Bild des Tages – Archiv

16.08.2022

Neue Allianzen: Ehemalige Armeechefs verbünden sich gegen Netanjahu

16.08.2022 (TM) – Sie haben sich verbündet, um zu verhindern, dass Benjamin Netanjahu noch einmal Regierungschef wird: Verteidigungsminister und Chef der Blau-Weiß- Partei Benny Gantz (Mitte), Justizminister und Chef der Partei „Neue Hoffnung“ Gideon Saar (rechts) und Gadi Eisenkot bei einer gemeinsamen Pressekonferenz. Eisenkot (62) war von 2015 bis 2019 Chef der israelischen Streitkräfte. Er hatte das Amt damals von Gantz übernommen. Eisenkot ist ein Neuling in der Politik. Er hatte zuvor mit der linksliberalen Partei von Ministerpräsident Lapid verhandelt. Der Ex-General setzt sich für eine diplomatische Lösung des Konflikts mit den Palästinensern ein.

Foto: Tomer Neuberg/Flash90
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15.08.2022

Ultraorthodoxe protestieren gegen geplante Autopsie eines vierjährigen Jungen

15.08.2022 (TM) – Hunderte ultraorthodoxe Männer haben am Sonntagabend in Jerusalem (Foto), Beit Shemesh und Bnei Brak gegen die geplante Autopsie der Leiche eines vierjährigen Jungen demonstriert. Das Kind war am Wochenende vermutlich von seinem geisteskranken Onkel in Jerusalem erdrosselt worden. Die Polizei berichtete von Zusammenstößen an allen drei Orten. Randalierer hätten Straßen blockiert, Steine geworfen und Mülltonnen angezündet. Die jüdische Tradition lehnt Autopsien mit der Begründung ab, dass der menschliche Körper heilig ist und nach dem Tod nicht manipuliert werden sollte. Bei Mordfällen bestehen die Ermittler oft auf der Autopsie, Gerichte setzen dann die Wünsche der Familien außer Kraft.

Foto: Yonatan Sindel/Flash90
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14.08.2022

Terror in Jerusalem: Acht Verletzte durch Schüsse auf Omnibus-Passagiere

14.08.2022 (TM) – Bei einem Terroranschlag in Jerusalem sind in der Nacht zum Sonntag acht Menschen verletzt worden, drei davon schwer. Nach Polizeiangaben wurde gegen 1.20 Uhr unweit der Kotel („Klagemauer“) auf einen Bus geschossen. Der Täter konnte fliehen, die Polizei hat eine Großfahndung eingeleitet. Eines der Opfer ist eine schwangere Frau in den Dreißigern, die einen Bauchschuss erlitt. Der Sprecher der Terrorgruppe Hamas, Fawzi Barhoum, lobte den Angriff als „mutigen Akt des Widerstands“ und nannte ihn „eine natürliche Reaktion auf die Besatzung und die Siedler und ihre täglichen Verbrechen.“ Jerusalems Bürgermeister Moshe Lion kam an den Tatort. Er erklärte, er vertraue der Polizei, dass sie den „verabscheuungswürdigen Terroristen“ rasch fasse.

Foto: Yonatan Sindel/Flash90
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13.08.2022

Armee stoppt Angriff auf Wachposten wegen eines kleinen Mädchens

13.08.2022 (TM) – Die israelische Armee hat am Freitagabend Aufnahmen veröffentlicht, die zeigen, dass ein geplanter Angriff auf einen Außenposten des Islamischen Dschihads in Gaza wegen der Anwesenheit eines palästinensischen Mädchens gestoppt wurde. In dem Video, das während der „Operation Morgengrauen“ aufgenommen wurden, kann man sehen, wie das israelische Militär das Mädchen beobachtet. Erst als es sich in sicherer Entfernung befindet, wird der Wachturm angegriffen und zerstört.

