Bild des Tages – Archiv

29.05.2022

Jerusalem-Tag: Polizei und Armee „auf jedes Szenario“ vorbereitet

29.05.2022 (TM) – Zwei Grenzpolizisten bewachen den Jerusalemer Tempelberg. Israel feiert heute den Jerusalem-Tag, der an die Wiedervereinigung der Hauptstadt im Sechstagekrieg 1967 erinnert. Wie jedes Jahr gibt es einen Flaggenmarsch durch die Altstadt zur Klagemauer. Araber betrachten das als Provokation. Die Terrorgruppe „Islamischer Dschihad“ im Gazastreifen hat mit Raketenangriffen gedroht. Die Hamas-Terrororganisation hat zu einem „Tag des Zorns“ in Jerusalem aufgerufen. Am frühen Morgen kam es bereits zu Auseinandersetzungen, vor der Al Aksa-Moschee bewarfen Araber israelische Polizisten mit Stühlen und anderen Gegenständen. Von Seiten der israelischen Sicherheitskräfte hieß es, man sei auf jedes Szenario vorbereitet.

Foto: Yossi Aloni/Flash90
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28.05.2022

Mitzpe Jericho: Was für ein Blick auf die Judäische Wüste

28.05.2022 (TM) – Von einem Aussichtspunkt bei Mitzpe Jericho reicht der Blick kilometerweit in die Judäische Wüste. Mitzpe Jericho ist eine religiöse jüdische Siedlung, rund 20 Kilometer östlich von Jerusalem gelegen, mit rund 2700 Einwohnern. Das Dorf liegt auf einer der letzten Hügel, die den Rand des judäischen Hochlandes markieren. Von dem Aussichtspunkt aus überblickt man das Jordantal, das Tote Meer und die uralte arabische Stadt Jericho. Die Wüste Juda liegt zwischen Jerusalem und dem Toten Meer und reicht bis zum nordöstlichen Negev. Zahlreiche ausgetrocknete Flußtäler (Wadis) durchschneiden sie von West nach Ost, einige sind bis zu 600 Meter tief. In weiten Teilen fällt nur 100 Millimeter Regen pro Jahr.

Foto: Nati Shohat/Flash90
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27.05.2022

Jerusalem-Tag steht bevor: Terrorgruppen drohen mit Raketenangriff

27.05.2022 (TM) – Eine riesige Flagge unweit der Altstadtmauern weist auf den Jerusalem-Tag hin, der am Sonntag begangen wird. Er markiert den Jahrestag der Vereinigung der Stadt während des Sechs-Tage-Krieges von 1967. Jüdische Israelis marschieren an dem Feiertag traditionell mit Flaggen durch das Damaskustor und das muslimische Viertel der Altstadt bis zur Klagemauer. Palästinensische Terrorgruppen im Gazastreifen erklärten, sie würden Israel mit Raketen angreifen, falls der Flaggenmarsch wie geplant stattfinden sollte. Der sei „ein Pulverfass, das die ganze Region explodieren lassen wird.“ Die israelische Armee hat ihre Raketenabwehr in Stellung gebracht. In der Stadt Sderot wurden mobile Schutzräume aufgestellt.

Foto: Yonatan Sindel/Flash90
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26.05.2022

Israels „Air Force One“ wird vor erstem Einsatzflug eingemottet

26.05.2022 (TM) – Die Boeing 767, die speziell für die israelische Staatsspitze umgerüstet wurde, geht vorerst nicht in Betrieb. Das Verteidigungsministerium gab bekannt, das Flugzeug werde in einer Luftwaffenbasis in Südisrael geparkt. Die Maschine war auf Betreiben des früheren Ministerpräsidenten Netanjahu nach dem Vorbild der US-amerikanischen Präsidentenmaschine „Air Force One“ umgebaut worden. Das Flugzeug erhielt ein privates Büro für den Premierminister, ein Schlafzimmer mit Bad und Dusche, eine voll ausgestattete Küche, einen Besprechungsraum und sogar einen „Kriegsraum“. Doch weder Ministerpräsident Bennett noch Staatspräsident Herzog wollen den Flieger nutzen. Dessen Umbau hat rund 750 Millionen Schekel (etwa 215 Millionen Euro) gekostet.

