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Mehrheit der Israelis befürwortet einen Angriff auf den Iran – israelische Armee auf höchster Alarmstufe – US-Militäraufbau im Nahen Osten geht weiter

JERUSALEM 22.02.2026 (LS) – Eine Umfrage des israelischen Fernsehsenders Kanal 12 hat ergeben, dass 59 Prozent der Israelis eine Beteiligung an einem möglichen US-Angriff auf die Islamische Republik unterstützen.

Weitere 29 % der Befragten sprachen sich gegen eine Beteiligung an einem US-Angriff auf den Iran aus, und die restlichen 12 % waren sich unsicher. Laut dem Netzwerk gehörten zu den Befürwortern eines Beitritts Israels zu einem US-Angriff 58 % der Menschen, die für Oppositionsparteien gestimmt hatten, und 74 % der Menschen, die für Parteien der Koalition von Premierminister Benjamin Netanjahu gestimmt hatten.

Streitkräfte in höchster Alarmbereitschaft

Die israelischen Streitkräfte (IDF) wandten sich am Freitag über IDF-Sprecher Effie Defrin an die Öffentlichkeit und versicherten den Bürgern angesichts der eskalierenden Spannungen mit dem Iran, Israel sei bereit.

„Wir beobachten die regionalen Entwicklungen genau und sind uns der öffentlichen Debatte über den Iran bewusst“, erklärte er. „Die IDF ist bereit zu verteidigen; wir halten in alle Richtungen die Augen offen und sind angesichts der Veränderungen in der operativen Realität wachsamer denn je.“

Defrin betonte, es habe keine Änderungen an den aktuellen Sicherheitsrichtlinien gegeben, und forderte die Öffentlichkeit auf, sich ausschließlich auf offizielle Mitteilungen der Sprecherkanäle der IDF und des Heimatfrontkommandos zu verlassen.

US-Militäraufbau

Kurz vor seiner Erklärung wurde berichtet, der US-Flugzeugträger USS Gerald R. Ford sei im Rahmen der Vorbereitungen auf einen möglichen Konflikt im Mittelmeer eingetroffen. Zusätzlich befindet sich der Flugzeugträger USS Abraham Lincoln bereits seit Januar im Nahen Osten.

Laut ehemaligen Mitarbeitern des Pentagon und Experten für nationale Sicherheit ist diese Aufstockung der US-Streitkräfte umfangreich genug, um eine mehrere Wochen andauernde Luftkampagne zu unterstützen, wobei das Ausmaß und die Geschwindigkeit der Aufstockung einen Angriff sehr wahrscheinlich machen. „Dies ist eine Aufrüstung, wie wir sie kurz vor dem Irakkrieg 2003 gesehen haben, insbesondere im Hinblick auf die Luftwaffe“, erklärte Becca Wasser, Expertin für Militärstrategie am New American Security Institute.

US-Präsident Donald Trump warnte den Iran am Freitag, das islamische Regime müsse innerhalb von 10 bis 15 Tagen eine Einigung erzielen, sonst würden „schlimme Dinge passieren“.

Titelbild: Der amerikanische Flugzeugträger „George H. W. Bush“. Foto: Flash90

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