Foto: Israel Defence Forces
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12.08.2022

Bus fährt auf Bürgersteig: Schwangere Mutter und zwei Töchter sterben

12.08.2022 (TM) – Bei einem tragischen Unfall in Jerusalem sind am Donnerstag Abend drei Menschen getötet und sechs verletzt worden. Nach Polizeiangaben war der Busfahrer ausgestiegen, um eine technische Fehlfunktion zu beheben. Plötzlich rollte der Bus davon, geriet auf den Bürgersteig und überrollte vor einem Einkaufszentrum mehrere Menschen. Eine 40 Jahre alte, hoch schwangere Frau kam dabei uns Leben, ebenso wie ihre Töchter im Alter von sieben und drei Jahren. Eine 21-Jährige wurde lebensgefährlich verletzt. Die Feuerwehr musste mehrere Personen befreien, die unter dem Bus eingeklemmt waren. Die Busfahrer-Gewerkschaft wies darauf hin, dass viele Fahrer völlig überlastet und am Ende ihrer Kräfte seien, weil es an Personal fehle.

Foto: Yonatan Sindel/Flash90
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11.08.2022

Popstar Noa Kirel vertritt Israel beim Eurovision Song Contest 2023 in Großbritannien

11.08.2022 (TM) – Israels öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt KAN hat angekündigt, dass Noa Kirel (21) das Land beim Eurovision Song Contest 2023 vertreten wird. Sie war schon in jungen Jahren eine wichtige Größe in der israelischen Popszene und veröffentlichte im Alter von 13 Jahren ihre erste Single „Medabrim“ (übersetzt „Worte“). Seitdem haben Songs wie „Killer“, „Million Dollar “ und „Trilili Tralala“ sie zu einem festen Bestandteil der israelischen Musikindustrie gemacht. Noa Kirel stammt aus Raanana. Israel hat den größten Musikwettbewerb Europas bereits viermal gewonnen: 1978 mit „A-Ba-Ni-Bi“ von Izhar Cohen und Alpha-Beta, 1979 mit „Hallelujah“ von Gali Atari und Milk & Honey, 1998 mit „Diva“ von Dana International und 2018 mit „Toy“ von Netta.

Foto: Avshalom Sassoni/Flash90
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10.08.2022

Gantz: Anführer des Islamischen Dschihad in Gaza sollte besorgt sein

10.08.2021 (TM) – Kinder spielen in den Trümmern eines Hauses in Gaza, das bei der israelischen Militäroperation „Morgengrauen“ zerstört wurde. Bislang hält der Waffenstillstand, den Israel mit dem Palästinensischen Islamischen Dschihad vereinbart hat. Verteidigungsminister Benny Gantz warnte die Führer der Terrorgruppe. Sie sollten „besorgt“ sein. Israel werde seine volle militärische Macht einsetzen, wenn das nötig werde. Der Anführer der Dschihadisten, Ziad Nakhaleh, war während des Militäreinsatzes im Iran. Er habe keine Garantie, dass sein Leben verschont werde, egal, wo er sich aufhalte, machte der Verteidigungsminister deutlich.

Foto: Attia Muhammed/Flash90
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09.08.2022

Honduras will seine Botschaft von Jerusalem zurück nach Tel Aviv verlegen

09.08.2022 (TM) – Der Eingang zur Botschaft von Honduras in Jerusalem: Der zentralamerikanische Staat hatte Schlagzeilen gemacht, als er im Juni 2021 seine diplomatische Vertretung in die israelische Hauptstadt verlegte. Außerdem haben nur die USA, Guatemala und der Kosovo Botschaften in Jerusalem. Die übrigen Staaten der Welt erkennen Jerusalem nicht als Hauptstadt an. Nun will Honduras einen Rückzieher machen: Man erwäge die Verlegung der Botschaft nach Tel Aviv, teilte die neue Regierung mit. Grund sei der Wunsch nach besseren Beziehungen mit arabischen Staaten.

Foto: Tommy Mueller / Fokus Jerusalem
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08.08.2022

Rekord: 2100 Juden besuchen zum Trauertag Tisha B’Av den Tempelberg

08.08.2022 (TM) – Rund 2100 Juden haben am Feiertag Tisha B’Av den Jerusalemer Tempelberg besucht. Das ist ein Rekord: Vermutlich waren seit der Zerstörung des Tempels vor rund 2000 Jahren nicht mehr so viele Nicht-Muslime am Trauertag auf dem umstrittenen Areal. An Tisha B’Av gedenken die Juden weltweit der Zerstörung ihres Heiligtums. Die Polizei hat am Sonntag verhindert, dass muslimische Störer die Besucher attackierten. Die Muslime betrachten das Gelände mit der Al Aksa-Moschee und dem Felsendom als heilig. Juden dürfen es zwar besuchen, aber dort nicht beten. Dagegen wendet sich die Tempelberg-Organisation Beyadenu. Sie fordert völlige Religionsfreiheit auch für Juden. Dass so viele Juden auf das Gelände kamen, sei ein „historisches Ereignis.“

