
Irans Schreckensherrschaft: Basidsch-Milizen trotzen Luftangriffen – Angst vor Hinrichtungen wächst
JERUSALEM, 22.03.2026 (NH) – Trotz massiver Angriffe der israelischen Luftwaffe im Rahmen der Operation „Brüllender Löwe“, die gezielt die Infrastruktur der Unterdrückungsapparate im Iran treffen, hält sich das Regime in Teheran mit harter Gewalt an der Macht. Hunderte Kommandozentralen der gefürchteten Basidsch-Milizen wurden zerstört, doch Augenzeugen berichten, dass bewaffnete Einheiten weiterhin in den Straßen patrouillieren. Ihr Ziel bleibt unverändert: jede Form von zivilem Widerstand im Keim zu ersticken.
Patrouillen des Schreckens: Teherans Straßen unter Kontrolle
Berichte über die Tötung des Basidsch-Kommandanten Gholamreza Soleimani deuten auf Lücken in der Führung der Milizen hin. Dennoch sind sie weiterhin handlungsfähig. Nach der Zerstörung fester Hauptquartiere haben die Einheiten ihre Aktivitäten in zivile Bereiche verlagert, darunter Sportvereine, Schulen und öffentliche Gebäude, die nun offenbar als operative Stützpunkte dienen. Beobachter sprechen von einem bewussten Einsatz ziviler Infrastruktur als Schutzschild. Maskierte Männer in Zivil patrouillieren insbesondere nachts auf Motorrädern durch verschiedene Stadtviertel. Die sichtbare Präsenz dient nach Einschätzung von Beobachtern gezielt der Einschüchterung der Bevölkerung. Zusätzlich wurde ein dichtes Netz von Sicherheitskontrollpunkten um größere Städte wie Teheran eingerichtet. Parallel dazu berichten Quellen von weitgehenden Internetsperren, die die Kommunikation stark einschränken und unabhängige Berichterstattung erschweren.
In den vergangenen Wochen wurden Menschenrechtsorganisationen zufolge über 500 Menschen festgenommen. Darunter befinden sich Augenzeugen, die Proteste dokumentierten, sowie Personen, denen Verbindungen zum früheren Schah-Regime unterstellt werden.
Justiz als Waffe: Hinrichtungen und erzwungene Geständnisse
Die Gewalt auf den Straßen wird von einer repressiven Justiz flankiert. Die Hinrichtung von drei Männern in der religiösen Stadt Qom, darunter ein 19-jähriger Ringer, hat landesweit Angst verbreitet. Den Verurteilten wurde vorgeworfen, während der Proteste im Januar Polizisten getötet zu haben. Zudem wurden sie des „Moharabeh“ („Kriegführung gegen Gott“) beschuldigt, ein Straftatbestand, der im Iran regelmäßig gegen Regimegegner angewendet wird. Menschenrechtsorganisationen betonen, viele Geständnisse würden unter schwerster Folter erzwungen. Die Zahlen verdeutlichen das Ausmaß der Repression: Im Jahr 2025 wurden Berichten zufolge mindestens 1.922 Menschen hingerichtet, ein Anstieg von über 106 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Ein System der Angst
Diese Rekordzahlen sind kein statistischer Ausreißer, sondern Ausdruck eines Systems, das die Bevölkerung mit gezielter Gewalt kontrolliert. Hinrichtungen werden bewusst als Abschreckung und als Warnung an diejenigen, die Widerstand leisten, eingesetzt. Während Washington und Jerusalem die äußeren Machtstrukturen ins Visier nehmen, entfaltet sich im Inneren eine noch radikalere Dynamik. Der islamistische Staat setzt zunehmend auf Angst, blutige Gewalt und systematische Einschüchterung, um seinen bröckelnden Machtanspruch zu sichern.
Die Führung der Mullahs versucht, ihren eigenen Zerfall zu kaschieren, indem Gegner zu „Feinden“ deklariert und jede Form von Dissens kriminalisiert wird. Die Kombination aus bewaffneten Patrouillen, Justizterror und Informationskontrolle zeigt ein Regime, das seine Macht ausschließlich über Schrecken aufrechterhält. Je härter die Unterdrückung, desto deutlicher wird: Diese Herrschaft basiert nicht auf Legitimität, sondern auf blanker Repression.
Titelbild: Die israelische Luftwaffe greift Basidsch-Stellungen in Teheran an. Foto: IDF