi westlich der Stadt Rafah im südlichen Gazastreifen. Israel hat den USA mitgeteilt, dass sie glauben, dass Zelte, in denen Flüchtlinge aus dem Gazastreifen untergebracht waren, in Flammen aufgegangen sind, weil ein Treibstofftank bei einem Luftangriff auf führende Hamas-Terroristen in Brand geraten war. Laut Hamas starben dabei 45 Zivilisten, die Zahl lässt sich nicht überprüfen. Der Angriff wurde von der Europäischen Union, den Vereinten Nationen, Ägypten, Katar, Saudi-Arabien, Frankreich und anderen Staaten scharf verurteilt. Der Weltsicherheitsrat wird sich heute in einer Sondersitzung damit befassen. Ministerpräsident Netanjahu bezog Stellung: „Trotz unserer Bemühungen, Zivilisten nicht zu verletzen, ist es zu dem tragischen Zwischenfall gekommen. Für uns ist es eine Tragödie, für die Hamas eine Strategie.”

27.05.2024

Luftangriff auf Rafah: Hamas spricht von einem “Massaker” in Zeltlager

27.05.2024 (TM) – Die Terrorgruppe Hamas wirft der israelischen Armee ein “Massaker an Zivilisten” vor. Es geht um Luftangriffe in der Nähe von Rafah in der Nacht zum Montag.  Nach Angaben des Gesundheitsministeriums der Hamas wurden bei dem Angriff und einem dadurch ausgelösten Brand in einem Zeltager für Flüchtlinge 35 Menschen getötet und Dutzende verletzt. Es hieß, die meisten Opfer seien Frauen und Kinder. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Die israelische Armee bestätigte, sie habe ein Hamas-Gebäude angegriffen, in dem sich hochrangige Funktionäre der Terrorgruppe aufhielten. Zwei wichtige Kommandeure der Hamas seien getötet worden: „Der Angriff wurde gegen Terroristen durchgeführt, die ein Angriffsziel sind, in Übereinstimmung mit internationalem Recht.” Rafah gilt als letzte Hochburg der Terrororganisation.

26.05.2024

Lag ba Omer: die Nacht der tausend Lagerfeuer

26.05.2024 (TM) – Mit Sonnenuntergang begann gestern Abend das fröhliche jüdische Fest Lag ba Omer. Im ganzen Land wurden Lagerfeuer angezündet, gegrillt und um die Feuer getanzt. Das Fest erinnert an Rabbi Schimon ben Jochai (kurz: Raschbi), der im zweiten Jahrhundert lebte. Er wandte sich gegen die Römer und wurde von ihnen zum Tode verurteilt. 13 Jahre lang versteckte er sich der Überlieferung zufolge mit seinem Sohn Eleasar in einer Höhle, wo sie unermüdlich die Tora studierten. Raschbi ist eine zentrale Figur der jüdischen Mystik, der Kabbala. Lag Ba Omer erinnert an seinen Todestag. Das Fest unterbricht die 49-tägige Trauerzeit zwischen dem Pessachfest und dem Wochenfest Schawuot. Manche Juden wollen mit dem Lagerfeuer auch an den Bar Kochba-Aufstand gegen die Römer (132 bis 135 n. Chr.) erinnern. Damals gaben die aufständischen Juden ihre Botschaften mit Hilfe von Signalfeuern von Berg zu Berg weiter.