Foto: Olivier Fitoussi/Flash90     
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25.05.2022

Rätsel um zweiten Leichnam in Kindergrab

26.05.2022 (TM) – Das Grab eines 1952 verstorbenen Babys in Petah Tikva wurde geöffnet, um der Familie des Jungen zu bestätigen, dass er wirklich dort begraben liegt. Dabei wurden die Überreste einer zweiten Leiche unter demselben Grabstein freigelegt. Sie wird nun von Gerichtsmedizinern untersucht. Die Exhumierung war die erste Öffnung eines Grabes für DNA-Tests in der jemenitischen Kinderaffäre. Es geht um die jahrzehntealte Behauptung von Einwanderern, die aus dem Jemen und anderen Ländern stammen, dass ihre Kinder als Babys entführt worden seien. Die jemenitische Kinderaffäre betrifft mehr als 1.000 Familien. Sie sind der Meinung, ihre Kinder seien aus israelischen Krankenhäusern entführt und zur Adoption freigegeben worden, während den Familien gesagt wurde, sie seien gestorben. Durch den Fund der zweiten Kinderleiche in dem Grab wird die Affäre noch rätselhafter.

Foto: Avshalom Sasoni/Flash90
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24.05.2022

Präsidentin des Europaparlaments: Wir bekämpfen Judenhass

24.05.2022 (TM) – Die Präsidentin des Europäischen Parlaments, Roberta Metsola, hat erstmals Israel besucht. Die offizielle Begrüßungszeremonie fand vor der Knesset statt. Metsola erklärte, Antisemitismus widerspreche den europäischen Werten. Die Politikerin aus Malta versprach, den Judenhass zu bekämpfen, und drückte ihre Unterstützung für eine Zwei-Staaten-Lösung im israelisch-palästinensischen Konflikt aus. Ihre Rede wurde zeitweise durch Buhrufe des arabischen Abgeordneten Ahmad Tibi unterbrochen. Der beschwerte sich, dass die Politikerin die israelische Besatzung mit keinem Wort erwähnt habe. Parlamentssprecher Micky Levy bat Metsola, Spenden an die Palästinensische Autonomiebehörde vom Ende der Hetze gegen Israel abhängig zu machen. Die Europäische Union stellt den Palästinensern jährlich etwa 214 Millionen Euro zur Verfügung.

Foto: Yonatan Sindel/Flash90
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23.05.2022

Aufregung nach Gerichtsurteil zum Gebet von Juden auf dem Tempelberg

23.05.2022 (TM) – Ein Jerusalemer Gericht hat entschieden, dass drei jüdische Jugendliche, die auf dem Jerusalemer Tempelberg das Gebet „Schma Israel“ gesprochen haben, keine strafbare Handlung begingen. Rechtsanwalt Nati Rom, der die Angeklagten vertrat, begrüßte die Entscheidung. Sie beende die Diskriminierung von Juden an der Heiligen Stätte. In der muslimischen Welt löste das Urteil dagegen Empörung aus. Jordanien und die Palästinensische Autonomiebehörde sprachen von einer Verletzung internationalen Rechts. Seit Israel das Areal 1967 unter seine Kontrolle brachte, dürfen Juden das Gelände zwar besuchen, aber dort nicht beten. Die israelische Regierung versicherte, das Gerichtsurteil ändere dies nicht: „Es gibt keine Veränderung des Status quo, es ist auch keine Veränderung geplant.“

Foto: Olivier Fitoussi/Flash90
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22.05.2022

Erste Fälle von Affenpocken in Israel nachgewiesen

22.05.2022 (TM) – In Israel sind zwei Fälle von Infektionen mit Affenpocken nachgewiesen worden. Ein 30-jähriger Mann liegt mit milden Symptomen in einem Tel Aviver Krankenhaus. Ebenso wie der zweite Infizierte kam er laut Gesundheitsministerium von einer Westeuropa-Reise zurück. Israelische Mediziner erwarten Dutzende weitere Fälle, jedoch keine Epidemie. Vom Gesundheitsministerium hieß es, dass die Krankheit normalerweise mild verläuft. Zudem seien Affenpocken weitaus weniger ansteckend als das Coronavirus. Das Affenpockenvirus ist eng mit den Pocken verwandt, einer berüchtigten Krankheit, die 1980 für vollständig ausgerottet erklärt wurde. Die Fachleute gehen davon aus, dass eine Pockenimpfung lebenslang auch gegen Affenpocken schützt.

