Bild des Tages – Archiv

23.10.2020

Hochbetrieb im Mahane-Yehuda-Markt in Jerusalem

23.10.2020 (TM) – Es geht wieder lebendig zu im Mahane-Yehuda-Markt in Jerusalem. Nachdem die israelische Regierung die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus gelockert hat, herrscht in den Markthallen Hochbetrieb. Es fällt auf, dass fast jeder eine Mund-Nasen-Maske trägt. Die Polizei hat Kontrollen und hohe Geldstrafen für Maskenverweigerer angedroht. Viele Israelis genießen die bunte Atmosphäre zwischen den unterschiedlichen Ständen und Geschäften, die sie lange vermisst haben.

Foto: Olivier Fitoussi/Flash90
Archiv
22.10.2020

Israel hofft auf Wiederwahl von US-Präsident Trump

22.10.2020 (TM) – „Donald J. Trump – Israel braucht dich weitere Jahre“ ist auf einer riesigen Plakatwand zu lesen. Sie steht am Rand der Ayalon-Fernstraße in Tel Aviv. Umfragen haben gezeigt, dass eine große Mehrheit der jüdischen Israelis auf eine Wiederwahl des amtierenden US-Präsidenten hofft. Trump hatte die Botschaft seines Landes nach Jerusalem verlegt, die Golanhöhen als israelisches Gebiet anerkannt und die historischen Friedensverträge mit den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain vermittelt. Israels Regierungschef Netanjahu erklärte, Trump sei „der beste Freund, den Israel jemals im Weißen Haus hatte.“

Foto: Miriam Alster/Flash90
Archiv
21.10.2020

Jerusalem vom ersten Regen überrascht

21.10.2020 (TM) – Passanten in der Jerusalemer Innenstadt bejubeln den ersten Regen des Herbstes: Völlig überraschend ergoss sich gestern ein Schauer über die israelische Hauptstadt. Er war von den Meteorologen nicht vorhergesagt worden. Wie es hieß, habe sich über Jerusalem plötzlich eine Wolke gebildet, die sich abregnete und dann wieder auflöste. Obwohl Regenschauer im Oktober nicht ungewöhnlich sind, waren alle verblüfft. Zwar war die Niederschlagsmenge nicht groß, aber: „Es riecht hier jetzt so gut nach Regen“, berichtete unsere Mitarbeiterin Tikvah Grunow.

Foto: Nati Shohat / Flash 90
Archiv
20.10.2020

Flamingos beziehen ihr Winterquartier

20.10.2020 (TM) – Eine Gruppe Flamingos hat ihr Winterquartier in Atlit in Nordisrael bezogen. Viele Zugvögel nutzen Israels Salzteiche, wenn sie im Herbst in die Region kommen. Die Firma „Salz der Erde“, die seit fast 100 Jahren Salz aus dem Mittelmeer und dem Roten Meer gewinnt, hat Schutzbereiche für Vögel eingerichtet. Auf künstlich angelegten kleinen Inseln inmitten der Teiche sind die Vögel vor Raubtieren sicher. Ein Angebot, das auch die Flamingos zu schätzen wissen.

Foto: Tomer Neuberg/Flash90
Archiv
19.10.2020

Drohne fliegt Corona-Tests

19.10.2020 (TM) -Eine Mitarbeiterin des Ziv-Hospitals in Safed bestückt eine Drohne mit Coronatest-Probenröhrchen. Die Klinik der nordisraelischen Stadt ist die erste in Israel, die medizinisches Material mit Drohnen transportiert. Das Fluggerät wird von einem Computer gesteuert und ist auf vorgegebenen Strecken unterwegs. In den kommenden Monaten sollen Drohnen aus Safed bis nach Ashdod im Süden fliegen. Die Proben gelangen so schneller zu Laboren mit freien Kapazitäten.

