
News aus Israel im Fokus
Militär sieht geplante „humanitäre Stadt“ kritisch
14.07.2025 (TM) – Der Vorschlag, in Rafah im südlichen Gazastreifen eine „humanitäre Stadt“ zu errichten, stößt in Israel und im Ausland weiterhin auf Widerstand. Das Militär gab einem Medienbericht zufolge zu bedenken, dass „drei bis fünf Monate vom Baubeginn bis zur Inbetriebnahme“ vergehen würden. Das Vorhaben sei ein Hindernis bei den Geisel- und Waffenstillstandsverhandlungen. Der Plan für die „humanitäre Stadt“ wurde Anfang letzter Woche von Verteidigungsminister Israel Katz vorgestellt. Sie würde zunächst etwa 600.000 Bewohner des Gazastreifens aufnehmen und dann die gesamte Bevölkerung der Enklave, mehr als 2 Millionen Menschen. Die Bewohner würden vor dem Betreten kontrolliert und dürften die Stadt nicht verlassen, es sei denn zur freiwilligen Ausreise in ein anderes Land. Der frühere Regierungschef Ehud Olmert sprach von einem „Konzentrationslager“.