Bild des Tages – Archiv

17.09.2021

Gaza-Palästinenser freuen sich über Finanzhilfe aus Katar

17.09.2021 (TM) – Ein Palästinenser in Rafah im südlichen Gazastreifen freut sich über einen finanziellen Zuschuss in Höhe von 320 Schekel, das entspricht 100 US-Dollar. Das Emirat Katar hatte versprochen, rund 100.000 Familien im Gazastreifen zu unterstützen, die unter der militärischen Auseinandersetzung mit den israelischen Streitkräften im Mai gelitten hatten. Jede dieser Familien soll bis Ende des Jahres monatlich 100 Dollar bekommen. Die Auszahlung erfolgt in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen, Hilfsorganisationen und palästinensischen Banken. Israel ist besorgt, dass für den Wiederaufbau bestimmte Hilfsgelder für die militärische Aufrüstung der Hamas-Terrororganisation missbraucht werden.

Foto: Abed Rahim Khatib/Flash90
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16.09.2021

Yom Kippur: Das Leben in Israel steht still

16.09.2021 (TM) – Die leeren Straßen von Tel Aviv an Yom Kippur, dem Versöhnungstag und heiligsten jüdischen Feiertag. Israel kommt für 25 Stunden zum völligen Stillstand. Das Autofahren wird eingestellt. Yom Kippur ist der einzige in der Bibel erwähnte Fastentag. Gläubige Juden beten in den Synagogen um Vergebung der Sünden zwischen Menschen und Gott und bereuen fehlerhaftes Handeln. Fernsehen und Radio senden nicht, auch keine Nachrichten. An Yom Kippur wird auch des Yom-Kippur-Krieges gedacht, also des Überraschungsangriffs Ägyptens und Syriens auf Israel, am Yom Kippur 1973.

Foto: Miriam Alster / Flash 90
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15.09.2021

Taschlich-Brauch: Sünden werden symbolisch im Meer versenkt

15.09.2021 (TM) – Ultraorthodoxe Männer stehen kurz vor Sonnenuntergang am Mittelmeer-Strand der südisraelischen Stadt Ashdod. Sie machen „Taschlich“: Nach diesem Brauch schütteln sie ihre Kleider aus und werfen alle Krümel, die sich in ihren Taschen befinden, ins Wasser, wodurch sie symbolisch die abgeschüttelten Sünden versenken. Dabei wird dreimal ein Gebet nach Micha 7,19 gesprochen: „Du wirst … alle unsere Sünden in die Tiefen des Meeres werfen.“ Der symbolische Akt soll zur Buße vor Gott und zur Läuterung anregen. Das Taschlich-Gebet enthält auch die Bitte um ein Jahr des Lebens, des Friedens und der Erfüllung der Wünsche.

Foto: Yossi Zeliger/Flash90
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14.09.2021

Messerattacke in Jerusalem – Polizei befürchtet Eskalation

14.09.2021 (TM) – Rettungsdienst-Mitarbeiter kümmern sich um den jungen Mann, der einen Messerangriff am Zentralen Busbahnhof in Jerusalem verübt hat. Nach Polizeiangaben hatte am Montag ein 17-jähriger Palästinenser mit einem Messer auf zwei jüdische Männer eingestochen. Zwei Grenzpolizistinnen schossen auf den Täter, der schwer verletzt wurde. Wenige Stunden zuvor hatte ein Palästinenser versucht, an der Gush Etzion-Kreuzung auf zwei israelische Soldaten einzustechen. Auch er wurde mit Schüssen außer Gefecht gesetzt. Die Polizei fürchtet eine weitere Eskalation und hat 2000 zusätzliche Beamte in die Hauptstadt beordert. Die Spannungen haben in den vergangenen Tagen zugenommen, nachdem die Palästinenserführung sechs aus dem Gefängnis ausgebrochene Strafgefangene als „Helden“ bezeichnete und zu Solidaritätsmaßnahmen aufrief.

