zurück zu Aktuelles

Hamas hat auf Instagram und TikTok Informationen gesammelt, um Soldaten vor der Terrorinvasion am 7. Oktober auszuspionieren

JERUSALEM, 24.11.2025 (NH) – Eine Untersuchung des israelischen Militärs hat ergeben, dass die Terrororganisation Hamas jahrelang eine detaillierte Geheimdienstdatenbank über Panzer, israelische Armeestützpunkte und Sicherheitskräfte aufgebaut hat. Die Daten wurden aus den sozialen Netzwerken von 100.000 Soldaten gesammelt. Zur Beschaffung der sensiblen Daten infiltrierten die Terroristen nicht nur Instagram-Profile von Soldaten, sondern auch die Plattform TikTok. Mithilfe der besagten sensiblen Datenbank konnten die Hamas-Aktivisten die israelischen Panzer im Grenzgebiet während ihrer Terrorinvasion am 7. Oktober 2023 kampfunfähig machen.

Hunderttausend Soldaten wurden überwacht

Israels Merkava-Mark-4-Panzer, die als die fortschrittlichste gepanzerte Fahrzeuge der IDF gelten, wurden schlichtweg über einen versteckten Notschalter, der nur den eigenen Streitkräften bekannt sein sollte, unbrauchbar gemacht. Monatelang versuchte das Verteidigungsestablishment herauszufinden, woher die Terrororganisation das Detail wusste. Anfang 2024 fanden Militärtruppen in einem unterirdischen Tunnelkomplex namens „Pentagon” die Antwort auf die prekäre Frage. Demzufolge hat eine Spezial-Geheimdiensteinheit der Hamas, die aus 2.500 Agenten bestand, Zehntausende gefälschte Social-Media-Konten erstellt und über einen Zeitraum von fünf Jahren israelische Streitkräfte verfolgt. So wurden Karten, Dienstberichte, Virtual-Reality-Simulatoren und maßstabsgetreue Modelle militärischer Ausrüstung gesammelt und eine gefährliche, tiefgehende Geheimdienstdatenbank über das israelische Militär, speziell über den besagten Merkava-Mark-4-Panzer erstellt. Die israelischen Soldaten schienen ihre Bilder und Videos als unbedeutend einzustufen und verbreiteten sie ohne Rücksicht auf die Informationssicherheit auf den verschiedenen Medienplattformen. Das Material dokumentierte ihren regulären Dienst sowie die täglichen Routinen auf den Stützpunkten.

Terrorausbildung auf „Pentagon-Tunnelkomplex“

Mithilfe des gesammelten Materials absolvierten die Terroristen eine Art Ausbildung und arbeiteten mit einem fortschrittlichen Simulator sowie einem Merkava-Modell in Originalgröße. Ziel des Panzertrainings war es, während der geplanten Terrorinvasion die Gewalt über die Panzer der israelischen Streitkräfte zu übernehmen und sie gegen die Militärkräfte einzusetzen.

Eines der beschlagnahmten Geheimdienstdokumente beschrieb auch den genauen Aufbau eines Armeestützpunktes einschließlich der Schutzbunker, der Unterkünfte, deren Widerstandsfähigkeit gegen Raketenbeschuss, der Generatorräume, der Kommunikationsantennen, der Überwachungskameras und des sogenannten operativen Kriegsraums. Die Terrorgruppe wusste sogar, wo sich die Schlafbereiche der Kommandeure befanden und wie viele Soldaten welche Waffen hatten. Nachdem die Geheimdokumente gefunden worden waren, wurde dem israelischen Militär klar, wie umfangreich die Ausspionierung gewesen war. In einem Radiointerview erklärte ein Offizier, das israelische Militär habe einige der Hamas-Trainingsmodelle gekannt, doch habe sich niemand vorstellen können, „wie genau sie waren”.

Titelbild: Israelische Soldaten in der Nähe der israelischen Grenze zum Gazastreifen, 23. November 2025. Foto: Tsafrir Abayov/Flash90

Weitere News aus dem Heiligen Land