Foto: David Cohen / Flash 90
Archiv
18.10.2020

Immer wieder Menschenmassen gegen den Regierungschef

18.10.2020 (TM) – Tausende versammeln sich in Jerusalem vor der Residenz von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und protestieren gegen seine Politik. Seit Monaten wiederholen sich diese Szenen am Ende des Schabbats. Nun kam es zu heftigen Auseinandersetzungen mit Netanjahu-Anhängern, die die Demonstranten angriffen, wobei auch Pfefferspray eingesetzt wurde, und sie mit Eiern bewarfen. Die Regierungsanhänger warfen den Protestierern vor, sie seien Anarchisten und hätten keinen Respekt vor der Demokratie. Die Polizei nahm in Jerusalem neun Demonstranten fest, weil sie Straßen blockierten und sich weigerten, diese zu räumen.

Foto: Yonatan Sindel/Flash90
Archiv
17.10.2020

Sonnenaufgang über einem Baumwollfeld

17.10.2020 (TM) – Ein Baumwollfeld in Israel ist reif zur Ernte und glänzt in der Sonne. Bis zu 18.000 Tonnen des „weißen Goldes“ werden jährlich im Heiligen Land geerntet. Früher wurde die Baumwolle noch mit der Hand gepflückt. Heute ernten große Maschinen die riesigen Mengen, die auf den Feldern – im Bild nahe Kiryat Gat – gedeihen. Haupt-Erntemonate sind September und Oktober. Wichtig ist, die Ernte vor der Regenzeit einzubringen. Die watte-ähnlichen Knospen würden sich bei starkem Regen mit Wasser vollsaugen und verfaulen.

Foto: Mendy Hechtman / Flash 90
Archiv
16.10.2020

Ladenbesitzer in Tel Aviv verbrennen ihre Ware

16.10.2020 (TM) – Aus Protest gegen die wochenlange Schließung ihrer Läden verbrennen Geschäftsleute in Tel Aviv ihre Ware auf der Straße. Die Corona-Maßnahmen der Regierung, die seit 18. September gelten, hätten sie in den Ruin getrieben. Die Regierung hat beschlossen, dass die Beschränkungen von Sonntag an gelockert werden, aber nur stufenweise innerhalb der nächsten vier Monate. Vorerst müssen Läden, die Kundenbesuche haben, geschlossen bleiben. Da die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Israel deutlich gesunken ist, nannte Regierungschef Netanjahu den Lockdown einen „großen Erfolg“.

15.10.2020

Polizei setzt Corona-Beschränkungen durch: Synagoge geschlossen

15.10.2020 (TM) – Polizisten nehmen im Jerusalemer Stadtteil Geula einen ultraorthodoxen Mann fest. Die Ordnungshüter hatten bei einer Razzia festgestellt, dass in einer Synagoge die Corona-Beschränkungen missachtet wurden. Die Infektionsrate unter den Strenggläubigen ist von über 20 % auf zuletzt 12.8 % gesunken. Damit ist sie aber immer noch doppelt so hoch wie im Durchschnitt der israelischen Bevölkerung. Da die ultraorthodoxe Gemeinschaft insgesamt sehr jung ist, gibt es wenige Fälle mit schwerem Krankheitsverlauf. Das führt offenbar dazu, dass die Gefährlichkeit des Virus unterschätzt wird.

Foto: Yonatan Sindel/Flash90
Archiv
14.10.2020

Angler auf den uralten Mauern von Akko

14.10.2020 (TM) – Angler versuchen ihr Glück auf den Mauern der Altstadt von Akko. Die Stadt liegt nördlich von Haifa und war für einige Jahrzehnte in der Hand von Kreuzrittern, die eine gewaltige Festungsanlage errichteten. 2001 wurde die gesamte Altstadt von der Unesco zum Weltkulturerbe erhoben. Sie wird fast ausschließlich von israelischen Arabern bewohnt und ist eine der orientalischsten Städte Israels. Akko hat sein touristisches Angebot in den vergangenen Jahren stark ausgebaut und leidet nun besonders unter der Corona-Pandemie.

