News aus Israel im Fokus

Ultraorthodoxe ernten Weizen für Pessach im nächsten Jahr

16.05.2026 (TM) – Ultraorthodoxe Juden befolgen ein uraltes biblisches Gebot und ernten von Hand Weizen auf einem Feld in der Nähe von Modi’in. Den Weizen werden sie fast ein Jahr lang lagern, um ihn dann zu Mehl zu mahlen und daraus ungesäuertes Brot für das einwöchige Pessachfest zu backen. Dabei suchen sie nach den besten, makellosen Ähren und begutachten jedes Korn sorgfältig – denn zum Pessachfest werden die „Erstlingsfrüchte“ des Landes Gott geweiht: Nach Überzeugung der Gläubigen steht ihm der erste und beste Teil der Ernte zu. Die aus diesem Weizen hergestellten Mazzen (ungesäuertes Brot) nennt man Schmura-Mazzen. Sie unterscheiden sich von gewöhnlichen Mazzen dadurch, dass die Körner nicht erst ab der Mühle, sondern bereits vom Moment der Ernte an lückenlos überwacht werden. Das ist mit erheblichem Aufwand verbunden – weshalb die handgemachten Schmura-Mazzen deutlich teurer sind als maschinell hergestellte Massenware.