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2000 Jahre altes Aquädukt bei Jerusalem ausgegraben
12.10.2026 (TM) – Archäologen haben bei Ramat Rachel am südlichen Stadtrand Jerusalems einen 300 Meter langen Abschnitt eines mehr als 2000 Jahre alten Aquädukts freigelegt. Der Bau wird der Hasmonäerzeit (2. bis 1. Jahrhundert v. Chr.) zugeschrieben. Das Aquädukt war Teil der antiken Wasserversorgung, die Quellwasser aus der Gegend um Gusch Etzion und den Teichen Salomos zum Tempelberg in Jerusalem leitete. Es war rund 21 Kilometer lang und fiel auf dem größten Teil der Strecke nur um etwa einen Meter pro Kilometer ab. Um dieses geringe Gefälle gleichmäßig einzuhalten, mussten die Baumeister den Verlauf präzise an Hänge und Gestein anpassen. Laut der israelischen Altertumsbehörde gilt die Anlage als technische Meisterleistung. Der freigelegte Abschnitt soll in das dort geplante Neubaugebiet integriert und so präsentiert werden, dass er von allen Seiten sichtbar ist.