
Hoffnungsträger in Ruinen – Wie die israelische Armee weltweit Nächstenliebe und Rettung bringt
JERUSALEM, 20.08.2026 (NH) – Der World Humanitarian Day erinnert an die Bedeutung schneller und grenzüberschreitender Hilfe in Krisen und Katastrophen. Für Israel hat diese humanitäre Mission eine lange Tradition. Sie reicht bis ins Jahr 1953 zurück, als israelische Marineschiffe nach einem schweren Erdbeben auf den griechischen Inseln Überlebenden halfen und medizinische Versorgung leisteten. 1975 entsandte Israel ein IDF-Team an die kambodschanisch-thailändische Grenze, wo es mehr als einen Monat lang Flüchtlinge medizinisch versorgte.
Seit diesen ersten Einsätzen ist die israelische Katastrophenhilfe ein fester Bestandteil der humanitären Arbeit der Armee (IDF). Schnell vor Ort, mit medizinischer Expertise und modernsten Rettungsmitteln.

Vermächtnis der Nächstenliebe – Historische Anfänge weltweiter Hilfseinsätze
Ein Meilenstein war das verheerende Erdbeben in Mexiko im September 1985. Israel entsandte medizinische Fachkräfte sowie Such- und Rettungsteams, darunter 350 Reservisten. Nach Angaben der IDF konnten die Einsatzkräfte rund 3.500 Menschen aus den Trümmern retten.
1998 reagierte Israel auf den Bombenanschlag auf die US-Botschaft in Nairobi, Kenia, mit einem Rettungsteam. Auch beim Erdbeben in der Türkei 1999 und nach dem Erdbeben in Haiti 2010 waren israelische Helfer im Einsatz. In Haiti errichtete die Delegation ein Feldlazarett, behandelte mehr als 1.100 Patienten und führte Hunderte Operationen durch. Zudem rettete ein israelisches Such- und Rettungsteam einen Mann, der zehn Tage unter den Trümmern überlebt hatte.
Auch nach dem Erdbeben und Tsunami in Japan 2011 sowie nach dem Taifun auf den Philippinen 2013 leisteten israelische Teams medizinische Hilfe.

Von Nepal bis an die Grenzen von Feindstaaten
Beim schweren Erdbeben in Nepal 2015 errichtete die israelische Delegation ein hochmodernes Feldlazarett und setzte digitale Systeme zur Dokumentation der medizinischen Behandlung ein. Dass Israel humanitäre Hilfe auch dort leistet, wo politische Beziehungen besonders schwierig sind, zeigte sich bei der Operation „Good Neighbour“ an der syrischen Grenze. Zwischen 2016 und 2018 versorgte die IDF Tausende verletzte und kranke Syrer, darunter zahlreiche Kinder, in israelischen Krankenhäusern und Feldlazaretten, trotz des anhaltenden Konflikts zwischen den beiden Ländern. Im Juli 2018 führte die IDF zudem eine komplexe humanitäre Operation zur Rettung von Mitgliedern der syrischen Hilfsorganisation „White Helmets“ und deren Familien aus dem syrischen Kriegsgebiet durch.
Nach schweren Explosionen in Äquatorialguinea im März 2021 behandelte eine israelische Delegation innerhalb von sieben Tagen 725 Patienten und führte 92 lebensrettende Operationen und medizinische Eingriffe durch. Als Anerkennung verlieh der Präsident von Äquatorialguinea der Delegation die Ehrenmedaille „Ritter von Äquatorialguinea“.
Auch beim Dammbruch in Brasilien 2019, bei der Erdbebenhilfe in Albanien 2019, nach schweren Stürmen in Honduras 2020 und beim Einsturz eines Wohngebäudes in Surfside, Miami, 2021 waren israelische Helfer vor Ort.

Brücken der Solidarität – Hoffnung und Wiederaufbau in jüngster Zeit
Nach dem schweren Erdbeben in der Türkei im Februar 2023 entsandte Israel eine umfangreiche Rettungsdelegation. Die Einsatzkräfte beteiligten sich an der Suche nach Überlebenden und retteten Menschen aus den Trümmern.
Im März 2025 entsandte Israel nach einem schweren Erdbeben ein gemeinsames Expertenteam der IDF und des israelischen Verteidigungsministeriums nach Thailand. Die Spezialisten des Heimatfront-Kommandos unterstützten die Behörden bei der Lagebeurteilung und setzten moderne Ortungstechnologien ein.
Im Sommer 2026 setzte Israel seine internationale Hilfe mit weiteren Missionen fort. Dabei standen erneut Rettung, technische Unterstützung und Wiederaufbau im Mittelpunkt.

Die Geschichte der israelischen humanitären Einsätze zeigt ein wiederkehrendes Muster: Wenn Katastrophen Menschenleben bedrohen, reagiert Israel schnell und setzt seine medizinischen, technischen und logistischen Fähigkeiten ein. Für die IDF ist dies auch Ausdruck des Prinzips, dass menschliches Leben unabhängig von Herkunft, Religion oder Nationalität geschützt werden soll.
Wo immer eine Katastrophe ausbricht, will Israel damit ein Zeichen setzen: Grenzen müssen bei der Rettung von Menschenleben keine Grenzen für Menschlichkeit sein.
Titelbild: Seit Jahrzehnten im Einsatz: Die IDF bei internationalen Rettungsmissionen. Foto: IDF