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In den Mauerritzen ist wieder Platz für neue Bitten an Gott
07.09.2026 (TM) – Arbeiter entfernen die handgeschriebenen Bitten und Gebete, die in die Ritzen der Kotel („Klagemauer“) in Jerusalem gesteckt wurden. Die Zettel werden zweimal im Jahr eingesammelt, um Platz für neue Botschaften von Pilgern und Touristen zu schaffen: vor Pessach (im Frühjahr) und vor Rosch Hashana, dem jüdischen Neujahrsfest im Herbst. Die Arbeiter benutzen Einweg-Werkzeuge aus Holz. Werkzeuge aus Metall sind nicht erlaubt, da Metall traditionell mit Waffen und Zerstörung assoziiert wird. Es ist strengstens verboten, die Notizen zu lesen. Die Privatsphäre der Schreiber und die Heiligkeit des Gebets zwischen Mensch und Gott werden respektiert. Da die Zettel den Namen Gottes enthalten können und als heilige Schriften gelten, dürfen sie nicht einfach weggeworfen oder verbrannt werden. Sie werden in Säcken zum Ölberg gebracht und dort rituell im Erdboden begraben.