Foto: Olivier Fitoussi/Flash90
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21.05.2022

Toter Pottwal am Strand von Tel Aviv angespült

21.05.2022 (TM) – Mit schwerem Gerät wird ein toter Pottwal vom Strand in Tel Aviv entfernt. Das tote Tier ist dort am Freitag angespült worden. Wissenschaftler führten Tests durch, um die Todesursache zu ermitteln. Dies war bereits der dritte tote Wal, der dieses Jahr an Israels Mittelmeerküste gefunden wurde. Dr. Aviad Scheinin, der Leiter der Abteilung für Meeresbiologie an der Universität Haifa, erläuterte der Maariv-Nachrichtenseite, dass es sich um einen jungen Pottwal handele und dass sein fortgeschrittener Verwesungszustand es schwierig mache, die Todesursache zu bestimmen. Möglicherweise spiele die Verschmutzung des Wassers durch Teer eine Rolle. Scheinin wies darauf hin, dass Pottwale im Mittelmeer vom Aussterben bedroht sind.

Foto: Avshalom Sassoni/Flash90
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20.05.2022

Ein Jahr nach dem Gaza-Krieg zeigen die Dschihadisten ihre Macht

20.05.2022 (TM) – Mitglieder der Al-Quds-Brigaden nehmen an einer Kundgebung zum Jahrestag des Konflikts zwischen Israel und Gaza in Beit Hanun im Gazastreifen teil. Die Kämpfer gehören zum militärischen Flügel des Palästinensischen Islamischen Dschihad (PIJ). Ein Jahr nach der jüngsten Auseinandersetzung mit der israelischen Armee präsentieren die Islamisten Waffen und militärische Ausrüstung. Angeblich sind sie wieder gut gerüstet für den Kampf gegen den zionistischen Feind. Zwischen dem 10. und 21. Mai 2021 hatte es die schwerste militärische Konfrontationen mit der israelischen Armee seit 2014 gegeben. Mindestens 248 Palästinenser und 13 Israelis wurden getötet, mehrere tausend Menschen verletzt. Die Palästinenser feuerten rund 1800 Raketen auf die israelische Zivilbevölkerung ab, Israel antwortete mit Luftangriffen und Artilleriefeuer.

Foto: Attia Muhammed/Flash90
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19.05.2022

Lag BaOmer: Im ganzen Land ein Fest der Lagerfeuer

19.05.2022 (TM) – Israel feiert Lag BaOmer. Im ganzen Land brannten in der Nacht zum Donnerstag wie hier in Efrat die Lagerfeuer, um die die Menschen tanzten und sangen. Für religiöse Juden gelten zwischen dem Passahfest und Schawuot die Gesetze der Trauerzeit. Aber Lag BaOmer bildet eine Ausnahme. Es ist ein Freudenfest. Viele Israelis heiraten an diesem Datum. Bei der sogenannten „Chalaka“-Zeremonie werden allen dreijährigen Jungen die Haare zum ersten Mal geschnitten. Der Ursprung des Festes geht auf den Bar-Kochba-Aufstand gegen die Römer (132–135 nach der Zeitenwende) zurück. Außerdem wird bei dem Fest an Rabbi Schimon bar Jochai erinnert, der nach der Überlieferung an diesem Tag verstorben ist.

Foto: Gershon Elinson/Flash90
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18.05.2022

Ein Jahr nach der Katastrophe: Wieder Feier am Berg Meron

18.05.2022 (TM) – Vor einem Jahr kamen bei Feiern zum Lag BaOmer-Feiertag am Berg Meron in Nordisrael bei einer Massenpanik 45 Menschen ums Leben. Kerzen erinnern an die Opfer der größten zivilen Katastrophe in der Geschichte des Landes. Heute Abend wird wieder gefeiert. Aber die Regierung hat umfangreiche Veränderungen angeordnet. Illegal errichtete Bauwerke wurden abgerissen und bestehende Durchgänge verbreitert. Um heute am Grab von Rabbi Simon Bar Yochai beten zu können, müssen Tickets vorbestellt werden. Nur 4.000 Personen pro Stunde werden zugelassen. Sie erhalten Pässe für einen vierstündigen Aufenthalt, was bedeutet, dass nicht mehr als 16.000 Pilger gleichzeitig auf dem Berg sein werden. Der Essensverkauf wurde verboten, die Besucher dürfen sich nur kurz am Grab aufhalten. Ein großes Polizeiaufgebot ist vor Ort, um die neuen Regeln durchzusetzen.

