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EILMELDUNG: Messerangriff am Damaskustor

JERUSALEM, 31.05.2019 (TM) – Bei einem Messerangriff am Damaskustor zur Jerusalemer Altstadt ist am frühen Freitagmorgen ein Mann lebensgefährlich verletzt worden. Nach Polizeiangaben stach der Angreifer auf ihn ein und flüchtete dann in die Altstadt. In der Nähe der Hurva-Synagoge verletzte der Täter einen 16-Jährigen, bevor er von der Polizei niedergeschossen wurde. Der Täter, ein 19 Jahre alter Palästinenser aus dem sogenannten Westjordanland, starb an den Schusswunden.

Die Behörden gehen von einem terroristisch-nationalistischen Hintergrund aus. Das Damaskustor war in der Vergangenheit mehrfach Schauplatz von Angriffen extremistischer Araber auf Juden gewesen.

Stichwunden am gesamten Oberkörper

Das erste Opfer des mutmaßlichen Terroristen, ein 47 Jahre alter Mann, erlitt Stichwunden am Brust, Hals, Kopf und Oberkörper. Nach Angaben von Ersthelfern verlor er viel Blut. Der Rettungsdienst brachte den Bewusstlosen ins Krankenhaus, sein Zustand sei kritisch aber stabil, hieß es. Der 16-Jährige wurde mit Stichwunden am Rücken ins Hadassah-Krankenhaus in Ein Kerem eingeliefert. Laut Auskunft der behandelnden Ärzte ist der Teenager bei vollem Bewußtsein. Sein Zustand sei „gemäßigt bis ernst“. Chirurg Dr. Michael Samer, der den jungen Mann behandelt, hat in der Zwischenzeit bekannt gegeben, dass er eine Lungenverletzung erlitten habe und „entsprechend behandelt worden sei“. Er wurde auf die Intensivstation verlegt.

Die Tatwaffe.

Das Messer des Täters.                       Foto: Polizei

Die Polizei ist aktuell mit starken Kräften in der Altstadt präsent, um nach eventuellen Mittätern zu fahnden und weitere Angriffe zu verhindern. Während des muslimischen Fastenmonats Ramadan gilt die Situation als besonders angespannt. Unterdessen wurde am Qalandia-Checkpoint ein Palästinenser mit einem Messer verhaftet. Die Grenzpolizei wurde angewiesen, die Sicherheitskontrollen an den Jerusalemer Grenzübergängen zu intensivieren, um weitere Terroranschlägen zu verhindern.

Spurensicherung

Spurensicherung am Tatort.              Foto: Polizei

Titelbild: Der Tatort am Damaskustor. Sanitäter kümmern sich um das schwer verletzte Opfer. Foto: Magen David Adom