Foto: David Cohen/Flash90
Archiv
13.10.2020

Israel trauert um 2000 Corona-Tote

13.10.2020 (TM) – Ein Meer aus Kerzen erinnert in Jerusalem an die 2000 Menschen, die in Israel in Folge einer Erkrankung durch das Coronavirus gestorben sind. Innerhalb von etwas mehr als einem Monat verloren so mehr als 1.000 Menschen ihr Leben. Zu Beginn der „zweiten Welle“ war die Zahl der Opfer stark angestiegen. Der düstere Meilenstein wurde nun erreicht, als die Ansteckung nachzulassen scheint und die Infektionsraten nach einem wochenlangen landesweiten Lockdown sinken. Aktuell sind 827 Covid-19-Patienten in kritischem Zustand. 227 von ihnen müssen künstlich beatmet werden.

Foto: Yonatan Sindel/Flash90
Archiv
12.10.2020

Gal Godot spielt Cleopatra

12.10.2020 (TM) – Die israelische Schauspielerin Gal Godot, im Bild zusammen mit dem israelischen Staatspräsidenten Reuen Rivlin 2019 in Los Angeles, wird die Hauptrolle in der Hollywood-Produktion „Cleopatra“ übernehmen. Die 35-Jährige aus Petach Tikwa ist seit „Wonderwoman“ ein Weltstar. In Ägypten gibt es heftige Reaktionen in den sozialen Medien. Dort wird gefordert, dass keine Israeli, sondern eine Nordafrikanerin die letzte weibliche Pharaonin spielen sollte. Das Paramount-Studio entgegnet, dass die legendäre Königin griechischer Abstammung gewesen sei. Um die Regentin ranken sich unzählige Mythen, auch ihre Schönheit ist legendär.

Foto: Mark Neyman / GPO
Archiv
11.10.2020

Tanz mit der Thora

11.10.2020 (TM) – Ein ultraorthodoxer Mann tanzt in Ramat Gan mit einer Thora-Rolle. Simchat Thora ist das Freudenfest über das Geschenk der Gebote des Schöpfers. Zum Ende des Festes ziehen die Gläubigen in vielen Orten Israels durch die Straßen und tanzen zu fröhlicher Musik – in diesem Jahr nur im Freien, in Kleingruppen, mit Masken und Abstand. An Simchat Thora enden die wöchentlichen Lesungen mit dem letzten Abschnitt des fünften Buches Mose und werden sofort mit den ersten Abschnitt des ersten Buches fortgesetzt – der Zyklus endet nie.

Foto: Eitan Elhadez-Barak/TPS
Archiv
10.10.2020

Gebet auf dem Ölberg

10.10.2020 (TM) – Ein Jude betet auf dem Ölberg in Jerusalem. Er hält einen Feststrauß in den Händen, wie es während des Laubhüttenfestes üblich ist. Das Fest ist am Freitagabend mit Sonnenuntergang zu Ende gegangen und wurde von Simchat Thora abgelöst, dem Fest der Thora-Freude. Die israelischen Oberrabbiner haben darum gebeten, dass die Gläubigen wegen der Corona-Pandemie m Freien beten und feiern, Abstand halten, Masken tragen und auf das Küssen der Thora-Rollen verzichten.

Foto: Nati Shohat/Flash90
Archiv
09.10.2020

Neuer Corona-Test liefert Ergebnisse in 15 Minuten

09.10.2020 (TM) – Mitarbeiter eines Gesundheitszentrums in Sheik Jara untersuchen Proben von Jerusalemern auf das Coronavirus. Dabei verwenden sie ein neuartiges Analysegerät, das die Ergebnisse bereits nach 15 Minuten liefert. Die Zahl der Corona-Infektionen in Israel war zuletzt leicht rückläufig. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums reicht das aber nicht aus, um die derzeit bestehenden Beschränkungen zu lockern. Die israelischen Krankenhäuser seien weiterhin durch eine hohe Zahl schwer kranker Covid-19-Patienten stark belastet.