Foto: David Cohen/Flash90
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17.05.2022

Keine Coronatests mehr bei Flügen von und nach Israel

17.05.2022 (TM) -Das Gesundheitsministerium hat bekannt gegeben, dass von Samstag, dem 21. Mai an sowohl israelische als auch ausländische Reisende bei ihrer Ankunft am Flughafen Ben Gurion keinen PCR-Test mehr machen müssen. Sie müssen auch kein negatives Testergebnis mehr vorlegen, bevor sie einen Flug nach Israel antreten. Die Regeln wurden aufgrund der abnehmenden COVID-19-Erkrankungshäufigkeit aktualisiert. Sie gelten auch für alle Land- und Seeübergänge. Reisende müssen aber weiterhin innerhalb von 48 Stunden vor dem Flug online eine Gesundheitserklärung ausfüllen. Die Covid19-Infektionszahlen in Israel sind seit Wochen rückläufig, waren aber zuletzt wieder leicht angestiegen. Gesundheitsminister Horowitz unterstrich, die Coronavirus-Tests am Flughafen könnten kurzfristig wieder eingeführt werden, falls dies erforderlich werde.

Foto: Yossi Aloni / Flash 90
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16.05.2022

Israelis demonstrieren am Nakba-Tag mit palästinensischen Flaggen

16.05.2022 (TM) – Linke israelische Aktivisten haben zusammen mit arabischen Israelis auf dem Universitätsgelände in Tel Aviv demonstriert und palästinensische Flaggen geschwenkt. Anlass war der Nakba-Tag. Als Nakba (deutsch: Katastrophe) bezeichnen Araber die Gründung des Staates Israel am 15. Mai vor 74 Jahren. Sie werfen den Juden Vertreibung und Völkermord vor. Das entbehre jeder historischen Grundlage, halten israelische Geschichts-wissenschaftler dem entgegen. In Tel Aviv gab es eine Gegendemonstration mit blau-weißen Nationalflaggen. In den von den Palästinensern beanspruchten Gebieten, dem biblischen Judäa und Samaria, kam es zu Massendemonstrationen. Junge Palästinenser steckten Autoreifen in Brand und griffen israelische Soldaten mit Steinschleudern an.

Foto: Tomer Neuberg/Flash90
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15.05.2022

Eilat soll globales Zentrum für Lebensmittel-Foschung werden

15.05.2022 (TM) – Die Stadt Eilat, an der Südspitze Israels gelegen, ist vor allem als sonnenverwöhntes Touristenzentrum am Roten Meer bekannt. Die Regierung will Eilat ausbauen und für die Bewohner neue Perspektiven schaffen. Landwirtschaftsminister Oded Forer hat ein mehrjähriges Programm angekündigt: Die Region Eilat soll ein internationales Zentrum für Forschung und Entwicklung von Lebensmitteln aus Meer und Wüste werden. Innerhalb von fünf Jahren würden durch das Projekt 900 neue Arbeitsplätze entstehen. Angesichts des Wachstums der Weltbevölkerung und des Klimawandels seien alternative Methoden zur Lebensmittel-Gewinnung immer wichtiger. Eilat sei wegen seines Wüstenklimas und seiner besonderen Küste ein idealer Forschungsstandort, unterstrich die Regierung.

Foto: Yossi Aloni/Flash90
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14.05.2022

Tumulte bei Beerdigung – Weltweite Kritik an Polizei

14.05.2022 (TM) – Bei der Beerdigung der in Jenin getöteten christlich-arabischen Journalistin Shireen Abu Akleh ist es in Jerusalem zu Tumulten gekommen. Zehntausende Palästinenser hatten sich in der Jerusalemer Altstadt versammelt, es gab heftige Auseinandersetzungen mit der israelischen Polizei. Die amerikanische Regierung nannte die Szenen „zutiefst beunruhigend“, die Europäische Union sagte, sie sei „entsetzt“. Die Polizei erklärte, dass sie eingegriffen habe, weil Randalierer den Sarg im Krankenhaus gegen den Willen der Familie mitgenommen hätten. Die Polizisten schlugen Trauernde und feuerten Blendgranaten in die Menge, auch auf diejenigen, die Abu Aklehs Sarg trugen, der daraufhin fast zu Boden stürzte. Palästinenser warfen Steine auf die Beamten, sechs Beerdigungs-Teilnehmer wurden festgenommen.