Foto: Olivier Fitoussi/Flash90
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13.09.2021

Mehrfamilienhaus in Holon eingestürzt: 32 Familien obdachlos

13.09.2021 (TM) – Nur ein Trümmerberg blieb von diesem großen Mehrfamilienhaus in der zentralisraelischen Stadt Holon übrig. Die Bewohner hatten am Samstag plötzlich seltsame Geräusche gehört und Risse in den Wänden bemerkt. Daraufhin war das Gebäude von der Polizei evakuiert worden. Am Sonntag stürzte es dann in sich zusammen. 32 Familien verloren ihr ganzes Hab und Gut. Sie wurden bei Verwandten, in Hotels und einer städtischen Notunterkunft untergebracht. Die Ursache des Einsturzes ist unklar. Anwohner sprachen von einem Wunder, dass niemand verletzt wurde oder ums Leben kam.

12.09.2021

Viele Rückkehrer aus Uman mit dem Coronavirus infiziert

12.09.2021 (TM) – Rund 27.000 ultraorthodoxe Männer sind nach einer Pilgerreise zum Grab von Rabbi Nachman in Uman (Ukraine) wieder zurück in Israel. Mindestens 2400 von ihnen wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums positiv auf das Coronavirus getestet. Der weit überwiegende Teil sei nicht geimpft, hieß es. Einige hätten sich den Zugang zum Flugzeug mit gefälschten negativen Coronatests verschafft. Ministerpräsident Bennett kündigte harte Strafen für alle an, die versuchen, mit gefälschten Dokumenten nach Israel einzureisen und so die Bevölkerung gefährden. Ihnen drohen bis zu fünf Jahre Haft.

Foto: Yossi Zeliger/Flash90
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11.09.2021

Vier der sechs entflohenen Häftlinge sitzen wieder hinter Gittern

11.09.2021 (TM) – Erzterrorist Zakaria Zubeidi (im Bild nach seiner Festnahme) und drei seiner Kumpane sitzen wieder hinter Schloss und Riegel. Die Polizei verhaftete die entflohenen palästinensischen Häftlinge in der Nacht zum Samstag in der Nähe von Nazareth sowie auf einem Parkplatz in Nordisrael. In Nazareth hatten zwei der Entflohenen eine Mülltonne nach Essbarem durchsucht und eine Frau um Hilfe gebeten, die jedoch die Sicherheitskräfte alarmierte. Alle vier Verhafteten waren unbewaffnet. Polizei und Armee suchen mit einem Großaufgebot nach den beiden Geflüchteten, die noch auf freiem Fuß sind.

Foto: Israeli Police / Videoscreenshot
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10.09.2021

Israel befürchtet neue Krawalle am „Tag der Wut“

10.09.2021 (TM) – Polizei und Armee sind in Alarmbereitschaft: Die israelischen Sicherheitsbehörden befürchten, dass es am heutigen Freitag zu neuen gewalttätigen Ausschreitungen von Palästinensern kommt. Die Hamas-Terrororganisation hat einen „Tag der Wut“ ausgerufen, der die Solidarität mit den aus dem Gefängnis entkommenen sechs Schwerverbrechern deutlich machen soll. Die Polizei hat die zweithöchste Alarmstufe ausgerufen. Sie stellte zusätzliche Kräfte für den Gefängnisdienst ab, der seit Tagen mit Gefangenen-Aufständen zu kämpfen hat. In Judäa, Samaria und an der Grenze zum Gazastreifen werden israelische Soldaten seit dem Gefangenenausbruch jede Nacht mit Steinen und Feuerwerkskörpern angegriffen, im Bild eine Szene aus Nablus.

Foto: Nasser Ishtayeh/Flash90
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09.09.2021

Krawalle und Gefängnisaufstände: Entflohene Häftlinge halten das Land in Atem

09.09.2021 (TM) – Spezialkräfte der Grenzpolizei im Einsatz in der Nähe von Nablus: Starke Polizeikräfte suchen im ganzen Land mit Unterstützung der Armee nach den sechs geflohenen palästinensischen Häftlingen. Aus Solidarität mit den entkommenen Terroristen hielten Palästinenser im sogenannten Westjordanland und in Jerusalem Kundgebungen und Demonstrationen ab. Einige verliefen gewalttätig, israelische Sicherheitskräfte wurden mit Steinen beworfen. In der Nähe von Ramallah wurde auf israelische Soldaten geschossen, die Schüsse verfehlten jedoch ihr Ziel. Zu Ausschreitungen kam es zudem in mehreren israelischen Gefängnissen. Mit ihrer Flucht wurden die sechs Straftäter zu Symbolfiguren für den gewalttätigen Kampf gegen Israel. Von ihnen fehlt weiter jede Spur.

