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Chaotisches Wochenende – Sicherheitskräfte retten 23 Gehörlose aus Nablus und sechs Israelis aus Jericho

JERUSALEM, 24.05.2026 (NH) – Israels Sicherheitskräfte haben am Wochenende bei gleich mehreren Zwischenfällen im sogenannten Westjordanland und an der Nordgrenze schwerwiegende Sicherheitsfälle beendet, bei denen sich Zivilisten erheblichen Gefahren ausgesetzt hatten. Die israelische Zivilverwaltung (COGAT) evakuierte gemeinsam mit der Polizei des Distrikts Judäa und Samaria 23 gehörlose israelische Staatsbürger aus dem Zentrum der palästinensischen Stadt Nablus. Die Gruppe war mit sechs privaten Fahrzeugen mit israelischen Kennzeichen in die sogenannte „Zone A“ gefahren, um einen palästinensischen Bekannten zu besuchen, der ebenfalls gehörlos ist. Israelis ist das Betreten der unter vollständiger Kontrolle der Palästinensischen Autonomiebehörde stehenden Region aufgrund massiver Sicherheitsrisiken untersagt.

Tödliche Gefahr in Zone A

So evakuierten die Einsatzkräfte bei ihrer ersten Operation die gehörlose Gruppe unversehrt aus Nablus, nachdem Anwohner auf ihre Anwesenheit aufmerksam geworden waren. Parallel dazu brachten Sicherheitskräfte sechs Israelis aus Bat Yam aus einem Ferienhaus im palästinensischen Jericho in Sicherheit. Anwohner hatten hebräischsprachige Personen in dem Gebäude bemerkt und die Behörden alarmiert. Die Zivilverwaltung leitete daraufhin eine schnelle Evakuierung ein. Was die Gruppe dazu bewogen hatte, trotz Sicherheitswarnungen ihren Urlaub in einem solch gefährlichen Gebiet zu verbringen, ist bislang unklar.

Die Einstufung der „Zone A“ als Hochrisikogebiet für israelische Staatsbürger basiert auf der Sicherheitslage in den von der Palästinensischen Autonomiebehörde kontrollierten Gebieten. Gemäß den Oslo-II-Abkommen unterstehen diese Zonen der palästinensischen Zivil- und Sicherheitskontrolle.

Israels Sicherheitsbehörden warnen regelmäßig davor, dass Israelis dort aufgrund der hebräischen Sprache, religiöser Kleidung oder israelischer Kennzeichen schnell identifiziert werden können. Nach Angaben der Behörden besteht die Gefahr gewaltsamer Übergriffe, Entführungen, Terroranschläge und sogar Lynchversuche, insbesondere in Zeiten erhöhter Spannungen. Rettungseinsätze in diesen Gebieten sind daher nicht nur äußerst gefährlich, sondern erfordern häufig kurzfristige und umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen.

Rettungseinsatz im Norden

Auch an der Nordgrenze kam es zu einem ernsten Zwischenfall. Die israelische Armee nahm fünf Aktivisten fest, nachdem diese illegal die Grenze zum Libanon überschritten hatten. Die Personen wurden anschließend der Polizei übergeben. Die Armee bezeichnete den Vorfall als schwerwiegenden Verstoß und erklärte, das Verhalten habe sowohl die Beteiligten als auch eingesetzte Soldaten unnötig gefährdet.

Die Sicherheitskräfte riefen die Bevölkerung erneut dazu auf, bestehende Sicherheitsanweisungen und gesetzliche Vorgaben strikt einzuhalten und den Schutz des Staates Israel und seiner Bürger nicht leichtfertig aufs Spiel zu setzen.

Titelbild: Israelische Sicherheitskräfte während eines Einsatzes in der sogenannten Westbank-Stadt Nablus. Foto: Nasser Ishtayeh/Flash90

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