Foto: Jamal Awadl/Flash90
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13.05.2022

Getötete Journalistin wird von Palästinensern als Märtyrerin gefeiert

13.05.2022 (TM) – Palästinenser tragen den Sarg der Al Jazeera-Journalistin Shireen Abu Aqleh (51), die bei einem israelischen Militäreinsatz in Jenin getötet wurde. Zu ihrer Beerdigung in Jerusalem werden heute Hunderttausende erwartet. Für ihren Tod wurde Israel international verurteilt, obwohl nicht klar ist, wer dafür verantwortlich ist. Der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmoud Abbas, hat Israel beschuldigt, sie „hingerichtet“ zu haben. Die christliche Araberin wird als „Heldin“ und „Märtyrerin“ verehrt. Die israelische Polizei befürchtet während der Beerdigung neue gewaltsame Konfrontationen rund um den Jerusalemer Termpelberg. Die Beisetzung findet gleich nach dem islamischen Mittagsgebet statt.

Foto: Jamal Awad/Flash90
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12.05.2022

Junger Palästinenser bedroht Polizisten und wird angeschossen

12.05.2022 (TM) – Ein junger Palästinenser ist am Mittwochabend in der Jerusalemer Altstadt von der Polizei angeschossen und schwer verletzt worden. In einer Stellungnahme der Behörden heißt es dazu: „Er rannte mit einem Gegenstand in der Hand schnell auf die am Tatort stationierten Beamten zu, rief ‚Allahu Akbar‘ und winkte ihnen mit stechenden und angreifenden Bewegungen zu.“ Die Polizisten hätten sich bedroht gefühlt und deshalb geschossen. Ob der junge Mann tatsächlich bewaffnet war und welchen Gegenstand er in der Hand hielt, blieb unklar. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums der Palästinensischen Autonomiebehörde wurden seit Ende März 30 Palästinenser von israelischen Truppen getötet.

Foto: Olivier Fitoussi/Flash90
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11.05.2022

Auf den Golanhöhen werden die ersten Kirschen geerntet

11.05.2022 (TM) – In Israel hat die Kirschernte begonnen. In der Bereishit Fruit Coop, der größten Verpackungsfabrik des Nahen Ostens in der Nähe des Kibbutz Merom Golan, werden die süßen Früchte sortiert und für den Versand vorbereitet. Nach einem regenreichen Winter erwarten die Landwirte eine gute Ernte. In Israel gibt es viele Kibbuzim und Moschawim, die sich auf Kirschanbau spezialisiert haben, vor allem auf den Golanhöhen und in Gusch Etzion. In den meisten Regionen beginnt die Ernte aber erst in einigen Tagen. Nach Wegfall der Covid-Beschränkungen können die Israelis in diesem Jahr auch wieder selbst pflücken – ein beliebtes Angebot vieler Farmen.

Foto: Michael Giladi/Flash90
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10.05.2022

Netanjahu scheitert mit Misstrauensanträgen gegen die Regierung

10.05.2022 (TM) – Oppositionsführer und Likud-Vorsitzender Benjamin Netanjahu hat es nicht geschafft, die Regierung Bennett zum Auftakt der Sommer-Sitzungsperiode des israelischen Parlaments zu stürzen. Zwei MIsstrauensanträge, eingebracht von der Likud- und der ultraorthodoxen Schas-Partei, wurden abgeschmettert (52:61 und 52:56 Stimmen). Netanjahu hatte sich zuvor siegessicher gegeben, nachdem die Regierungskoalition zwei Abgeordnete verloren hatte und mit der islamischen Ra’am-Partei zerstritten ist. „Es ist vorbei, Naftali. Ihre Regierung hat ihre kurze und verkommene Karriere beendet“, hatte Netanjahu vom Podium aus gehöhnt. Doch es kam anders: Die Vereinigte Arabische Liste kam Bennett zu Hilfe und verhinderte, dass „Bibi“ Netanjahu an die Regierungsspitze zurückkehrt.