Foto: Netanel Malkutiyah / TPS
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07.08.2022

„Operation Morgengrauen“: Israel schaltet weiteren Terror-Kommandeur aus

07.08.2022 (TM) – Ein Feuerball und Rauch über einem Gebäude in Gaza: Israel setzt seine „Operation Morgengrauen“ fort und bekämpft die Terrorgruppe Paslästinensischer Islamischer Dschihad. Nach Militärangaben wurde dabei ein weiterer Kommandeur der Dschihadisten getötet. Khaled Mansour starb bei einem Luftangriff in der palästinensischen Stadt Rafah. Die Terrorgruppe bestätigte seinen Tod am Sonntagmorgen. Er war das südliche Gaza-Gegenstück von Tayseer Jabari, dem Kommandeur der Terrorgruppe im nördlichen Gazastreifen, der am Freitag bei einem israelischen Luftangriff getötet worden war. Damit hatte die „Operation Morgengrauen“ begonnen. Seither wurden vom Gazastreifen aus mehr als 350 Raketen auf Israel abgefeuert. Es gab keine Toten oder Schwerverletzte zu beklagen. Auf palästinensicher Seite starben 24 Menschen, mehr als 200 sollen verletzt worden sein.

Foto: Attia Muhammed/Flash90
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06.08.2022

Massiver Raketenbeschuss Israels durch Islamisten aus dem Gazastreifen

06.08.2022 (TM) – Israel ist am Freitag und in der Nacht zum Samstag vom Gazastreifen aus mit mehr als 160 Raketen beschossen worden. 95 Prozent wurden nach Armeeangaben vom Abwehrsystem „Eiserne Kuppel“ unschädlich gemacht. Es gab zunächst keine Meldungen über Verletzte oder Schäden. Die israelische Luftwaffe hat ihre Angriffe auf Einrichtungen des Palästinensischen Islamischen Dschihad fortgesetzt. Augenzeugen berichteten von schweren Explosionen im Gazastreifen. Ein Armeesprecher erklärte, man sei auf eine „Operationswoche“ vorbereitet. Gegenwärtig gebe es keine Verhandlungen über einen Waffenstillstand. Zahlreiche Strände in Südisrael wurden geschlossen. Die Bevölkerung wurde gebeten, in der Nähe von Schutzräumen zu bleiben.

Foto: Attia Muhammed/Flash90
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05.08.2022

Israel fürchtet Zusammenstöße auf dem Tempelberg – Gazagrenze bleibt abgeriegelt

05.08.2022 (TM) – Die Furcht vor Zusammenstößen auf dem Jerusalemer Tempelberg während des Fastentages Tisha B’Av am kommenden Sonntag hat dazu geführt, dass Israels Sicherheitskräfte das ganze Wochenende über die Straßensperrungen entlang der Grenze zum Gazastreifen aufrechterhalten werden. Die Sperrungen sind seit Dienstag in Kraft, nachdem die Armee in der Nacht zuvor den Anführer des Palästinensischen Islamischen Dschihad im sogenannten Westjordanland, Bassam Saadi, festgenommen hatte. Befürchtet werden Racheakte mit Panzerabwehrraketen oder durch Scharfschützen. Viele Israelis, die im Grenzgebiet wohnen, verlieren allmählich die Geduld, weil sie ihre Gemeinden seither nicht verlassen können. Zu Tisha B’Av besuchen üblicherweise über 1000 Juden den Tempelberg. Das könnte zu weiteren Konflikten führen, so die Sicherheitsbehörden.

04.08.2022

Weltberühmtes Korallenriff in Eilat in Gefahr: Zustand verschlechtert sich kontinuierlich

04.08.2022 (TM) – Das Korallenriff vor der südisraelischen Touristenstadt Eilat hat sich von einem Wintersturm vor zwei Jahren nicht erholt. Sein Zustand habe sich sogar verschlechtert, so ein am Mittwoch veröffentlichter Regierungsbericht. In dem heißt es, die Ergebnisse seien „besorgniserregend“. Das stürmische Wetter im März 2020 führte zu einem Verlust von 6 bis 22 Prozent der Korallenbedeckung in der Bucht. Seitdem hat das Riff ab 2021 einen weiteren Verlust von fünf Prozent zu verzeichnen. Ursachen seien der Klimawandel und menschliche Aktivitäten. Deshalb sollten beispielsweise Bauarbeiten an der Küste auf ein Minimum reduziert werden.