Foto: Olivier Fitoussi/Flash90
Archiv
08.10.2020

Wir sind alle Sportler!

08.10.2020 (TM) – Auf dem Mittelmeer bei Tel Aviv wird fleißig gepaddelt und geschwommen. Die Strände sind wegen der Coronavirus-Pandemie geschlossen. Aber sportliche Aktivitäten sind auch während des Lockdowns erlaubt. Und so entdecken immer mehr Israelis ihre Leidenschaft für den Wassersport. Bei Temperaturen von 30 Grad im Schatten versprechen die Wellen zudem eine hoch willkommene Abkühlung …

Foto: Miriam Alster / Flash 90
Archiv
07.10.2020

Islamischer Dschihad lässt Kindersoldaten marschieren

07.10.2020 (TM) – Bei einer Demonstration zum 33-jährigen Bestehen der Terrorgruppe „Islamischer Dschihad“ im Gazastreifen marschieren auch Kindersoldaten mit. Von klein auf werden diese Jungen militärisch gedrillt und auf den Kampf gegen die Juden und Israel eingeschworen. Ganze Generation werden zum Hass erzogen, als ihr Ideal gilt der Märtyrertod. Israel weist immer wieder auf diesen Kindesmissbrauch hin, aber die Welt sieht weitgehend ungerührt zu.

Foto: Abed Rahim Khatib/Flash90
Archiv
06.10.2020

Priestersegen zu Sukkot ohne Menschenmassen

06.10.2020 (TM) – Jüdische Männer, eingehüllt in Gebetschals, beten an der heiligsten Stätte des Judentums, der Kotel („Klagemauer“) in Jerusalem. Traditionell sprechen zum Laubhüttenfest die Angehörigen der Priesterkaste, die Cohen, den Priestersegen „Birkat HaKohanim“. Normalerweise sind dabei Zehntausende anwesend. Wegen der Coronavirus-Pandemie waren es jetzt nur einige Dutzend. Der Segen des Hohepriesters Aaron ist in der Bibel nachzulesen im vierten Buch Mose, Verse 22-27 im sechsten Kapitel. Dort heißt es: „Der HERR segne dich und behüte dich. Der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig. Der HERR hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.“ In der Zeit des Jerusalemer Tempels gehörte der Priestersegen zum täglichen Gottesdienst.

Foto: Yonatan Sindel/Flash90
Archiv
05.10.2020

Zusammenstöße zwischen Ultraorthodoxen und der Polizei

05.10.2020 (TM) – Ein Ultraorthodoxer beschimpft im Jerusalemer Stadtteil Mea Shearim Polizeibeamte, die die Einhaltung der Corona-Vorschriften durchsetzen wollen. In mehreren Wohngebieten der Strenggläubigen in Israel ist es zu heftigen Auseinandersetzungen mit den Ordnungshütern gekommen. Die wollten große Gebetsversammlungen auflösen und dafür sorgen, dass sich nicht Hunderte von Menschen in Synagogen versammeln. Die Ultraorthodoxen wehrten sich und bezeichneten die Polizisten als „Nazis“.

Foto: Nati Shohat/Flash90
Archiv
04.10.2020

Tests zeigen: Weiterhin viele neue Infektionen mit dem Coronavirus

04.10.2020 (TM) – Medizinisches Personal entnimmt an einer mobilen Station in Lod Autofahrern Proben, die dann auf das Coronavirus untersucht werden. Am Schabbat wird weniger getestet als an Werktagen. Dennoch sind die jüngsten Ergebnisse, die das Gesundheitsministerium bekannt gegeben hat, alarmierend: 49 Menschen, die mit dem Virus infiziert waren, sind am Wochenende gestorben. Am Freitag wurden 7024 Neuinfektionen gemeldet, bis Samstagabend kamen weitere 2232 hinzu – und dies trotz der massiven Einschränkungen des öffentlichen Lebens, die in Israel während der hohen jüdischen Feiertage gelten.

