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Netanjahu soll Trump gebeten haben, Teheran derzeit nicht anzugreifen – Chamenei macht die USA für Demonstranten-Tötung verantwortlich

JERUSALEM, 17.01.2026 (NH) – Das amerikanische, multinational agierende Nachrichtenunternehmen CNN und die New York Times behaupten, Israels Premierminister Benjamin Netanjahu habe US-Präsident Donald Trump darum gebeten, den Angriff auf das Mullah-Regime zu verschieben. Grund für die angebliche überraschende Aufschiebung sei die Besorgnis in Jerusalem über die Raketenabwehrsysteme des Landes. Demnach seien die Verteidigungssysteme während des Krieges zwischen Israel und dem Iran im vergangenen Juni bei der Operation „Am Ke’Lavi” intensiv eingesetzt worden. Jetzt befürchte man in Jerusalem, dass die Verteidigungsfähigkeiten einer langwierigen Operation nicht standhalten würden. Neben Netanjahu sollen auch Katar, Saudi-Arabien, Oman und Ägypten die Trump-Regierung aufgefordert haben, von einem Angriff abzusehen, da ein solcher Schritt einen größeren regionalen Konflikt auslösen könnte. Auf Trumps kriegerische Äußerungen folgte so der überraschende Rückzug. Nun lässt der iranische Diktator zum Angriff blasen und macht den US-Präsidenten für die Tötung Tausender Demonstranten verantwortlich: „Wir definieren den Präsidenten der Vereinigten Staaten als Verbrecher, wegen der Tode, Zerstörung und Anstiftung, die er gegen die iranische Nation begangen hat.”

Armeesprecher beruhigt: „Wir haben unsere Fähigkeiten gestärkt”

Während die Welt in der Nacht zum Donnerstag ihre Augen auf den Iran richtete und einen massiven Luftschlag der USA gegen das Mullah-Regime erwartete, erschütterten CNN und die New York Times mit einem dramatischen Bericht. Sie erklärten, warum die von Trump versprochene Hilfe die iranischen Demonstranten nicht erreichte. Demzufolge hatte der US-amerikanische Staatschef mit Netanjahu gesprochen, der den Präsidenten ermutigt haben soll, den Angriff auf das iranische Regime aufzuschieben. Jerusalem glaube, dass die Ajatollah-Diktatur nicht ohne eine langwierige Offensive zu stürzen sei, und äußerte angeblich Bedenken hinsichtlich der israelischen Raketenabwehr. Zwar bestätigte das Weiße Haus später ein Telefongespräch zwischen den Parteien, gab jedoch keine Einzelheiten des Gesprächs preis.

Die Berichte schlugen in Israel große Wellen. Am Freitag beruhigte der israelische Militärsprecher Effi Dufferin die Öffentlichkeit: „In den letzten Wochen haben wir unsere Fähigkeiten gestärkt und unsere Einsatzbereitschaft an allen Grenzen erhöht.“

„Aufstand war eine amerikanische Rebellion“

Laut Chamenei besteht der Unterschied zwischen den früheren Protestwellen und der aktuellen Krise darin, dass der Präsident der Vereinigten Staaten persönlich intervenierte und die iranischen Demonstranten ermutigte. Teheran zufolge ist Trump somit „direkt in den Bürgerkrieg eingetreten und aktiver Teil davon”. Laut Chamenei stecken jedoch nicht nur die Vereinigten Staaten, sondern auch das „zionistische Regime” hinter den Unruhen. In diesem Zusammenhang forderte das Ajatollah-Regime, die USA für die Ereignisse im Iran anzuklagen. Chamenei versicherte, die richtigen Strafen und Verfolgungen für inländische sowie internationale Kriminelle zu finden. Demzufolge habe das Regime bereits eine große Anzahl von „kriminellen Unruhenführern” festgenommen.

„Alle Optionen bleiben auf dem Tisch“

Das US-Außenministerium reagierte auf die Äußerungen des iranischen Diktators in seinem X-Account auf Persisch: „Wir haben es schon einmal gesagt und sagen es wieder: Spielt keine Spielchen mit Präsident Trump.“ Demzufolge würden „alle Optionen weiterhin auf dem Tisch liegen”. In einem Interview mit dem US-amerikanischen Nachrichtenportal Politico antwortete Trump am Abend auch direkt dem iranischen Führer: „Dieser Mann (Chamenei) ist ein kranker Mann, der sein Land richtig führen und aufhören muss, Menschen zu töten. Sein Land ist wegen seiner schlechten Führung der schlechteste Ort zum Leben.“

Israel bleibt weiterhin in erhöhter Alarmbereitschaft und verspricht, alle Maßnahmen zu ergreifen, um Bedrohungen an allen Fronten abzuwehren.

Titelbild: US-Präsident Donald Trump und der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu während einer Sondersitzung zu Ehren von Präsident Trump in der Knesset, dem israelischen Parlament in Jerusalem, am 13. Oktober 2025. Foto: Yonatan Sindel/Flash90

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