
News aus Israel im Fokus
Scharfe Kritik an Ben Gvirs Gebet auf dem Tempelberg
04.08.2025 (TM) – Wenn ein Jude an jenem Ort betet, wo einst der jüdische Tempel stand, macht das unter Umständen auf der ganzen Welt Schlagzeilen. Der Minister für Nationale Sicherheit, Itamar Ben Gvir, hat anlässlich des Gedenktages Tischa B’Av eine Gruppe jüdischer Gläubiger zum Gebet auf den Tempelberg geführt. Es ist das erste Mal, dass ein Minister der Regierung entgegen dem Status quo dort offen gebetet hat. Die Rekordzahl von mehr als 3 500 jüdischen Pilgern soll die Stätte im Laufe des Fastentages besucht haben. Der Tempelberg, auf dem heute die muslimische Al-Aqsa-Moschee und der Felsendom stehen, ist einer der brisantesten Orte im Nahen Osten. Ben Gvirs Vorgehen wurde von der Palästinensischen Autonomiebehörde, Jordanien und Saudi-Arabien sofort scharf verurteilt. Premierminister Netanjahu erklärte, dass „Israels Politik, den Status quo beizubehalten, sich nicht geändert hat“.