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Netanjahu: Keine Atomwaffen für den Iran

JERUSALEM, 08.05.2019 (TM) – Israel wird verhindern, dass der Iran über Atomwaffen verfügt. Das hat der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am heutigen Mittwoch in Jerusalem deutlich gemacht. Der Regierungschef äußerte sich während seiner Ansprache zum Heldengedenktag Jom HaZikaron auf dem Militärfriedhof am Herzlberg.

Ich habe heute morgen auf meinem Weg hierher gehört, dass der Iran sein Atomprogramm fortsetzen will“, sagte Netanjahu. „Wir werden nicht zulassen, dass der Iran Atomwaffen erhält. Wir werden weiter gegen diejenigen kämpfen, die uns töten wollen. “

Iran hortet angereichertes Uran

Der iranische Außenminister Javad Zarif hatte zuvor bekannt gegeben, dass sein Land einige Verpflichtungen des Atomabkommens „reduzieren“ werde. Präsident Hassan Rouhani erklärte, sein Land werde künftig überschüssiges angereichertes Uran behalten, anstatt es wie vereinbart zu verkaufen. Rouhani drohte zudem, man werde Uran wieder anreichern, falls binnen 60 Tagen keine neuen Bedingungen für das Atomabkommen vereinbart würden. Hoch angereichertes Uran wird für den Bau von Atomwaffen benötigt.

Vor einem Jahr hatte US-Präsident Donald Trump das Atom-Abkommen mit dem Iran aufgekündigt und Sanktionen gegen das schiitische Land verhängt. Ebenso wie Netanjahu war er der Auffassung, das von seinem Vorgänger Obama ausgehandelte Abkommen sei unzureichend und könne eine atomare Aufrüstung des Iran nicht verhindern. Die EU hält an dem Abkommen fest, ebenso wie China und Russland.

Anschläge und Computerviren

Israel wird vom Iran fortwährend bedroht. In Teheran rufen Politiker und Militärs regelmäßig zur Vernichtung des „zionistischen Gebildes“ auf. Die Regierung in Jerusalem hatte mehrfach erklärt, die Mullahs in Teheran dürften nicht in den Besitz von Atomwaffen gelangen und auch nicht dauerhaft Truppen im Nachbarland Syrien stationieren. In den vergangenen Jahren waren mehrere iranische Atomwissenschaftler unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen – Beobachter vermuten, der israelische Geheimdienst Mossad könnte seine Hände im Spiel gehabt haben. Zudem hatten die Atom-Experten in Teheran mit komplexen Computerviren zu kämpfen. Zuletzt stahlen israelische Agenten in einer Aufsehen erregenden Aktion umfangreiche geheime Dokumente zu den Atomplänen des Iran und machten sie öffentlich zugänglich.

Bild: Netanjahu bei einer Ansprache zum Heldengedenktag in Jerusalem. Foto: Noam Revkin Fenton/Flash90

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