
News aus Israel im Fokus
Symbolische Schläge zur Sühnung von Sünden
02.10.2025 (TM) – Ein ultraorthodoxer jüdischer Mann „peitscht“ einen anderen mit einem Ledergürtel. Das ist die symbolische Strafe für seine Sünden während der traditionellen „Malkot“-Zeremonie. Diese wird in einigen Gemeinden alljährlich wenige Stunden vor Beginn von Yom Kippur abgehalten, wie hier in einer Synagoge im ultraorthodoxen Viertel Mea Shearim in Jerusalem. Der Schlagende darf dem Empfänger unter keinen Umständen Schmerzen zufügen. Es ist eine rein symbolische Handlung, die die vollständige Reue fördern soll. Im Rahmen der symbolischen Geißelung werden Psalmen über Vergebung gesprochen. Einst gab es für die meisten Vergehen gegen die Tora 39 Malkot (Peitschenschläge) als Bestrafung. Die Malkot-Zeremonie wird heute nur noch selten abgehalten. Vor allem bei chassidischen Juden ist das Ritual verbreitet.