08.09.2021

Die Zeit der Bußgebete und der Bitten um Vergebung

08.09.2021 (TM) – Jüdische Männer beten unter einem Zeltdach im Moschav Tzafria in Zentralisrael. Heute ist der zweite Tag des Neujahrsfestes Rosh Hashana, das als 48 Stunden langer Feiertag begangen wird. Das Neujahrsfest ist ebenso wie die folgenden zehn Tage der Buße bis zum Versöhnungstag Yom Kippur geprägt von Reue sowie von Bitten um Vergebung. Es ist eine Zeit, um mit sich selbst ins Reine zu kommen. Vergnügungen wie Hochzeitsfeiern werden während der Bußtage vermieden. Sie werden als Tage der Gnade gesehen, an denen die Tore des Himmels weiter geöffnet sind und Gebete leichter gehört und erhört werden als sonst.

Foto: Yossi Zeliger/Flash90
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07.09.2021

Auf ein süßes neues Jahr 5782! Shana Tova!

07.09.2021 (TM) – So wie hier in Rananna haben Menschen in ganz Israel den Beginn des jüdischen Jahres 5782 gefeiert. Auf den Tisch kommen traditionell Granatäpfel, Honig und weitere Süßspeisen. Damit wird der Wunsch nach einem süßen Jahr ausgedrückt. Heute und morgen ist in Israel Feiertag. Die Regierung hat darum gebeten, dass sich alle Teilnehmer an Familienfesten zuvor auf das Coronavirus testen lassen. Laut führenden Rabbinern sind die Tests auch an den Feiertagen erlaubt. Gottesdienste zum Neujahrsfest sollen möglichst im Freien stattfinden. Auch Fokus Jerusalem wünscht ein süßes Neues Jahr – Shana tova!

Foto: Nati Shohat/Flash90
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06.09.2021

Bevölkerung wächst: In Israel leben jetzt 9,39 Millionen Menschen

06.09.2021 (TM) – Jüdische Kinder im Moshav Yashresh in Zentralisrael: Die neue Generation sorgt dafür, dass die Bevölkerung des jüdischen Staates zunimmt. Zum jüdischen Neujahrsfest hat das staatliche Statistikbüro neue Zahlen vorgelegt. Demnach ist die Bevölkerung in Israel auf 9,391 Millionen Menschen angewachsen. 74 Prozent sind Juden, 21 Prozent Araber und 5 Prozent gehören zu anderen Gruppen. Im vergangenen Jahr wurden in Israel 172.000 Babys geboren, 48.000 Einwohner starben. Zudem gab es mehr als 20.000 Neueinwanderer. Setzt sich diese Entwicklung fort, wird Israel Ende 2024 die Zahl von 10 Millionen Einwohnern erreichen.

Foto: Yossi Aloni/Flash90
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05.09.2021

Ganz Jerusalem ist geprägt von Bußgebeten vor dem Neujahrsfest

05.09.2021 (TM) – Tausende Gläubige haben sich an der Kotel versammelt, um Bußgebete (Silichot) zu sprechen. Auch in den Synagogen der Hauptstadt wird derzeit abends und nachts um Vergebung der Schuld gebeten. Die Silichot, zu denen auch liturgische Gedichte gehören, werden vor dem Morgengebet rezitiert, möglichst in einer Gruppe. Elul, der letzte Monat des jüdischen Jahres, ist eine Zeit der Einkehr und des Rückblicks auf das, was man im abgelaufenen Jahr getan hat. Der Monat endet mit dem Neujahrsfest Rosh Haschana. Das beginnt mit dem Sonnenuntergang am morgigen Montag.