Foto: Yossi Aloni/Flash90
Archiv
03.10.2020

Familienfest in der Laubhütte

03.10.2020 (TM) – Eine jüdische Familie im Moshav Yashresh in Zentralisrael feiert in ihrer Laubhütte. Sukkot, das Laubhüttenfest, hat Freitagabend begonnen und dauert bis zum Abend des 9. Oktober. Es erinnert an den Auszug des Volkes Israel aus Ägypten und ist gleichzeitig ein fröhliches Erntedankfest. Während der Festtage verbringen die Familien möglichst viel Zeit in der provisorischen Behausung.

Foto: Yossi Aloni/Flash90
Archiv
02.10.2020

Wo wollt Ihr denn hin?

02.10.2020 (TM) – Israelische Polizisten befragen Passanten an einer temporären Kontrollstelle am Jaffa-Tor zur Jerusalemer Altstadt. Derzeit dürfen Israelis sich nicht weiter als einen Kilometer von ihrer Wohnung entfernen, es sei denn, sie haben einen wichtigen Grund. Dazu zählen der Kauf von Lebensmitteln, Besuche beim Arzt oder in der Apotheke. Die Polizei überwacht die Regeln zur Eindämmung des Coronavirus. Wer ohne triftigen Grund zu weit von seiner Wohnung entfernt angetroffen wird, muss mit einer Geldstrafe rechnen.

Foto: Olivier Fitoussi/Flash90
Archiv
01.10.2020

Legendäre Flieger-Staffel 117 aufgelöst

01.10.2020 (TM) – Drei Piloten beobachten den Start eines israelischen F 16-Kampfjets auf dem Luftwaffenstützpunkt Ramat David im Norden des Landes. Das Flugzeug gehört zur legendären Fliegerstaffel 117, die in den vergangenen 67 Jahren in allen Kriegen des jüdischen Staates gekämpft hatte. Nun wurde sie offiziell aufgelöst. Die Piloten und Mechaniker arbeiten künftig in anderen Einheiten mit dem hoch modernen F 35-Kampfflugzeug. Der Leiter der israelischen Luftwaffe, Generalmajor Amikam Norkin, sprach von einem „historischen Tag“.

Foto: IDF Spokesperson
Archiv
30.09.2020

Palästinenser erinnern an ihren Aufstand vor 20 Jahren

30.09.2020 (TM) – Bei einem Marsch in Ramallah erinnern Palästinenser an die zweite Intifada, die vor 20 Jahren begann. Es handelt sich um einen gewaltsamen Aufstand, bei dem palästinensische Selbstmordattentäter israelische Busse und Restaurants in die Luft sprengten, Soldaten lynchten und Sicherheitskräfte erschossen. Die israelische Armee antwortete unter anderem mit der gezielten Tötung von Verantwortlichen der Attentate. Bis 2005 wurden mehr als 1000 Israelis getötet und 7000 verletzt. Auf palästinensischer Seite gab es rund 3500 Tote. Zahlreiche Palästinenser wurden von den eigenen Sicherheitskräften hingerichtet, weil sie angeblich mit Israel kollaborierten.

29.09.2020

Jerusalem, die stillgelegte Hauptstadt

29.09.2020 (TM) – Wo sich normalerweise Autos, Busse und Lastwagen Stoßstange an Stoßstange drängen, herrscht völlige Ruhe. Nur ein Radfahrer ist auf der mehrspurigen Autobahn 1 von Jerusalem nach Tel Aviv unterwegs. Jedes Jahr kommt das öffentliche Leben an Yom Kippur, dem höchsten jüdischen Feiertag, für 25 Stunden zum Stillstand. Es wird gebetet und gefastet. Doch in diesem Jahr ist das Leben nach dem Ende des Feiertages nicht zurück gekehrt: Israel befindet sich mitten in einem strengen Lockdown, um das Coronavirus einzudämmen. Jerusalem bleibt vorerst die stillste Hauptstadt der Welt.

