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Trump: Iran-Deal „weitgehend ausgehandelt“ – Hormus wird geöffnet, Netanjahu ist eingeweiht

JERUSALEM 24.05.2026 (LS) –US-Präsident Donald Trump hat am Samstagabend auf Truth Social verkündet, ein Abkommen zur Beendigung des Krieges mit dem Iran sei „weitgehend ausgehandelt“. Laut Axios könnte die Unterzeichnung noch am heutigen Sonntag erfolgen.

Zehn Länder, ein Anruf – und Netanjahu separat

Trump erklärte, er habe eine Telefonrunde mit den Regierungsführern Saudi-Arabiens, der VAE, Katars, Pakistans, der Türkei, Ägyptens, Jordaniens und Bahrains geführt – und anschließend separat mit Premierminister Netanjahu gesprochen, „was ebenfalls sehr gut verlief“. Als einziges konkretes Element nannte Trump die Öffnung der Straße von Hormus: „Zusätzlich zu vielen anderen Elementen des Abkommens wird die Straße von Hormus geöffnet werden.“

Laut Axios sieht die geplante Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) Folgendes vor: Eine 60-tägige Verlängerung des Waffenstillstands, während der die Straße von Hormus ohne Gebühren geöffnet wird – der Iran räumt die von ihm verlegten Seeminen, damit Schiffe ungehindert passieren können. Im Gegenzug hebt Washington seine Seeblockade iranischer Häfen auf und gewährt Sanktionserleichterungen, die es dem Iran erlauben, Öl frei zu verkaufen.

Während der 60-tägigen Frist sollen außerdem Verhandlungen über das iranische Atomprogramm stattfinden – einschließlich der Aussetzung der Urananreicherung und der Entfernung des bestehenden Vorrats an hochangereichertem Uran. Der aktuelle Vorschlag lässt die technischen Einzelheiten des Transports bewusst offen und überlässt die genauen Modalitäten der späteren Runde von Atomverhandlungen. Dies birgt die Gefahr einer weiteren Verzögerung in den Verhandlungen, während Sanktionen gegen den Iran bereits aufgehoben sind.

Der Plan sieht zudem ein Ende des Konflikts zwischen Israel und der Hisbollah vor. Israel behält das Recht, die Hisbollah anzugreifen, falls die Terrororganisation Angriffe instigiert oder durchführt. Ein US-Offizieller formulierte es knapp: „Wenn sich die Hisbollah benimmt, wird sich Israel benehmen.“ Iran habe den USA über Vermittler mündliche Zusagen über den Umfang seiner Konzessionen beim Atomprogramm gemacht.

Irans Chefunterhändler zeigt sich herausfordend – Netanjahu besorgt

Irans Chefunterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf schlug nach seinen Gesprächen mit dem pakistanischen Armeechef einen herausfordernden Ton an: „Iran wird nicht von den Rechten unserer Nation abrücken – besonders nicht gegenüber einer Partei, die nie Aufrichtigkeit gezeigt hat und der kein Vertrauen entgegengebracht werden kann.“ Er fügte hinzu, Irans Streitkräfte hätten sich während des Waffenstillstands so wiederaufgebaut, „dass es für Amerika verheerender und bitterer als am ersten Kriegstag wäre“, sollte Trump den Fehler machen, den Krieg wieder aufzunehmen.

Laut Axios äußerte Netanjahu in seinem gestrigen Telefonat mit Trump Bedenken zu mehreren Punkten des Abkommens. Israels Hauptsorge ist dabei unvermindert: Ein Abkommen, das Hormus öffnet und Sanktionen lockert, ohne die Atomfrage abschließend zu klären, entlässt den Iran geschwächt, aber nicht entwaffnet aus dem Krieg. Netanjahu berief am Samstag eine Sicherheitsberatung mit Koalitionsführern und Geheimdienstchefs ein.

Der US-Offizielle ließ jedoch keinen Zweifel an der amerikanischen Prioritätensetzung: „Bibi hat seine innenpolitischen Überlegungen – aber Trump denkt an die Interessen der USA und der Weltwirtschaft.“ Sollte Teheran Trumps Atomforderungen erfüllen, bestehe die Chance, die Beziehungen zwischen den USA und dem Iran grundlegend neu zu setzen – und dem Iran zu ermöglichen, sein volles wirtschaftliches Potenzial zu entfalten.

Titelbild: US-Präsident Donald Trump. Foto: Daniel Torok/White House Spokesperson

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