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Immer mehr israelische Frauen schließen sich Militäreinheiten an der vordersten Front an

JERUSALEM, 22.08.2025 (TPS-IL/NH) – Die israelischen Streitkräfte haben im vergangenen Jahr einen historischen Meilenstein erreicht und über 5.000 Soldatinnen in den Kampf geschickt. Die Rekordzahlen bedeuten eine Verzehnfachung gegenüber 500 Kämpferinnen vor einem Jahrzehnt, wie das Militär mitteilte. Die dem Verteidigungsminister vorgelegten Daten zeigen, dass sich im Jahr 2024 mehr als 20.000 junge Frauen für Kampfpositionen gemeldet haben.

Immer mehr weibliche Kämpfer

Weibliche Soldaten dienen derzeit in einer Vielzahl von Kampfeinheiten im Kern der israelischen Verteidigungsoperationen – und das nicht nur in der Kampfunterstützung. Das bedeutet, dass sie im Artilleriekorps, in gemischtgeschlechtlichen Bataillonen, in Luftverteidigungseinheiten und auch in höheren Kommandopositionen ihr Land verteidigen.

Im Schatten der steigenden Zahl von Wehrdienstentziehern und Deserteuren – trotz Zehntausender neuer Einberufungsbefehle jedes Jahr – wächst der Druck auf Israels Reservetruppen. Jedoch kündigte Armeechef Eyal Zami, die Aussetzung eines Pilotprogramms zur Ausbildung von Frauen für Elite-Kampfaufgaben an. Er begründete dies mit professionellen Einschätzungen zur operativen Mobilität und anderen operativen Überlegungen.

Mehr Interesse an Kampfpositionen

Laut dem Personaldirektorat des israelischen Militärs haben sich im vergangenen Jahr mehr als 20.000 Frauen, die für den Kampfdienst infrage kommen, gemeldet. Diese Rekrutinnen wurden als medizinisch, körperlich und geistig tauglich für den Frontdienst beurteilt. 35 % von ihnen nahmen an vorbereitenden Gefechtsbewertungstagen teil und 76 % davon meldeten sich formell als Kampfsoldatinnen. Insgesamt schlossen etwa 5.300 der 7.000 jungen Frauen, die Interesse an Kampfeinsätzen bekundet hatten, die Ausbildung zur Kampfsoldatin ab. „Bis heute meldet sich jede vierte Frau, die für den Kampfdienst tauglich befunden wurde, tatsächlich für eine Kampfrolle”, sagte Generalmajor David Bar Kalifa, Leiter der Arbeitsdirektion des israelischen Militärs.

Israelische Soldatinnen blicken auf die Altstadt Jerusalems. Foto: Andrew McIntire/TPS

Weibliche Soldaten sind heute ein wichtiger Bestandteil der Einheiten, die entlang der israelischen Grenze zu Ägypten und Jordanien sowie an der Trenn- und Sicherheitsmauer in Judäa und Samaria stationiert sind. In einigen Bataillonen stellen Frauen mehr als 60 Prozent des Personals. Einige von ihnen dienen sogar an Bord von Israels wichtigstem Kampfpanzer, dem Merkava. In den letzten Jahren haben diese Einheiten hunderte operative Missionen im Gazastreifen durchgeführt. Auch der Anteil von Frauen in der Artillerie und in den Einheiten des Heimatfrontkommandos steigt kontinuierlich. Derzeit richtet sich die Aufmerksamkeit jedoch zunehmend auf weibliche Rekruten der Elite-Pioniereinheit Yahalom der israelischen Ingenieurcorps, die sich derzeit in der Ausbildung befinden.

Frauen in militärischen Führungspositionen

Die Zahlen spiegeln das ungenutzte Potenzial in der israelischen Gesellschaft wider – insbesondere angesichts des anhaltenden Mangels von rund 7.000 Kampf- und Kampfunterstützungskräften. In gemischtgeschlechtlichen Bataillonen sowie in Einheiten des Artillerie-, Luftverteidigungs- und Heimatfrontkommandos steigen Frauen zunehmend in Führungspositionen auf. Dies unterstreicht ihre wachsende operative Bedeutung.

Bar Kalifa betonte zudem die Bemühungen der Armee, Personal zu halten: „Wir arbeiten intensiv daran, die personellen Ressourcen zu maximieren – nicht nur vor der Einberufung, sondern auch während des gesamten Dienstes –, um eine Abnutzung in der gesamten Armee zu verhindern.“

Titelbild: In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der neuen Kämpferinnen von 500 auf 5.000 pro Jahr gestiegen. Foto: Wisam Hashlamoun/Flash90

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