Foto: Yonatan Sindel/Flash90
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04.09.2021

Weltweiter Vergleich: Wohnungspreise in Israel steigen am schnellsten

04.09.2021 (TM) – Ein idyllisches Bild: Baukräne im Licht des Sonnenuntergangs in Jerusalem. Tatsächlich fehlt es in Israel an Wohnraum. Aus einer jetzt veröffentlichten Studie geht hervor, dass die Preise für Eigenheime im jüdischen Staat innerhalb von zehn Jahren um 346 Prozent gestiegen sind – so viel wie in keinem anderen Land der Erde. Die Daten sind nicht überraschend. Seit Jahren kündigen die Regierungen – einschließlich der jetzt amtierenden – an, für bezahlbaren Wohnraum sorgen zu wollen. So sollen in den kommenden fünf Jahren 300.000 neue Wohneinheiten gebaut werden. Wie dieser Plan konkret umgesetzt wird ist aber unklar.

Foto: Nati Shohat / Flash 90
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03.09.2021

Freiwillige packen Lebensmittel-Pakete für bedürftige Familien

03.09.2021 (TM) – Israelische Soldaten und Freiwillige packen in Avney Eitan auf den Golanhöhen Kisten mit Lebensmitteln für bedürftige Familien. Traditionell kümmern sich private Initiativen und Hilfsorganisationen in Israel vor dem jüdischen Neujahrsfest (Rosh Haschana) und den Feiertagen zum Laubhüttenfest (Sukkot) um Arme und Notleidende. Diese Hilfsaktion wurde von der Familie Horowitz organisiert, zum Gedenken an ihren Sohn Eylon, der während seines Militärdienstes ums Leben kam.

Foto: Michael Giladi/Flash90
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02.09.2021

Live aus Jerusalem: Hintergründe zu den jüdischen Feiertagen

02.09.2021 (TM) – Arie Rosen (links) hat am Mittwochabend bei einem Vortrag, der per Zoom live aus Jerusalem übertragen wurde, die Hintergründe der jüdischen Feiertage Rosh Hashana und Yom Kippur erläutert. Er erklärte, warum das jüdische Jahr mit Tagen der Umkehr und der Buße beginnt. Umrahmt wurde der Vortrag von dem chassidischen Musiker Yedidia Toledano (rechts), der traditionelle Gebete sang und das Shofarhorn blies. Veranstalter waren gemeinsam Fokus Jerusalem und der Verein zur Förderung des Interreligiösen Dialogs. Tommy Mueller, der Leiter von Fokus Jerusalem, gab bekannt, dass in den nächsten Monaten weitere Live-Veranataltungen geplant seien. In Zeiten von Reisebeschränkungen sei es besonders wichtig, den Kontakt zu Israel aufrecht zu erhalten.

01.09.2021

Historisch: Erster Botschafter aus Bahrain in Israel eingetroffen

01.09.2021 (TM) – Bahrains erster Botschafter in Israel, Khaled Yousif al-Jalahma, und seine Ehefrau sind in Tel Aviv eingetroffen. Es ist das erste Mal, dass der arabische Wüstenstaat einen Botschafter nach Israel entsendet. Möglich wurde dies durch den Friedensschluss im vergangenen Jahr, dem sogenannten „Abraham-Abkommen“. In einer Erklärung der staatlichen Nachrichtenagentur von Bahrain wurde die Ankunft von al-Jalahma als „ein wichtiger Schritt bei der Entwicklung der Beziehungen zwischen den beiden Ländern und ihren Völkern“ bezeichnet. Al-Jalahma war zuvor stellvertretender Botschafter in den USA, neben anderen leitenden Positionen im diplomatischen Dienst von Bahrain.

