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Polizei erlaubt gedruckte Gebete auf dem Tempelberg

22.01.2026 (TM) – Die Jerusalemer Polizei hat die Vorschriften für Juden, die auf dem Tempelberg beten möchten, geändert. Bislang war dies verboten. Nach der neuen Regelung dürfen jüdische Besucher die Stätte mit einem speziellen Gebetsblatt betreten, das am Eingang verteilt wird. Sie dürfen weiterhin keine persönlichen Gebetsbücher oder andere religiöse Gegenstände mitbringen. Das genehmigte Blatt enthält Anweisungen für Besucher sowie die Amidah, ein zentrales Gebet, das dreimal täglich gesprochen wird. Im Laufe der Jahre wurden Hunderte jüdischer Besucher festgenommen, weil sie leise Gebete gesprochen oder religiöse Gegenstände mit sich geführt hatten. Für die Erlaubnis jüdischer Gebete hatte sich Polizeiminister Itamar Ben Gvir eingesetzt. Der heiß umstrittene Ort war Standort der beiden jüdischen Tempel. Seit dem 7. Jahrhundert stehen dort die Al-Aqsa-Moschee und der Felsendom.