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Israelfeindliche Haltung von Mitarbeitern sorgt für Konflikte im internationalen Luftverkehr

JERUSALEM, 11.10.2026 (DR) – Zwei Vorfälle im internationalen Luftverkehr haben erneut Fragen zum Umgang mit israelfeindlichen Haltungen unter Mitarbeitern aufgeworfen. Die US-Fluggesellschaft United Airlines hat einen Piloten wegen seiner Unterstützung für den Hamas-Überfall vom 7. Oktober 2023 erneut vom Dienst genommen. In Frankreich weigern sich unterdessen Flughafenmitarbeiter, eine Lieferung für das israelische Rüstungsunternehmen Elbit Systems abzufertigen.

United-Pilot nach Hamas-Lob erneut suspendiert

United Airlines hat Kapitän Ibrahim R. Mossallam vorläufig vom Flugdienst ausgeschlossen. Der Pilot hatte die Hamas-Terroristen nach dem Massaker vom 7. Oktober 2023 in sozialen Medien als „mutig“ bezeichnet und ihre Taten als Widerstand gerechtfertigt.

Bereits im November 2023 suspendierte United den Piloten bei fortlaufender Bezahlung. Nach Recherchen des israelischen Senders Channel 14 durfte Mossallam jedoch sechs Monate später wieder fliegen. Die Fluggesellschaft bestätigte diese Darstellung bislang nicht.

Der versuchte Anschlag eines Kopiloten auf eine Flydubai-Maschine vom 30. September hatte Fragen zur Sicherheitsüberprüfung von Flugpersonal aufgeworfen. Im Zuge der anschließenden Debatte geriet auch der United-Pilot erneut in die Schlagzeilen. Die Fluggesellschaft erklärte gegenüber dem US-Nachrichtenportal Daily Wire, der Pilot sei bis zum Abschluss einer laufenden Überprüfung erneut vom Dienst freigestellt.

Französische Flughafenmitarbeiter boykottieren Elbit-Lieferung

Unterdessen haben Mitarbeiter eines Frachtabfertigers am Pariser Flughafen Charles de Gaulle angekündigt, eine Lieferung für den israelischen Rüstungskonzern Elbit Systems nicht auf einen El-Al-Flug nach Tel Aviv zu verladen.

Nach Angaben des israelischen Senders N12 beschloss die Arbeitnehmervertretung des Unternehmens, die Verladung zu boykottieren. Israelische Sicherheitsvertreter bemühen sich um eine Lösung.

Laut der Wirtschaftszeitung Globes handelt es sich vermutlich um Getriebekomponenten eines französischen Herstellers, die für Elbit bestimmt sind. Pro-palästinensische Gruppen und Gewerkschaften hatten gegen den Transport protestiert.

Die Protestierenden behaupten, eine ursprünglich für Air France vorgesehene Beförderung verhindert zu haben. Air France bestreitet eine entsprechende Buchung. Drei französische Organisationen haben zudem einen Eilantrag gestellt, um die Ausfuhr zu verhindern. Ob die Lieferung am Samstagabend mit El Al nach Israel transportiert wurde, blieb zunächst unklar.

Israelische Rüstungsunternehmen bereits im Juni von Messe ausgeschlossen

Auch auf staatlicher Ebene waren israelische Rüstungsunternehmen in Frankreich bereits im Juni mit Einschränkungen konfrontiert worden. Für die internationale Rüstungsmesse Eurosatory in Paris hatte Frankreich die Präsentation offensiver Waffensysteme untersagt.

Mit Holzplatten abgesperrter Stand eines israelischen Rüstungsunternehmens auf der Eurosatory-Messe in Paris am 18.06.2026. Die Unternehmensvertreter durften die Messe weiterhin besuchen und Geschäftskontakte pflegen, jedoch ihre Produkte nicht ausstellen. Foto: TPS-IL.

Während der Messe wurden die Stände von 14 israelischen Firmen wegen angeblicher Verstöße gegen diese Auflagen abgesperrt. Die betroffenen Unternehmen bestritten die Vorwürfe und erklärten, sämtliche Auflagen eingehalten zu haben. Elbit Systems gehörte zu den wenigen Unternehmen, die ihre Produkte weiterhin ausstellen durften.

Die Vorfälle werfen die Frage auf, wie Unternehmen und Behörden künftig mit israelfeindlichen Äußerungen und Boykottaktionen umgehen werden. Ob weitere Maßnahmen folgen, bleibt abzuwarten.

Titelbild: Eine Maschine von United Airlines landet am internationalen Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv. Foto: Yossi Aloni/Flash90

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