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Iran warnt vor Vergeltungsmaßnahmen gegen US-Blockade, während die Verhandlungen um ein Abkommen weitergehen

JERUSALEM 16.04.2026 (LS) – Das Weiße Haus hat am Mittwoch Berichte dementiert, laut denen die Trump-Regierung eine Verlängerung des Waffenstillstands mit dem Iran um zwei Wochen beantragt hat.

„Ich habe heute Morgen einige falsche Berichte gesehen, wonach wir offiziell eine Verlängerung des Waffenstillstands beantragt hätten. Das ist nicht wahr“, erklärte die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, gegenüber Reportern am Mittwochabend. Sie erklärte, die USA seien „weiterhin sehr engagiert“ an den Verhandlungen mit dem Iran beteiligt und die Regierung schätze „die Aussichten auf eine Einigung positiv ein“

Umfassendes Abkommen?

Laut Axios, das sich auf mit den Gesprächen vertraute Quellen beruft, erzielten US-amerikanische und iranische Vertreter bei den am Dienstag abgehaltenen Gesprächen Fortschritte. Dies könnte die Aussicht auf ein umfassenderes Abkommen eröffnen, das sich auf mehrere Fronten auswirken könnte, darunter auch der Libanon.

Gleichzeitig traf der pakistanische Armeechef in Teheran ein und wurde vom iranischen Außenminister empfangen – ein Besuch, der als Teil einer umfassenderen regionalen Koordinierung im Zusammenhang mit den Verhandlungen angesehen wird.

Vor diesem Hintergrund teilte eine hochrangige iranische Quelle aus Politik und Sicherheitskreisen dem libanesischen Sender Al-Mayadeen, der der Hisbollah nahesteht, mit, nach Druck aus Teheran werde in Kürze ein einwöchiger Waffenstillstand im Südlibanon in Kraft treten.

Ein Treffen des israelischen Sicherheitskabinetts endete am Mittwochabend ohne einen Entscheidung zu einem Waffenstillstand mit dem Libanon. Am Donnerstagmorgen bekräftigte die israelische Armee ihre Warnung vor einer groß angelegten Evakuierung im Südlibanon, da die Kämpfe gegen die Hisbollah derzeit weitergehen. US-Präsident Donald Trump kündigte auf Truth Social Gespräche zwischen Israels und Libanons Regierungschefs an, die am heutigen Donnerstag stattfinden sollen.

Irans Warnung

Unterdessen warnten iranische Regierungsvertreter, der Handelsverkehr im Roten Meer und im Persischen Golf werde leiden, sollte die USA ihre Seeblockade fortsetzen.

Washington hat versucht, den Druck auf Teheran durch eine Blockade seiner Häfen zu erhöhen, wobei das US-Zentralkommando behauptet, den „Wirtschaftshandel auf dem Seeweg in den und aus dem Iran vollständig zum Erliegen gebracht“ zu haben. CENTCOM teilte mit, man habe in den ersten 48 Stunden der Blockade zehn Schiffe zurückgeschickt, die versucht hätten, iranische Häfen zu verlassen, und dass „kein einziges Schiff die Blockade durchbrochen“ habe.

Der Leiter der iranischen Militärzentrale, Ali Abdollahi, warnte, ein Versäumnis der USA, die Blockade aufzuheben, stelle einen „Vorboten“ für einen Verstoß gegen den am 8. April vereinbarten zweiwöchigen Waffenstillstand dar. Sofern Washington nicht einlenkt, werden die iranischen Streitkräfte „keinerlei Exporte oder Importe im Persischen Golf, im Arabischen Meer und im Roten Meer mehr zulassen“, erklärte er.

Der Militärberater des obersten Führers des Iran, Mojtaba Khamenei, warnte außerdem, der Iran werde amerikanische Schiffe in der Straße von Hormus versenken, sollte die USA beschließen, diese wichtige Schifffahrtsroute zu „kontrollieren“.

Ein Sprecher des iranischen Außenministeriums drohte, jeder Verstoß gegen den Waffenstillstand könnte eine angemessene Reaktion nach sich ziehen und Teheran dazu veranlassen, seine Verpflichtungen aus dem Abkommen zurückzufahren. Er fügte hinzu, die Beendigung des Krieges im Libanon sei eine zentrale Bedingung des Abkommens und die Vermittler hätten dies bereits zuvor betont.

Titelbild: Israelische Kampfflugzeuge auf dem Weg in den Iran. Foto: IDF Spokesperson

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