
News aus Israel im Fokus
Ultraorthodoxe drängen auf vorgezogene Neuwahlen
13.05.2026 (TM) – Die siebenköpfige ultraorthodoxe Partei „Vereinigtes Torah-Judentum“ (UTJ) strebt die Auflösung der Knesset und vorgezogene Neuwahlen an. Begründet wird der Schritt damit, dass es der Regierung nicht gelungen sei, ein Gesetz zu verabschieden, das die seit Jahrzehnten bestehende Befreiung von Jeschiva-Studenten vom Wehrdienst verlängert. „Wir haben kein Vertrauen mehr in [Premierminister Benjamin] Netanjahu“, erklärte der geistliche Leiter der Partei, Rabbi Dov Lando (Foto). Mehrere Abgeordnete der Opposition reichten ebenfalls Gesetzentwürfe zur Auflösung des Parlaments ein. Falls sie Erfolg haben, könnten die Wahlen bereits im August stattfinden. Die Strenggläubigen bevorzugen Berichten zufolge den 15. September. Spätestens am 27. Oktober 2026 müssen ohnehin Parlamentswahlen abgehalten werden. Die Wehrdienst-Befreiung der Ultraorthodoxen ist in Israel höchst umstritten.