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Ehemalige Geisel berichtet: „Ich wurde von Hamas-Wachmann auf schrecklichste Weise sexuell missbraucht“

JERUSALEM / NEW YORK, 25.10.2024 (TM) – Die ehemalige israelische Geisel Amit Soussana (40) hat dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen von den sexuellen Übergriffen berichtet, denen sie in der Gefangenschaft der Hamas ausgesetzt war. Sie forderte das Gremium auf, die verbleibenden Geiseln zu schützen und gleichzeitig die Gräueltaten an ihnen nicht länger zu ignorieren. Die Rechtsanwältin war am 7. Oktober aus ihrem Haus im Kibbuz Kfar Aza entführt und nach 55 Tagen durch ein Geiselabkommen im vergangenen November freigekommen.

Bei Entführung schwer verprügelt

Sie berichtete dem Sicherheitsrat von ihrer Entführung: „Ich wurde aus meinem brennenden Haus zur Grenze des Gazastreifens geschleppt und auf dem Weg dorthin schwer verprügelt. Es fühlte sich an, als hätten sie Freude daran, mich zu verletzen. Sie berührten sogar meine intimen Körperteile, während ich versuchte, mich zu wehren. Ich wehrte mich, obwohl ich wusste, dass dies zu meinem Tod führen könnte, aber zu diesem Zeitpunkt war ich bereit zu sterben. Ich fürchtete mehr um meinen Körper und meine Seele als um mein Leben. Also habe ich mich gewehrt. Mein ganzes Gesicht und mein Körper waren geprellt und geschwollen. Meine Augenhöhle war gebrochen, und ich hatte eine Knieverletzung, unter der ich immer noch leide.“

Bei Missbrauch völlig hilflos

Über ihre Gefangenschaft sagte sie: „Ich wurde gefangen gehalten, allein, am Knöchel mit einer Metallkette gefesselt. Ich konnte mich nicht bewegen und musste um Erlaubnis bitten, um auf die Toilette zu gehen. In diesem Haus wurde ich von dem Hamas-Terroristen, der mich bewachte, sexuell missbraucht. Er zwang mich, unter die Dusche zu gehen, betrat den Raum und richtete seine Waffe auf mich. Er atmete schwer und hatte ein monströses, bestialisches Gesicht. Er plante seinen Angriff minutiös und wartete auf den richtigen Moment, um seinen Willen durchzusetzen. Er stellte mir ständig private sexuelle Fragen, während er in seiner Unterwäsche neben mir saß, mein Hemd hochhob, mich berührte und ständig fragte, wann meine Periode vorbei sei. Ich wusste genau, was er vorhatte, und doch konnte ich nichts tun, um es zu verhindern. Ich war völlig hilflos. Als der Übergriff vorbei war, durfte ich nicht einmal weinen oder traurig sein. Ich hatte niemanden, der mich tröstete, und war gezwungen, ‚nett‘ zu der Person zu sein, die mich gerade auf die schrecklichste Weise sexuell missbraucht hatte. Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht daran denke, was dieser schreckliche Mann mir angetan hat, aber ich erinnere mich immer wieder daran, dass ich jetzt frei bin und er mir nicht mehr wehtun kann.“

Amit Soussana spricht auf einer Kundgebung auf dem „Geiselplatz“ in Tel Aviv. Foto: Avshalom Sassoni/Flash90

Einige Tage nach dem Angriff, so Soussana, wurde sie an einen neuen Ort mit schwer bewaffneten Hamas-Terroristen gebracht, die sie folterten, kopfüber aufhängten, schlugen und demütigten.

Lassen Sie die Geiseln nicht im Stich“

Amit Sousanna wandte sich abschließend direkt an die Mitglieder des Sicherheitsrates: „Ich fordere Sie auf, die Augen nicht vor den Gräueltaten zu verschließen, die an unschuldigen Zivilisten begangen werden. Es liegt in Ihrer Verantwortung, die Menschenrechte zu schützen, den Terrorismus zu bekämpfen und die Verantwortlichen für diese abscheulichen Verbrechen vor Gericht zu stellen. Die Welt schaut zu und wartet darauf, dass der UN-Sicherheitsrat seinem Mandat gerecht wird. Ich flehe Sie an, lassen Sie uns nicht im Stich. Sichern Sie die Freiheit der Geiseln, und sorgen Sie dafür, dass niemand sonst das gleiche Schicksal erleidet.“

Israel hat die Vereinten Nationen beschuldigt, die sexuelle Gewalt während des Angriffs am 7. Oktober herunterzuspielen. Der israelische UN-Botschafter Danny Danon postete auf X: „Amit, Du bist stark und kraftvoll. Danke, dass Du Deine Geschichte mit der Welt teilst und damit erneut das wahre Gesicht der Terrororganisation Hamas offenlegst. Wir werden nicht aufhören, bis die Hamas alle 101 Geiseln freilässt, die noch in Gaza festgehalten werden.“

Titelbild: Die Israelin Amit Soussana berichtet dem UN-Sicherheitsrat, wie sie die Hamas-Terroristen missbraucht haben. Foto: Screenshot / The Hostages Families Forum Headquarters

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