Foto: Khaled al Jalahma / privat / Twitter
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31.08.2021

Große Trauer um jungen Grenzpolizisten

31.08.2021 (TM) – Tausende Trauergäste sind am Montagabend zur Beerdigung von Barel Hadaria Shmueli gekommen. Der 21 Jahre alte Grenzpolizist war an den Folgen einer Verletzung gestorben, die er sich bei einem Einsatz an der Grenze zum Gazastreifen zugezogen hatte. Ein Palästinenser hatte mit einer Pistole durch ein Loch in der Grenzmauer geschossen und ihn in den Kopf getroffen. Er wurde auf dem Militärfriedhof in Tel Aviv beerdigt. Bei der Trauerfeier erhob seine Mutter schwere Vorwürfe gegen die israelische Regierung und deren Chef Naftali Bennett. Der sei naiv im Umgang mit den Gaza-Terroristen. Das tragische Schicksal von Barel Shmueli hat das ganze Land bewegt. Seit seiner schweren Verletzung vor neun Tagen hatte es jede Nacht Mahnwachen vor dem Krankenhaus gegeben.

Foto: Police Spokesperson
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30.08.2021

Dritte Impfung gegen Covid-19 jetzt für alle erwachsenen Israelis möglich

30.08.2021 (TM) – Eine Frau erhält in einem Impfzentrum in Jerusalem ihre dritte Impfdosis gegen Covid-19. Die Auffrischungsimpfung ist nun für alle Israelis möglich, deren Zweitimpfung mehr als fünf Monate zurückliegt. Mehr als zwei Millionen Israelis haben den sogenannten „Booster“ bereits bekommen. Laut den vom Gesundheitsministerium ausgewerteten Daten sind diejenigen, die eine Auffrischimpfung erhalten haben, zehnmal besser vor Infektionen und schwerwiegenden Symptomen geschützt als diejenigen, die zwei Dosen erhalten haben. Von Seiten der Regierung hieß es, dank der dritten Impfung könne die vierte Infektionswelle eingedämmt werden, es gebe Grund zu vorsichtigem Optimismus.

Foto: Yonatan Sindel/Flash90
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29.08.2021

Erneut gewalttätige Proteste von Palästinensern an der Gazagrenze

29.08.2021 (TM) – Palästinenser aus dem Gazastreifen zünden an der Grenze zu Israel Autoreifen an und schießen mit Steinschleudern auf israelische Soldaten. Die israelische Luftwaffe hat in der Nacht zum Sonntag reagiert und Einrichtungen der Hamas-Terrorgruppe angegriffen, nachdem Gaza-Palästinenser erneut Ballone mit Brandsätzen nach Israel fliegen ließen. Dadurch brachen in Südisrael zwei Feuer aus. Die Spannungen an der Grenze nehmen seit Wochen zu. Das von der Hamas kontrollierte Gesundheitsministerium in Gaza gab bekannt, bei den jüngsten Auseinandersetzungen seien elf Palästinenser von israelischen Grenzsoldaten verletzt worden. Zu den neuerlichen Krawallen kam es, obwohl Israel am Donnerstag etliche Handelsbeschränkungen für die Gaza-Bewohner aufgehoben hat.

Foto: Atia Mohammed/Flash90
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28.08.2021

Biden verspricht Bennett: Iran wird niemals Atomwaffen haben

28.08.2021 (TM) – Als erfolgreich und freundschaftlich hat Israels Ministerpräsident Naftali Bennett (rechts) sein erstes Treffen mit US-Präsident Joe Biden im Weißen Haus in Washington beschrieben. Biden erklärte, der Iran werde „niemals“ in den Besitz von Atomwaffen gelangen. Er bevorzuge eine diplomatische Lösung, es geben aber auch „andere Optionen“. Bei dem 50-minütigen Gespräch unter vier Augen ging es nach Angaben Bidens auch um die Verpflichtung der USA für die Sicherheit Israels und um den Konflikt Israels mit den Palästinensern. Beide Staatsmänner erklärten, sie freuten sich auf eine enge persönliche Beziehung. Bennett gab bekannt, er habe Biden nach Israel eingeladen. Der Besuch solle stattfinden „wenn wir die Delta-Variante besiegt haben.“

27.08.2021

Regierungschef Bennett betet vor seinem Treffen mit Präsident Biden

27.08.2021 (TM) – Israels Ministerpräsident Naftali Bennett betet in seinem Washingtoner Hotel vor seinem Treffen mit US-Präsident Joe Biden. Das Foto des ersten religiösen Premierministers des jüdischen Staates wurde von der Pressestelle der israelischen Regierung verbreitet und sorgte in den sozialen Netzwerken für viele Diskussionen. Wegen des Anschlags am Flughafen in Kabul wurde Bennetts Besuch im Weißen Haus kurzfristig auf den heutigen Freitag verschoben. Der Regierungschef telefonierte mit dem US-Präsidenten und übermittelte seine Anteilnahme zu dem Attentat in Afghanistan, bei dem mehrere US-Soldaten getötet wurden.