Foto: Yonatan Sindel/Flash90
Archiv
28.09.2020

Gmar Chatima Tova!

28.09.2020 (TM) – Israel feiert heute Yom Kippur, den heiligsten Tag des Jahres, unter strengen Corona-Einschränkungen. Die Mitarbeiter von Fokus Jerusalem wünschen allen Leserinnen und Lesern einen besinnlichen, gesegneten Tag. Bitte beten Sie in dieser schwierigen Zeit, in der die Corona-Infektionszahlen geradezu explodieren und viele Menschen auf den Intensivstationen um ihr Leben kämpfen müssen, für das Volk Israel!
Gmar chatima tova, auf deutsch: Möge deine Einschreibung (in das Buch des Lebens) gut abgeschlossen werden!

Foto: Anat Hermony/Flash90
Archiv
27.09.2020

Gebete in der Nacht vor Yom Kippur

27.09.2020 (TM) -Religiöse und politische Würdenträger beten in der Nacht vor Yom Kippur an der Kotel in Jerusalem. In den vergangenen Jahren kamen zu den traditionellen Vergebungsgebeten Hunderttausende. In diesem Jahr waren es wegen der Corona-Pandemie nur rund 200. Die prominenten Vertreter waren durch Glasscheiben von einander getrennt. Teilnehmer waren die beiden israelischen Oberrabbiner Yitzhak Yosef und David Lau, der Rabbiner der Klagemauer Shmuel Rabinowitz, Jerusalems Bürgermeister Moshe Lion und Innenminister Arye Deri. Yom Kippur, der höchste jüdische Feiertag, beginnt heute Abend mit Einbruch der Dunkelheit.

Foto: Eitan Elhadez-Barak / TPS
Archiv
26.09.2020

Ein Land im Lockdown

26.09.2020 (TM) – Ein Mann passiert eine Polizeikontrolle am abgesperrten Bereich vor dem Damaskustor zur Jerusalemer Altstadt. Der Einkauf von Lebensmitteln und Medikamenten ist auch während des Lockdowns erlaubt, der am Freitag begonnen hat. Drei Wochen lang wird das Leben in Israel auf das Nötigste reduziert, die Menschen sollen möglichst zu Hause bleiben und persönliche Kontakte außerhalb der Kernfamilie vermeiden. Das Gesundheitsministerium hat gestern 8178 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet, so viele wie niemals zuvor an einem einzigen Tag.

Foto: Olivier Fitoussi/Flash90
Archiv
25.09.2020

Masken zu tragen ist Pflicht!

25.09.2020 (TM) – Ein riesiges Plakat erinnert Passanten in Tel Aviv daran, dass sie während der Corona-Pandemie in der Öffentlichkeit Masken tragen müssen. Die Zahl der Neuinfektionen in Israel ist in den vergangenen Wochen geradezu explodiert. Deshalb hat die Regierung angeordnet, das öffentliche Leben während der bevor stehenden hohen jüdischen Feiertage fast komplett herunter zu fahren. Der Lockdown beginnt heute um 14 Uhr und soll mindestens drei Wochen dauern.

Foto: Miriam Alster/Flash90
Archiv
24.09.2020

Vorbereitungen für das Sukkot-Fest

24.09.2020 (TM) – Ultraorthodoxe Männer untersuchen im Jerusalemer Stadtteil Mea Shearim Zweige einer Dattelpalme. Sie sind Bestandteil des Feststraußes zum Laubhüttenfest (Sukkot). Dafür müssen sie makellos sein. Der Feststrauß wird gebildet aus den „vier Arten“: Etrog (Zitronenfrucht), Lulav (Palmzweig), Hassadim (Myrtenzweige) und Arawot (Bachweidenzweige). Sukkot beginnt dieses Jahr am Abend des 2. Oktober. Wegen der Vorschriften zur Eindämmung der Corona-Pandemie wird das Fest in diesem Jahr in Israel nur sehr eingeschränkt gefeiert werden können.

Foto: Yonatan Sindel/Flash90
Archiv