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Christen und Juden vereinen sich in einer Gebetszeremonie zum Gedenken an Charlie Kirk

JERUSALEM, 21.09.2025 (NH) – Der Tod von Charlie Kirk hat nicht nur die USA, sondern auch Israel erschüttert. Der Mord an dem 31-jährigen Israelfreund hat Dutzende Christen und Juden in Israel dazu veranlasst, einen öffentlichen Gebetsgottesdienst zum Gedenken an den evangelikalen Aktivisten abzuhalten. Austragungsort der Veranstaltung war der Tempelberg in Jerusalem. Während der gemeinsamen Gebete baten die Anwesenden um Frieden, Toleranz und Einheit, um die Rückkehr der Entführten sowie um die Sicherheit der israelischen Soldatinnen und Soldaten.

Gedenken an den evangelikalen Israelfreund

Charlie Kirk war ein konservativer Aktivist aus den USA, ein überzeugter Pro-Israel-Verteidiger und der Gründer der Bewegung „Turning Point USA”. Der Republikaner war auch ein gläubiger Christ und war davon überzeugt, dass der jüdische Schabbat „eine wesentliche Antwort auf die Herausforderungen der modernen Welt” sei. Er war der Ansicht, dass, wenn Gott am siebten Tag ruhte, auch der Mensch ruhen sollte.

Der erschütternde Mord an dem jungen Mann während einer seiner bekannten Debatten an der Universität von Utah löste weltweit zahlreiche Reaktionen aus. Während der Mord auf einigen Medienplattformen und in sozialen Netzwerken legitimiert und sogar gefeiert wurde, suchte man in Israel nach würdigen Gesten zu Ehren des jungen Aktivisten. So wurden nicht nur die amerikanischen Flaggen auf Halbmast gesetzt; der Bürgermeister der Küstenstadt Netanya kündigte auch an, einen neuen Platz in der Stadt nach ihm zu benennen.

In Jerusalem haben sich nun Juden und Christen zu einer gemeinsamen Gedenkzeremonie zu Ehren von Charlie Kirk zusammengefunden. Die besondere religionsübergreifende Veranstaltung wurde von den Organisationen Beyadeinu bead Har HaBeit (In unseren Händen für den Tempelberg), Root Source, der Jerusalem Peace Foundation, dem Israel Lighthouse for the Nations und dem Schofar in Zion initiiert. Der Tempelberg wurde als ein Ort gewählt, an dem sich alle Völker den Organisatoren zufolge mit Respekt und Liebe verneigen können. Das gemeinsame Gebet wurde von dem ehemaligen Knesset-Mitglied Rabbi Yehuda Glick und dem Dichter und sozialen Aktivisten Mordechai Eskin geleitet.

Auf dem Dizengoff-Platz in Tel Aviv zünden Israelis Kerzen zum Gedenken an Charlie Kirk an. Er wurde am 10. September 2025 während einer Veranstaltung an der Utah Valley University ermordet. Foto: Avshalom Sassoni/Flash90 

„Wir leben in einer Welt des Hasses“

Rabbi Glick, der selbst einen Mordversuch im Jahr 2014 überlebte, erklärte: „Charlie war in der Lage, auch nach seinem Tod Herzen mit dem Glauben zu verbinden und Juden und Christen an diesem heiligen Ort zu vereinen. Das heutige Gebet ist ein Aufruf zum Frieden in der Welt und zur Stärkung von Charlies Familie.“

Mordechai Eskin fügte hinzu: „Charlie war die Verkörperung des Lichts im Angesicht der Dunkelheit. Inspiriert von ihm leuchten wir vom Tempelberg aus ein Licht der Liebe, des Friedens und der Einheit und sprechen ein gemeinsames Gebet für Juden und Christen, die Israel lieben.“

Yehuda Glick sagte den israelischen Medien, der Mord an Charlie Kirk sei „das Ergebnis einer wachsenden Kultur des Hasses und des Schweigens“. „Leider erleben wir eine Welt des Hasses. Eine Welt, in der Sprache Geschwätz und extremistisch ist. Es kommt zu dem Punkt, an dem eine große Öffentlichkeit das Gefühl hat, dass ihr die ganze Wahrheit gehört, und diejenigen, die anders denken, als dunkel, primitiv und dämonisch dargestellt werden.“ Rabbi Glick fügte hinzu, dass eine „Atmosphäre, die Dämonisierung zulässt und diejenigen zum Schweigen bringt, die eine andere Meinung vertreten, eine fundamentale Gefahr für die gesamte Gesellschaft darstellt”.

Nach dem gemeinsamen Gebet erklärten die Organisatoren, sie wollten „Charlies Vermächtnis an zukünftige Generationen weitergeben.“

Titelbild: Der ehemalige israelische Abgeordnete Yehuda Glick besuchte gemeinsam mit Christen und Juden den Tempelberg in der Altstadt von Jerusalem. Foto: Dor Pazuelo/Flash90

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