26.08.2021

Kotel in Jerusalem wird von den Nachrichten an Gott befreit

26.08.2021 (TM) – Arbeiter holen die handgeschriebenen Zettel mit Bitten und Wünschen an den Allmächtigen aus den Ritzen der Kotel („Klagemauer“) in der Jerusalemer Altstadt. Zweimal im Jahr, vor Pessach und vor dem Neujahrsfest, werden die großen Kalkstein-Blöcke auf diese Weise gesäubert. Unter rabbinischer Aufsicht werden die Wunschzettel dann ungelesen auf dem Ölberg beerdigt. Die Kotel ist ein Überrest der westlichen Umfassungsmauer des Herodianischen Tempels. Sie ist für viele Juden ein Symbol für den ewigen Bund Gottes mit seinem Volk. Die Tradition der Gebetszettel geht wohl bis ins frühe 18. Jahrhundert zurück.

Foto: Yonatan Sindel/Flash90
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25.08.2021

Israels schickstes Einkaufszentrum erinnert an Las Vegas

25.08.2021 (TM) – In der Siedlerstadt Ma’ale Adumim, vor den Toren Jerusalems, sorgt das schickste und größte Einkaufszentrum Israels für Begeisterung. Die Architektur erinnert an Las Vegas. Die neue „DCity Mall“ umfasst rund 200 Geschäfte, Restaurants, ein Luxushotel, einen künstlichen Indoor-Himmel und vieles mehr. Über eine Milliarde Schekel wurde in das 150.000 Quadratmeter große Einkaufszentrum investiert, das von Stararchitekt Gadi Halperin entworfen wurde. Es diente bereits als Hintergrund für das Video, mit dem Eden Alene Israel bei Eurovision Song Contest (ESC) vertrat.

Foto: Nati Shohat/Flash90
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24.08.2021

Vor den hohen Feiertagen: Hochbetrieb in der Schofar-Fabrik

24.08.2021 (TM) – Ein Schofarhorn wird in einer Werkstatt auf den Golanhöhen bearbeitet. Das Instrument wird aus dem Horn eines Widders oder einer Kudu-Antilope hergestellt. Bei den bevorstehenden hohen jüdischen Feiertagen spielt das Schofarhorn eine wichtige Rolle. Es wird zum Ende des höchsten Feiertages Yom Kippur geblasen. Beim Neujahrsfest Rosh Hashanah gibt es mehrere Anlässe, um das Schofar ertönen zu lassen. Es ist das einzige Instrument des Altertums, das heute noch regelmäßig gespielt wird.

Foto: Michael Giladi/Flash90
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23.08.2021

Serologische Tests der Kinder mit Unterstützung der Armee

23.08.2021 (TM) – Angehörige des Heimatschutz-Kommandos der israelischen Armee entnehmen Kindern in Katzrin Blut für einen serologischen Test. Mehr als eine Million Kinder im Alter von 3 bis 12 Jahren werden landesweit getestet, um festzustellen, ob sie bereits mit Covid-19 infiziert waren. Wer Antikörper hat, erhält einen „Grünen Pass“ und muss künftig bei einem Corona-Fall in Kindergarten oder Schule nicht in Quarantäne. Die Armee hat für die Tests 6000 Reservisten einberufen. Die Regierung beschloss zudem, dass das neue Schuljahr wie geplant am 1. September beginnt. Zuvor war eine Verschiebung wegen der ansteckenden Delta-Variante erwogen worden.

