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Iran plant Anschläge auf amerikanische Diplomaten – US-Geheimdienstchef schlägt Alarm, iranische Vertreter bestätigen

JERUSALEM 26.10.2026 (LS) – US-Geheimdienstkoordinator Jay Clayton warnt, der Iran habe seine Mordpläne gegen Amerikaner „erheblich verstärkt” und sie seien in ein fortgeschrittenes Stadium gelangt. Zwei iranische Vertreter erklärten gegenüber der New York Times, US-Personal sei ein legitimes Ziel.

Clayton an Rubio: „Letale Planungen in fortgeschrittenem Stadium”

In einem Memo an Außenminister Marco Rubio, über das zuerst Axios berichtete, schrieb Clayton: „Wir haben Erkenntnisse, dass der Iran seine Bemühungen gegen US-Personal erheblich verstärkt hat.” Die „letalen Planungen der Iraner gegen US-Bürger” hätten „im Nahen Osten und in bestimmten anderen Ländern fortgeschrittene Stadien erreicht”. Clayton bot an, die Informationen so weit wie möglich herabzustufen, damit Rubio sie breiter im Außenministerium teilen kann.

Nach Angaben der New York Times bewerten die US-Behörden die Bedrohung als die höchste seit Kriegsbeginn im Februar. Es gebe Hinweise, der Iran könnte Terrorpläne in den USA haben. Mögliche Ziele lägen auch in Europa. Ein anderer Offizieller relativierte: Teherans Fähigkeiten für Anschläge im Ausland seien begrenzt, die Ambitionen größer als das Können.

Das Außenministerium reduzierte bereits das Personal an den US-Botschaften in Jordanien, im Libanon, in Katar und in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Botschaften bleiben geöffnet, ein Abzug ist dort nicht verpflichtend. In Saudi-Arabien dagegen wurden nicht unbedingt benötigte Mitarbeiter samt Familien zur Ausreise aufgefordert. Betroffen sind die Botschaft in Riad sowie die Konsulate in Dschidda und Dhahran. Offiziell verweist Washington auf die Bedrohung durch die Huthi und auf iranische Terrorpläne. Dass die Maßnahmen mit neuen Schlägen gegen den Iran zusammenhängen, wird dementiert.

„Fair game”: Teheran rechtfertigt die Pläne

Die Bestätigung kam am Samstag aus Teheran selbst. Zwei iranische Vertreter, einer davon Mitglied der Revolutionsgarden, berichteten der New York Times, der Iran bereite Angriffe auf US-Diplomaten und Personal vor. Diese seien „Freiwild”, da die USA und Israel viele iranische Offizielle und deren Angehörige getötet hätten. Ein US-Vertreter ergänzte, der Iran verfüge in den USA über Netzwerke, die „nicht einfach nur iranische Staatsbürger” seien.

Die Warnungen fügen sich in ein Muster: Anfang des Monats zog die US-Luftwaffe ihre Bomber vom britischen Stützpunkt RAF Fairford ab, nachdem Hinweise auf iranische Anschlagspläne eingegangen waren. Auch israelische Geheimdienste hatten in den vergangenen Monaten gewarnt, Teheran wolle amerikanische und israelische Amtsträger angreifen. Berichten zufolge wurde US-Präsident Donald Trump im Juli deshalb in einem Catering-Flugzeug aus Ankara vom NATO-Gipfel geschleust. Israels Premierminister Benjamin Netanjahu flog im selben Monat von einem Luftwaffenstützpunkt statt vom Ben-Gurion-Flughafen in die USA.

Die Waffenruhe mit dem Iran seit April ist brüchig, die Verhandlungen stocken. Nach der israelischen Wahl und den US-Zwischenwahlen am 3. November könnten neue Schläge folgen. Trump erklärte bei einem Auftritt in Florida: „Wir machen vielleicht noch einmal ein kleines Epic Fury – oder sie stimmen zu.”

Titelbild: Die Sicherheit um US-Regierungsmitarbeiter, wie hier bei Steve Wittkoff, wurde deutlich erhöht. Foto: Arie Leib Abrams/Flash90

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