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Pakistan meldet Fortschritte bei Vermittlung zwischen USA und Iran

JERUSALEM, 26.08.2026 (DR) – Pakistan hat bei seinen Vermittlungsbemühungen zwischen den USA und dem Iran nach eigenen Angaben „bedeutende Fortschritte“ erzielt. Bei Gesprächen in Teheran standen eine Deeskalation, die Öffnung der Straße von Hormus und ein Ende des Konflikts im Mittelpunkt.

Saudi-arabische Medien berichteten zugleich über ein neues US-Angebot an Teheran. Washington habe Sanktionslockerungen und ein Ende der Seeblockade iranischer Häfen in Aussicht gestellt. Im Gegenzug solle der Iran die Meerenge öffnen und Angriffe von Iran unterstützter Gruppen beenden. Die USA haben den Bericht bislang nicht bestätigt.

Pakistan vermittelt zwischen beiden Seiten

Der pakistanische Armeechef Asim Munir und Innenminister Mohsin Naqvi haben am Montag in Teheran mit Irans Präsident Massud Peseschkian und weiteren Vertretern der iranischen Führung gesprochen. Die pakistanische Armee bestätigte die Themen der Gespräche. Naqvi bewertete die Mission anschließend als erfolgreich.

Mehdi Tabatabaei vom iranischen Präsidialamt bezeichnete Munirs Besuch als ertragreich und sprach von wertvollen diplomatischen Ergebnissen. Konkrete Resultate nannte er nicht.

Nach Angaben der saudischen Sender Al-Hadath und Al-Arabiya übermittelte Munir den neuen US-Vorschlag. Pakistan bestätigte dessen Bedingungen jedoch nicht. Das Weiße Haus erklärte zudem, derzeit gebe es weder laufende noch angesetzte Verhandlungen mit dem Iran.

Neuer Anlauf im Streit um Hormus

Washington und Teheran hatten im Juni ein Zwischenabkommen geschlossen. Dieses geriet rasch ins Wanken, die direkten Verhandlungen kamen zum Stillstand. Die aktuelle Vermittlung soll den politischen Prozess wieder in Gang bringen.

Parallel beraten der Iran und Oman über einen stufenweisen Plan für die Meerenge. Beide Staaten nannten am Dienstag einen vorläufigen Schifffahrtskorridor und die gemeinsame Räumung von Minen als mögliche erste Schritte.

Vor dem Krieg passierte rund ein Fünftel der weltweit gehandelten Öl- und Flüssiggasmengen die Straße von Hormus. Der Schiffsverkehr ist seit Monaten stark eingeschränkt.

USA planen vorerst keine neuen Angriffe

US-Außenminister Marco Rubio informierte nach Informationen von Axios mehrere Verbündete, Washington plane vorerst keine neuen Angriffe auf den Iran. Stattdessen setzten die USA auf Sanktionen und die Seeblockade. Militärschläge als Reaktion auf einen iranischen Angriff schloss Rubio jedoch nicht aus.

Zugleich schicken die USA abgezogenes Botschaftspersonal in mehrere Staaten des Nahen Ostens zurück. Dazu gehören Israel, der Libanon, Saudi-Arabien und der Irak. Einige Vertretungen bleiben zunächst unter ihrer regulären Personalstärke.

Das US-Finanzministerium verhängte zugleich neue Sanktionen gegen rund 60 Personen, Unternehmen und Schiffe. Sie betreffen Irans Ölhandel, Cyberaktivitäten sowie sein Raketen- und Atomprogramm. Washington droht Irans Handelspartnern zudem mit Sekundärsanktionen. Irans Sicherheitsratssekretär Mohsen Rezaei warnte, Teheran werde es als „Kriegsakt“ werten, wenn ein Land die US-Sanktionskampagne gegen den Iran unterstützt oder sich daran beteiligt.

Titelbild: Pakistans Armeechef Asim Munir (links) mit Irans Präsident Massud Peseschkian bei einem Treffen im April 2026. Pakistan meldet nun Fortschritte bei der Vermittlung zwischen dem Iran und den USA. Bild: Masoud Shahrestani/Tasnim News Agency, CC BY 4.0 über Wikimedia Commons

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