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Vor den Feiertagen: Israelis sollen angesichts der Terrorbedrohungen im Ausland vorsichtig sein

JERUSALEM, 22.09.2025 (TPS-IL/NH) – Der israelische Nationale Sicherheitsrat (NSC) hat vor den hohen jüdischen Feiertagen seine jüngste Bewertung der Terrorismusbedrohung veröffentlicht. Israelis, die ins Ausland reisen, wurden aufgefordert, erhöhte Vorsicht walten zu lassen. Zwar gab der NSC keine neuen Reisewarnungen heraus, er bekräftigte jedoch die anhaltenden globalen Bedrohungen für israelische und jüdische Personen, insbesondere durch den Iran und seine weltweiten Stellvertreter. Laut der Einschätzung planen der Iran, die Hamas und andere extremistische Gruppen weiterhin Anschläge gegen Israelis im Ausland. Im vergangenen Jahr wurden bereits Dutzende solcher Versuche vereitelt. Diese Bedrohungen reichen von organisierten terroristischen Operationen bis hin zu lokalen und Einzeltätern. Mit den Reisewarnungen möchte der NSC das Bewusstsein der israelischen Öffentlichkeit für potenzielle terroristische Bedrohungen an verschiedenen Reisezielen schärfen und israelische Touristen dazu ermutigen, lebensrettende Präventionsmaßnahmen zu ergreifen.

Zum Jahrestag des Hamas-Massakers verstärkte Terroraktivitäten

„Der Iran ist nach wie vor der Hauptunterstützer des Terrorismus gegen Israelis und Juden auf der ganzen Welt – sowohl direkt als auch durch seine Stellvertreter. Der Iran wird zunehmend durch Vergeltung motiviert, nachdem er während der Operation Rising Lion schwer getroffen wurde“, erklärte der Nationale Sicherheitsrat und bezog sich dabei auf den Krieg zwischen Israel und dem Iran im vergangenen Juni. „Allein im vergangenen Jahr wurden Dutzende vom Iran geplante Terroranschläge vereitelt, darunter solche, die sich gegen israelische Vertretungen im Ausland, ehemalige israelische Offizielle sowie verschiedene israelische und jüdische Ziele richteten”, fügte der Sicherheitsrat hinzu. Er stellte außerdem fest, dass der bevorstehende zweite Jahrestag der Hamas-Massaker vom 7. Oktober eine Periode verstärkter Aktivitäten von Terrorgruppen einleiten könnte.

Der NSC wies auch auf eine besorgniserregende Zunahme gewalttätiger antisemitischer Vorfälle sowie verbaler Angriffe und Aufwiegelung in den sozialen Medien hin. Allein in den letzten sechs Monaten wurden Dutzende eklatante Vorfälle von gewalttätigen körperlichen Übergriffen und terroristischen Aktivitäten dokumentiert. Dazu gehört auch verbaler Antisemitismus und Hetze in den sozialen Medien, die von pro-palästinensischen Gruppen betrieben wird.

„Nachricht für die Öffentlichkeit“: Kurz vor den jüdischen hohen Feiertagen veröffentlicht der NSC genaue Empfehlungen, wie sich israelische Touristen im Ausland verhalten sollen, insbesondere in Ländern mit hohem Bedrohungspotenzial. Foto: NSC-Website

Globale dschihadistische Organisationen visieren jüdische Ziele an

Zu den anderen global agierenden dschihadistischen Organisationen, die eine Bedrohung darstellen, gehören der Islamische Staat (ISIS), Al-Qaida und Al-Shabaab. Sie sind insbesondere in Afrika und Teilen Asiens aktiv und verüben gelegentlich Anschläge in Europa und im Nahen Osten. Diese terroristischen Gruppen mit weltweiter Vertretung stellen weiterhin eine Bedrohung dar, da sie ihre Anhänger dazu aufrufen, jüdische und israelische Ziele auf der ganzen Welt anzugreifen.

Der NSC bekräftigte, dass Reisen in bestimmte Länder – darunter Irak, Jemen, Iran, Syrien, Libanon, Saudi-Arabien, Bangladesch, Somalia, Pakistan, Afghanistan, Libyen, Algerien, Jordanien, Ägypten und die Türkei – ein hohes Risiko bergen und vermieden oder nur mit äußerster Vorsicht unternommen werden sollten. Für die Sinai-Halbinsel gilt aufgrund ernsthafter Bedrohungen weiterhin die höchste Reisewarnstufe 4.

Soziale Medien könnten Reisende zur Zielscheibe machen

Reisenden wird empfohlen, sich mit den örtlichen Sicherheitsbedingungen vertraut zu machen, das Zeigen israelischer oder jüdischer Symbole zu vermeiden, den öffentlichen Gebrauch des Hebräischen einzuschränken, Demonstrationen oder isolierte Gebiete zu meiden und bei Großveranstaltungen wachsam zu sein. Der NSC mahnte auch zur Vorsicht in Bezug auf soziale Medien und betonte, Inhalte, die mit israelischen Sicherheitsdiensten oder militärischen Aktivitäten in Verbindung stehen, könnten Reisende zur Zielscheibe machen. Weiter wies der Sicherheitsrat auch auf die mögliche Gefahr hin, dass Israelis entführt werden könnten. „Seien Sie vorsichtig bei Unbekannten, die versuchen, mit Ihnen in Kontakt zu treten, insbesondere online, und seien Sie besonders achtsam, wenn Sie den größten Teil Ihrer Geschäfte im Ausland tätigen.“

Die Hohen Feiertage beginnen mit Rosch HaSchana, dem jüdischen Neujahrsfest, das am 22. September bei Sonnenuntergang beginnt. Zu den Hohen Feiertagen gehören auch Jom Kippur und das einwöchige Sukkot-Fest. Der Angriff vom 7. Oktober ereignete sich während des Festes Simchat Thora, das die Hohen Feiertage abschließt. Dabei wurden etwa 1.200 Menschen getötet und 252 Israelis und Ausländer als Geiseln genommen, als die Hamas israelische Gemeinden nahe der Grenze zu Gaza angriff. Von den 48 verbliebenen Geiseln sollen etwa 20 noch am Leben sein.

Titelbild: Passagiere am Ben Gurion International Airport in der Nähe von Tel Aviv. Foto: Rachel Alroey/Flash90

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