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Ein mehrwöchiger Krieg zwischen den USA und dem Iran könnte schon sehr bald bevorstehen

JERUSALEM 19.02.2026 (LS) – Die Spannungen im Nahen Osten spitzen sich dramatisch zu. Laut einem aktuellen Bericht von Axios bereiten sich die USA und ihre Verbündeten auf eine massive militärische Auseinandersetzung mit der Islamischen Republik Iran vor, die bereits in naher Zukunft ausbrechen könnte.

90-prozentige Wahrscheinlichkeit für Militärschlag

Hinter den Kulissen der Trump-Administration wächst der Druck. Ein Berater des US-Präsidenten wird mit einer deutlichen Prognose zitiert: „Ich denke, es besteht eine 90-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass wir in den nächsten Wochen kinetische Maßnahmen sehen werden.“ Während einige Offizielle zur Vorsicht mahnen, scheint der Präsident angesichts der festgefahrenen Diplomatie zunehmend ungeduldig zu werden. Israelische Sicherheitskreise bereiten sich demnach bereits auf einen Ausbruch von Feindseligkeiten „innerhalb von Tagen“ vor.

Das Pentagon plant laut den vorliegenden Informationen keine begrenzten Nadelstiche, sondern eine „wochenlange Kampagne“. Diese würde voraussichtlich als gemeinsame Operation der USA und Israels durchgeführt werden.

Ein US-Vertreter dämpfte die Hoffnung auf eine friedliche Lösung und erklärte, trotz jüngster Gespräche bestünden weiterhin „erhebliche Lücken“ zwischen Washington und Teheran.

Militärische Vorbereitungen

Die USA haben innerhalb kürzester Zeit über 50 hochmoderne Kampfflugzeuge, darunter F-22 und F-35 Stealth-Fighter sowie schwere B-2 Bomber, in die Region verlegt. Zur See bilden die Flugzeugträger USS Gerald R. Ford und USS Abraham Lincoln zusammen mit zahlreichen Lenkwaffenzerstörern eine massive Drohkulisse. Während der Flugzeugträger USS Abraham Lincoln bereits seine Position eingenommen hat, wird das Eintreffen des USS Gerald Ford bis Samstag erwartet. Unterstützt wird dieses Aufgebot durch eine intensive Logistikbrücke und verstärkte Patriot-Abwehrsysteme

Der ehemalige Chef des Militärgeheimdienstes der israelischen Streitkräfte, Amos Yadlin, deutete am Mittwoch an, eine solche Konfrontation könnte unmittelbar bevorstehen. „Letzte Woche habe ich mir erlaubt, zur Münchner Sicherheitskonferenz zu fliegen. Ich würde mir zweimal überlegen, dieses Wochenende [von Israel aus] ins Ausland zu fliegen“, erklärte Yadlin am Mittwoch gegenüber Channel 12 News. „Wir sind viel näher dran als zuvor, aber ich erinnere daran, dass eine Supermacht nicht innerhalb weniger Tage in den Krieg zieht. Es gibt einen diplomatischen Weg, der ausgeschöpft werden muss“, so Yadlin, der heute eine Beratungsfirma für nationale Sicherheit leitet.

Andere Nachrichten berichten hingegen, dass Beratern mitgeteilt wurde, alle in der Region stationierten US-Streitkräfte sollten bis Mitte März einsatzbereit sein. Außerdem werde Außenminister Marco Rubio voraussichtlich am Wochenende des 28. Februar nach Israel reisen, um sich dort mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu zu treffen, so ein Offizieller gegenüber Reuters.

Titelbild: Ein Schiff der US-Marine legt am 30. Januar 2026 im Hafen von Eilat im Süden Israels an. Foto: Yehuda Ben Itach/Flash90

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