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Israel lebt und tanzt mit der Tora – auch am Ort des Grauens
04.10.2026 (TM) – Jüdische Gläubige feierten am Samstag den Feiertag Simchat Tora auf dem Gelände des Nova-Musikfestivals, wo Hunderte von Menschen bei dem Massaker vom 7. Oktober von der Hamas ermordet wurden. An Simchat Tora (hebräisch für „Tora-Freude“) feiert man den Abschluss und den gleichzeitigen Neubeginn des jährlichen Tora-Lesezyklus. Am Morgen wurde der letzte Abschnitt des fünften Buches Mose gelesen. Direkt im Anschluss wurde eine zweite Tora-Rolle geöffnet, um sofort mit dem ersten Kapitel des ersten Buches Mose (Bereschit) von vorn zu beginnen. Simchat Tora schließt die Reihe der Herbstfeiertage ab, die mit Rosch Haschana beginnt und über Jom Kippur und das Laubhüttenfest (Sukkot) führt. Der Hamas-Überfall am 7. Oktober 2023 fiel auf den Morgen von Simchat Tora. Das traditionelle Tanzen mit den Tora-Rollen (Hakafot) wird heute umso mehr als starkes Symbol dafür verstanden, dass jüdisches Leben und jüdischer Glaube trotz schwerer Zeiten fortbestehen.