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Israelisches Militär verzeichnet einen massiven Anstieg der Rekrutierungszahlen von Drusen, Beduinen und arabischen Christen

JERUSALEM, 08.12.2025 (NH) – Israel hat seit über zwei Jahren mit einer herausfordernden und komplexen Sicherheitslage an gleich mehreren Fronten zu kämpfen. Die Ereignisse des 7. Oktober im Süden versetzten das ganze Land in eine Schockstarre. Juden, Drusen, Beduinen und arabische Christen verstanden, dass der Feind, der die Grenze überquerte und das Leben von über 1.200 Menschen brutal auslöschte, keinen Unterschied zwischen einem drusischen Dorf und einer jüdischen Gemeinde macht. Infolgedessen verzeichnete der israelische Sicherheitsapparat einen massiven Anstieg der Rekrutierungszahlen unter Beduinen, arabischen Christen und Drusen. Besonders stark stieg die Nachfrage nach einem Militärdienst in Eliteeinheiten, um Teil der Kampfkräfte im Gazastreifen zu werden.

Massiver Anstieg unter Beduinen und Drusen

Die Entscheidung innerhalb der Beduinengemeinschaft, sich massenhaft zu verpflichten, ergab sich aus traurigen Ereignissen, insbesondere aus der schweren Verletzung des Kommandeurs der 585. Beduinenbrigade, Oberstleutnant Saleh Hayeb. Dies inspirierte die gesamte junge Gemeinschaft der Beduinen in Israel.

Bei den Drusen von den Golanhöhen zeichnete sich nach dem Sturz des Assad-Regimes und dem darauffolgenden Massaker an den Drusen in Syrien ein radikaler Umbruch ab. Während ihre drusischen Brüder in Galiläa und Karmel gesetzlich zum Dienst in der israelischen Armee (IDF) verpflichtet sind und stolze Rekrutierungsraten von über 80% erreichen, waren die Drusen auf den Golanhöhen, die bis 1967 unter syrischer Herrschaft standen, nicht zum Wehrdienst verpflichtet. Jetzt hat die IDF einen Anstieg der drusischen Rekruten aus dem Golan um mehr als 600% festgestellt. „In der Vergangenheit war ein drusischer Soldat von den Golanhöhen gezwungen, sich heimlich zu verpflichten. Heute sind sie stolz darauf, Uniformen als Teil der Kampfformation der IDF zu tragen”, berichten Armeequellen.

Glaubensgemeinschaften bewiesen Loyalität und Mut

So ist die Wehrpflicht für die Drusen in den vergangenen zwei Jahren um 5% gestiegen und erreicht nun 85%. Auch der Beduinendienst bleibt mit über 60% sehr hoch, wobei viele in Kampfeinheiten dienen, insbesondere im Wüstenaufklärungsbataillon. Tatsächlich spielten Angehörige der Beduinen- und der Drusengemeinschaft bereits seit dem Unabhängigkeitskrieg und noch vor der Gründung des Staates eine Schlüsselrolle bei der Verteidigung Israels. Wiederholt haben die beiden Glaubensgemeinschaften Loyalität, Mut und Verbundenheit bewiesen. Blickt man auf die Rekrutierungsstatistiken der arabisch-christlichen Gemeinschaft in Israel, kommen auch hier überraschende Daten ans Licht: So hat sich die Rekrutierung arabischer Christen im vergangenen Jahr gar verdreifacht.

Die Entscheidung, sich während schwieriger Kriegsmonate für den Dienst in einer Kampfeinheit zu verpflichten, untermauert den mutigen Wunsch, das Zuhause zu verteidigen. Der Armeedienst stärkt somit auch die Verbindungen zwischen den verschiedenen Glaubensgemeinden und das Zugehörigkeitsgefühl der gesamten israelischen Gesellschaft.

GlaubensgemeindenTitelbild: Drusische Kämpfer in der Ausbildung. Der Krieg hat zu einer höheren Rekrutierungsrate aus Israels Minderheitengemeinschaften geführt. Foto: IDF

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