Foto: Noam Revkin Fenton/Flash90
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03.08.2022

Straßen im Grenzgebiet zum Gazastreifen bleiben weiterhin gesperrt

03.08.2022 (TM) – Die israelische Armee hält die Straßensperrungen im Grenzgebiet zum Gazastreifen, die gestern begannen, weiterhin aufrecht. Die israelischen Sicherheitsbehörden befürchten Racheakte von Terrorgruppen. Ein israelisches Einsatzkommando hat den Leiter des Palästinensischen Islamischen Dschihad im sogenannten Westjordanland, Bassem Saadi, verhaftet. Anwohner wurden angewiesen, in der Nähe von Schutzräumen zu bleiben, da mit Raketenangriffen zu rechnen sei. Gleichzeitig sind Bemühungen im Gange, um die Wogen zu glätten: Hebräische und palästinensische Medien berichten, dass ägyptische Vermittler im Gazastreifen unterwegs seien, um die dortigen Dschihadisten von Vergeltungsaktionen abzubringen.

02.08.2022

Wegen 26-Stunden-Schichten: Ärzte drohen mit Massenkündigungen

02.08.2022 (TM) – Das medizinische Personal der israelischen Krankenhäuser verstärkt den Kampf gegen 26 Stunden dauernde Schichtarbeit. Die Regierung hatte ursprünglich versprochen, die 26-Stunden-Schichten auf 18 Stunden zu verkürzen. Nun wurde diese Reform auf September 2023 verschoben. Dr. Rey Biton (Bildmitte), Leiterin der Mirsham-Medizinerorganisation, hat der Regierung ein Ultimatum gestellt. Sie drohte mit einer Massenkündigung des Personals, wenn die Entscheidung bis zum 25. August unverändert bleibt. „Außerdem werden wir in den kommenden Tagen umfangreiche Protestaktionen innerhalb und außerhalb von Krankenhäusern durchführen“, kündigte die Medizinerin an. Von Seiten der Hospitäler wurde argumentiert, für eine Verkürzung der Schichtzeiten gebe es nicht genügend Personal.

01.08.2022

Tausende Ultraorthodoxe bei Beerdigung eines bekannten Rabbiners in Jerusalem

01.08.2022 (TM) – Mehrere Tausend ultraorthodoxe Männer haben an der Beerdigung des Rabbiners Yitzhak Tuvia Weiss auf dem Ölberg teilgenommen. Er war im Alter von 95 Jahren gestorben. In Jerusalem wurden viele Straßen gesperrt, um Platz für den Trauerzug zu machen. Die Folge waren lange Staus. Es kam außerdem zu Zusammenstößen zwischen einer Gruppe von Trauernden und Polizeikräften. Die Extremisten beschimpften die Polizei als „Nazis“ und „Mörder“. Rabbiner Weiss war ein entschiedener Gegner des Zionismus. Er forderte eine strikte Durchsetzung der Schabbat-Regeln und kämpfte gegen den Militärdienst für Thora-Studenten.

Foto: Yonatan Sindel/Flash90
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31.07.2022

Israel stoppt F-35-Trainingsflüge wegen Problemen mit den Schleudersitzen

31.07.2022 (TM) – Der modernste Kampfjet der israelischen Streitkräfte muss vorerst am Boden bleiben. Luftwaffen-Chef Tomer Bar hat angeordnet, dass Trainingsflüge mit der F-35 zunächst eingestellt werden. Die Hersteller des Überschalljets in den Vereinigten Staaten hatten festgestellt, dass die Schleudersitze nicht immer funktionieren. Kampfeinsätze mit der F-35 soll es aber weiterhin geben, sie werden von Bar im Einzelfall genehmigt. Die F-35 der fünften Generation gilt als stärkste Waffe der Israelis. Israel hat bei dem US-Rüstungsunternehmen Lockheed Martin 50 F-35-Kampfflugzeuge bestellt. Bisher wurden 33 ausgeliefert, die restlichen Flugzeuge sollen bis 2024 eintreffen.

