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Trump sagt geplanten Angriff auf Iran erneut ab

JERUSALEM, 02.08.2026 (DR) – US-Präsident Donald Trump hat einen geplanten Angriff auf Iran erneut vorerst abgesagt. Nach seinen Angaben hätten Iran und weitere Staaten der Region um weitere Gespräche gebeten, da inzwischen die Grundzüge einer möglichen Einigung zustande gekommen seien. Voraussetzung für Trump sei jedoch, dass die Vereinbarung rasch abgeschlossen werde.

Bereits zuvor hatte Trump geplante Angriffe zugunsten weiterer Verhandlungen ausgesetzt. Zuletzt drohte er mit schweren Angriffen auf iranische Kraftwerke, Ölraffinerien, Brücken und weitere Infrastruktur. Washington hatte sowohl eine umfassende als auch eine begrenztere Offensive vorbereitet. Militärische Schritte blieben möglich, falls die Verhandlungen scheitern.

Regionalstaaten drängen auf Einigung

Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman telefonierte am Samstag mit Trump. Dabei äußerte er nach Angaben von Axios große Sorge über mögliche massive Angriffe auf Iran und drängte den US-Präsidenten, die Offensive nicht freizugeben. Bereits am Mittwoch hatte der saudische Verteidigungsminister Khalid bin Salman in Washington für eine diplomatische Lösung geworben.

Auch Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate, die Türkei und Pakistan bemühten sich um eine Deeskalation. Irans Außenminister Abbas Araghtschi beriet sich unterdessen mit Vertretern Pakistans, der Türkei und Saudi-Arabiens.

Nach Trumps Angaben soll die mögliche Vereinbarung die vollständige Öffnung der Straße von Hormus und ein Ende der iranischen nuklearen Bedrohung umfassen. Israel unterstütze diesen Kurs. Iran hatte die von Trump genannten Grundzüge zunächst jedoch nicht öffentlich bestätigt.

Iran setzt Angriffe fort

Ungeachtet der diplomatischen Bemühungen blieb die Lage angespannt. Kuwait meldete iranische Drohnenangriffe auf wichtige Einrichtungen des Landes. Auch rund um die Straße von Hormus kam es weiterhin zu Angriffen und Zwischenfällen, die den Schiffsverkehr beeinträchtigten.

Iran warnte zugleich die Staaten der Region vor einer Unterstützung der USA. Der iranische Politikwissenschaftler und Verhandlungsberater Mohammad Marandi drohte Katar, Saudi-Arabien, Kuwait, Bahrain, den Vereinigten Arabischen Emiraten und möglicherweise Oman mit Angriffen auf lebenswichtige Infrastruktur. Auch Israel und möglicherweise Jordanien seien bedroht.

Region bleibt in Alarmbereitschaft

Die israelischen Abwehrsysteme blieben angesichts eines möglichen iranischen Angriffs in hoher Alarmbereitschaft. Neue Warnmeldungen oder Anweisungen für die Bevölkerung gab es zunächst jedoch nicht.

Vor den geplanten US-Angriffen auf Iran riefen US-Botschaften Amerikaner auf, Reisen in den Nahen Osten zu vermeiden. US-Bürger vor Ort sollten eine Ausreise erwägen oder sich auf Flugausfälle, Luftraumsperrungen und eine kurzfristige Verschärfung der Lage vorbereiten. Bislang wurde diese Warnung nicht zurückgezogen.

Titelbild: Donald Trump und Mohammed bin Salman bei einem früheren Treffen im Weißen Haus, Symbolbild. Foto: Daniel Torok/Weißes Haus

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