Foto: Yonatan Sindel/Flash90
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09.05.2022

Terrorwelle: Anschläge am Damaskustor und in der Siedlung Tekoa

09.05.2022 (TM) – Israel ist am Sonntagabend von weiteren Terroranschlägen heimgesucht worden. Am Damaskustor zur Jerusalemer Altstadt stach ein 20-jähriger Palästinenser, der sich illegal in Israel aufhielt, auf einen Grenzpolizisten ein. Der Täter wurde niedergeschossen und lebensgefährlich verletzt. Der Grenzpolizist musste mit einer Stichwunde ins Hospital gebracht werden. Die Polizei riegelte den Tatort ab (Foto) und schloss alle Zugänge zur Altstadt. Kurz darauf versuchte ein 18 Jahre alter Palästinenser, der mit einem Messer bewaffnet war, in ein Haus in der jüdischen Siedlung Tekoa einzudringen. Er wurde von einem Sicherheitsbeamten erschossen. Der Terrorist war nach den bisherigen Erkenntnissen ein Anhänger der Hamas-Terrororganisation.

Foto: Yonatan Sindel/Flash90
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08.05.2022

Bennett: Keine Absage der Feiern zum „Tag des Sieges“ russischer Kriegsveteranen

08.05.2022 (TM) – Alljährlich feiern jüdische Kriegsveteranen, die auf Seiten der Roten Armee gegen Nazi-Deutschland gekämpft haben, am 9. Mai in Israel den „Tag des Sieges“. Premierminister Naftali Bennett hat nun eine Bitte der Ukraine abgelehnt, die Zeremonien abzusagen oder zu verschieben. Das berichtete der Fernsehsender Channel 12 News. Die Hauptzeremonie für den Tag des Sieges in Israel findet auf dem Mount-Herzl-Nationalfriedhof in Jerusalem statt. Zu der Veranstaltung sind Gesandte der ehemaligen Sowjetrepubliken und anderer Länder, die am Zweiten Weltkrieg teilgenommen haben, eingeladen. Etwa 1,5 Millionen Juden kämpften während des Zweiten Weltkriegs in den alliierten Armeen, darunter 500.000 in der Roten Armee.

Foto: Yonatan Sindel/Flash90
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07.05.2022

Bewegender Abschied von drei ermordeten Familienvätern

07.05.2022 (TM) – Yonatan Havakuk, Oren Ben Yiftah und Boaz Gol, die drei Opfer des Terroranschlags in Elad, sind am Freitagnachmittag beigesetzt worden. Tausende von Trauernden erwiesen den drei Männern die letzte Ehre, die zusammen 16 Kinder hinterließen – sechs Ben Yiftah und jeweils fünf Gol und Havakuk. Die drei Männer waren am Donnerstagabend von zwei palästinensischen Terroristen ermordet worden, die gegen Ende des israelischen Unabhängigkeitstages mit einer Axt und einem Messer in der Nähe eines Parks in der religiösen Stadt ein Blutbad anrichteten. Nach den Mördern wird weiterhin gefahndet. Seit dem 22. März wurden in Israel insgesamt 19 Menschen von Terroristen umgebracht.

Foto: Yonatan Sindel/Flash90
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06.05.2022

Internationales Bibelquiz: Staatsführung ehrt am Ende zwei Sieger

06.05.2022 (TM) – Das internationale Bibelquiz für Jugendliche, das in Israel alljährlich zum Unabhängigkeitstag stattfindet, hatte dieses Mal zwei Sieger: Dvir Chaim Mertzbach und Hillel Cohen, die sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert hatten, beendeten beide die Finalrunde mit der gleichen Punktzahl. Beide Gewinner kommen aus Israel: Mertzbach studiert an der Amit Yeshiva in Tzfat, während Cohen die Hartman High School in Jerusalem besucht. Wie wichtig der Wettbewerb über Bibelkenntnisse in Israel ist, zeigt die Tatsache, dass Staatspräsident Herzog und Regierungschef Bennett persönlich die Gewinner ehrten. Das Bibelquiz wurde zudem live im Fernsehen übertragen.

Foto: Leib Abrams/Flash90
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05.05.2022

Fröhlich und zuversichtlich: Israel feiert seinen Unabhängigkeitstag

05.05.2022 (TM) – Mit einer fröhlichen Staatszeremonie auf dem Herzlberg in Jerusalem hat in der Nacht der israelische Unabhängigkeitstag begonnen. Wie in den vergangenen Jahren war der Höhepunkt des Abends das Entzünden von Fackeln durch außergewöhnliche Bürger, die sich für das Land und die jüdischen Gemeinden verdient gemacht haben. Armee-Einheiten marschierten mit Fahnen auf, Politiker appellierten an die Einheit des Volkes. Heute werden die Israelis Parks, Strände und Naturgebiete für Grillpartys nutzen, während die Luftwaffe Schauflüge veranstaltet.