Foto: Olivier Fitoussi/Flash90
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30.07.2022

Am Ende eines heißen Tages am Strand von Netanja

30.07.2002 (TM) – Ein Israeli genießt die Abkühlung am Abend eines heißen Tages am Poleg-Strand in Netanja. Israel hat gerade eine Hitzewelle hinter sich, weitere werden im August erwartet. Heiße und trockene Sommer sind im Heiligen Land normal. Fachleute warnen jedoch vor einer Klimaveränderung. Sie erwarten öfter Rekordhitze, lange Dürreperioden und häufigere Sandstürme. Da die Region heißer und trockener wird, befürchten die Vereinten Nationen, dass die Ernteerträge im Nahen Osten bis 2025 um 30 Prozent zurückgehen könnten. Israel ist wegen seiner leistungsfähigen Meerwasser-Entsalzungsanlagen voraussichtlich weniger betroffen als seine Nachbarstaaten.

Foto: Michael Giladi/Flash90
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29.07.2022

Tragischer Unfall auf Sinai-Halbinsel: Zwei junge Israelis getötet, fünf verletzt

29.07.2022 (TM) – Zwei junge Israelis sind am Donnerstag bei einem Verkehrsunfall auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel, kurz vor der Grenze zu Israel, getötet und fünf weitere verletzt worden. Die sieben, laut hebräischen Medienberichten allesamt Betreuer eines Internats in Jerusalem, waren auf dem Rückweg von einem Strandurlaub, als ihr Taxi mit einem zweiten Fahrzeug zusammenstieß. Helikopter der israelischen Streitkräfte wurden ursprünglich entsandt, um die Verletzten in Krankenhäuser in Israel zu bringen. Medienberichten zufolge ließ Kairo die Hubschrauber aber nicht in Ägypten landen, was die Rückkehr der Verletzten um mehrere Stunden verzögerte. Sie wurden mit Fahrzeugen an die Grenze gebracht und dort dem israelischen Rettungsdienst übergeben (Foto).

28.07.2022

50 Jahre nach Olympia-Attentat in München: Weiter Streit um Entschädigung

28.07.2022 (TM) – „Wir sind verärgert und enttäuscht“, erklärt Ankie Spitzer (Foto), die Witwe des israelischen Fechttrainers Andre Spitzer. Er wurde während der Olympischen Spiele 1972 in München von einem palästinensischen Terrorkommando ermordet. Insgesamt starben elf Mitglieder des israelischen Teams und ein deutscher Polizist. Untersuchungen belegen gravierende Fehler der deutschen Sicherheitskräfte. Um die Entschädigung der Hinterbliebenen wird seit nunmehr fast 50 Jahren gestritten. „Die deutsche Bundesregierung hat uns eine völlig unakzeptable und beleidigende Summe angeboten als abschließende Entschädigung“, unterstrich Ankie Spitzer. Die Rede ist von zehn Millionen Euro – weit weniger, als nach internationalen Standards an die Opfer von Terrorismus bezahlt wird.

Foto: Olivier Fitoussi/Flash90
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27.07.2022

Regierungsplan für sauberen Jordan: Schwimmen im Fluss soll wieder möglich sein

27.07.2022 (TM) – Die israelische Regierung will die Wasserqualität des Jordan verbessern. Der zu sanierende Flussabschnitt, der sich vollständig auf israelischem Hoheitsgebiet befindet, verläuft vom See Genezareth bis zu dem Punkt, an dem der Fluss auf den Bezek-Strom trifft, etwa 37 Kilometer südlich. In diesem Abschnitt ist der biblische Fluss zu einem dünnen, verunreinigten Rinnsal verkümmert, da von Anwohnern und Landwirten zu viel Wasser entnommen wird. In einem ersten Schritt möchte die Wasserbehörde den Eintrag von Schmutz- und Salzwasser in den Fluss stoppen und schrittweise mehr Süßwasser aus dem See Genezareth einleiten. Dann könnten Besucher in diesem Teil des Flusses wieder sicher schwimmen.

