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4. Jahrestag: Familie von getötetem Soldaten demonstriert vor UN-Gebäude

JERUSALEM, 01.08.2018 (FJ) – Die Familie des getöteten israelischen Soldaten Hadar Goldin hat am Mittwochmorgen vor dem UN-Gebäude in Jerusalem demonstriert. Sie forderte die Vereinten Nationen dazu auf, bei der Rückgabe der sterblichen Überreste ihres Sohnes behilflich zu sein.
Hadar Goldin: Opfer eines Waffenstillstandes
Auf den Tag genau vor vier Jahren wurde Hadar Goldins Truppe während eines Waffenstillstands von Hamas-Kämpfern überfallen und Hadar nach Gaza entführt und getötet. Seinen Leichnam hält die Hamas seitdem in Gaza fest. „Mein Sohn war kein Opfer des Krieges in Gaza, sondern des humanitären Waffenstillstands, der von den Vereinten Nationen unterstützt wurde. Wir fordern das Recht, den letzten Akt der Menschenwürde durchzuführen – das Recht auf eine ordnungsgemäße Beerdigung“, schrieb seine Mutter Leah Goldin in einem offenen Brief an den UN-Gesandten für den Nahen Osten, Nickolay Mladenov.
Simcha Goldin: „UN hat uns im Stich gelassen“
Laut Hadars Vater Simcha Goldin haben die Vereinten Nationen ihre Verantwortung verletzt. „Sie organisierten einen humanitären Waffenstillstand, aber unter diesem Waffenstillstand wurde mein Sohn getötet und entführt, zwei weitere israelische Soldaten wurden getötet. All dies haben die Vereinten Nationen vergessen. Sie sprechen nicht darüber. Der UN-Vertreter hat die Kühnheit, durch die Region zu wandern und Milliarden (Schekel) mitzunehmen (in den Gazastreifen).“
In ihrem Brief fand Leah Goldin harte Worte für den UN-Gesandten Mladenow: „Obwohl Sie sehr besorgt über die humanitäre Lage in Gaza sind, habe ich nie gehört, dass Sie die Rückkehr von Hadar nach Israel zur ordnungsgemäßen Beerdigung fordern. Das würde menschlichem Anstand, jüdischer Tradition, islamischem Recht und humanitärem Völkerrecht entsprechen.“
Hadars Eltern forderten die UN auf, „hart gegen das Regime (in Gaza) vorzugehen, das die Rechtsstaatlichkeit so offen ignoriert. Diejenigen, die das nicht tun, arbeiten tatsächlich mit ihnen zusammen.“
Hamas hält zwei Zivilisten im Gazastreifen fest
Neben den sterblichen Überresten von Hadar Goldin halten die Islamisten auch den Leichnam des israelischen Soldaten Oron Shaul als Druckmittel zurück. Außerdem befinden sich zwei israelische Zivilisten in ihrer Gefangenschaft, die als psychisch krank gelten und aus eigenem Antrieb die Grenze nach Gaza überquert haben.

Bild: Die Eltern von Hadar Goldin (Mitte) protestieren am 01.08.2018 vor dem UN-Gebäude in Jerusalem. Quelle: Yonatan Sindel / Flash90.

Ein Team von Fokus Jerusalem hat die Eltern von Hadar Goldin in ihrem Zuhause besucht und über deren Bemühungen berichtet, den Leichnam ihres Sohnes endlich bestatten zu dürfen:

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