
Gegen den europäischen Boykott – christliche Israelfreunde unterstützen Händler in Judäa und Samaria
JERUSALEM, 14.10.2026 (NH) – Während europäische Richtlinien und Boykottbestrebungen darauf abzielen, Waren aus Judäa und Samaria, dem sogenannten Westjordanland, besonders zu kennzeichnen oder wirtschaftlich einzuschränken, setzen hunderte christliche Israelfreunde ein klares Zeichen der Solidarität. Im Rahmen der jährlichen Laubhüttenfest-Konferenz (Sukkot) der Internationalen Christlichen Botschaft Jerusalem (ICEJ) unterstützten sie mit gezielten Einkäufen jüdische Händler und Kleinunternehmer in der Region. Die Initiative ist eine direkte Antwort auf europäische Maßnahmen, die nach Ansicht der Organisatoren jüdische Unternehmen in Judäa und Samaria wirtschaftlich isolieren. Um diesen Bestrebungen entgegenzuwirken, lud die ICEJ Händler und Kleinunternehmer aus der Region nach Jerusalem ein. Auf einem eigens eingerichteten Marktplatz konnten sie ihre Waren den internationalen Konferenzteilnehmern anbieten und die lokale Wirtschaft direkt unterstützen.
Bustouren nach Shiloh und Efrat
Zusätzlich organisierte die ICEJ mehrere Busreisen in jüdische Ortschaften in Judäa und Samaria. Delegierte aus den Niederlanden, Norwegen, Großbritannien, der Schweiz und Irland besuchten unter anderem Shiloh und ein Einkaufszentrum in Efrat. Dort suchten sie gezielt lokale Geschäfte auf und kauften ein.
Die Besucher zeigten sich beeindruckt vom herzlichen Empfang durch die Bewohner. Viele berichteten von einer ruhigen Sicherheitslage und einer friedlichen Atmosphäre vor Ort, die ihrer Ansicht nach im Gegensatz zu den häufig negativen Darstellungen der Region steht. Die Organisatoren berichteten zudem von großer Dankbarkeit unter den Einwohnern, die sich darüber freuten, dass internationale Unterstützer persönlich anreisten, um ihre Solidarität zu zeigen.
Christliche Israelfreunde im Kampf gegen Antisemitismus
Für die ICEJ geht die Einkaufsaktion über wirtschaftliche Unterstützung hinaus. Sie soll jüdischen Gemeinden und Unternehmen vermitteln, dass sie angesichts von Boykottaufrufen und wachsendem Antisemitismus nicht alleinstehen. Die Führung der Organisation bekräftigte im Interview: „Wir stehen zusammen mit euch, wir lieben euch, wir sind eure Freunde und wir tun alles in unserer Macht Stehende, um gegen diesen Antisemitismus zu kämpfen.“ Zugleich forderte die ICEJ, die pro-israelische Öffentlichkeitsarbeit, die sogenannte Hasbara, weltweit deutlich zu verstärken. Den einseitigen Darstellungen und aus Sicht der Organisation verbreiteten Falschinformationen in ausländischen Medien müsse die Realität entgegengesetzt werden. Israel sei eine funktionierende Demokratie, die die Rechte ihrer Bewohner und Bürger schütze und sich um ihr Wohlergehen kümmere.
Mit ihren Einkäufen und Besuchen wollen die christlichen Israelfreunde zeigen, dass sie sich von Boykottbestrebungen nicht abschrecken lassen. Stattdessen stärken sie gezielt jüdische Unternehmen in Judäa und Samaria und bekräftigen ihre Verbundenheit mit Israel.
Titelbild: Tausende christliche Evangelikale marschieren jährlich beim „Marsch der Nationen“ durch das Zentrum Jerusalems und bekunden ihre Solidarität mit Israel und ihre Liebe zum Heiligen Land. Foto: Yonatan Sindel/Flash90