Foto: Southern Jordan Drainage Authority
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26.07.2022

Römische Münze mit Bild der Mondgöttin Luna vor der Küste von Haifa gefunden

26.07.2022 (TM) – Eine seltene, 1850 Jahre alte Bronzemünze, die die römische Mondgöttin Luna darstellt, ist vor der Küste von Haifa gefunden worden. Das teilte die israelische Antiquitätenbehörde mit. Die Münze zeigt Luna über einer Darstellung des Sternzeichens Krebs. Auf der anderen Seite der Münze befindet sich der Kopf des römischen Kaisers Antoninus Pius (138–161 n. Chr.), während dessen Regierungszeit sie geprägt wurde. Die Abteilung für Meeresarchäologie der israelischen Altertumsbehörde entdeckte die Münze auf dem Meeresboden. Der Leiter der Abteilung, Jacob Sharvit, machte deutlich, es sei das erste Mal, dass eine solche Münze vor der Küste Israels gefunden wurde. Während der Regierungszeit von Antoninus Pius, der keine Kriege führte, hätten sich die Beziehungen zwischen Juden und Römern deutlich verbessert.

Foto: Yaniv Berman/ Israel Antiquities Authority
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25.07.2022

Bildungsministerium: Zum Schuljahresbeginn werden in Israel 5600 Lehrerstellen unbesetzt sein

25.07.2022 (TM) – Israel droht ein Lehrermangel: Rund 5.600 Lehrerstellen bleiben vor dem kommenden Schuljahr unbesetzt. Das hat das Bildungsministerium mitgeteilt. Am stärksten ist der Mangel in Tel Aviv und in Zentralisrael zu spüren, wo den Schulen fast 3.500 Lehrer fehlen. Als Ursachen werden genannt, dass immer weniger Hochschulabsolventen den vergleichsweise schlecht bezahlten Lehrerberuf wählen. Zudem hätten sich mehr Pädagogen als früher in den vergangenen Monaten eine andere Arbeit gesucht. Die Lehrergewerkschaft hat mit neuen Streiks zum Schuljahresbeginn am 1. September gedroht, um bessere Arbeitsbedingungen zu erreichen. Im Bild Erstklässler an der Pola-Schule in Jerusalem.

Foto: Yossi Zamir/Flash90
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24.07.2022

Israelische Soldaten geraten bei Einsatz in Nablus unter Beschuss

24.07.2022 (TM) – Israelische Sicherheitskräfte, die in der Nacht zum Sonntag in der Stadt Nablus im sogenannten Westjordanland im Einsatz waren, sind von bewaffneten Palästinensern beschossen worden. Das teilte die Armee am frühen Sonntagmorgen mit. Die Nachrichtenseite Ynet zitierte arabischsprachige Medien mit der Aussage, dass neun Palästinenser verletzt worden seien. Dem Bericht zufolge wurden mehrere Verdächtige festgenommen. Darunter ist ein Kommandeur der Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden, die unter anderem von Israel, den USA, der EU und Kanada als Terrorgruppe bezeichnet werden. Er hatte sich in seinem Haus verbarrikadiert und laute Explosionen waren zu hören, als das israelische Militär ihn stellte.

Foto: Israel Defence Forces (IDF)
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23.07.2022

Armee baut Sicherheitsbarriere in umstrittenen Gebieten massiv aus

23.07.2022 (TM) – Die israelische Armee baut die Absperranlage im sogenannten Westjordanland massiv aus. Die „Sicherheitsbarriere“ war in die Kritik geraten, nachdem Palästinenser durch Löcher im Zaun sehr einfach nach Israel eindringen und Terroranschläge verüben konnten. Nach Armeeangaben sind nun 60 Pionierfahrzeuge und drei Bataillone im Einsatz, um die Barriere in der judäischen Wüste zu stärken. Unter anderem wird ein 20 Kilometer langer, tiefer Graben ausgehoben. Das Militär erklärte, dass die Arbeiten bereits zu einem „signifikanten Rückgang der illegalen Infiltrationen auf israelisches Territorium“ geführt hätten.

Foto: Israel Defence Forces (IDF)
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22.07.2022

Polizei räumt alle neuen Siedler-Außenposten in Judäa und Samaria

22.07.2022 (TM) – Sie sehen sich selbst als „jüdische Pioniere“, israelische Sicherheitskräfte sprachen dagegen von „Gesetzesbrechern, die illegale Siedlung-Außenposten“ errichtet haben. Mehr als 1000 „Siedler“ hatten sieben Hügel in Judäa und Samaria besetzt und dort Zelte und provisorische Gebäude errichtet. Sie erhielten Unterstützung von religiös-zionistischen Politikern, darunter Innenministerin Ayelet Shaked. Doch das half nichts: Die Polizei räumte das Gelände, mehrere Siedler-Aktivisten wurden verhaftet, kamen später aber auf freien Fuß. Sie kündigten an, demnächst einen neuen Versuch zu unternehmen, um das umstrittene Gebiet einzunehmen, das die Palästinenser für ihren künftigen Staat beanspruchen.

