
11 Monate Gaza-Krieg: 17.000 Terroristen getötet – Terror- und Raketenangriffe überrollen Israel
JERUSALEM, 09.09.2024 (NH) – Seit dem Überraschungsangriff und dem schrecklichen Massaker der Hamas am 7. Oktober ist das Leben der israelischen Bürgerinnen und Bürger nicht mehr dasselbe. Neben Hunderten von Toten, Tausenden von körperlich und psychisch Verletzten, 101 israelischen Geiseln, zerreißen wöchentliche Proteste das Land und die anfängliche Einheit Israels. Neben mehreren aktiven Kriegsschauplätzen heizen Spannungen in Judäa und Samaria die Lage weiter an. Aber auch im Ausland kommen Israelis derzeit nicht zur Ruhe: Antiisraelische und antisemitische Organisationen rufen bei Demonstrationen öffentlich zur dritten Intifada und zur Vernichtung Israels auf. Die Daten im Überblick zu Beginn des 12. Kriegsmonats.
„Eiserne Schwerter“ – die Daten
Der Krieg der israelischen Streitkräfte gegen die amtierende Terrororganisation in Gaza geht in den zwölften Kampfmonat. Nach Angaben des INSS Institute for National Security Studies wurden seit Kriegsbeginn 1.664 Israelis getötet, davon 706 Soldaten und Soldatinnen. 17.809 Israelis wurden verletzt und 101 Geiseln befinden sich noch in der Gewalt der Hamas. Mehr als 20.000 Raketen wurden auf 935 Ortschaften abgefeuert, so dass immer noch 143.000 Israelis den Titel „Flüchtlinge im eigenen Land“ tragen.
Auch die Lage im Gazastreifen wird in den Daten deutlich: Seit Beginn des Krieges wurden rund 17.000 Hamas-Terroristen getötet. Die israelische Armee hat 38.000 militärische Ziele der Terrororganisation in der Enklave angegriffen und zerstört. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza, das der Hamas untersteht, sollen 41.000 Gaza-Bewohner getötet und fast 95.000 verletzt worden sein.
Terrorwelle in Judäa und Samaria
Ein Blick auf den nördlichen Sektor zeigt 50 israelische Opfer, darunter 24 Soldaten. Mehr als 7.600 Raketen wurden aus Syrien und dem Libanon auf Israel abgefeuert, was zur Evakuierung von mehr als 68.000 Israelis aus 43 Ortschaften in der Region führte. Im benachbarten Libanon führte der militärische Schlagabtausch zu mehr als 100.000 libanesischen Flüchtlingen.
Der „Krieg des Eisernen Schwertes“ entfachte auch das so genannte Westjordanland. Seit Kriegsbeginn wurden in Judäa und Samaria 4.973 Terroranschläge verübt, bei denen 38 Israelis getötet (darunter 12 Soldaten und 3 Polizisten) und 285 verletzt wurden. Die israelische Armee verhaftete 4.400 Palästinenser, darunter 1.850 Hamas-Aktivisten. Darüber hinaus wurden seit dem 7. Oktober 1.407 gewalttätige Zwischenfälle zwischen jüdischen Bewohnern der Region und benachbarten Palästinensern registriert.
Die Welt gegen Israel
Nach dem grausamen Massaker der Hamas im Süden Israels und dem darauf folgenden Kriegsbeginn zur Entmilitarisierung der Terrororganisation kam es weltweit zu Tausenden von Demonstrationen. Die absolute Mehrheit der Proteste richtete sich gegen die israelische Gaza-Offensive. Durchschnittlich 2.090 Anti-Israel-Demonstrationen pro Monat standen 65 Solidaritätskundgebungen und Märsche für den jüdischen Staat gegenüber. Das Land mit den meisten antiisraelischen Protesten war der Jemen mit rund 5.500 Demonstrationen, gefolgt von den USA mit rund 3.500 Demonstrationen. Auch im Iran, in der Türkei und in Marokko kam es zu massiven antiisraelischen Protesten. Bemerkenswert ist, dass die USA auch die Liste der Länder anführt, in denen die meisten pro-israelischen Demonstrationen stattfanden. Weitere Pro-Israel-Demonstrationen fanden in Frankreich, Deutschland, Kanada und Australien statt.
Titelbild: Der Krieg in Gaza geht in den 12. Kampfmonat. Foto: Armeesprecher