Foto: Michael Giladi/Flash90
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22.08.2021

Schwere Unruhen am Grenzzaun zum Gazastreifen

22.08.2021 (TM) – Hunderte Palästinenser haben am Samstag am Grenzzaun zwischen dem Gazastreifen und Israel randaliert. Sie zündeten Reifen an, beschossen israelische Soldaten mit Steinschleudern und schossen mit einer Pistole auf die Grenztruppen. Dabei erlitt der 21-jährige israelische Grenzpolizist Barel Shmueli einen Kopfschuss. Er schwebt in Lebensgefahr. Die Israelis antworteten mit Tränengas und scharfer Munition. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza wurden 41 Palästinenser verletzt, davon zwei lebensgefährlich. Es waren die heftigsten Auseinandersetzungen an der Gazagrenze seit Dezember 2019. Verteidigungsminister Benny Gantz unterstrich, Israel werde Angriffe auf seine Truppen nicht hinnehmen und darauf in geeigneter Weise reagieren.

Foto: Abed Rahim Khatib/Flash90
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21.08.2021

Ministerpräsident Bennett erhält dritte Impfung gegen Covid-19

21.08.2021 (TM) – Kurz nachdem die Regierung eine dritte Impfung für alle Israelis über 40 genehmigt hat, erhielt Premierminister Naftali Bennett (49) seine eigene Auffrischungsimpfung. Im Meir-Krankenhaus in Kfar Saba wurde er so zum ersten Regierungschef der Welt, der drei Impfungen gegen das Coronavirus bekommen hat. Bennett rief die Israelis auf, ihm beim Impfen zu folgen: „Sie können sich selbst, Ihren Lebensunterhalt, unsere Wirtschaft und die Gesundheit unserer Kinder schützen. Wir können die Delta-Variante schlagen, aber es liegt an uns.“ Alle Israelis über 40 können sich zum dritten Mal impfen lassen, wenn ihre zweite Impfung mehr als fünf Monate zurück liegt. Rund 1,2 Millionen Israelis haben ihre dritte Impfdosis bereits erhalten.

Foto: Olivier Fitoussi/Flash90
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20.08.2021

Protest gegen Covid-Beschränkungen: Beschäftigte legen Flughafen lahm

20.08.2021 (TM) – Beschäftigte des Ben-Gurion-Flughafens blockieren die Rollwege. Zwei Stunden lang haben sie so den Flugbetrieb gestoppt. Flugzeuge konnten nicht abheben, gelandete Flugzeuge wurden nicht entladen. Die Protestaktion richtete sich gegen die Covid19-Politik der israelischen Regierung. Die hat angeordnet, dass ankommenden Passagiere aus nahezu allen Ländern zwei Wochen in Quarantäne müssen. Das hat zu einer Flut von Stornierungen geführt. Zudem sind die Grenzen für Touristen geschlossen. Deshalb wurden Tausende von Flughafen-Mitarbeitern entlassen. Die Demonstranten forderten vom Staat finanzielle Unterstützung und verlässliche, nicht ständig wechselnde Regeln für Flugpassagiere.

Foto: Avshalom Sassoni/Flash90
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19.08.2021

Forscher aus Tel Aviv drucken lebensfähigen bösartigen Hirntumor

19.08.2021 (TM) – Ein Team israelischer Forscher der Universität Tel Aviv hat den weltweit ersten lebensfähigen bösartigen Hirntumor mit einem 3D-Drucker gedruckt und dabei die fließenden Blutgefäße und das umgebende Hirngewebe nachgebildet. Das Modell basiert auf Proben von Patienten, die während der Operation entnommen wurden. Ein solcher Tumor ist von einem komplexen System blutgefäßartiger Röhren umgeben, durch die Blutzellen und Medikamente fließen können, erklärt Prof. Ronit Satchi-Fainaro , die die Forschung leitet. Fünf Jahre wurde an der neuartigen Darstellung gearbeitet. Nun können individuelle Tumore gedruckt und neu entwickelte Medikamente lebensnah getestet werden – ein großer Schritt im Kampf gegen eine der tödlichsten Krebs-Varianten.

Foto: Tel Aviv University
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