25.05.2024

“Wir haben sie vergewaltigt und umgebracht oder entführt”

25.05.2024 (TM) – Die israelischen Streitkräfte haben Verhörvideos veröffentlicht, in denen ein Vater und sein Sohn zugeben, am 7. Oktober im Kibbuz Nir Oz Menschen getötet, entführt und Frauen vergewaltigt zu haben. Beide sind Hamas-Mitglieder. Jamal R. (47) gestand: „In jedem Haus, in dem wir jemanden fanden, haben wir ihn entweder getötet oder entführt.“ Er beschrieb ohne erkennbare Reue, wie er eine weinende Frau mit vorgehaltener Waffe vergewaltigte und sie zurückließ. Sein Sohn Abdallah (18) enthüllte: Sein Vater tötete die Frau, nachdem die Terroristen (darunter er selbst und sein Cousin) sie mehrfach vergewaltigt hatten. Er gab auch zu, eine andere Frau vergewaltigt zu haben und während des Angriffs in insgesamt fünf Häuser eingebrochen zu sein. Vater und Sohn befinden sich nach Angaben eines Armeeprechers derzeit in israelischem Gewahrsam und warten auf ihren Prozess.

24.05.2024

Ultraorthodoxe protestieren gegen Wehrpflicht: Polizei setzt Wasserwerfer ein

24.05.2024 (TM) – Dutzende extremistische Ultraorthodoxe  haben am Donnerstagnachmittag eine Kreuzung im Zentrum Jerusalems blockiert. Sie protestierten gegen einen Gesetzesentwurf, der die Wehrpflicht für die Strenggläubigen durchsetzen soll. Wie die Polizei mitteilte, beschimpften die Demonstranten sie als „Nazis“ und benutzten kleine Kinder, um den Verkehr zu blockieren. „Sie gefährden sich und andere Verkehrsteilnehmer und stören die öffentliche Ordnung“, so die Polizei. Die Einsatzkräfte drängten die Randalierer mit Wasserwerfern zurück. In einer Erklärung der Ordnungshüter heißt es: „Die israelische Polizei wird weiterhin jedem das Recht auf Protest innerhalb der Grenzen des Gesetzes zugestehen, aber sie wird gegen die Störung der öffentlichen Ordnung und die Gefährdung von Verkehrsteilnehmern vorgehen“.

23.05.2024

Weizenernte für Pessach im kommenden Jahr

23.05.2024 (TM) – Einem alten biblischen Gebot folgend, ernten ultraorthodoxe Juden von Hand den ersten Weizen auf einem Feld in der Nähe von Or Yehuda. Sie lagern den Weizen fast ein Jahr lang und mahlen daraus Mehl, um ungesäuertes Brot für das einwöchige Pessach-Fest zu backen. Sie suchen nach den besten, fehlerlosen Ähren. Zum Passahfestes werden die „Erstlingsfrüchte“ des Landes Gott geweiht. Gott verdient den ersten und besten Teil der Ernte. Durch das Opfer der Erstlingsfrüchte wird die gesamte Ernte geheiligt. Sieben Wochen liegen zwischen Pessachfest, dem Beginn der Gerstenernte, und Schawuot, dem Beginn der Weizenernte. Das Schawuotfest  beginnt in diesem Jahr bei Sonnenuntergang am 11. Juni und endet bei Anbruch der Nacht am 13. Juni.

22.05.2024

Gebete am Grab fallen aus: Berg Meron wird abgeriegelt

22.05.2024 (TM) – Die israelische Armee hat den Berg Meron im Norden des Landes vom 24. bis 27. Mai zum militärischen Sperrgebiet erklärt. Damit sollen die alljährlichen Feierlichkeiten zu Lag BaOmer verhindert werden. An diesem Feiertag pilgern normalerweise Zehntausende Ultraorthodoxe zum Grab von Rabbi Schimon ben Jochai, um dort zu beten. Das Heimatfrontkommando hat klargestellt, dass das Betreten des Meron-Gebietes strengstens verboten ist. Der Berg liegt nur acht Kilometer von der libanesischen Grenze entfernt. Er war in den vergangenen Wochen mehrfach von der Terrormiliz Hisbollah mit Raketen und Drohnen angegriffen worden. Auf dem Berg gibt es militärische Anlagen. 2021 war es am Meron zu einer Massenpanik mit 45 Toten und 150 Verletzten gekommen. Es war die größte zivile Katastrophe der Staatsgeschichte.