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Operation „Brüllender Löwe“: US-israelische Allianz setzt iranisches Regime massiv unter Druck

JERUSALEM, 09.03.2026 (NH) – Im Rahmen der großangelegten Militäroperation „Brüllender Löwe“ haben die Streitkräfte Israels und der USA ihre Angriffe auf strategische Ziele im Iran deutlich intensiviert. Während die Luftangriffe zunehmend militärische Infrastruktur des Regimes zerstören, wächst zugleich die Sorge über eine mögliche Ausweitung des Konflikts auf die gesamte Golfregion sowie über Risiken für das iranische Atomprogramm.

Irans „Hamas-Taktik“: Raketenstarts aus Wohngebieten

Das US-Zentralkommando (CENTCOM) warnt die iranische Zivilbevölkerung vor einer neuen, gefährlichen Taktik des Regimes. Ähnlich wie die Terrororganisation Hamas im Gazastreifen nutzt der Iran zunehmend dicht besiedelte Wohngebiete in Städten wie Schiras, Isfahan und Dezful als Abschussrampen für ballistische Raketen und Kamikaze-Drohnen. Durch die Nutzung ziviler Infrastruktur als menschliche Schutzschilde verlieren diese Orte nach internationalem Recht ihren geschützten Status und können zu legitimen militärischen Zielen werden. Die USA betonten jedoch, weiterhin Vorsichtsmaßnahmen zum Schutz von Zivilisten zu treffen, könnten aber keine Sicherheit in der Nähe militärischer Einrichtungen garantieren.

In nur einer Woche warfen die israelischen Luftstreitkräfte (IAF) rund 6.500 Bomben auf Ziele im Iran ab, unterstützt von mehr als 3.000 Angriffen der US-Luftwaffe. Zum Vergleich: Im Juni 2025 setzte die israelische Luftwaffe innerhalb von zwölf Tagen etwa 4.500 Bomben gegen das Ajatollah-Regime ein. Bei den jüngsten Angriffen wurden laut Militärquellen tausende Angehörige der iranischen Regimetruppen getötet, insbesondere innerhalb des Unterdrückungsapparates.

Massive Luftschläge und gezielte Tötungen schwächen die Führung

Ein wichtiger strategischer Vorteil Jerusalems gegenüber dem Iran war bislang die satellitengestützte Aufklärung, die eine kontinuierliche Überwachung iranischer Militär- und Nuklearanlagen ermöglicht. Zu den bedeutendsten Erfolgen zählt daher nicht nur die Zerstörung des Hauptquartiers der Quds-Force sondern auch der Angriff auf das Luft- und Raumfahrthauptquartier der Revolutionsgarden, das für das Raketen- und Satellitenprogramm verantwortlich ist. Dieser Schlag wahrt den technologischen Rückstand des Regimes und verhindert, dass Teheran Jerusalem aufholen kann.

In einer Präzisionsoperation gelang zudem die Tötung von Abolghasem Babaeian, dem designierten Leiter des Militärbüros des Obersten Führers. Nach aktuellen Schätzungen wurden bereits rund 75 % der iranischen Raketenstartrampen neutralisiert.

Israel und die USA erwägen eine gemeinsame Operation, um angereichertes Uran aus den Trümmern der Atomanlagen zu sichern und so die Entwicklung iranischer Kernwaffen dauerhaft zu verhindern. Foto: IDF-Sprecher

Nukleare Gefahr und regionale Instabilität

Angesichts der massiven Zerstörung iranischer Atomanlagen durch frühere Angriffe im vergangenen Jahr diskutieren hochrangige amerikanische und israelische Vertreter nun ein beispielloses Szenario: eine hochkomplexe Bodenoperation von Spezialeinheiten auf iranischem Territorium, um rund 450 Kilogramm angereichertes Uran zu sichern. Das Material, das sich teilweise unter den Trümmern zerstörter Anlagen wie Fordow und Isfahan befinden soll, könnte theoretisch für den Bau von bis zu elf Atombomben ausreichen.

Gleichzeitig weitet der Iran seine Angriffe auf Nachbarstaaten aus. In Saudi-Arabien wurden erstmals seit Kriegsbeginn zwei Zivilisten durch eine iranische Rakete getötet. Auch die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten massive Drohnenangriffe, von denen zahlreiche durch Kampfhubschrauber abgefangen wurden.

Netanjahu und Trump verweisen auf den 7. Oktober

In einer Ansprache an das israelische Volk hob der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu die militärischen Erfolge hervor und erklärte, Israels Initiative und überraschende Operationen hätten das Machtgleichgewicht gegenüber seinen Feinden deutlich verschoben: „Wie ich zwei Tage nach dem 7. Oktober versprochen habe, verändern wir das Gesicht des Nahen Ostens. Aber es verändert sich nicht nur die Region – auch wir selbst.“ Auch US-Präsident Donald Trump verwies in einem Interview auf die Terrorinvasion vom 7. Oktober 2023, angeführt von Irans Verbündetem Hamas, und bezeichnete das Massaker als Beweis für das „Böse“ des iranischen Regimes.

Titelbild: US-Präsident Donald Trump empfängt den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu am 7. April 2025 im Weißen Haus in Washington, D.C. Foto: Liri Agami / Flash90

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