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Palästinenser aus Hebron gesteht Mord an der 19-jährigen Ori Ansbacher

JERUSALEM / HEBRON, 10.02.19 (FJ) – Am Wochenende wurde eine junge Frau mit Anzeichen gewaltbedingter Verletzungen am Stadtrand von Jerusalem tot aufgefunden. Der Leichnam wurde kurz darauf als die 19-jährige Ori Ansbacher aus der Siedlung Tekoa identifiziert. Ansbacher war ehrenamtlich in einem Jugendzentrum außerhalb der Stadt tätig und wurde seit Donnerstagmorgen als vermisst gemeldet. Ein Palästinenser namens Arat Irfayia (29) aus Hebron, der sich illegal in Israel aufhielt, bekannte sich nur einen Tag später zu dem Mord.

Eine Verbindung zur Terrorgruppe Hamas ist nicht ausgeschlossen

Die Polizei und das Shin Bet, der israelische Inlandsgeheimdienst, gaben in einer Erklärung bekannt, dass Irfayia gestanden habe am Donnerstag Hebron mit einem Messer bewaffnet verlassen zu haben. Er sei in Richtung Jerusalem gegangen, wo er Ansbacher im Wald entdeckte und erstach. Die Behörden vermuten, dass der Terrorist ein nationalistisches Motiv verfolgte, schließen aber nicht aus, dass es sich auch um einen sexuellen Übergriff gehandelt haben könnte. Der israelische Reporter Elior Levy schrieb, dass laut palästinensischen Quellen eine Verbindung zu der Terrorgruppe Hamas bestand.

Die Nachricht kam als ein Schock für viele Israelis. Ansbachers Eltern, Noa und Gadi, sagten, ihre Tochter habe „eine Sensibilität gegenüber jedem Menschen und Wesen“ besessen. Minister aus Parteien des konservativen Spektrums, forderten am Samstag zusätzliche Maßnahmen gegen die Palästinensische Autonomiebehörde, da die Familien von Terroristen noch immer für Attentate bezahlt werden. Die IDF bereitet sich unterdessen darauf vor, das Haus des Terroristen in Hebron abzureißen.

DNA Proben gaben sicheren Hinweis auf die Identität der Terroristen

Irfayia wurde am Freitag im Rahmen einer Razzia in Ramallah festgenommen. Ein israelisch öffentlicher Sender berichtete, dass der Verdächtige bei der Razzia in einer Moschee nicht gefunden worden sei. Sicherheitskräfte durchsuchten danach ein nahe gelegenes, verlassenes Gebäude in der Umgebung, in welchem Irfayia letztendlich festgenommen wurde. Nach Angaben der Sicherheitskräfte gab es DNA-Proben, die sichere Hinweise auf die Identität des Mörders lieferten.

Foto: Freunde und Familienmitglieder bei der Beerdigung der 19-jährigen Ori Ansbacher. Quelle: Yonatan Sindel/Flash90

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