
News aus Israel im Fokus
Norwegen erwägt Haftstrafen für Handel mit Siedlungen
15.09.2026 (TM) – Während mehrere europäische Staaten Sanktionen gegen Israel erwägen, geht die Regierung in Oslo einen Schritt weiter: Norwegische Unternehmer und Privatpersonen müssen nach einem Gesetzentwurf, der voraussichtlich im Herbst dem Parlament vorgelegt wird, mit Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren rechnen, wenn sie Handel mit israelischen Siedlungen treiben oder deren Bau unterstützen. Das erklärte Außenminister Espen Barth Eide laut dem öffentlich-rechtlichen Sender NRK. Eide sagte, er gehe davon aus, dass das Parlament dem Vorschlag zustimmen werde. Das Verbot solle sowohl für Waren als auch für Dienstleistungen gelten und auch Ostjerusalem umfassen. Die wirtschaftlichen Beziehungen Norwegens zu israelischen Gemeinden in Judäa und Samaria sind begrenzt: Es geht vor allem um Wein und einige landwirtschaftliche Erzeugnisse. Foto: Anti-Israel-Demonstranten in Oslo.