Foto: Yonatan Sindel/Flash90
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21.07.2022

Riesiger Quallen-Schwarm vor der Küste von Haifa gesichtet

21.07.2022 (TM) – Ein riesiger Quallen-Schwarm ist vor der Küste von Haifa beobachtet worden. Die Masse der Kreaturen führte dazu, dass das Wasser von oben gesehen weiß gesprenkelt aussah. Die meisten Quallen, die nach Israel gelangen, sind wandernde Arten. Sie haben ihren Ursprung im Indischen Ozean und kommen vermutlich über den Suezkanal ins östliche Mittelmeer. Quallententakel können Menschen stechen und schmerzhaftes Gift injizieren. Zudem stellen sie eine Bedrohung für die Stromversorgung dar, da sie in die Kraftwerke gesogen werden, die Meerwasser zur Kühlung verwenden.

Foto: Rotem Sadeh/Israel Nature and Parks Authority
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20.07.2022

Streit mit Libanon: Regierungschef Lapid sieht sich Gasplattform von oben an

20.07.2022 (TM) – Premierminister Yair Lapid ist am Dienstag über das Karish-Gasfeld vor der nordisraelischen Küste geflogen. Aus luftiger Höhe konnte er die Förderplattform überblicken. Die hat einen Streit mit dem Libanon ausgelöst, die Hisbollah-Terrorgruppe droht Israel wegen der Ausbeutung des Gasvorkommens mit Anschlägen. Lapid unterstrich das Potenzial der israelischen Gasreserven, die die weltweite Energiekrise lindern könnten. Auch der Libanon könne davon profitieren, wenn er sich mit Israel einige. Die Hisbollah hatte unlängst vier Drohnen in Richtung der Gasplattform geschickt, die vom israelischen Militär abgeschossen wurden.

Foto: Amos Ben Gershom/GPO
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19.07.2022

Merav Michaeli mit großer Mehrheit erneut zur Vorsitzenden der Arbeitspartei gewählt

19.07.2022 (TM) – Verkehrsministerin Merav Michaeli (55) ist mit großer Mehrheit als Vorsitzende der linken Arbeitspartei (Awoda) wiedergewählt worden. Sie erhielt 82 Prozent der Stimmen. Ihr Herausforderer Eran Hermoni kam auf 16 Prozent. Michaeli ist eine frühere Fernsehjournalistin, die feministische Positionen vertritt und sich selbst als Zionistin bezeichnet. Im bevor stehenden Wahlkampf will sie die hohen Lebenshaltungskosten in Israel zum Thema machen. Die Arbeitspartei war nach der Staatsgründung eine führende politische Kraft, hatte aber immer mehr an Zustimmung verloren. Unter Merav Michaeli gewann Awoda wieder an Popularität.

Foto: Tomer Neuberg/Flash90
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18.07.2022

Ruthie, Israels bekannteste Hyäne, von Auto überfahren und getötet

18.07.2022 (TM) – Ruthie die Hyäne, eine Ikone der zentralisraelischen Stadt Modi’in, ist überfahren und getötet worden. Das teilte die israelische Natur- und Parkbehörde (INPA) mit. Die Hyäne war eine Social-Media-Sensation, nachdem sie 2017 in der ganzen Stadt beim Durchwühlen von Müll gesichtet wurde. Die Bevölkerung war gespalten: Einige waren besorgt über die Sicherheit, eine Hyäne nachts in der Stadt herumstreifen zu lassen, während andere behaupteten, dass Ruthie keine Bedrohung für Menschen darstelle. Am Ende entschied ein örtliches Gericht, dass sie in einem unbewohnten Gebiet ausgesetzt werden muss. Doch Ruthie schockierte alle, als sie immer wieder in die Gegend von Modi’in zurückkehrte. Dabei legte sie über 30 Kilometer zurück. Von der Naturschutzbehörde bekam die Hyäne eine eigene Facebook-Seite.

Foto: Doron Horrowitz / Flash 90 (Symbolbild)
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