
Trump: Irans 14-Punkte-Vorschlag ist inakzeptabel – USA übermitteln Gegenvorschlag
JERUSALEM 04.05.2026 (LS) – Der Iran hat den USA über Pakistan einen 14-Punkte-Vorschlag zur dauerhaften Beendigung des Krieges übermittelt – doch der Kern des Angebots ist für Washington ein rotes Tuch: Die Atomfrage soll vorerst ausgeklammert bleiben. Trump reagierte prompt: Das Angebot sei inakzeptabel.
Irans Vorschlag: Atomgespräche erst nach Kriegsende
Der iranische Vorschlag, der über Pakistan als Vermittler übermittelt wurde, konzentrierte sich auf die Lösung der Krise um die Straße von Hormus und die US-Blockade. Im Gegenzug würde der Waffenstillstand langfristig verlängert oder der Krieg dauerhaft beendet. Die Atomverhandlungen sollten erst in einer späteren Phase beginnen – nachdem die Meerenge geöffnet und die Blockade aufgehoben wurde.
Der iranische Vorschlag umfasste 14 Punkte und beantwortete damit einen neun Punkte umfassenden US-Entwurf. Er enthielt Forderungen nach Garantien gegen militärische Aggression, den Abzug amerikanischer Streitkräfte aus der Region, die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte, die Zahlung von Kriegsentschädigungen, die Aufhebung von Sanktionen sowie einen „neuen Mechanismus für die Straße von Hormus“. Darüber hinaus forderte der Iran als Unterzeichnerstaat des Atomwaffensperrvertrags Garantien für sein Recht auf Urananreicherung
Irans Vorschlag verzichtete jedoch auf die bisherige Kernbedingung: die Aufhebung der US-Blockade als Voraussetzung für Gespräche. Stattdessen bot Teheran an, die Hormus-Verhandlungen gleichzeitig mit einem schrittweisen Rückzug der US-Marine zu führen – und das Atomprogramm im Gegenzug für Sanktionserleichterungen zur Diskussion zu stellen.
Trump lehnt ab – USA übermitteln Gegenvorschlag
US-Präsident Donald Trump erklärte am Sonntag gegenüber Kan News, er habe den Vorschlag abgelehnt. „Ich habe den neuen iranischen Vorschlag geprüft, und er ist für mich nicht akzeptabel“, berichtete er in dem Interview.
Trump erklärte vor Reportern außerhalb des Weißen Hauses: „Sie wollen einen Deal, aber ich bin nicht zufrieden damit. Sie haben Fortschritte gemacht, aber ich bin nicht sicher, ob sie je dorthin kommen.“ Auf die Frage nach dem iranischen Angebot fügte er hinzu: „Sie fordern Dinge, denen ich nicht zustimmen kann.“ Gleichzeitig bestätigte er, über militärische Pläne informiert worden zu sein, den Iran „in Grund und Boden zu bomben“, falls kein Deal zustande kommt.
Der Iran gab am Sonntagabend bekannt, man habe die Antwort der US-Regierung auf den 14-Punkte-Plan erhalten habe und „prüfe“ das Angebot.
Präsident Trump hat für den Montag ein Treffen im Lageraum mit seinem außen- und sicherheitspolitischen Führungsteam einberufen, um die festgefahrene Lage in den Verhandlungen und mögliche nächste Schritte zu beraten.
Titelbild: US-Präsident Trump wird auf einem Plakat in Tel Aviv mit König Kyros der Große verglichen, der die Juden beim Aufbau des zweiten Tempels unter persischer Herrschaft unterstützte. Foto: Miriam Alster/Flash90