Foto: Yonatan Sindel/Flash90
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04.05.2022

Die Opfer von Krieg und Terror in Israel bleiben unvergessen

04.05.2022 (TM) – Die Namen gefallener israelischer Soldaten werden an den Mauern der Jerusalemer Altstadt projiziert. Israel gedenkt der Opfer von Krieg und Terror. Im vergangenen Jahr starben 56 israelische Soldaten und Sicherheitspersonal im Dienst des Staates. 84 Armee-Veteranen, die während ihres Dienstes verletzt wurden, erlagen ihren Verletzungen. Seit Ende März wurden 16 Menschen in Israel durch Terroranschläge getötet. Verteidigungsminister Gantz unterstrich: „Unser Land ist blutgetränkt. Das Blut von Söhnen und Töchtern, die gekämpft und das Land verteidigt haben. Wir zahlen einen hohen Preis für unsere Unabhängigkeit.“

Foto: Olivier Fitoussi/Flash90
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03.05.2022

Soldaten schmücken Gräber ihrer gefallenen Kameraden

03.05.2022 (TM) – Jedes Grab eines gefallenen Soldaten auf dem Militärfriedhof Mt. Herzl in Jerusalem ist mit einer israelischen Flagge geschmückt worden. Das haben ihre Kameradinnen und Kameraden erledigt, die jedes Jahr kurz vor dem israelischen Heldengedenktag an die Gräber kommen. Seit 1860 wurden insgesamt 24.068 Soldaten, Polizisten, Gefängnisaufseher und Geheimdienst-Agenten getötet, als sie den vorstaatlichen Yishuv und Israel verteidigten. Seit der Gründung des Staates Israel wurden 3.199 Zivilisten bei Feindseligkeiten getötet. Der Heldengedenktag beginnt heute, Dienstag, um 20 Uhr, wenn im ganzen Land eine einminütige Gedenksirene ertönt.

Foto: Yonatan Sindel / Flash 90
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02.05.2022

Stellvertretende Bürgermeisterin eröffnet Fokus Jerusalem-Büro

02.05.2022 (TM) – Die stellvertretende Bürgermeisterin von Jerusalem, Fleur Hassan-Nahoum, hat gestern das neue Büro von Fokus Jerusalem TV an der Prophetenstraße offiziell eröffnet. Sie unterstrich in ihrer Ansprache vor Vertretern von befreundeten Werken, Organisationen und Unternehmen, wie wichtig eine unverfälschte, objektive Berichterstattung aus Israel sei, und sicherte Fokus-Leiter Tommy Mueller die volle Unterstützung der Stadtverwaltung zu. Mueller erklärte, nach sechs Jahren müsse sein Team nun nicht mehr am heimischen Küchentisch arbeiten. In den angemieteten Büroräumen wolle man auch Gäste und Besucher empfangen.

01.05.2022

Süßigkeiten kündigen das nahende Ende des Fastenmonats Ramadan an

01.05.2022 (TM) – Palästinenserinnen kaufen in einem Markt in Rafah im Gazastreifen Süßigkeiten. Mit dem Id al-Fitr (Zuckerfest) endet morgen der Fastenmonat Ramadan. Dabei kommen traditionell süße Leckereien auf den Tisch. Der Ramadan ist eine der „fünf Säulen“ des Islam und damit eine religiöse Pflicht. Vier Wochen lang durfte tagsüber weder gegessen noch getrunken werden. In arabischen Städten und Gemeinden in Israel gibt es zu Id al-Fitr festliche Umzüge und Jahrmärkte.

Foto: Abed Rahim Khatib/Flash90
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30.04.2022

Terroranschlag in Ariel: Zwei Palästinenser erschießen jungen Wachmann

30.04.2022 (TM) – Die Serie der tödlichen Terroranschläge in Israel geht weiter: Zwei palästinensische Bewaffnete haben in der Nacht zum Samstag einen Wachmann an der Zufahrt zur Stadt Ariel in Samaria ermordet. Das teilte das israelische Militär mit. Die Angreifer erschossen den 23-jährigen Wachmann aus nächster Nähe auf seinem Posten, bevor sie vom Tatort flohen. Das Opfer war sofort tot. Die Tat wurde von einer Überwachungskamera festgehalten. Das Militär und der Geheimdienst starteten eine Großfahndung nach den Tätern.

Foto: Screenshot Überwachungskamera
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