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Jüdische Israelis feiern die Wiedervereinigung Jerusalems
15.05.2026 (TM) – Zehntausende Israelis haben gestern den „Jerusalemtag“ gefeiert. Sie zogen singend und tanzend mit israelischen Flaggen durch Jerusalem bis zur Kotel (Klagemauer). Der Feiertag findet nach dem jüdischen Kalender jeweils am 28. Tag des Monats Ijar statt. Erinnert wird an die Wiedervereinigung der Stadt Jerusalem. Während des Sechstagekriegs 1967 eroberte Israel den von Jordanien besetzten Ostteil der Stadt. Durch den israelischen Sieg wurden die beiden bis dahin getrennten Teile Jerusalems vereinigt. Der Marsch ist umstritten, weil er auch durch das muslimische Viertel der Altstadt führt. Viele Palästinenser betrachten dies als Provokation. Auch in diesem Jahr riefen jugendliche Extremisten dort „Tod den Arabern“ und „Eure Dörfer sollen brennen“. Es kam zu Auseinandersetzungen mit linksorientierten Gegendemonstranten. Die Polizei teilte mit, sie habe im Laufe des Tages 13 Verdächtige festgenommen, die in Auseinandersetzungen und Gewalttaten verwickelt waren. Es habe sich dabei um Einzelfälle gehandelt.