
US-Festnahme des Präsidenten von Venezuela findet in Israel Beifall und weckt Hoffnung auf ein Ende der iranischen Achse
JERUSALEM 04.01.2026 (LS) – Israel hat US-Präsident Donald Trump am Samstag zu seiner erfolgreichen Operation zur Festnahme des venezolanischen Staatschefs Nicolas Maduro und seiner Frau gratuliert. Israels Außenminister Gideon Sa’ar erklärte, die Vereinigten Staaten hätten „als Anführer der freien Welt gehandelt“. Gleichzeitig äußerte er die Hoffnung auf eine Wiederaufnahme der Beziehungen zwischen Jerusalem und Caracas.
Venezuela brach wegen der Operation „Gegossenes Blei“ in Gaza 2008–2009 die diplomatischen Beziehungen zu Israel ab und war unter Maduro eines der Länder, die sich weltweit am stärksten gegen Israels Vorgehen im Krieg in Gaza aussprachen, der durch den Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober 2023 ausgelöst wurde.
Politiker gratulieren
„In diesem historischen Moment steht Israel an der Seite des freiheitsliebenden venezolanischen Volkes, das unter Maduros illegaler Tyrannei gelitten hat“, erklärte Sa’ar wenige Stunden nach der Verhaftung einer Stellungnahme.
„Israel begrüßt die Absetzung des Diktators, der ein Netzwerk aus Drogen und Terror angeführt hat, und hofft auf die Rückkehr der Demokratie in das Land und auf freundschaftliche Beziehungen zwischen den Staaten“, so der Außenminister. „Das venezolanische Volk verdient es, seine demokratischen Rechte auszuüben. Südamerika verdient eine Zukunft, die frei von Terror und Drogen ist“, fügte Sa’ar hinzu.

Auch Premierminister Benjamin Netanjahu gratulierte Trump auf X zu seiner „mutigen und historischen Führungsrolle im Namen der Freiheit und Gerechtigkeit“.
Oppositionsführer Yair Lapid äußerte sich ebenfalls zu den Ereignissen in Venezuela und richtete eine offensichtliche Drohung an den Iran. Dieser solle sich angesichts der massiven Proteste gegen das islamische Regime in der vergangenen Woche das Schicksal Maduros vor Augen führen.
Blick auf den Iran
Der Minister für Diaspora-Angelegenheiten Amichai Chikli (Likud) zog ebenfalls Parallelen zum Iran und erklärte auf X, Maduros Festnahme sei „nicht nur eine gute Nachricht für die Menschen in Caracas, sondern auch ein vernichtender Schlag für die globale Achse des Bösen und eine klare Botschaft an [den obersten Führer des Iran, Ali] Chamenei“.
„Maduro hat kein Land regiert, sondern ein kriminelles Drogenimperium, das die Hisbollah und den Iran direkt unterstützt hat“, so Chikli.
Mit den Demonstrationen im Iran und dem wahrscheinlichen Regimewechsel in Venezuela steigt die Hoffnung in Israel auf ein Ende der iranischen Achse, die das jüdische Land seit vielen Jahren bedrängt. Mit Venezuela ist ein weiterer Dominostein in dieser Achse gefallen.
Titelbild: Der venezolanische Präsidenten Nicolas Maduro (Mitte), wird am 3. Januar 2026 von DEA-Agenten im Hauptquartier der US-Drogenbekämpfungsbehörde (DEA) in Manhattan, New York, eskortiert. Foto: X-Screenshot von Rapid Response 47 des Weißen Hauses