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Souveränität gewahrt – Israels Marine stoppt erneut provokante Gaza-Flottille

JERUSALEM, 19.05.2026 (NH) – Die israelische Marine hat am Montagmorgen erneut eingegriffen, um die sogenannte „Global Sumud Flottille“, auch unter dem provokativen Namen „Marmara 2.0“ bekannt, abzufangen. Nach Angaben der Organisatoren umfasste die Flottille rund 57 Schiffe mit etwa 500 Aktivisten aus 45 Ländern. Ziel der von der Türkei gestarteten Aktion war es, die israelische Seeblockade des Gazastreifens zu durchbrechen.

Premierminister Benjamin Netanjahu verfolgte die Operation gemeinsam mit Verteidigungsminister Israel Katz und IDF-Generalstabschef Generalleutnant Eyal Zamir aus dem Kommandozentrum der Marine in Tel Aviv. Netanjahu gratulierte den Soldaten der Eliteeinheit Schajetet 13 ausdrücklich zu ihrem professionellen Einsatz. Durch ihr Handeln sei ein „boshaft geplanter Versuch“ vereitelt worden, die notwendige Isolierung der Hamas-Terrororganisation im Gazastreifen zu untergraben.

Humanitäre Vorwände und Sicherheitsbedenken

Die Marinekräfte stoppten die Flottille in internationalen Gewässern nahe Zypern, während versucht wurde, weitere Schiffe zum Umkehren zu bewegen. Festgenommene Aktivisten wurden auf ein israelisches Kriegsschiff gebracht, das von den Behörden als „schwimmende Haftplattform“ bezeichnet wurde. Zunächst blieb unklar, ob sie direkt in ein Drittland ausgeflogen oder vor einer Abschiebung zunächst nach Ashdod gebracht werden.

Die pro-palästinensischen Aktivisten begründeten ihre Aktion offiziell mit dem Versuch, die seit 2007 bestehende Seeblockade symbolisch zu durchbrechen, um auf die Lebensbedingungen im Gazastreifen aufmerksam zu machen und Hilfsgüter zu liefern. Das israelische Außenministerium wies dies jedoch als gezielte Provokation zurück. Der Gazastreifen werde bereits über kontrollierte Landwege umfangreich mit humanitärer Hilfe versorgt. Vielmehr stehe hinter der Aktion die Absicht, die Hamas politisch und propagandistisch zu unterstützen. Besondere Besorgnis löste dabei die Beteiligung der radikalen türkischen Organisation IHH („Humanitarian Relief Foundation“) aus, die in Israel als Terrororganisation eingestuft wird. Die IHH spielte bereits beim Marmara-Zwischenfall im Jahr 2010 eine zentrale Rolle, der in einer gewaltsamen Konfrontation mit der israelischen Marine endete. Vor diesem Hintergrund befürchteten israelische Sicherheitskreise, dass die aktuelle Flottille durch die Anwesenheit von IHH-Aktivisten eskalieren könnte. Verschiedenen Berichten zufolge unterhält die Organisation enge Verbindungen zur Hamas, zur Muslimbruderschaft sowie zu extremistischen islamistischen Netzwerken.

Israelis und Social-Media-Influencer nehmen an einer Flottille zur Unterstützung Israels in der Marina von Herzliya in Zentralisrael teil, 17. Mai 2026. Foto: Tal Gal/Flash90

Diverse Perspektiven und ziviler Widerstand

Das türkische Außenministerium verurteilte die israelische Intervention scharf und sprach von einem rechtswidrigen Eingriff in internationalen Gewässern. Ankara forderte die sofortige Freilassung aller Teilnehmer der Flottille sowie internationale Maßnahmen gegen das israelische Vorgehen auf hoher See.

Trotz der klaren sicherheitspolitischen Linie gab es auch in Israel unterschiedliche Stimmen zum Umgang mit der Flottille. So schlug der israelische Wissenschaftler und Publizist Professor Rafi Karaso vor, die Schiffe nach umfassenden Sicherheitskontrollen auf Waffen und Sprengstoff tatsächlich nach Gaza passieren zu lassen. Die Aktivisten sollten, so sein Argument, die Realität der Hamas-Diktatur vor Ort selbst erleben, statt durch israelische Abfangmaßnahmen mediale Aufmerksamkeit als Opfer zu gewinnen.

Parallel dazu setzte der arabisch-israelische Aktivist Yoseph Haddad mit einer eigenen „Hasbara-Flottille“ ein öffentlichkeitswirksames Zeichen. Gemeinsam mit jüdischen und arabischen Israelis demonstrierte er auf dem Meer für die Souveränität Israels sowie für ein Zusammenleben der Religionen. Seine Botschaft: „Terror-Flottillen“ seien vor Israels Küsten nicht willkommen.

Titelbild: Die israelische Marine übernimmt die Kontrolle über die Flottille. Foto: Screenshot / Globalsumudflotilla-Livestream

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