
Wunder in der israelischen Stadt Gedera: Raketenteile zerstören Schulgelände
JERUSALEM, 06.10.2024 (NH) – Der massive Raketenbeschuss auf den kleinen jüdischen Staat durch den Iran hat fast das ganze Land für mehr als eine Stunde in die Luftschutzbunker geschickt. Der Beschuss wurde größtenteils erfolgreich abgefangen. Das israelische Militär berichtete zwar von einer Reihe von Einschlägen im Zentrum des Landes sowie auf den Armeestützpunkten Nevatim und Tel Nof, doch wie durch ein Wunder wurde bei dem Raketenhagel niemand verletzt oder gar getötet. In der israelischen Stadt Gedera fielen riesige Teile einer abgefangenen Rakete auf das Gelände einer städtischen Schule, in der Hunderte von Schülern lernen. Wenige Stunden zuvor war die Einrichtung noch voller religiöser Jugendlicher. „Ein großes Wunder ist uns widerfahren“, erklärte Rabbiner Eliyahu Krichevsky, Leiter des Schulnetzwerks Shalhavot Chabad.
Krater und zerborstene Fenster
Obwohl das israelische Luftverteidigungssystem die meisten Geschosse erfolgreich abfangen konnte, wurde eine Reihe von Einschlägen im ganzen Land registriert. Eines dieser abgefangenen Projektile schlug auf dem Gelände der zentralen und bekannten Schule „Shalhavot“ in Gedera ein. In dieser Bildungseinrichtung lernen etwa 400 Schüler aus der ganzen Stadt den größten Teil des Tages.
Ein Video nach dem Beschuss dokumentiert die immensen und schockierenden Schäden. Ein Raketenteil hat nicht nur einen tiefen Krater auf dem Schulgelände hinterlassen, sondern auch die Fassade und Fenster der Bildungseinrichtung weggesprengt. Wie durch ein Wunder wurde bei dem abendlichen Beschuss keiner der Jugendlichen verletzt. „Hätte der Beschuss stattgefunden, während die Kinder in der Schule waren, hätte das in einer Katastrophe enden können“, erklärte Krichevsky.
Schule nimmt Unterricht wieder auf
Die Shalhavot-Schule wurde in den letzten Jahren gegründet und hat sich zu einer der begehrtesten religiösen Bildungseinrichtungen der Stadt und der gesamten Region entwickelt. Das Motto der Schule ist es, Professionalität mit jüdischen Werten zu verbinden.
Noch am selben Abend traf der Kommandeur des Heimatfrontkommandos, Generalmajor Rafi Milo, mit Ersthelfern am Einschlagsort ein und machte sich ein Bild von den immensen Schäden am Schulgebäude. Anschließend durchsuchte das Team die Absturzstelle, um Beweise zu sichern und weitere Schäden zu verhindern. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu reagierte scharf auf das Bombardement aus Teheran: „Der Iran hat einen großen Fehler gemacht – und er wird dafür bezahlen.“
Die Shalhavot-Schule soll am heutigen Sonntag ihren regulären Unterricht wieder aufnehmen.
Titelbild: Israelische Sicherheitskräfte an der Stelle, an der eine aus dem Iran abgefeuerte Rakete eine Schule in der Stadt Gedera traf, 1. Oktober 2024. Foto: Liron Moldovan/Flash90