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Tausende Juden trauern und beten auf dem Tempelberg

24.07.2026 (TM) – Mehrere Tausend Juden besuchten gestern, am Trauertag Tischa beAv, den Jerusalemer Tempelberg. Einige von ihnen beteten offen, was Juden auf dem von der jordanischen Waqf-Stiftung verwalteten Gelände verboten ist. Schätzungen zufolge sind ein Dutzend Menschen festgenommen worden, weil sie auf der Westseite des Tempelbergs gebetet hatten – im Gegensatz zur Ostseite, wo jüdische Gebete mittlerweile de facto von der Polizei geduldet werden. Die Polizei erlaubte jüdischen Gläubigen, liturgisches Material für Tischa beAv auf das Gelände mitzunehmen. Tischa beAv wurde in diesem Jahr vom Mittwochabend bis zum Donnerstagabend begangen. Es ist ein Tag der Trauer und des Fastens, der an die Zerstörung des Ersten und Zweiten Tempels erinnert. Der Tempelberg ist die heiligste Stätte des Judentums, an der einst die beiden biblischen Tempel standen. Die Al-Aqsa-Moschee auf dem Berg ist die drittheiligste Stätte des Islam, wodurch dieser Ort zu einem zentralen Brennpunkt des israelisch-palästinensischen Konflikts wird.