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Iran bleibt auf dem Weg zur Atombombe

JERUSALEM, 27.02.2022 (MS) – Vor etwa vier Jahren zeigte der damalige israelische Premierminister Benjamin Netanjahu der Welt, dass der Iran trotz gegenteiliger Aussagen weiterhin an seinem Atomprogramm arbeitet. Das war keine große Überraschung und es gibt für das Terrorregime in Teheran keinen Grund, seinen Wunsch nach der Atombombe aufzugeben. Trotzdem versucht US-Präsident Joe Biden alles, um den gescheiterte Atom-Deal von 2015 wieder ins Leben zu rufen.

Sabotage oder Taktik?

Während die aktuellen Gespräche in Wien zwischen dem Iran und den USA, unter Vermittlung der EU, einen kritischen Punkt erreichen, kommt aus dem Iran ein Kommentar, der jegliche Fortschritte zunichtemachen könnte. Mohammad Eslami, der Chef der iranischen Atombehörde, sagte am Freitag, sein Land werde weiterhin Uran bis auf 20 Prozent anreichern, auch wenn ein neuer Atom-Deal zustande kommt. Diese Aussage zu diesem Zeitpunkt ist etwas überraschend, denn die USA und Europa haben doch das Ziel, die Anreicherung von Uran im Iran zu verhindern.

Unter dem Atom-Deal war es dem Iran erlaubt, Uran bis auf 3,67 Prozent anzureichern, aber seitdem die USA 2018 aus diesem Deal ausgestiegen ist, hat der Iran große Mengen an bis zu 60 Prozent angereichertem Uran angelagert. Sprecher des Landes sagen sogar, der Iran könne Uran bis auf 90 Prozent anreichern, den Grenzwert für waffenfähiges Uran. Eine schnelle Urananreicherung sei technisch jederzeit möglich.

Wurden diese Kommentare des iranischen Wissenschaftlers zufällig von den staatlichen Medien veröffentlicht, als die Atomgespräche in Wien kurz vor Abschluss standen? Wahrscheinlich nicht. Einen Deal mit dem Iran abzuschließen, war eines der wichtigsten Wahlversprechen Joe Bidens und es scheint, nichts was das Terrorregime in Teheran tut, kann ihn davon abbringen, dies umzusetzen. Der Iran kann also alle möglichen Bedingungen stellen, die Amerikaner werden weiter verhandeln.

Entwurf vorgelegt

Das Spiel des Iran hat sich auch wirklich nicht negativ auf die Verhandlungen mit den USA ausgewirkt, denn bereits am nächsten Tag wurde in Wien ein Entwurf für einen Deal ausgearbeitet, den das islamistische Land nun prüfen wird.

Irans Außenminister Hossein Amir-Abdollahian sagte über den Entwurf: „Wir versuchen alle, eine gute Einigung zu erzielen. Unsere roten Linien sind den westlichen Parteien klar. Wenn sie wirklichen Willen zeigen, sind wir bereit, sofort ein gutes Abkommen abzuschließen,“.

Es scheint, es ist nun an den westlichen Parteien, zu zeigen, ob sie wirklichen Willen haben, sich weiterhin an der Nase herumführen zu lassen.

Titelbild: Netanjahu zeigt die Ergebnisse der Mossad-Aktion gegen das iranische Atomprogramm. Miriam Alster/Flash90

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