
Israelische Sicherheitskräfte retten israelische Frau und ihr Kind aus Bethlehem
JERUSALEM 25.12.2025 (LS) – Nach Berichten israelischer Medien und Sicherheitskreise sind in der Nacht zum 24. Dezember 2025 eine israelische Frau und ihre Tochter aus Bethlehem gerettet worden. Sie war absichtlich in die Stadt gereist, obwohl dieses Gebiet nach israelischer Gesetzgebung für israelische Staatsbürger tabu ist, da sie sich dort großer Gefahr aussetzen. Im Gebiet A des sogenannten Westjordanlands herrscht die vollständige zivile und sicherheitspolitische Kontrolle der Palästinensischen Autonomiebehörde.
Rettung durch israelische Sicherheitskräfte
Laut einer ersten Untersuchung durch Sicherheitskräfte hatte die israelische Frau die Warnungen vor dem Betreten von Gebiet A außer Acht gelassen.
Die israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) sowie Beamte der Zivilverwaltung wurden alarmiert und eskortierten die Frau und das Kind in Sicherheit. Anschließend wurden beide an die israelische Polizei übergeben, die den Vorfall weiter untersucht. Die Behörden bewerteten den Aufenthalt als riskant, da die Kontrolle über den Sicherheitsbereich nicht bei israelischen Kräften liegt.
Berichten zufolge handelte es sich um den dritten ähnlichen Fall innerhalb von wenigen Tagen, in denen israelische Staatsbürger in Gebiet A gerieten und anschließend von Sicherheitskräften gerettet wurden. In anderen Fällen hatten Israelis Dörfer wie Ni’lin oder Husan betreten, ehe sie lokalisiert und evakuiert wurden.
Sicherheitslage in palästinensischen Gebieten
In Gebiet A des sogenannten Westjordanlands (biblisch: Judäa und Samaria) sind Juden einem erhöhten Sicherheitsrisiko ausgesetzt. Diese Einschätzung basiert auf früheren Fällen von Entführungen, Lynchversuchen und tödlichen Angriffen auf Israelis, die sich ohne Schutz in solche Gebiete begeben haben. Aus diesem Grund ist das Betreten dieser Zonen für israelische Staatsbürger gesetzlich untersagt.
Anfang der Woche teilten Sicherheitsquellen der Nachrichtenseite Walla mit, dass die Zahl der Israelis, die in das Gebiet A des Westjordanlands einreisen, steigt, während die Aufwiegelung durch die Hamas das Risiko gewalttätiger Vorfälle wie Lynchmorde oder Mord erhöht.
Darüber hinaus könnten Israelis, die in das Gebiet A einreisen, zu einer Verschärfung der Spannungen in der Region führen, warnten die Quellen. Demgegenüber halten sich Palästinenser regelmäßig gefahrlos in israelisch kontrollierten Gebieten auf.
Titelbild: Palästinensische Sicherheitskräfte bewachen die jährliche Weihnachtsprozession in der Geburtskirche in Bethlehem am 24. Dezember 2025. Foto: Wisam Hashlamoun/Flash90