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Iran verspricht „alle Formen der Unterstützung“ für die Hisbollah im Libanon

JERUSALEM 30.09.2025 (LS) – Der Iran hat erneut bekräftigt, dem Libanon und der Hisbollah in allen Bereichen Unterstützung zu gewähren. Bei einem Treffen in Beirut erklärte Ali Larijani, der Iran werde „auf allen Ebenen“ helfen – und zeigte einmal mehr die enge Verbindung zwischen Teheran und seiner libanesischen Stellvertreterorganisation.

Verstärkte Allianz gegen Israel

Larijani, der als Leiter des Obersten Nationalen Sicherheitsrates Irans fungiert, reiste am Samstag gemeinsam mit Delegationen nach Beirut und traf dort Hisbollahführer Naim Qassem sowie den libanesischen Parlamentspräsidenten Nabih Berri. In öffentlichen Erklärungen bekräftigte Larijani, dass der Iran in „allen Formen der Unterstützung“ präsent sei – politisch, finanziell und militärisch. Qassem dankte für „dauerhaften Rückhalt“ und betonte zugleich, die Hisbollah sei offen für Gespräche mit allen Parteien, „die sich gegen Israel stellen“.

Die gemeinsame Linie verdeutlicht, dass die sogenannte „Widerstandsachse“ im Nahen Osten mehr ist als Rhetorik: Die Hisbollah gilt als eine der am bestausgerüsteten Milizen mit direkter Anbindung an den Iran – eine strategische Position gegen Israel im Norden. Ein Bericht vom März enthüllte, dass der Iran europäische Häfen nutzt, um Waffenlieferungen an die Hisbollah im Libanon zu verschleiern.

Bedeutung für Israels Sicherheitsstrategie

Diese erneute Allianzbestätigung kommt in einer Zeit, in der Israel bereits an mehreren Fronten Druck spürt: Der Gazakonflikt, Drohnen und Raketen aus dem Jemen sowie mögliche Übergriffe aus Syrien fordern die Verteidigungsfähigkeit heraus. Irans Zusage verschärft die Lage – sie verkürzt mögliche Reaktionszeiten und signalisiert, dass Israel auf lange Sicht mit koordinierten Angriffen auf mehreren Linien rechnen muss.

Auch diplomatisch sendet die Aktion ein deutliches Signal: Während Israel seine militärischen Einsätze durchführt, zeigt der Iran, dass er nicht nur entfernt agiert, sondern direkt in die strategische Gestaltung des Konflikts eingebunden ist. Für Israels Führung heißt das: Der Iran könnte wieder zum Ziel eines direkten Angriffs werden, wenn er seine Stellvertreter erneut gegen den jüdischen Staat mobilisiert.

Titelbild: Ein im letzten Krieg mit Israel zerstörtes Dorf im Süden des Libanon. Foto: Ayal Margolin/Flash90

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